Forum: Wirtschaft
Vor Brexit-Gesprächen: Unternehmerverband warnt vor "Desaster" bei No-Deal-Austritt
Liam Mcburney/DPA

Erstmals trifft sich der britische Premier Johnson mit EU-Kommissionschef Juncker in Sachen Brexit. Unternehmer appellieren an beide, "alles Vernünftige zu versuchen".

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HansGnodtke 16.09.2019, 10:44
10. Vorfahrt für Vernunft

Hoffentlich ist das Interview von Prof. Werner Sinn noch irgendwo anders angekommen als nur beim Wochenend Zeitungsleser, da stand eigentlich sehr präzis beschrieben drin, wer jetzt was tun sollte, damit den Europäern die Entwicklung nicht entgleitet.

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unglaublich_ungläubig 16.09.2019, 10:47
11. Was BusinessEurope nicht versteht

Es ist von den Brexiteers gewollt, dass Personenfreizügigkeit, Handel, Reisen etc. erschwert werden. Das war ihnen vorher bekannt, und sie wollen den Brexit nicht nur trotzdem, sondern deswegen. Soll BE doch klar sagen, dass sie keinen Brexit wollen, und wenn, dann nur Brexit light nach dem verhandelten Abkommen. Das ist legitim und vernünftig. Kommt bloß ein bisschen spät, die Erkenntnis, aber das kennen wir ja von diesem Inselvolk nicht anders.

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btwesten 16.09.2019, 11:00
12. Wer um Himmels Willen

braucht die völlig abgedrehten, Oberschichtverhafteten Inselbewohner. Ich persönlich bin es Leid, ständig vom Willen der splendid Insulaner gebeutelt zu werden. Nach meiner bescheidenen Meinung sollen sie ruhig mal wieder unter sich bleiben und weiterhin dem Glauben nachtrauern, sie seien der Nabel der Wirtschafts- und sonstigen Welt. Es tut mir nur leid um die von jeder Ab-/Zustimmung gelösten britischen Normalbürger die sich inder Geiselhaft der Eton-Schüler befinden.

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Schartin Mulz 16.09.2019, 11:07
13. Aha,

Zitat von proffessor_hugo
das verstehe ich einfach nicht. Gerade die hyper-reiche Oberschicht (= also die Unternehmer) will doch a tout prix den Brexit Jetzt nicht mehr lange fackeln - die Briten müssen nun endlich raus - die Visegrad-Statten möglichst gleich mit. Erst dann ist eine weitere Integration Europas möglich - ein Europa nicht der "Nationalstaaten" (eh eine Erfindung der von Napoleon vertriebenen Adligen), sondern der Regionen !
eine verientes Europa nur mit den Staaten, in denen die Mehrheit so tickt wie Deutschland?
Seltsame Vorstellung von einem "vereinten" Europa.
Und was ist an einem Europa der Regionen jetzt besser? Das ganze noch kleinteiliger?
Wissen Sie, die so heftig gescholtenen Nationalstaaten waren doch schon die gelunge Zusammenführung von Regionen. Also im kleinen das, was die EU jetzt im Großen versucht. Warum ist das jetzt Teufelszeug, die europäische Vereinigung aber richtig?

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interessierter10 16.09.2019, 11:13
14. Es nähert sich dem, was ich immer befürchtete habe:

Wenn die Unternehmen auch nur einen Euro verlieren könnten, wir die EU dazu gedrängt, Kompromisse zu machen, die dann schon mittelfristig fatale Auswirkungen auf das Gesamtkonstruk der EU haben werden und damit extrem höhere Verluste der Unternehemn bedeuten werden. Für eine Weitsicht über drei Monate hinweg ist unser System allerdings nicht geschaffen, also wird die EU einknicken. Johnson wird sich als Sieger darstellen und der Trump in GB. Die nächsten Staaten werden die EU verlassen. Aber Hauptsache das nächste Quartalsergebnis der Konzerne (Vorstandsposten) ist gesichert. Das sind leider die banalen Zusamammenhänge.

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wiseman21 16.09.2019, 11:21
15. 0,8 % Wachstum

Die Wachstumsprognose kann meiner Meinung nach aktuell lediglich auf der Basis einer ceterus paribus Betrachtung erfolgen. Mir ist zumindest aktuell noch keine Prognose bekannt, die Produktionsabwanderungen aus UK berücksichtigt. Kann auch nicht. Denn PSA hat beispielsweise Diese zwar für den Fall eines ungeregelten Brexits angekündigt. Eine 100%ige Sicherheit gibt es hierzu noch nicht. Sollte es jedoch, tatsächlich zu diesen Abwanderungen kommen, so wird die Industrieproduktion wie auch der Handel zwischen EU und GB massiv einbrechen und die Wachstumszahlen deutlich nach unten verschieben.

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MJR 16.09.2019, 11:24
16. Die Briten und ihre Weltherrschaft....

Die Briten sehnen sich zurück in ihr "Empire", was ja: Reich, Imperium, Kaisertum und so weiter bedeutet. Nun ja: Gleichberechtigung und Fairness wohnt jedenfalls keinem der Begriffe per Definition inne, nicht wahr?!

Was sich die Briten wünschen und was das einzige wäre, dem es zustimmen würde:
Alle "Goodies" bleiben beim alten. Der Handel und alles, was gut für GB ist, läuft genau so weiter, wie bisher. Dazu schließt man Freihandelsabkommen. Keine Steuern dürfen fällig werden auf GB-Produkte, ist doch klar!
Dafür darf England aber Steuern auf EU-Produkte erheben. Während Briten natürlich ohne Erlaubnis in der EU arbeiten dürfen oder dort Geschäfte eröffnen, gilt das nicht für diese Europäer. Und so weiter...

Die Briten gehen nun davon aus, dass Johnson nur zum Junker gehen muss und sagen kann: "Gib uns mehr Zeit, Du Opfer!" und der hat dem Empire dann gefälligst zu folgen. Es wäre ein starkes Zeichen der EU gegenüber allen Spinnern, die auch vom Exit träumen, wenn Junker sagt: Die Geduld ist am Ende... Es gibt keine Verschiebung bis zum Sankt Nimmerleinstag: Ihr wolltet es, ihr hattet Jahre Zeit, ihr habt alle Zugeständnisse, mehr wird es auch in 10 Jahren nicht geben! Wenn ihr die nicht wollt, habt ihr in ein paar Tagen gar nichts!

Das würde den Prozess in England dann voranbringen. Wer mehr Zeit gibt, der wird am Ende den Briten nur noch mehr Zugeständnisse machen, die mir immer mehr Ideen ankommen werden und am Ende nichts mehr beitragen zur EU, aber alle Annehmlichkeiten genießen! Nein: Man muss deutlich ein wenn auch schmerzhaftes, so doch notwendiges Example statuieren.
Schlimm für Irland! Nur darf man sich nicht den Geiselnehmern beugen und ihnen Zugeständnisse machen! Es ist nach der langen Zeit des einseitigen (!) Entgegenkommens überfällig den Komikern auf Monkey Island den Ernst ihrer Lage vor Augen zu halten!

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wiseman21 16.09.2019, 11:36
17. 0,8 % Wachstum

Die Wachstumsprognose kann meiner Meinung nach aktuell lediglich auf der Basis einer ceterus paribus Betrachtung erfolgen. Mir ist zumindest aktuell noch keine Prognose bekannt, die Produktionsabwanderungen aus UK berücksichtigt. Kann auch nicht. Denn PSA hat beispielsweise Diese zwar für den Fall eines ungeregelten Brexits angekündigt. Eine 100%ige Sicherheit gibt es hierzu noch nicht. Sollte es jedoch, tatsächlich zu diesen Abwanderungen kommen, so wird die Industrieproduktion wie auch der Handel zwischen EU und GB massiv einbrechen und die Wachstumszahlen deutlich nach unten verschieben.

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123rumpel123 16.09.2019, 11:51
18. xxxx

Zitat von wiseman21
Die Wachstumsprognose kann meiner Meinung nach aktuell lediglich auf der Basis einer ceterus paribus Betrachtung erfolgen. Mir ist zumindest aktuell noch keine Prognose bekannt, die Produktionsabwanderungen aus UK berücksichtigt. Kann auch nicht. Denn PSA hat beispielsweise Diese zwar für den Fall eines ungeregelten Brexits angekündigt. Eine 100%ige Sicherheit gibt es hierzu noch nicht. Sollte es jedoch, tatsächlich zu diesen Abwanderungen kommen, so wird die Industrieproduktion wie auch der Handel zwischen EU und GB massiv einbrechen und die Wachstumszahlen deutlich nach unten verschieben.
Der Arbeitsmarkt ist auf historisch bester Verfassung.

Da kann noch nichts oder nicht viel abgewandert sein. Oder die britische Wirtschaft ist robuster als die EU-Sprachrohe annehmen.

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cobaea 16.09.2019, 11:53
19.

Zitat von mit66jahren
Der Unternehmerverband BusinessEurope spricht nun von einem beidseitigen Desaster bei einem No-Deal Brexit. Bislang war zu hören, dass in einem solchen Fall die Briten die Hauptleidtragenden wären. Das ist ein gewisser Unterschied in der Betrachtungsweise. Auch konnte man den Eindruck haben, Johnson kämpfe in erster Linie gegen die oppositionelle Labor Party im Land. Beim Brexit ringt er natürlich mit den Mächtigen der EU. Sollte es zu einem für beide Seiten unangenehmen No-Deal Brexit kommen, wird man dies nicht allein den Briten anlasten können.
Die Briten wären auch weiterhin die Hauptleidtragenden. Aber für den Rest der EU wäre ein harter Brexit natürlich auch nicht ohne Folgen. Das ist auch nie anders kommuniziert worden. Da beide Seiten eifrig miteinander Handel treiben, wird ein vertragsloser Brexit logischerweise auch beide Seiten treffen.
Der vorliegende Vertrag wurde von beiden Verhandlungspartnern gemeinsam ausgearbeitet - die EU kann nichts dafür, wenn sich nachher die Briten untereinander nicht einigen können. Die EU hat auch immer gesagt: liegt eine andere gleich gute oder bessere Lösung als der Backstop vor, sei man bereit, diese zu übernehmen. Bisher liegt aber keine vor.
Johnson kämpft weder vor allem gegen Labour noch vor allem gegen die EU. Zuallererst kämpft er gegen alle, die nicht bedingungslos seiner Linie folgen - weshalb er 21 Fraktionsmitglieder der Tories ausschliessen liess - ein 22. ist inzwischen auch noch gegangen. Statt zu "kämpfen" hätte er mal lieber versuchen sollen mit Labour, den LibDems und den moderaten Tories eine Lösung zu finden.

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