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Volksabstimmung: Schweizer schmettern Fair-Food-Initiative ab
DPA

Sollen Lebensmittel in der Schweiz per Gesetz umwelt- und tierfreundlicher werden? Nein, hat die Mehrheit bei einer Volksabstimmung entschieden. In St. Gallen waren die Menschen außerdem zum Verhüllungsverbot gefragt.

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Baschi 23.09.2018, 17:05
1. Das "Wahlvieh" ist doch nicht so dumm wie manche meinen ....

.... und schade, dass man in Deutschland nicht mehr mitbestimmen darf.

Das gewaltige Ja zum Fahrrad (Velo) Artikel ist eigentlich sinnvoll und bezahlbar.

Das deutlichen Nein zu der Grün/Linken Fairfood- und das noch deutlichere Nein zu der Grün/Linken/Bäuerlichen Ernährungssouveränität Vorlage attestieren den Stimmenden durchaus Verstand und Objektivität zur Sache. Wer es sich leisten kann, darf ja weiterhin all die tollen bäuerlichen Produkte der verschiedensten Labels kaufen und damit fördern. Wer es sich nicht leisten kann hat nun immer noch die Wahl etwas günstiger zu kriegen.

Damit wären wir beim Einkaufstourismus, ja, die Schweiz ist teuer und diese Form von Touristen gab es schon immer. Mit dem schwachen Euro oder wer mag, dem starken Franken verstärkt dieser mal mehr, mal weniger. Die deutschen Lebensmittel ennet dem Rhein sind ja genau so gut und kauft man Bio, auch nicht wirklich viel günstiger als Zuhause. Im Billigsegment sind Qualität und Preis wohl eher mit einem grösseren Angebot vertreten, wer es mag oder es sich nicht leisten kann, ist doch auch ok.

Es gibt dann aber auch noch Einfuhrbeschränkungen und Zölle, Schengen gilt nur für hin und her von Bürgern und nicht für das leibliche Wohl, ist schon oft einem sauer und teuer aufgestoßen.

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Theophanus 23.09.2018, 17:08
2. Ein guter Tag...

...für die Schweiz und ein weiterer Beleg für die Sinnhaftigkeit direkter Demokratie!

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nowandhere 23.09.2018, 17:14
3. Hauptsache billig „Schlemmen“

Nun, wenn einem der Büffelmozzarella bis heute nicht im Hals stecken geblieben ist angesichts verhungernder Kälbchen im italienischen Süden, stimmt
man halt mit Nein und „schlemmt“ munter weiter!

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Ralf U. 23.09.2018, 17:25
4. BIO für alle

und Schluss mit der 2-Klassen-Ernährung halte ich für sinnvoll. Und das wäre gar nicht so teuer, wie viele denken. Denn derzeit geht viel Geld verloren, durch die Trennung, durch den höheren Lager-Aufwand und dem damit verbundenen höheren Verlust durch verdorbene Lebensmittel. Auch die Krankenkassen-Beitragszahler könnten viel Geld sparen, wenn alle etwas gesünder leben.

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dasfred 23.09.2018, 17:27
5. Sklavenarbeit in der Kakaoplantage ist auch okay

Ansonsten könnte ja die Toblerone noch teurer werden. Ich finde es beschämend für ein Volk, wenn es darüber abstimmen darf, wie ethisch ihre Lebensmittel erzeugt werden, sich doch lieber für billigen Dreck zu entscheiden. Andererseits hatte die Schweiz auch noch lange nach dem zweiten Weltkrieg kein Problem damit, Waisenkinder als Landarbeiter an die Bauern zu vermieten oder Hunde zu schlachten. Von daher ist diese Abstimmung nur ein weiterer Beleg, das ein reiches Land kein moralisches Vorbild sein muss.

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k-d.hollbecher 23.09.2018, 17:35
6. Hopp Schwyz

Das ist gelebte Demokratie. Auch das Verhüllungsverbot ist demokratisch und sollte auch in Deutschland gelten: für Fusballfanatiker, Linksextremisten und religiöse Übertreibungern.

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M. Michaelis 23.09.2018, 17:38
7.

Man kann in den Schweiz sehen dass die Bevölkerung eher zu pragmatischer Vernunft fähig ist als Parteiideologen.

Dazu braucht es aber eine lange eingeübte basisdemokratische Kultur. Das Modell ist daher nicht auf Deutschland übertragbar. Bei uns würden die Populisten die Oberhand gewinnen.

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timdreher1978 23.09.2018, 17:42
8. Wie sagte doch Konrad Adenauer?

"Das Volk ist dumm." Für 20 Cent billigere Mich wird jedes Volk die Demokratie sausen lassen. Im Mittelalter war auch die Mehrheit für Hexenverbrennungen...

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im_ernst_56 23.09.2018, 17:45
9.

Ich meine mich zu erinnern, dass die Grünen in der Bundesrepublik mal für mehr direkte Demokratie waren. In den letzten Jahren hört man aus der Richtung nicht mehr so viel. Wie das Ergebnis der Volksabstimmungen in der Schweiz zeigt, dürfte es dafür gute Gründe geben. Allerdings basteln die Grünen bei uns an einem neuen Wahlvolk. Ob das dann hilft?

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