Forum: Wirtschaft
Vor G-20-Gipfel: Schäuble will Börsenabgabe im Alleingang durchdrücken

Bei der Einführung einer Börsensteuer gibt sich Finanzminister Wolfgang Schäuble vor dem G-20-Gipfel kompromisslos: Sollte es bei dem Treffen keine Einigung geben, müsste die EU die Abgabe eben im Alleingang einführen, verlangt der CDU-Politiker.

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haariger_harry 31.10.2011, 07:44
1. Steuern steuern

Mir scheint es wird weiter nur an den Symptomen herum gedoktort.

Und die Transaktionssteuer? Hilfreich mag sie sein, aber sie macht die Staaten ab sofort zu Mitspielern ohne jedes Risiko und sicherem Gewinn. Einmal eingeführt, würde jede zukünftige Beschränkung der jeweiligen Transaktionen zu Steuerverlusten führen. Arme Welt! Die Staaten werden die Transaktionen anfeuern, je mehr , je mehr kommt in ihre leeren Staatskassen.

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lemmy01 31.10.2011, 07:49
2. Durcheinander

In dem Artikel geht es ja ziemlich durcheinander. Erst wird gesagt, dass die Börsenabgabe notfalls auch in der EU allein eingeführt werden soll und dann wird Schäuble zitiert, der von den Euro-Ländern spricht. Ist ja ein kleiner Unterschied. Genauer gesagt macht Großbritannien den kleinen Unterschied.

Irgendwie bin ich bei diesem Alleingang skeptisch. Ich vermute mal, dass das die großen Anleger wenig stören wird. In einer Zeit, in der es egal ist, ob ich mit Skype nach Wanne-Eickel oder nach Singapur telefoniere, wird es für diese Anleger auch ein leichtes sein, ihre Transaktionen außerhalb des "Börsenabgaberaums" durchzuführen. Betroffen werden daher wohl eher die Kleinanleger sein. Das bringt dann ein paar Euro Mehreinnahmen, aber lange nicht die erhofften Milliardenbeträge. Dass da rund 50 Milliarden pro Jahr zusammenkommen, halte ich für ein Märchen. Und das Ziel, das weniger "spekuliert" wird (wie man das auch immer definiert), wird schon gar nicht erreicht.

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WasserTrinker 31.10.2011, 07:49
3. .

Zitat von
In einem Beitrag für die "Financial Times" schrieb Cameron, Pessimismus und Angst könnten auf den globalen Märkten zur selbst erfüllenden Prophezeiung werden.
Mein Unwort des Jahres: "Die Märkte"

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jugo311 31.10.2011, 07:56
4. alles bleibt wie's ist

Zitat von sysop
Bei der Einführung einer Börsensteuer gibt sich Finanzminister Wolfgang Schäuble vor dem G-20-Gipfel kompromisslos: Sollte es bei dem Treffen keine Einigung geben, müsste die EU die Abgabe eben im Alleingang einführen, verlangt der CDU-Politiker.
Wieder eine Willensbekundung vom Schwätzer Schäuble. Passieren wird sowieso wieder nichts. Und dann wird es achselzuckend heißen: die anderen wollten nicht mitmachen, also kann auch Deutschland nicht alleine eine Transaktionssteuer einführen, denn das würde "die deutschen Märkte gefährden".

Das ist das selbe Spiel wie damals mit der Abrüstung: solange die anderen noch Waffen haben, kann ich meine leider nicht verschrotten, sorry.
Und alles bleibt wie es ist.

Wer glaubt hier noch (an) Schäuble und Konsorten ?
Leider viel zu viele. Die nächsten Wahlen werden's zeigen.
Wetten ?

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jugo311 31.10.2011, 07:56
5. alles bleibt wie's ist

Zitat von sysop
Bei der Einführung einer Börsensteuer gibt sich Finanzminister Wolfgang Schäuble vor dem G-20-Gipfel kompromisslos: Sollte es bei dem Treffen keine Einigung geben, müsste die EU die Abgabe eben im Alleingang einführen, verlangt der CDU-Politiker.
Wieder eine Willensbekundung vom Schwätzer Schäuble. Passieren wird sowieso wieder nichts. Und dann wird es achselzuckend heißen: die anderen wollten nicht mitmachen, also kann auch Deutschland nicht alleine eine Transaktionssteuer einführen, denn das würde "die deutschen Märkte gefährden".
Das ist das selbe Spiel wie damals mit der Abrüstung: solange die anderen noch Waffen haben, kann ich meine leider nicht verschrotten, sorry.
Und alles bleibt wie es ist.
Wer glaubt hier noch (an) Schäuble und Konsorten ?
Leider viel zu viele. Die nächsten Wahlen werden's zeigen.
Wetten ?

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ronomi47 31.10.2011, 07:56
6. Verzweifelter Kampf des Sysyphus, alias Herr Schäuble

Der Kampf gegen den Kollaps des Euro scheint mir mehr und mehr unmöglich:

Wer nicht nur SPON liest, sondern sich in Internationalen Online-News, eines von vielen Beispielen aus Australien (mit gesunden Banken!)

http://moneymorning.com/ppc/Italy_Eu...FYaHDgodjCVKmg

etwas weitere Informationen beschafft, kann etwa ahnen, wie's weitergeht:
- Spanien "spart" nicht wirklich. Die Erfolge bis heute sind sehr dürftig. Auch leidet das Land unter der enorm hohen Arbeitslosigkeit, speziell unter jungen Menschen.
- Italien wird nur unter hohem Druck der Finanzwelt wirklich Entscheidendes in die Tat umsetzen. Der marode, parasitäre Verwaltungsfilz wird sich mit allen Mitteln wehren, notwendige strukturelle Entschlackungskuren vorzunehmen.

Ausserdem ist es eine Illusion zu glauben, die Staaten reagierten geeint auf die grossen Herausforderungen. Zu unterschiedlich sind deren Interessen.
Aber Herr Sysyphus kann's ja versuchen...

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ronomi47 31.10.2011, 08:02
7. Korrektur ronomi47

In meinem vorherigen Beispiel habe ich irrtümlich einen US-Link eingeschoben.

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lichtderaufrechten 31.10.2011, 08:03
8. Die Grünen werden immer blasser -

Zitat von sysop
Bei der Einführung einer Börsensteuer gibt sich Finanzminister Wolfgang Schäuble vor dem G-20-Gipfel kompromisslos: Sollte es bei dem Treffen keine Einigung geben, müsste die EU die Abgabe eben im Alleingang einführen, verlangt der CDU-Politiker.
in den Umfragen , und jetzt übernimmt die CDU
auch noch Schritt für Schritt das Parteiprogramm
der Linken.
Aber was will man machen wenn man intellektuell
unterluxiert ist.

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who8 31.10.2011, 08:04
9. Nicht Macht der Märkte – Ohnmacht der Märkte

Zitat von sysop
Bei vielen Menschen bleibt die Sorge vor der Macht der Märkte, weltweit protestieren Aktivisten der Occupy-Bewegung gegen den Einfluss der Banken.
Ich finde diesen Satz ungeschickt formuliert. Es ist nicht die Sorge vor der Macht der Märkte, sondern vor der Ohnmacht der Märkte. Es ist die Sorge vor Strukturen, die so groß und kartellartig sind, daß sie sich der Macht der Märkte und des fairen Handels entziehen; die groß genug sind, daß sie der Politik diktieren, anstatt sich an die Regeln zu halten. Wenn man "too big to fail" ist, kann man sich alles erlauben, ohne jegliche negative Konsequenzen fürchten zu müssen, die ein normaler Marktteilnehmer sofort erfahren würde.

Und es ist die Sorge, daß die Regierungen den Einfluß über ihre Währungen aus der Hand gegeben haben, in dem sie einem System Vorschub geleistet haben, in dem man mit Zahlentricksereien und Luftbuchungen viel "Geld" verdienen kann – was nur bedeutet, daß das Geld von anderen Leuten entwertet wird, die dafür echte Arbeit in der Realwirtschaft geleistet haben. Die Regierungen können das ganz einfach abstellen, indem sie ihr Geld fest an Gold koppeln oder einen anderen real existierenden Gegenwert, der sich nicht durch Luftbuchungen aufblähen läßt. Aber das würde das ganze System der Staatsschulden natürlich auch beenden.

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