Forum: Wirtschaft
Volkswagen-Bilanz: Die steinreichen Tiefstapler
dapd

Trotz Euro-Krise, trotz des Nachfrageeinbruchs in Europa: Volkswagen hat im vergangenen Geschäftsjahr sagenhafte 22 Milliarden Euro verdient - soviel wie kein Konzern in der Geschichte der Bundesrepublik. Was den Ausblick angeht, stapelt man tief. Warum eigentlich?

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moneysac123 22.02.2013, 20:58
40. optional

Die Eigentümer freuts, wenn die dem Vorstand weniger zahlen, bleibt mehr Gewinn übrig und da schreit niemand. Warum wird nur bei Arbeitnehmern so laut geschrien wenn die mal mehr verdienen, bei den Eigentümern aber nicht?! Wahrscheinlich weil man sich immer mit dem vergleicht, mit dem man sich noch am ehesten vergleicht. Armes Deutschland!

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rahelsu 22.02.2013, 21:05
41.

Zitat von Wirtschftsweiser
. Aber dann als OEM stolz die Geschäftszahlen präsentieren, die eigenen Leute üppigst zu bezahlen und mit allerlei Wohltaten zu versorgen, während man jedem Zulieferer genau diese Möglichkeit verwehrt, ist schon eine abenteurliche Sichtweise.
Stimmt! Die mittelständischen Zulieferer werden nur zu gern bei den tollen Dax-Unternehmen vernachlässigt.

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stgt_0711 22.02.2013, 21:06
42. warum sind die Zulieferer zu bemitleiden?

ich kapiers nicht, es steht den Zulieferern doch frei ob sie die Preise mitgehen, oder nicht! Würde die sich nicht gegenseitig unterbieten, was würde VW dann machen? Das nennt sich glaub Marktwirtschaft und meiner Meinung nach steht auf dem Eingangstor zur VW-Zentrale nix von Heilsarmee ;) Ich kenne das Thema aus dem Elektrobereich, die Firmen unterbieten sich dauern nochmal mehr um an einen Auftrag zu kommen und am Ende wird gejammert! Den Preis aber machen DIE, nicht der Auftraggeber.

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austin mini 22.02.2013, 21:07
43.

Zitat von Izmi
Diesen Satz hätte ich als Laie doch gern erklärt. Ist das möglich?
Haben Sie keinen Käfer gehabt?
Fangen wir mal an:
- Platzangebot: Auf den ersten Blick gut, aber wenn man sich mal die äusseren Abmessungen ansah - dürftig.
- Kofferraum: Fehlanzeige (vorn für eine Tasche, hinten für eine Tasche, das war's)
- Heizung: Soll in fabrikneuen Fahrzeugen funktioniert haben. Ein paar Kilometer später leider nicht mehr...
- Übersicht: Leider so, wie heute. Nämlich keine. Der Käfer wäre der erste Wagen für diese penetranten Parkpiepser gewesen. Zu Recht.
- Temperament: Guter Witz.
- Verbrauch: Ja, den gab's, und das vergleichsweise ordentlich. Besonders durstig war die 44PS-Variante (oder nahm der 50PS-Bolide noch mehr?).
- Fahrverhalten: Die Pendelachser waren schlichtweg gefährlich.

(und fragen Sie mich nicht, woher ich all das weiß: Ich hatte diverse Käfer...)

Fahrzeuge wie Opel Kadett (A) oder Mini waren dem Käfer deutlich überlegen, sei es im Bereich 'Fahrverhalten' oder schlicht 'Kofferraum'.

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tutmosis 22.02.2013, 21:17
44. Nicht meckern!

Zitat von Schleswig
Ist doch ganz einfach. Die produzieren Autos für`s Volk. Z.B. den Golf V schon für bescheide 27.500 €. Natürlich mit ein paar Volksextras. Oder nehmen wir den Polo - schon mit 19.000€ ist man dabei.
Beschweren Sie sich nicht. Eine Volkswagen-Serienausstattung enthält eben auch sagenhafte Extras, wie Fenster, Sitze für Mitfahrer, Radio, Innenraumbeleuchtung und -glauben Sie's oder nicht- Radzierblenden!

Aber ernsthaft: Ein neuer Mittelklasse-VW ist heute, so man nicht allzu asketisch autofahren und daneben auch noch anständig wohnen und essen möchte, bereits nur noch für den oberen Mittelstand erschwinglich (wobei die gebrauchten haltbar und nicht schlecht sind, fahre solche seit Dezennien).

Neuwagen, besonders (ab) des gehobenen Preissegments, dürften die Wolfsburger eher als Firmenwagen verkaufen. Ein Geschäftsmodell, über dem nach den letzten Äußerungen der Fed erste Wölkchen erscheinen.

Grüße, tutmosis

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petzi 22.02.2013, 21:19
45. Kein Wunder! Andere müssen sich Geld auf dem Kapitalmarkt leihen und Steuern zahlen

VW hat sich über seine hauseigene Bank 2 Mrd. Euro zu 0.5% direkt bei der EZB geliehen. Andere müssen dafür Anleihen begeben und einige Prozent Zinsen zahlen, was bei der Summe einige Hundert Mio's ausmacht. Dann haben sie sich in Stuttgart einen Buchhaltungstrick zur Porsche Übernahme absegnen lassen, der ihnen sage und schreibe 4 Mrd. Euro Steuern spart. Freilich so kann man Gewinne machen.

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rahelsu 22.02.2013, 21:21
46.

Zitat von stgt_0711
ich kapiers nicht, es steht den Zulieferern doch frei ob sie die Preise mitgehen, oder nicht! Würde die sich nicht gegenseitig unterbieten, was würde VW dann machen? Das nennt sich glaub Marktwirtschaft und meiner Meinung nach steht auf dem Eingangstor zur VW-Zentrale nix von Heilsarmee ;) Ich kenne das Thema aus dem Elektrobereich, die Firmen unterbieten sich dauern nochmal mehr um an einen Auftrag zu kommen und am Ende wird gejammert! Den Preis aber machen DIE, nicht der Auftraggeber.
Vielleicht, weil der Mittelstand das Fundament der dt. Wirtschaft bildet und nicht die 30 Dax-Unternehmen?

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hardy_mayer 22.02.2013, 21:22
47.

Zitat von sysop
Trotz Euro-Krise, trotz des Nachfrageeinbruchs in Europa: Volkswagen hat im vergangenen Geschäftsjahr sagenhafte 22 Milliarden Euro verdient - soviel wie kein Konzern in der Geschichte der Bundesrepublik. Was den Ausblick angeht, stapelt man tief. Warum eigentlich?

Wer weiss welches Land, Bundesland, welche Stadt wieviele Unternehmensteuern erhält ??

200 Mio für Niedersachsen von 21 Mrd ist 1 %, das ist nicht sonderlich viel!

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cccatch 22.02.2013, 21:23
48. Alles hat seinen Wert und seinen Preis

Zitat von Schleswig
Ist doch ganz einfach. Die produzieren Autos für`s Volk. Z.B. den Golf V schon für bescheide 27.500 €. Natürlich mit ein paar Volksextras. Oder nehmen wir den Polo - schon mit 19.000€ ist man dabei.
Alles auf diesem Planeten hat seinen Wert und seinen Preis .
Komischerweise können sich viele Käufer auf dieser Welt diesen Preis leisten und kaufen eben hochwertige Produkte .
Manche können das nicht .
Was sagt uns das ?
Es sagt uns , die Marktwirtschaft funktioniert immer noch , ob die nun nur Markt , oder auch manchmal noch sozial ist .

Matthias

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cbaurtx 22.02.2013, 21:26
49. Re: Wie ist das moeglich ?

Zitat von hannes kompa
Wie ist das nur möglich? Trotz des deutschen Betriebsverfassungsgesetzes, trotz Mitbestimmung, trotz Staatsbeteiligung, trotz grosszügiger Sozialleistungen
Ganz einfach:

Die meisten, die fuer VW arbeiten sind nicht von VW angestellt. Und die werden gnadenlos gedrueckt.

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