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Vor Jamaika-Runde: CDU-Unterhändler fordert Aus für Rente mit 63
DPA

Kurz vor der nächsten Jamaika-Runde fordert CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn, die Rente mit 63 abzuschaffen. Neben Sozialpolitik geht es in den Sondierungen auch um Innere Sicherheit und Digitalisierung.

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Land_Ei 30.10.2017, 07:56
10. und irgendwann mit 70 in den Ruhestand???

Na sicher, das ist ja so realistisch! Welcher Arbeit kann man denn in dem Alter noch voll nachkommen? Und genau die, die ihr Leben lang buckeln, müssen es dann noch länger tun??? Ich fass es nicht, ehrlich. Das der Grund dafür solcher ist, dass einfach zu viele in die Kassen greifen die nie etwas eingezahlt haben, will man ja nicht sagen (hören). Letztendlich wird es doch darauf hinauslaufen, dass man sich mehr beim Arzt befindet als auf der Arbeit. Wenn man da überhaupt noch hinfahren darf, falls einem nicht in Zukunft die Fahrerlaubnis mit 65 aberkannt wird ;)

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lolz 30.10.2017, 07:56
11.

Als Erwerbsgeminderte ist man gesetzlich zur Armut verdammt, das stimmt schon. In dieser Gesellschaft heißt es ganz oder gar nicht. Mit einer chronischen Schizophrenie zum Beispiel kommt man nicht auf einen grünen Zweig, muss erstmal beweisen, wie schlimm diese "unsichtbare" Krankheit ist (das gemeinste, was man einem Menschen antun kann...) vor allem, wenn die Belastungsfähigkeit nicht so hoch ist. Darüber hinaus wird aber bei der Rentendiskussion immer ausgeklammert, dass unsere Produktivität dank Maschinenarbeit enorm gestiegen ist. Warum man nach 67 noch weiter arbeiten soll, erschließt sich mir daher nicht. Als Politiker mit fettem Monatssalär klingt es vielleicht noch attraktiv, weitere Jahre tätig zu sein. In vielen Berufen ist man jedoch schon viel früher ausgebrannt. Daher empfinde ich diese Forderung als verlogen. Ich hoffe dennoch, dass die Zuverdienstgrenze für Erwerbsgeminderte erhöht wird und an weiteren Stellen auch für 100% Erwerbsgeminderte etwas getan wird. Keiner sucht sich eine Krankheit aus und dauerhaft an der Armutsgrenze zu leben ist eine Perspektive, die ich keinem wünsche..

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Biraso 30.10.2017, 07:57
12. Jetzt bin ich irritiert

Es stand doch Außerfrage überhaupt über eine Rente mit 67+ zu diskutieren?
Ich habe das Gefühl, dass meine Generation niemals in dem Genuss kommt nicht mehr arbeiten zu müssen.
Das ich irgendwann ernsthaft in Erwägung ziehe aus DE aus zu ziehen ist hart.
Zurzeit gilt in Deutschland Niedriglöhne auch für ingieneure , extrem hohe Steuerabgaben und eine fast nicht existente Rentenabsicherung + das die Gesetzliche Krankenkasse immer stärker ihre Leistungen kürzt teurer wird und das obwohl sie monatlich im 2 Stellingen Millionen Bereich ein + erwirtschaftet... Die gesetzlichen Krankenkassen. . + Erwirtschaften... Ich weiß nicht ob dies über das GG verboten ist, falls nicht benötigen wir dort dringend eine Ergänzung.

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Nordstadtbewohner 30.10.2017, 07:58
13. Richtiger Schritt

Die Rente mit 63 ist Betrug an der jungen Generation, die für Alten zahlen muss. Von daher ist die CDU-Forderung absolut richtig. Vielleicht kommt man irgendwann einmal zu dem folgerichtigen Schluss, das System der gesetzlichen Rentenversicherung komplett abzuschaffen, damit die Menschen wieder selbst für das Alter vorsorgen können.

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fatherted98 30.10.2017, 07:58
14. Man muss...

...sich das mal auf der Zunge zergehen lassen....Deutschland...das Land mit der höchsten Produktivität, der höchsten Exportquote, den höchsten Steuereinnahmen, mit der besten Ausbildung....wir müssen bis 67 arbeiten.....die Verlierer um uns herum gehen alle schon mit Anfang 60....meist schon Ende 50 in Voll-Rente. Scheinbar ist ja auch die zwangsverordnete Verjüngung der Gesellschaft durch Masseneinwanderung nach hinten losgegangen....die Fachkräfte entpuppten sich als als Analphabeten die schwer bis gar nicht in den Arbeitsmarkt...und schon ganz und gar nicht, in die Gesellschaft integrierbar sind. Ausbaden darf das der Deutsche Michel....bin gespannt wann die Rente mit 70 wieder auf den Tisch kommt....mit dem Rolator zur Arbeit fahren wird wohl unsere Zukunft werden....oder aber arm und nicht mehr arbeitsfähig zu Hause von H4 leben...bis 70 und dann in die Merkelsche Armutsrente. Ganz zu schweigen davon, dass sich die meisten Betriebe am liebsten schon von Mitarbeitern um die 50 trennen würden.

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Grrinch 30.10.2017, 07:59
15. Der optimale Rentner

Der optimale Rentner ist doch derjenige welcher gar keiner ist, sondern nach erhöhen des Renteneintrittsalter auf 75, bei der Arbeit tot umfällt. Ich schätze diesen traurigen, aber für die Industrie und das derzeitige Rentenmodell günstigsten, Fall würden einige Politiker ohne mit der Wimper zugucken unterschreiben.

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vomDeich 30.10.2017, 08:00
16. Rente mit 63?

Die geht nur bis Geburtsjahr 1952, danach jeweils steigend mit Abschlägen. Was soll immer diese fehlerhafte Formulierung "Rente ab 63", als wenn die Arbeitnehmer dann mal eben in Rente könnten.....

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vliege 30.10.2017, 08:02
17. Sind die denn alle "wahnsinnig"?

Besteuert die Big Player Steuervermeider a la Amazon, Google etc. endlich richtig, schliesst die Steuerschlupflöcher a la CUM ex und dergleichen und vor allem pampert die Politik zum Wohle der Wirtschaft die halbe Welt. Warum zahlen wir der Steuerzahler immer noch so etwas wie "Entwicklungshilfe" an China usw? Für mich persönlich sind das offizielle Schmiergeldzahlungen für Aufträge von dort. Zurück zum Thema: Wir sollen also immer länger arbeiten um oben genannte Eskapaden zu finanzieren? Spahn, der neue neoliberale 2.0 Heilsbringer der CDU hat seine manchmal verachtende Art gegenüber nicht seinesgleichen schon etliche Male in Talkshows gezeigt. Bei Hüther weiß man von wo der Hase läuft und wer ihn sponsert. In diesem Land müsste kein Rentner am Existenzminimum dahinvegetieren, Geld wäre wenn man es wollte genug da. Es fliesst lediglich in falsche Kanäle.

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stefanbodensee 30.10.2017, 08:02
18. Immer die gleichen Herrschaften ...

...die von der 'Frühverrentung' abraten - nämlich solche Politiker, die in Ihrer Laufbahn im echten Berufsleben gar keine oder nur wenig Zeit verbracht haben - und stattdessen früh im Staatsdienst standen oder am besten gleich in die Politik eingestiegen sind. Genau diese Herrschaften, die sich um das Thema Rente bzw. Pension nach frühestens vier Jahren Berufs-Politikertum praktisch keine Sorgen mehr machen müssen, raten immer wieder gern zu Arbeitszeitverlängerung, Spätverrentung und Rentenkürzungen. Ein Facharbeiter, der z.B. seit seinem 15ten Lebensjahr gebuckelt hat, freut sich auch irgendwann, wenn er nach 40 Jahren Arbeitszeit eventuell die Chance hat, sich ins wohlverdiente Rentnerleben zurückziehen zu dürfen - und nicht noch Jahre draufpacken muss, bis er dann noch mehr abgearbeitet gnädigerweise gehen kann. Wenn ich mir Herr Spahns Werdegang so ansehe, dann ist mir klar, dass er genau zu der Sorte Politiker gehört, von der ich oben rede. Wirklich gearbeitet hat er nicht allzu viel ...

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bandelier 30.10.2017, 08:05
19. Die Altersdiskussion ist verlogen,

denn in den Jobcentern tummeln sich immer noch gut qualifizierte Ingennieure etc., die mit 50+ keinen Arbeitsplatz mehr finden. Selbst bei einem Renteneintritt mit 63 könnte ein 50jähriger noch 13 Jahre produktiv arbeiten. Diese Tatsache wird von Politik und sogenannten Experten völlig ausgeblendet. Ich bin 70, kerngesund und fit und würde gern in meinem Beruf noch arbeiten können. Doch wo? Es wird uns etwas vorgegaukelt, das es in der Realität gar nicht gibt.

Es gab übrigens früher auch schon mal den Renteneintritt mit 63 für berufstätige Mütter. Damit wurde der harten Doppelbelastung der Frauen Rechnung getragen, die neben ihrer erfolgreichen Berufstätigkeit Kinder anständig grossgeliebt hatten. Eine reiche Gesellschaft sollte so etwas schaffen können. Die mangelnde Wertschätzung für abhängige Arbeit zeigt sich auch darin, dass Einkommen aus Arbeit höher besteuert wird als leistungslos erhaltenes Vermögen, z.B. durch Erbschaften. Und das alles nur, weil man das scheue Reh Kapital nicht verscheuchen will.

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