Forum: Wirtschaft
Vom Revolutionär zum Politiker: Die radikale Wandlung des Alexis Tsipras
AP/dpa

Alexis Tsipras will wieder griechischer Ministerpräsident werden. Der einstige Hoffnungsträger der Linken ist zum normalen Politiker geschrumpft - viele wirtschaftliche Versprechen musste er kassieren. Kann er es trotzdem noch einmal schaffen?

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claterio 09.09.2015, 08:27
1.

Es ist die einfachste Sache der Welt, in der Opposition unerfüllbare Forderungen zu stellen und sich so bei seinen Anhängern beliebt zu machen.

Ein Regierungschef in Verantwortung hingegen muss mit den tatsächlich vorhandenen Mitteln echte Politik machen und sich an seinen Versprechungen messen lassen. Das ist etwas anderes und unendlich viel schwerer.

Zudem muss ein Regierungschef Politik für ein ganzes Land machen und darf nicht nur einzelne Interessengruppen bedienen, sondern muss Kompromisse eingehen. Logisch, dass das bei denen nicht gut ankommt, die glauben, sie allein wären wichtig.

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hansulrich47 09.09.2015, 08:30
2. Willkommen in der Wirklichkeit!

Ein Kaffeehaus-Besserwisser muss zur Kenntnis nehmen, dass die Welt so ist, wie sie ist. Eigentlich doch garnicht schlimm? Oder? Nur Träumer auf einsamen Inseln fernab haben ihm geglaubt. Mal sehn, was diese jetzt bei der 'Wahl' entscheiden .... Es bleibt lustig!

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nic 09.09.2015, 08:33
3. Vom Revolutionär zum Politiker

Er war auch vorher Politiker (eben nur mit einem revolutionären Konzept: weniger Kapitalismus). Nur war der Kapitalismus (vertreten durch Merkel) stärker als er. Beim Spiegel sind Kapitalisten anscheinend die einzigen "wahren" Politiker? Aber gerade diese Politkapitalisten führen uns in die Misere.

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richardheinen 09.09.2015, 08:33
4.

Ich gehe davon aus, dass Szipras ein intelligenter Mensch ist. Es muss ihm von Anfang an klar gewesen sein, dass seine damaligen Versprechungen nur heiße Luft waren. Sie dienten nur als Vehikel seiner Wahl. Er ist also nicht (Zitat) "zum normalen Politiker geschrumpft", sondern ihm ist klar, dass er mit der gleichen Masche nicht nochmals durchkommt. Also macht er auf rational, eine Linie, der er sowieso die letzten Monate gefolgt ist.

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k.dick 09.09.2015, 08:38
5. Macht und Besitz haben gewonnen.

Das ist alles. Neoliberale Doktrin, bis es zu Massenaufständen in Europa kommt. Oder die Bevölkerung genauso blöd wird, wie die Europäer es immer der amerikanischen oder russischen Bevölkerung vorwerfen. Ach so ja, die Deutschen wählen ja auch diesen Mist, der die Bevölkerung in die Armut führt. Und der Spiegel ist einer der Steigbügelhalter (Siehe die Überschrift über diesen Artikel).

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ingenör79 09.09.2015, 08:39
6. So ist das

wenn man nicht zu erfüllende Wahlversprechen hinaus schreit. Die Tatsachen holen einen ein und man landet wieder am Boden.

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karlbe 09.09.2015, 08:42
7. Ist doch häufig so, dass

man eine Sache mit großen und eigentlich unrealistischen Erwartungen anfängt und dann, wenn man sich eingehend damit beschäftigt hat, den Weg des machbaren nimmt. Ich meine, dass es da auch einen bekannten Politikerspruch gibt, der so etwa heisst, dass sich bisher noch jede idealistische Oppositionspartei zur Realpolitik gewandt habe, als sie in der Regierungsverantwortung stand. Vielleicht weiss das einer der Foristen genauer, werd das gesagt und mit welchem Wortlaut. Im übrigen sollte SPON das nicht mit negativen Wertungen ("geschrumpft") begleiten, denn es dient allen, Griechenland, Deutschland und Europa, wenn Tsipras den linken Fundamentlismus mit seinen Maximalforderungen hinter sich lässt und eine gangbare "Realpolitik" betreibt, die letztlich notwendig ist, um einen gerechten Interessenausgleich zu erreichen.

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bratwurst007 09.09.2015, 08:42
8.

Zitat von hansulrich47
Ein Kaffeehaus-Besserwisser muss zur Kenntnis nehmen, dass die Welt so ist, wie sie ist. Eigentlich doch garnicht schlimm? Oder? Nur Träumer auf einsamen Inseln fernab haben ihm geglaubt. Mal sehn, was diese jetzt bei der 'Wahl' entscheiden .... Es bleibt lustig!
Man wird ihm gesagt haben: Mach mit oder der Hahn ist zu. Was soll er machen, sein Land, das griechische Volk am "revolutionären" Arm verhungern lassen? Der weitere Sieg des Neoliberalismus mit seinem unflätigen Privatisierungswahn wird dabei sogar bejubelt. Man hat Tsipras in die Knie gezwingen, hoho...

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omarius 09.09.2015, 08:45
9. DAs alles zegt doch nur

wie weit viele der GR linken und wähler, von den relaen bedingungen entfernt sind....

die können ja gern ihre party feiern, aber btte auf eigenen kosten, GR ist eher schwellen als industrie land

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