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Vor Bund-Länder-Treffen: Städtetag drängt auf schnelle Grundsteuer-Reform
DPA

Die Grundsteuer ist eine der am kompliziertesten zu berechnenden Steuern Deutschlands - und Karlsruhe verlangt eine Reform. Gibt es beim heutigen Treffen der Bundes- und Landespolitiker eine Lösung?

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fatherted98 01.02.2019, 07:34
1. Kapier ich nicht....

....es kann ein Betrag X pro Quadratmeter Wohnraum und ein Betrag X pro Quadratmeter sonstiger Fläche (von mir aus auch Unterschiede zwischen Gewerbe, Privat und Landwirtschaft) festgesetzt werden....dann hat man so um die 5 Werte....und die Kommunen legen dazu den Hebesatz fest....wo bitte ist da das Problem?

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marcnu, 01.02.2019, 07:36
2. Deutschland beschäftigt schon unzählige Buchhalter und Steuerberater,

nur weil das Thema bei fast allen Steuerarten so kompliziert ist. Man könnte es ja vereinfachen und die Unternehmen würde viele Milliarden Euro sparen. Eine Vereinfachung und damit Entbürokratisierung ist aber bis heute nicht gewollt.

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Elwettitsch89 01.02.2019, 07:43
3. Fest steht bisher nur...

... daß es teurer wird. Insbesondere in den Großstädten.
Die Partei der sozialen Gerechtigkeit will es nicht anders.
Was nicht heißt, daß auch zukünftig überall dort wo SPD draufsteht pleite drin ist.

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unpolit 01.02.2019, 07:47
4. Mieter werden immer betroffen sein,

"Auch Millionen Mieter sind von ihr betroffen, denn der Vermieter kann die Grundsteuer als Betriebskosten auf die Nebenkosten umlegen. Unter anderem SPD, Grüne und Linke wollen das ändern."

denn es ist egal, ob ich in meinen eigenen vier Wänden wohne oder zur Miete: Gezahlt werden muss diese Belastung. Also entweder mit absoluter Transparenz für die Mieter durch Umlage des Betrages, der nachweislich auf dem Grundsteuer-Bescheid ausgewiesen ist.
Oder: ich als Vermieter muss diese Belastung mit in die Miete einrechnen, und dann natürlich noch einen Aufschlag nehmen für alle mit dieser Steuer anfallenden Risiken, die während der Dauer des Mietvertrages anfallen können. Alternativ muss ich mir natürlich permanente Anpassungen des Mietzinses vorbehalten.
Dazu kommt, dass ich dann möglicherweise auch steuerliche Veränderungen berücksichtigen muss, weil die Kaltmiete ja als Einnahme zählt und auf den Zeitraum des Zahlungseinganges referenziert, bisher das Thema bei den NK-Vorauszahlungen unter durchlaufenden Posten geführt wird.

Grundsteuer ist wie Mehrwertsteuer: Derjenige, der die Fläche bewohnt, muss zahlen. Egal wie.

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ziehenimbein 01.02.2019, 07:54
5. Scholz will die Miete besteuern!

So wird der Staat von seiner Weigerung, auch für günstigen Wohnraum zu sorgen, noch profitieren und die Mieten steigen und steigen und steigen.

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meinung2013 01.02.2019, 07:59
6. die Kommunen brauchen Geld

viel Geld und die Grunderwerbsteuer, sowie die Grundsteuer sind Haupteinnahmequellen. Wohnen wird in jedem Fall noch teurer. Grundsteuer ist auf die Nebenkosten umlegbar. Solange aber dem Volk das Feindbild Vermiete präsentiert werden kann, regt sich der Unmut nie gegen die Politiker, schon gar nicht gegen die Kommunalpolitiker. Die Bürgermeister des Landes aber trugen mit zur Wohnungsnot bei. Verkauf von Sozialwohnungen sanierten die Stadtsäckel.
Allerdings: wir Bürge und Bürgerinnen lassen das auch zu. Wir lassen zu, dass Volkseigentum wie Grund & Boden, Sozialwohnungen die mit Steuergeldern errichtet wurde, dem Ausverkauf an Investoren und damit der Spekulation freigegeben sind. Der deutsche Immobilienmarkt ist ein Eldorado für ausländische Investoren.

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Pfaffenwinkel 01.02.2019, 08:00
7. Reformen

bedeuten in der Regel, dass es teurer für den Bürger wird. Auch bei der Grundstückssteuer wird der Gesetzgeber vermutlich den Häuslebauer abzocken.

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Mikrohirn 01.02.2019, 08:04
8. Nur Fläche

geht auch nicht. Es gibt Bauland, landwirtschaftliche Fläche, Wald, Teiche, Ödland etc. Sollen die alle gleich besteuert werden? Also: Eine Berechnung ohne den Wert anzusetzen (welchen? Verkehrswert? Ertragswert? usw. Wie wird der berechnet und wer macht das?) ist grober Unfug und grob ungerecht (damit wieder verfassungswidrig) und vermutlich auch nicht geplant.

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Lagrange 01.02.2019, 08:12
9.

Wie kann man denn bitte schön auf die Idee kommen, die Grundsteuer an den Wert der Immobilie und des Grundstücks zu koppeln?
Erstens ist es wirklich super kompliziert und zweitens sind doch die Mieten in den Großstädten eh schon so hoch. Hinzukommt, dass dann in Frankfurt, Hamburg und Köln die Einnahmen sprießen und strukturärmere Kommunen immer ärmer werden.
Hier gibt es nur EINE sinnvolle Lösung und zwar eine Besteuerung nach Fläche

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