Forum: Wirtschaft
Vor dem Brexit: Finanzfirmen ziehen 1,2 Billionen Pfund aus Großbritannien ab
AFP

Großbritanniens Finanzbranche bereitet sich auf den Brexit vor: Immer mehr Unternehmen verlagern Firmenteile und Vermögen ins EU-Ausland. Ein Profiteur ist Frankfurt.

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Sendungsverfolger 11.03.2019, 12:56
20. Ottonormal-Leser

Zitat von heiko.buresch
Ich war immer der Meinung das wir hier in Europa noch den EURO haben und nicht den Dollar oder den Pfund ! Kaum ein Ottonormal Leser möchte sich erst die Mühe machen die über eine Billion Pfund in Euro umzurechnen, damit er sich ein Bild machen kann wieviel Kohle das ist. Das gleiche betrifft selbst verständlich die Scheissaussage vom Dollar. Also lieber Spiegel Online, Euer Leser möchte nicht verarscht und verdummt werden, das können andere besser, sondern er erhofft sich bestens informiert zu werden und zwar ohne selbst noch recherieren zu müssen !
Ottonormal-Leser weiß in der Regel, dass er da mal so mit 90% Umrechnungsfaktor rechnen kann. 1:1 geht auch, macht auch keinen großen Unterschied. Aber bei Finanzgenies wie Ihnen ist das auch egal. P.S: Dollar das gleiche, nur umgekehrt. Und nein, nicht in Europa haben wir den Euro, sondern in der EU und da auch nicht überall. Aber wem erzähle ich das denn ...

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rosengregor 11.03.2019, 12:58
21. Vorgeschmack

Noch lautet die Wette, dass der ungeregelte Brexit nicht kommen wird. 5000 Arbeitsplätze und ein wenig Cash zu verschieben ist für die dahinterstehenden Institutionen eine Aufgabe, aber keine Herausforderung. Interessant wird es, wenn der harte Brexit kommt und von London aus der EU-Markt tatsächlich nicht mehr richtig bespielt werden kann. Wenn Investmentbanker aus Paris oder Frankfurt auf einmal einen echten Wettbewerbsvorteil gegenüber denen hätten, die in London sitzen, wenn Anlageprodukte, die im UK aufgelegt werden, auf einmal echte Renditeeinbußen erleiden. Dann beginnt nämlich erst die richtige Anpassung, für die jetzt kaum mehr als die strukturellen Voraussetzungen geschaffen werden.

Klar ist, dass der Brexit für das UK sehr, sehr teuer wird und je härter er ausfällt, desto teurer wird er. Aber es soll sich niemand von ein bisschen zurückfließendem Kapital täuschen lassen, auch für die EU ist der Brexit teuer, nur dass wir etwas niedrigere Kosten haben werden und dass sich diese dann auch noch besser verteilen. Aber nur weil es einige wenige Profiteure gibt, bleibt es insgesamt immer noch ein Desaster.

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werner230 11.03.2019, 13:09
22.

Wer hätte das gedacht?

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dieter.zuckermann 11.03.2019, 13:18
23.

Warten wir erstmal ab, wer hier profitiert und wer verliert.
1,2 Billionen Dollar das werden ja nur verwaltet. Mehr nicht. Von welcher Stadt aus man das macht ist jetzt keine große Sache. Wenn Arbeitskräfte mitgenommen werden, das ist auch erstmal egal, wichtiger ist eher viele Arbeitsplätze vernichtet werden. Wenn Arbeitsplatz samt Arbeitskraft mitgenommen wird, dann steigt die Arbeitslosigkeit dadurch ja nicht.
Es gibt Leute in Frankfurt die sich jetzt richtig freuen können. Vermieter von Büroräumen werden wohl bald sehr glücklich sein. Normale Mieter dagegen eher unglücklicher. Die Mietpreise in Frankfurt werden wohl steigen. In London eher sinken.

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normalversiffter 11.03.2019, 13:18
24. Konflikt am Ende ein Gewinn

Die gute Idee hinter einer EU der Regionen, die es ja mal werden sollte, hat drei Widersacher. 1. die Rechtspopulisten, die generelle alles kaputt und nieder machen, nur damit sie permanent auf andere zeigen können, so dass sie vernebeln, dass sie sich selbst nur auf Kosten aller anderen (auch der eigenen Wähler) bereichern wollen. 2. Politiker, die sich einerseits von Lobbyisten beschwatzen lassen, weil sie sich selbst nicht ausreichend auf "aufschlauen", und die die EU viel zu langsam in ein umfassend demokratisches System überführen. 3. Neue Länder, deren Regierungen noch nicht ihr demokratiaches Profil entwickelt sowie verfestigt haben und noch nicht verinnerlicht haben, dass man nur zusammen kommt, wenn Geben und Nehmen in einem Gleichgewicht stehen. --- Erfreulich Weise ist dem entgegen zu setzen, dass die Bürger der EU in der deutlichen Mehrheit eine gemeinsame EU mit deutlich mehr Demokratie wollen und das auch immer deutlicher zeigen. So steigt zugleich die Wahrscheinlichkeit, dass die EU sich immer schneller zu einer demokratischen EU der Bürger wird.

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HerrPeterlein 11.03.2019, 13:20
25. Nur die Finanzbranche

Das sind Zahlen nur aus der Finanzbranche, jetzt kommen noch die bestätigten aus der Wirtschaft dazu an direkten Arbeitsplätzen.
In der Summe ist das jetzt schon viel, dazu kommen noch die Umsatzrückgänge.

Alles jetzt für was? Für welche Vorteile nochmal? Für die eigenen Handelsabkommen? Welche es bis heute weder mit der EU, USA, China oder einem anderen Land mit viel Wirtschaftsstärke gibt?

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kuac 11.03.2019, 13:21
26.

Zitat von gigi76
Gut so Dann kann man sich bald wieder entspannter ein Leben in London leisten. Wenn die ganzen überzahlten Finanzmitarbeiter weg sind, sollte ein paar nette Apartments frei werden.
Dumm nur, dass gleichzeitig auch Milliarden, Arbeitsplätze und reiche Konsumenten weg sind. Die gebliebenen bleiben arm und zahlen wenig steuern.

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taglöhner 11.03.2019, 13:23
27.

Zitat von bigroyaleddi
Das kann ich nicht glauben. So blauäugig kann nicht mal ein eingefleischter Brexitier sein. Sie haben es so gewollt. Aber ich persönlich bin nicht ganz so glücklich, wenn wir die Finanzmafia jetzt in geballter Form hier in der EU haben.
Sie ist in der EU. Schon lange. Garnicht gemerkt, gell? Ein Teil bleibt nach dem Brexit und muss dafür umziehen.

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widder58 11.03.2019, 13:23
28. damit wird klar

dass die EU vor allem ein Kind der Finanzbranche zu Lasten der Allgemeinbevölkerung ist. Unversteuerte Billionen, irgendwo gebunkert und verstreut, insbesondere in den Immobiliensümpfen.
Die Zeche zahlen die Bürger. Das Experiment Brexit wird dramatisiert. Der Brexit wird viele positive Auswirkungen auf das Land haben. Das Geschrei kommt vor allem aus den Ecken der Polit- und Finanzjongleure. Die Abzockerkarawane zieht weiter.

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vegefranz 11.03.2019, 13:32
29. Brexit ist ein Glücksfall für die Briten

gerade die Finanzindustrie führte dazu, dass London ein Pflaster ist, welches sich nur wenige Profiteure noch leisten konnten.

Für die Briten eine gute Nachricht, wenn die Finanzindustrie weiter zieht.

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