Forum: Wirtschaft
Vision gefordert: Industriechefs werfen Europa Naivität gegenüber China vor
DPA/Ye Pingfan/XinHua

Die aggressive Vorgehensweise Chinas bei der Ausdehnung seiner Wirtschaftsmacht bereitet europäischen Unternehmern Sorgen. Sie fordern eine härtere Gangart von Brüssel - und eine überzeugende Vision.

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Nissin 14.04.2019, 09:26
10. Fair?

Europa fordert Fairness? Das ich nicht lache. Afrika fordert seit Jahrzehnte Fairness, hat sich nur niemanden inteeessiert, dort gibt es ja keine grosse Absatzmärkte. Jetzt fordert man plötzlich Fairness. Es wird immer nach den Regeln des Stärkeren gespielt. Nur weil man jetzt mit China nicht nach den eigenen Regeln spielen kann fordert man einen fairen Handel. Heuchlerischer geht es nicht mehr.

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OhMyGosh 14.04.2019, 09:28
11.

Wenn Chinesen mit dem Geldsack wedeln, denkt doch jeder Firmenchef nicht an Europa, sondern nur an seinen eigenen Vorteil. Dennoch ist die Kritik an der EU durchaus berechtigt.

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Serenissimus 14.04.2019, 09:29
12. Profitgier

hat die Konzerne nach China getrieben. Um kurzfristig die Gewinne, Dividenden und Boni zu erhöhen, haben die "Manager" den technologischen Vorsprung ihrer Unternehmen aus der Hand gegeben. Nun werden sie von chinesischen Konkurrenten angegriffen, da rufen sie nach dem Staat. Schöne Strategen sind mir das!

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Outdated 14.04.2019, 09:30
13. In the Game of Thrones...

Die KP in China arbeitet skrupelos an der Ausdehnung ihrer Macht und ihr Arm reicht heute schon viel weiter als die meisten glauben wollen.
Die Presse im Westen z.B: wird mit lukrativen Aufträgen gefügig gemacht, Staaten werden in die Schuldenfalle getrieben, die Aufrüstung läuft seit Jahrzehnten auf Hochtouren, schwache EU mitglieder werden geködert in der EU Chinas interessen zu vertreten, China gibt endlose Milliarden für Propaganda aus die sie in anderen Ländern verbreiten, China ist ganz direkt mitverantwortlich für die Drogenepidemie in den USA. und
wenn sie z.B. viele der verrückten Themen der letzten Jahre bedenken, die Spaltungen der Gesellschaft, dann erinnern sie sich bitte auch an das gute alte Teile und Herrsche.

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Athlonpower 14.04.2019, 09:30
14. Bei der EU gibt es nur ein Thema seit Jahren, den Brexit, sonst nichts

Da haben die Herren Industriebosse offenkundig die aktuelle Lage nicht richtig mitbekommen, denn egal was der Trumpel in den USA ausheckt und die Chinesen sich langsam in Südeuropa einkaufen, es interessiert in Brüssel überhaupt niemanden, denn seit über 2 Jahren gibt es in Brüssel sowie den EU-Staatschefs nur 3 wichtigeThemen,

1.) Brexit, 2.) Brexit und 3.) Brexit, für alles andere haben die Damen und Herren schlicht und einfach keine Zeit und offenbar interessiert es auch keinen, denn mit den o. g. 3 Punkten ist die EU zu 100% ausgelastet,

genau das hätte ein Rauswurf der Briten zum 12. April möglich gemacht, daß sie Brüssel, Merkel, Macron und Co. endlich den anderen und weit wichtigeren Themen, besonders des heruafziehenden Handelskrieges mit den USA zuwenden hätten können/müssen,

stattdessen wird der Brexitunfug bis zum St. Nimmerleinstag alle Aktivitäten der EU und ihrer Regierungen binden und wie ich schon mal sagte, in Washington und Peking wird der Schampus in Strömen bzw. Magnumflaschen fließen.

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Nordstadtbewohner 14.04.2019, 09:36
15. Wirtschaft ist international

Die im Artikel zitierten Personen haben einen viel zu starken eurozentristischen/ nationalistischen Blick auf die internationale Wirtschaft. Dieses Denken in Machtblöcken (= China, USA, Europa) verhindert globales Wachstum, von dem alle Menschen profitieren können. Dazu kommt, dass es keine deutschen Konzerne gibt, sondern höchstens internationale Konzerne mit deutschen Wurzeln/ Namen. Jeder Mensch sollte dort arbeiten und leben, wo es für ihn am besten ist.

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claus7447 14.04.2019, 09:36
16. Nicht mal einäugig!

Wie Beitrag 3 erwähnt, was heulen die Industriebosse? Eine Ansammlung von Lemminge die auf Trends schnell reagieren ohne langfristauswirkungen ins Kalkül zu ziehen.

Ein bestes Beispiel die Ablehnung von Elektromobilität. Erst als China Quoten ausgab erfolgte der Umschwung. Batterietechnologie, zu teuer zu lang, man verzagt bevor man beginnt.

Billig ist die Devise

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bernd.hofmann 14.04.2019, 09:40
17. Ach ja ..... ?

Nun scheint diese Idee ja auch bei den hohen Damen und Herren der Industrie angekommen zu sein. Könnte es sein, dass wir Verbraucher das schon lange gespürt haben. Wer mal seine eingekauften Produkte umdreht oder auf das Etikett schaut, um zu sehen wo die Ware denn wohl herkommt hat schon seit Jahren den Eindruck das China da irgendwie überrepräsentiert ist. Und mittlerweile geht es ans Eingemachte, das worauf man bei uns im Westen so stolz ist : Schnellzüge, Flugzeuge, moderne Autos, Raumfahrt, Digitaltechnologie, sogenannte künstliche Intelligenz, usw ....
Und warum haben denn die Chinesen das alles so schnell hingekriegt ? Technologietransfer - auf Biegen und Brechen. Denn der chinesische Markt hat gelockt, alle wollten beim Goldrausch dabei sein. Wer zu spät kommt, den bestraft die Geschichte - so wie es Herr Gorbatchev dem Herrn Honecker nahelegen wollte. Und wer macht Technologietransfer ? Genau die, die jetzt jammern - die hohen Damen und Herren aus der Industrie.
Und wer zahlt die Zeche : das werden die Normalverbraucher sein : wir kriegen zwar Produkte, die billiger sind als die aus westlicher Produktion, die werden teuer erkauft werden, denn die hohen Damen und Herren aus den Vorstandsetagen haben sicherlich schon die "Sozialpläne" in Vorbereitung in den Industriezweigen die in den nächsten 10 Jahren von den Chinesen aufgerollt werden. Bis dann am Ende trotzdem nur noch Anbieter aus Fernost übrigbleiben und der Spiess damit vollends umgebreht wird : war das 19. und 20. Jahrhundert lange von europäischem Kolonialismus geprägt, wird das ausgehende 21. Jahrhundert, wenn ökologisch noch was von der Welt übriggeblieben ist, vom Kolonialismus mit chinesischer Dominanz geprägt sein. Wirtschaftlich gesehen, das Gesellschaftsmodell betreffend usw.
Schöne Neue Welt - Aldous Huxley lässt grüssen. Und George Orwell wird wie ein kleiner Lehrjunge aussehen gegenüber dessen was die Welt erwartet.
Es sei denn : Europa tut sich zusammen und steht ein, in offensiver Weise, für seine Werte, sein Gesellschaftsmodell, seine Wirtschaft. Wir hier in Europa, 500 Millionen Menschen, sind es wert, das da endlich ein Ruck durch die Köpfe unserer Politiker und Ökonomen geht. Mit Bedenken Jahrzehnte vor sich hertragen um nicht entscheiden zu müssen, mit kläglichen Versuchen noch ein paar Jahre so über die Runden zu kommen ist es vorbei - ökologisch, gesellschaftlich, wirtschaftlich. Bei uns Otto-Normalverbrauchern ist die Message generell gesehen schon lange angekommen, hat man den Eindruck - auch wenn es natürlich eine ganze Menge Leute gibt die dieses Postulat fragwürdig erscheinen lassen. Viele Grüsse aus Lyon, Bernd

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interessierter Laie 14.04.2019, 09:42
18. Standortstrategie...

für ihr Unternehmen haben es die Chefs tatsächlich in der Hand, aber für den Standort ist die Politik gefragt. Und hinsichtlich ihres Standorts sind die Unternehmen zumindest langfristig flexibel. Es ist also ein netter, wenn auch nicht ganz uneigennütziger Hinweis, dass Europa eine Standortstrategie braucht - eine Vision, auf welche Zukunftsbereiche man künftig setzen will und wie man dafür die Voraussetzungen schafft. Derzeit habe ich den Eindruck, dass Neinsagen, Zaudern und Entscheidung verschleppen die einzigen europäische Spezialitäten sind. Das führt aber zu nichts, es sei denn, wir entwickeln kritische Gutachten zum Exportschlager und beglücken die Welt damit. Die Nachfrage schätze ich allerdings nicht so hoch ein.

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tucson58 14.04.2019, 09:50
19. Mal wieder herrscht völlige Ahnungslosigkeit

..über die Aussage des Industriebosse in Sachen China vor !

Offenbar ist es in unserem Wohlstandsland kaum noch jemand begreiflich zu machen , das unser Wohlstand nicht von Gott gegeben ist , sonder eben nur über eine starke und konkurrenzfähige Wirtschaft läuft und aufrecht erhalten wird

Unsere Politik ist aber auf dem besten Weg dazu eben diese wichtige Basis für Wohlstand und Arbeitsplätze nachhaltig zu schädigen.

Sei es in Deutschland durch eine zu schnelle , nicht durchdachte und fast schon panickartige Energiewende , die derzeit nur eine Wirkung hat , die Kosten auf die Höhe zu treiben.

Sie ist es durch eine zahnlose EU, die seit 2 Jahren mehr mit dem Brexit beschäftigt ist als endlich den europäischen Wirtschaftsunternehmen eine Planungssicherheit zu geben . Denn weder in der Frage nach China , noch in der Frage von Trumps Starfzölleorgie hat die EU irgend was brauchbares vorzulegen . Aber das kann ja auch nicht sein das man ja mit sich selber mehr beschäftigt ist als mit den Fragen und Antworten auf die Vorgänge der Weltwirtschaft


Aber spannend wird es werden, wenn all das bis auf unsere Ebene , dem Bürger, durchschlägt und spürbar wird . Dann bin ich mal auf die Kommentare der User hier gespannt die in der der Industrie schon bald das Böse sieht und sich vor Schadenfreude ob ihrer Warnung vor China lachend auf die Schenkel klopfen

Für Deutschland dürfte ein wirtschaftlicher Einbruch mit vielen Arbeitslosen einer massiver Teuerung und dem damit einhergehender schrumpfen des Wohlstandes wohl eine Segen sein , damit die Masse der Bürger mal wieder merkt wie die Welt wirklich funktioniert und eben nichts von Gott gegeben ist und der jetzige Lebensstandart kein Status quo ist , sonder das man dafür auch was tun muss !

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