Forum: Wirtschaft
Volksabstimmung: Schweizer schmettern Fair-Food-Initiative ab
DPA

Sollen Lebensmittel in der Schweiz per Gesetz umwelt- und tierfreundlicher werden? Nein, hat die Mehrheit bei einer Volksabstimmung entschieden. In St. Gallen waren die Menschen außerdem zum Verhüllungsverbot gefragt.

Seite 8 von 10
se123 23.09.2018, 21:43
70. solch tendetiöse Artikel...

bestätigen die Leute, die immer wieder Lügenpresse schreien.

Das Ergebnis auf Schokolinsen und Morarella zurückzuführen ist SPON nicht würdig

Beitrag melden Antworten / Zitieren
n.wemhoener 23.09.2018, 21:45
71.

Auch diese "Entscheidung" (welch ein Wort für eine Gehaltskorrektur) wird nur zur Belustigung von Höcke und Gauland beitragen, mehr nicht. So ähnlich hat es Thomas Fischer in seiner Kolumne formuliert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Rilive 23.09.2018, 21:47
72. Nein

Zitat von dasfred
Ansonsten könnte ja die Toblerone noch teurer werden. Ich finde es beschämend für ein Volk, wenn es darüber abstimmen darf, wie ethisch ihre Lebensmittel erzeugt werden, sich doch lieber für billigen Dreck zu entscheiden. Andererseits hatte die Schweiz auch noch lange nach dem zweiten Weltkrieg kein Problem damit, Waisenkinder als Landarbeiter an die Bauern zu vermieten oder Hunde zu schlachten. Von daher ist diese Abstimmung nur ein weiterer Beleg, das ein reiches Land kein moralisches Vorbild sein muss.
Die Schweiz ist wirklich kein Vorbild mehr, das sind längst vergangene Zeiten als Idealisten hier in diesem Land z.B. ein rotes Kreuz gegründet haben. Heute sind die hochehrwürdigen Mitglieder der Landesregierung der Meinung man müsse aus wirtschaftlichen Gründen ums Verrecken Waffen in bürgerkriegsführende Staaten liefern dürfen - um dann beim nächsten Volksfestchen ohne Scham grosse Töne auf die "humanitäre Tradition" der Schweiz zu spucken. Man kann sich nur noch zum schämen! Ich glaube fest daran dass uns unsere Stumpfheit früher oder später Kopf und Kragen kosten wird...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
DOC0511 23.09.2018, 22:07
73.

Zitat von ardbeg17
"(...)nur deswegen einen so vollen Geldbeutel hat, weil die Schweiz neben Luxemburg und Caymans die schlimmste Steueroase des Planeten ist(...)" Da stimme ich mit Ihnen im Kern überein. Ein moralischer Zeigefinger von (Wahl-)Schweizern gegenüber den Deutschen mutet daher ein wenig befremdlich an und belegt einen Mangel an ehrlicher Selbstreflektion. Allerdings haben uns die Schweizer eine Menge Pragmatismus voraus. Die Holländer allerdings auch, und das mit weit weniger blutigem und schmutzigem Geld, von dem sie indirekt leben.
Klar hat es auf Schweizer Konten auch Gelder von zwielichtigen Personen. Aber wo schon nicht? Gaddafi und andere Diktatoren z.B. hatten ebenso Bankkonten in Deutschland. Was wollen Sie jetzt mit "schmutzigem Geld" sagen? Dass es dies nur in der Schweiz gibt? Kann es sein, dass Sie ein wenig naiv sind? Sorgen Sie doch als Deutscher besser dafür, dass SIE in Zukunft durch die Beteiligung Deutschlands an illegalen Angriffskriegen nicht blutige Hände haben. Ihr Deutschen solltet echt mal vor der eigenen Türe kehren als immer auf die Schweiz zu zeigen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sven2016 23.09.2018, 22:11
74. Direkte Demokratie?

Ja, die gute, direkte Demokratie.

Wer die Fragen ausformuliert und genügend Geld in die Kampagne stecken kann, trägt den Sieg davon.

Bessere Bedingungen für die Bauern und angemessene Bezahlung? Ich bitte Sie! Das regelt doch der Markt.

Förderung von nachhaltiger Erzeugung? Da halten sich andere Staaten nicht daran und haben Vorteile.

So schlau und gut informiert sind die Wähler eben nicht. Präsentation und Angstmache liegen deutlich vor sachlicher Debatte.

Wirtschafts-Lobby hat Riesenvorteile in diesem Wettstreit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
om108 23.09.2018, 22:12
75. Verlierer sind: landeseigenen Bauern! Tiere! Kinderskalven in Übersee!

Auf der Strecke bleiben: Gesundheit! Ökologisch-nachhaltig betriebene Landwirtschaft! Ethische Konsumauffassung! Artenvielfalt! Bessere Arbeits- und Lebensbedingungen für die Produktschaffenden! Nutznießer sind: Importeure, Zwischenhändler, Lebensmittelkonzerne. Mit Pragmatismus hat das alles nichts zu tun. Dringend notwendig globaler Wandel sieht anders aus. Wenn die Rechnung stimmt, dass bedingt durch menschliches Konsumverhalten, die Menschheit inzwischen zweieinhalb Erden braucht, sind wir in absehbarer Zeit alle Verlierer. Wer soll etwas ändern, wenn nicht wir, heute, hier!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
steueragent 23.09.2018, 22:15
76. Eine interessante Initiative.

Die Schweizer haben jedoch entschieden, dass beim Geld der Spaß aufhört. Auch wenn sie ab und an gerne einen anderen Eindruck zu erwecken suchen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dannwollnwirmal... 23.09.2018, 22:19
77. Ein toller Tag...

...für die Schweiz. Die Menschen haben diesen grün/linken Unsinn abgeschmettert und so ganz nebenbei noch ein Verhüllungsverbot erlassen.
Felix Helvetia.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hildesheimer2 23.09.2018, 22:28
78. Demokratie

Zitat von sven2016
Ja, die gute, direkte Demokratie. Wer die Fragen ausformuliert und genügend Geld in die Kampagne stecken kann, trägt den Sieg davon. Bessere Bedingungen für die Bauern und angemessene Bezahlung? Ich bitte Sie! Das regelt doch der Markt. Förderung von nachhaltiger Erzeugung? Da halten sich andere Staaten nicht daran und haben Vorteile. So schlau und gut informiert sind die Wähler eben nicht. Präsentation und Angstmache liegen deutlich vor sachlicher Debatte. Wirtschafts-Lobby hat Riesenvorteile in diesem Wettstreit.
Aus Ihrem Beitrag springt einem geradezu entgegen, dass Sie direkte Demokratie nur akzeptieren, wenn die Mehrheit für Ihre Meinung stimmt. Welch ein schäbiges Demokratieverständnis. Im übrigen geht es den Schweizern nicht um billige Nahrungsmittel oder der Unterstützung von Konzernen (wahrscheinlich hatten Sie Nestle im Kopf.....) sondern schlicht und einfach darum nicht von einer einseitigen Meinung bevormundet zu werden !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
DOC0511 23.09.2018, 22:32
79.

Zitat von sven2016
Ja, die gute, direkte Demokratie. Wer die Fragen ausformuliert und genügend Geld in die Kampagne stecken kann, trägt den Sieg davon. Bessere Bedingungen für die Bauern und angemessene Bezahlung? Ich bitte Sie! Das regelt doch der Markt. Förderung von nachhaltiger Erzeugung? Da halten sich andere Staaten nicht daran und haben Vorteile. So schlau und gut informiert sind die Wähler eben nicht. Präsentation und Angstmache liegen deutlich vor sachlicher Debatte. Wirtschafts-Lobby hat Riesenvorteile in diesem Wettstreit.
Also ich weiss nicht wo Sie leben...? Aber in der Schweiz gibt es vor jedem Abstimmungssonntag (4x im Jahr) eine grosse, wochenlange sachliche Debatte in den Medien und im sozialen Umfeld. Dazu ein Abstimmungsheft mit den Fakten, Argumenten beider Seiten. Beide Seiten kommen gleichwohl zu Wort. Geld bringt da nicht viel. Es gab in der Schweiz zahlreiche Abstimmungen (z.B. MEI, USR, etc.), bei der die Wirtschaft Millionen ausgegeben hat und dennoch wurde nicht in ihrem Sinn abgestimmt. Eher als das Volk sind Politiker geneigt von Lobbyisten für Geld Einfluss für eine Lobby zu nehmen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 8 von 10