Forum: Wirtschaft
Von Trump angedrohte Autozölle: Malmström hofft auf Gnadenfrist im Handelsstreit
DPA

"Die Frist kann verlängert werden": EU-Handelskommissarin Malmström rechnet nicht damit, dass diese Woche noch Zölle auf Autoimporte aus der EU verhängt werden - doch bei US-Präsident Trump wisse man nie.

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kuac 13.05.2019, 11:17
1.

Wenn alle Waren aus der EU und China in USA so radikal teuer werden, was machen die US Konsumenten? Wie lange werden die US Bürger das durchhalten? Für Trump reicht es schon, bis zu seiner Wiederwahl. Danach Sintflut, egal für das selbsternannte Genie.

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darthmax 13.05.2019, 11:26
2. Vertragsabschluss

wer in der EU hat die Kompetenz einen neuen Zollvertrag mit den USA abzuschliessen.
Bislang waren diverse Politiker in Washington und haben um Aufschub gebettelt. Wer aber darf handeln. Das ist das Problem der EU.
Alte Verträge, die nicht mehr zeitgemäß sind, neu zu verhandeln.

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haarer.15 13.05.2019, 11:36
3. Gnadenfrist

Da gibt es wohl eher wenig Hoffnung. Wie sich das schon anhört - Gnadenfrist. Weiß man doch gleich, wer hier geplättet wird. Ich denke, die EU und Frau Malmström mit dem Mandat werden sich gegen Mr. Trumpel nicht behaupten können. Dann aber sollten schmerzhafte Gegenzölle unausweichlich sein, die Trump auch nicht möchte. Was bitte soll man sonst noch gegen den transatlantischen unberechenbaren Gaucho unternehmen ? Man kann im Grunde nur noch beten, dass dieser Mann, der alles andere als ein Politiker ist, bald von der Bildfläche verschwindet.

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fredotorpedo 13.05.2019, 11:39
4. Gnadenfrist - lächerlich

Wenn man nicht fähig ist, sich zu einigen, sollte man nicht um eine Gnadenfrist betteln. Offensichtlich möchte Trump einen wirtschsftlichen "Weltkrieg" anzetteln (China, Europa, Rußland, Iran, Mexiko, Venezuela, ...) mit den derzeitigen Hauptwaffen "Zölle" und " Sanktionen". Letztlich geht es doch nur noch um die Entscheidung, ob man sich freiwillig unterwerfen will oder die "Waffen" gegen sich einsetzen läßt.
Ein Weltkrieg könnte in Vergangenheit noch von keinem Land gewonnen werden. So wird es auch bei diesem Wirtschaftsweltkrieg von Trump ausgehen. Leider kommt dabei die Zeit, wo zunächst alle leiden müssen. Danach werden die Regeln neu definiert und es geht an den Neuaufbau.
Es ist am Besten, wenn wir uns gleich darauf einstellen als es noch unnötig länger raus zu schieben.
Eine freiwillige Unterwerfung käme für mich jedenfalls nicht in Frage.

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whitewisent 13.05.2019, 11:46
5.

Die EU hofft auf Gnade? Sry, aber von der führenden Wirtschaftspolitikerin hätte man dann angesichts der MeeToo-Debatte vieleicht doch etwas Anderes erwarten können. So reiht sich die EU nur erneut in die Reihe der Staaten ein, die sich einem Druck beugen, der letztendlich keine Substanz hat. Denn unabhängig von Trumps Charakter ist die Handelspolitik eben nicht von Menschen abhängig. Die europäische Autoindustrie steht sowieso vor gravierenden Veränderungen hinsichtlich der Zusammenarbeit (Brexit) und dem Technologiewandel. Da ist eine selbstbewußte Härte eher angebracht. Denn wohin Entgegenkommen führt, sehen Länder wie China, Iran und Russland ja direkt. Es bedarf hier erstmal nur der Einigkeit innerhalb der EU, ihre Unternehmen zu schützen.

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Ottokar 13.05.2019, 11:52
6. Die EU verhängt dann

symbolische Zölle auf US Produkte die absolut den USA nicht weh tun sollen. Die EU sollte dem US Beispiel folgen und auf alle Produkte der USA 25 % aufschlagen und nicht erst abwarten was der US Präsident garantiert machen wird.

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Galluss 13.05.2019, 11:54
7. Gegenmassnahme

Ich verstehe seit einigen Jahren nicht mehr, warum die europäischen Automobilunternehmen noch an den uninteressant gewordenen US-Markt liefern. Er ist von hohem Wettbewerbsdruck, niedrigen Magen und schikanösen staatlichen Einflussnahmen (Milliardenstrafen für "Irrtümer") gekennzeichnet.

Ein Kaufmann arbeitet, um Geld zu verdienen. Wie wir alle. In den USA fahren die europäischen Autohersteller nur Verluste ein. Und das mit einem Riesenaufwand, den man besser nutzen sollte, um neue Märkte intensiv zu bearbeiten.

Die US-Werke der deutschen Automobilhersteller sollten nur noch Billig-SUV´s bauen, die sie auch in den Entwicklungsländern loswerden können und die Autofabriken mit US-Namen versehen. VW könnte als "Pueblo" firmieren, BMW als "Alps". Entwicklung nur nach US-Normen und den US-Billig-Prinzipien. Blechdosen statt Autos. Weg vom Weltauto. In Deutschland könnte man so einen Schrott sowieso nicht verkaufen.

Daimler und Porsche können sich aus der Bearbeitung des US-Marktes heraus halten und in Zeiten des Internets Bestellungen so annehmen. Die Amerikaner würden ihren Poaschi und ihren Mäcides auch so kaufen. Zwar weniger, aber margenträchtiger. Die Ersatzteileversorgung ist heute durch die schnelle Logistik gewährleistet. Werkstätten in den USA reparieren sowieso jede Marke und die Umbauten auf US-Normen bringen die schon zusammen. Wenn´s dem Prestige dient, ist dem Amerikaner zum Protzen nichts zu teuer.

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rolfm 13.05.2019, 12:02
8. "Wir hoffen, der US-Präsident hält sich daran."

. . . was ist das für eine Aussage?
Mit so einem Typen macht man keine Geschäfte / trifft man keine Vereinbarungen. The Donald blufft nur, gefährlich aber doch endlich. Hoffen, dass er sich selber ausbremst, dass seine Entscheidungen ihm vor die Füsse fallen. Selbst der dümmste Wähler in den USA muss doch langsam merken, was für ein Clown sie dort zur Macht verholfen haben.
Die deutsche Autoindustrie muss raus aus dem Land! Produktionsstätten nach Mexico verlegen. Das schafft dort Arbeitsplätze, in USA tausende Arbeitslose. Mal sehen, wie lange dieser Präsident dann noch sein arrogantes Lächeln zur Schau stellt?
Irgendwann muss doch mal Schluss sein! Haben die anderen Länder / die EU nicht auch so etwas wie Stolz?

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chrismuc2011 13.05.2019, 12:11
9.

Ich wäre dafür Facebook, Amazon, Google, Apple und andere Soft und Hardwarehersteller dann mit 25% Gewinnsteuer für Leistungen und Ware innerhalb der EU zu besteuern. Das würde richtig weh tun. Und bei einem etwas niedrigeren Satz auch mehr als gerecht.

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