Forum: Wirtschaft
Von Trump angedrohte Autozölle: Malmström hofft auf Gnadenfrist im Handelsstreit
DPA

"Die Frist kann verlängert werden": EU-Handelskommissarin Malmström rechnet nicht damit, dass diese Woche noch Zölle auf Autoimporte aus der EU verhängt werden - doch bei US-Präsident Trump wisse man nie.

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nixkapital 13.05.2019, 12:23
10. Hm...

...der Zoll auf US-Autos beträgt in der EU 10%. Die USA erheben 2.5% Zoll auf im Ausland gebaute Autos. Die EU kassiert also deutlich mehr. Ich bin kein Freund von Trump, aber für fair halte ich das auch nicht....

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theodtiger 13.05.2019, 12:36
11. Antwort

Zitat von darthmax
wer in der EU hat die Kompetenz einen neuen Zollvertrag mit den USA abzuschliessen. Bislang waren diverse Politiker in Washington und haben um Aufschub gebettelt. Wer aber darf handeln. Das ist das Problem der EU. Alte Verträge, die nicht mehr zeitgemäß sind, neu zu verhandeln.
Die Antwort steht doch im Artikel! Die EU hat die alleinige Kompetenz in der Handelspolitk, insbesondere wenn es um Zölle geht. Da die EU aber demokratisch verfasst ist, entscheiden hier nicht einfach Kommissare, sondern sie handeln entsprechend der Verhandlungsrichtlinien der Mitgliedstaaten. Das funktioniert schon seit Jahrzehnten sehr gut, sodass die EU laufend neue und umfangreichere Handelsabkommen abschließt (zuletzt mit Japan). Wenn diese Abkommen über die Handelspolitik hinausgehen, dann sind die Mitgliedstaaten noch stärker involviert.

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localpatriot 13.05.2019, 12:40
12. Kein unbegrenzter Importmarkt?

Man muss sich die Größe der Hersteller vor Augen halten.
2018 waren die 'Grossen 6'

1. China 27,8 millionen
2. USA 11,3 Millionen
3. Japan 9,7 Millionen
4. Deutschland 5,1 Millionen
5. Mexico 4,1 Millionen
6. Sued Korea 4. Millionen

Weltweit 95,6 Millionen

Wie man sieht hat D etwas ueber 5% Marktanteil, im Vergleich mit den USA nahezu 12%.

Dass die US Regierung Importe reduzieren will ist heute keine Überraschung.

Quelle http://www.oica.net/category/production-statistics/2018-statistics/

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theodtiger 13.05.2019, 12:47
13. @ no 3-5 reißerischer Titel für cleveres Verhalten

Zitat von whitewisent
Die EU hofft auf Gnade? Sry, aber von der führenden Wirtschaftspolitikerin hätte man dann angesichts der MeeToo-Debatte vieleicht doch etwas Anderes erwarten können. So reiht sich die EU nur erneut in die Reihe der Staaten ein, die sich einem Druck beugen, der letztendlich keine Substanz hat. Denn unabhängig von Trumps Charakter ist die Handelspolitik eben nicht von Menschen abhängig. Die europäische Autoindustrie steht sowieso vor gravierenden Veränderungen hinsichtlich der Zusammenarbeit (Brexit) und dem Technologiewandel. Da ist eine selbstbewußte Härte eher angebracht. Denn wohin Entgegenkommen führt, sehen Länder wie China, Iran und Russland ja direkt. Es bedarf hier erstmal nur der Einigkeit innerhalb der EU, ihre Unternehmen zu schützen.
Wo bitte hat Frau Malmström das Wort Gnade oder Gnadenfrist benutzt? Das ist nur im reißerischen Titel von SPON zu finden. Wirklich schade, dass eine insgesamt seriöse Online Zeitschrift es nötig hat, auf so irreführende Weise clics zu generieren. Die EU hat es bisher durch clevere Verhandlungsführung verstanden, wirtschaftlichen Schaden von Europa und insbesondere Deutschland (Autoindustrie) abzuwenden. Nachdem Herr Juncker vor fast einem Jahr Klartext mit Herrn Trump gesprochen hat waren die angedrohten Autozölle erst mal vom Tisch. Dafür gab es dann Zusicherungen der EU genau das zu machen, was man ohnehin vorhatte (nämlich dürrebedingte Futtermittelausfälle durch Sojaimporte aus den USA auszugleichen, sowie die Energieversorgung weiter zu diversifizieren und dabei Flüssiggasterminals zu bauen, mit denen auch US Gas importiert werden kann). Vielleicht klappt das ja noch weiter - bis der Trump Spuk hoffentlich von den US Wählern beendet wird (die wegen der Zölle für chinesische Produkte demnächst deutlich höhere Preise zu zahlen haben). Und wenn China gewisse Praktiken beim Marktzugang und geistigem Eigentum verbessern sollte (vielleicht auch auf US Druck) wäre dies auch im Interesse der EU und inbesondere Deutschlands. Also verhält sich die EU in dieser Frage sehr clever.

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Der Pragmatist 13.05.2019, 13:09
14. Einfache Loesung

Warum erhebt die EU 10% Zoll auf US Autos und die US 2,5% Zoll auf EU Autos? Einfach die Zoelle auf US Autos auf 0% setzen und der ganze Streit ist vorbei und die US haben keinen Grund mehr, mit Strafzoelle zu drohen. Der Import von US Autos in die EU ist ohnehin gering und wuerde dann eventuell etwas angekurbelt.

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mostly_harmless 13.05.2019, 13:10
15.

Zitat von nixkapital
...der Zoll auf US-Autos beträgt in der EU 10%. Die USA erheben 2.5% Zoll auf im Ausland gebaute Autos. Die EU kassiert also deutlich mehr. Ich bin kein Freund von Trump, aber für fair halte ich das auch nicht....
Für die meistverkaufte Art Autos in den USA, SUVs nämlich, erheben die USA einen Zoll von 25%.
Im Übrigen sind ALLE diesbezüglichen Verträge von BEIDEN Seiten unterschrieben worden. Aber das stört den Dealbreaker ja bekanntlich nicht.

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arr68 13.05.2019, 13:15
16. die Weltwirtschaft wandelt sich

wenn Europa eigene Internetplattformen organisiert bekommt, dann brauchen wir Amerika gar nicht mehr. Dann könnte man endlich anfangen, den Riesenmarkt Afrika auf vernünftige Beine zu stellen, bevor sich China dort zu sehr breit macht. Und dann ist die USA wirtschaftkich nur noch ein zahnloser Tiger.

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Havel Pavel 13.05.2019, 13:17
17.

Zitat von kuac
Wenn alle Waren aus der EU und China in USA so radikal teuer werden, was machen die US Konsumenten? Wie lange werden die US Bürger das durchhalten? Für Trump reicht es schon, bis zu seiner Wiederwahl. Danach Sintflut, egal für das selbsternannte Genie.
Die sollen laut Trump gefälligst amerikanische Produkte kaufen, um so die US Wirtschaft zu stärken und im Land für mehr Jobs zu sorgen. Globalisierung war gestern und soll heute nur noch dort gelten wo es einem selber in den Kram passt. Dieser Trend könnte weltweit Schule machen wie so vieles was zuerst in den USA begonnen hat. Mc. Donalds, Fast Food, Kaugummis und endloses anderes unnötiges Gedöns legen ein Zeugnis hierzu ab. Aber vielleicht sind die restlichen Nationen der Erde inzwischen klüger geworden und legen ihre Handelsbeziehungen unter Ausschluss der USA einvernehmlich fest, die Möglichkeiten dazu hätten sie ganz gewiss, denn es gibt nichts was ausschliesslich aus den USA zu beziehen wäre, also könnte man dieses Land durchaus ausklammern und isolieren, zur Freude zahlreicher Nationen dieser Erde!

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glissando 13.05.2019, 13:19
18. @nixkapital: Fakten unvollständig

Wohl eher 'nixcapito' was Forist nixkapital hier zum tausendsten Mal falsch weil verkürzt zum Besten gibt: Die Zölle sind fein austariert und miteinander abgestimmt. Wenn's derart schief, wie stets von Trumps Gefolge behauptet, wäre, hätten die USA mit Recht nicht akzeptiert. Korrekt wäre nämlich auch den Zoll auf die für die USA kritischen Pickups zu erwähnen. Der liegt nämlich nicht bei vermeintlich wohltätigen 2,5%. Ist es Informationsmangel oder böser Wille, dass die Fakten immer wieder so angenehm passend zur eigenen These verkürzt werden?

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Schimanski 13.05.2019, 13:30
19.

Zitat von nixkapital
...der Zoll auf US-Autos beträgt in der EU 10%. Die USA erheben 2.5% Zoll auf im Ausland gebaute Autos. Die EU kassiert also deutlich mehr. Ich bin kein Freund von Trump, aber für fair halte ich das auch nicht....
Wer sagt denn, dass es in jeder Zollkategorie immer 1:1 aufgewogen werden muss? Das hat nichts mit fair, oder unfair zu tun.
Dafür erheben die USA in diversen anderen Kategorien höhere Zölle als die EU.
Zusammengenommen erhebt die EU jedoch mehr/höhere Zölle als die USA.
Das jetzt nur auf einen Zweig runter zu brechen sagt Null aus und zeigt nur wieder die selektive Wahrnehmung vom Dealmaker.

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