Forum: Wirtschaft
Vorläufiger Verzicht auf Autozölle: Trumps erratische Strategie
Krisztian Bocsi/ Bloomberg/ Getty Images

Der vorläufige Verzicht des US-Präsidenten auf die Verhängung von Autozöllen sollte niemanden beruhigen. Denn dahinter steht keine Einsicht - die Unsicherheit für die Autobauer bleibt.

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chrismuc2011 16.05.2019, 08:38
1.

Dann drohen den Europäern auf lange Sicht Chlorhühnchen, genmanipulierte Lebensmittel und Fracking Gas zu erhöhten Preisen. Denn eines ist für mich jetzt schon sicher. Deutschland wird einknicken.

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steveleader 16.05.2019, 08:51
2. Ignorieren aber vorbereiten

Herr Trump muss man dort packen wo es Ihm am meisten weh tut.
Er will und braucht Aufmerksamkeit.
Inzwischen weiß jeder wie er funktioniert.
Reden funktioniert nicht. Die USA sollte,bis zum Ende der Amtszeit von Herr Trump, erstmal in den „Kühlschrank“ gestellt werden. Genau beobachten und vorbereitet sein, aber ignorieren was verlangt wird. Ihm keine Bühne mehr bieten.
Herrn Trump muss man aussitzen.

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Alm Öhi 16.05.2019, 08:54
3. 7,5% gdp

Lieber SPON jeden Tag wird hier beschrieben dass die große Krise auf uns zukommt, aber die Autoindustrie inklusive der Zulieferer tragen nur zur 7,5% zu unserem deutschen Bruttosozialprodukt bei. Die restlichen 92.5% sind von der Automobilindustrie nicht betroffen.
Ergo wir haben keine Krise!
Das Problem ist dass die Automobilindustrie felsenfest denkt Sie wäre der wichtigste Industriezweig, aber leider ist das nicht der Fall.
Im Gegenteil seit Jahren ist klar das wir Überkapazitäten von 40% haben,
die abgebaut werden müssen. Leider wird durch das Kurzarbeitmodell diese Schweinerei von Steuerzahler subventioniert.

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s.l.bln 16.05.2019, 08:54
4. Das kann bereits...

...nach der Europawahl vorbei sein, wenn Trumps rechte Fürsprecher eine stärkere Position in der EU haben sollten. Evtl. war die Verschiebung Teil des Gespräches mit Orban, in der Hoffnung, daß genau das passiert.

Andererseits könnte die Zeit tatsächlich für Europa arbeiten. Sollten die Chinesen sich weiter unnachgiebig zeigen und die US Konjunktur sackt im Wahljahr ab, kann die EU ganz anders auftreten, weil dann klar ist, daß er sich einen weiteren Mißerfolg im Handelskonflikt nicht mehr leisten kann.
Trump ist zuzutrauen, daß er das Thema komplett "vergißt" sobald er merkt, daß es ihm schadet.
Haben wir zuletzt beim Moslembann und beim Mauerbau erlebt.
Der ist auf der Suche nach Opfern, nicht nach Gegnern.

Oder es kommt ganz anders. Der weiß morgens noch nicht, was er mittags twittern wird.

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isi-dor 16.05.2019, 09:00
5.

Mir hat noch kein Mensch erklären können, warum Trump in Autoimporten rechtmäßig eine Gefahr für die Nationale Sicherheit sehen darf und damit ohne Parlament eine diktatorische Entscheidung treffen darf. Das ist doch der Gipfel der Absurdität. Haben die USA überhaupt noch ein Parlament, oder regiert der "geliebte Führer" inzwischen komplett absolutistisch dort?

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Roland Bender 16.05.2019, 09:02
6. Ein wenig mehr Selbstbewusstsein bitte.

Der EU Markt ist deutlich größer als der amerikanische Markt. Wir sind nicht der "Gnade" von Donald Trump ausgeliefert. Es ist zwar richtig dass er wegen der postivien Handelsbilanz bei Gütern etwas leichteres Spiel hat aber spätestens wenn die EU das Thema Services mit in Bild bringt, wird es deutlich ungemütlicher für den Herren.

Die EU sollte entschlossen und klar die Folgen eines Handelskriegs klar machen und ihn - genau wie die Chinesen - durchfechten.

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Spiegelleserin57 16.05.2019, 09:07
7. vorsorgen ist die beste Therapie!

eigentlich kann die Autoindustrie von Glück reden. Der Artikel verbreitet mal wieder viel zu viel Panik.
Nun hat die Autoindustrie ZEIT neue Märkte zu erschließen und sich von Herrn Trump unabhängig zu machen.
Ein Gefahr sehe ich nicht sondern erkenne neue Chancen und diese Unabhängigkeit hat noch nie geschadet.
Die Karawane zeiht weiter unbeeindruckt der Tröterei.
Sicherheit werden das auch die Autobosse längst erkannt haben und die Firmen in den Staaten machen sowieso was sie wollen, egal was Herr Trump trötet. Wirtschaft nimmt auf Politik keine Rücksicht eher umgekehrt da die Wirtschaft immer die Macht hat und ganz schnell sich verlagern kann oder mal tausende Angestellte entlassen kann. Arbeitslose gibt es zu Hauf!

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sven2016 16.05.2019, 09:08
8. Deutschland sollte innerhalb der EU

den Austritt aus der NATO und die Schließung der amerikanischen Spionage- und Drohnenstützpunkte diskutieren.

Muss man ja nicht gleich realisieren. Aber alternative Strukturen ohne die USA und US-Rüstungsgüter sind denkbar.

Bisher hält die EU entweder still oder fügt sich den amerikanischen Forderungen. Das muss endlich wirkungslos gemacht werden.

Wenn Autozölle kommen, kommen sie eben. Aus Interesse der Autoindustrie andere Bereiche nachhaltig zu schädigen, bringt nichts.

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kajoter 16.05.2019, 09:08
9.

Eine Sache ist kaum erklärbar:
Trump kann seine gesamte Zollpolitik nur dadurch per Dekret durchziehen, weil angeblich die nationale Sicherheit gefährdet sei. Das kann man bei 5G noch gelten lassen, aber sicher nicht bei Autos oder chinesischen Haushaltswaren. Wieso schaltet sich der Kongress nicht in die Sache ein?
Die Demokraten unter Frau Pelosi sind in diesem wie in anderen Punkten kaum wahrnehmbar, obwohl Trump fast täglich Unvorstellbares produziert.
Wie wäre es mit einer "Pro Fakten-Kommission", die wöchentlich und öffentlich Trumps Lügen auflisten und richtigstellen?
Oder mit einem Schattenkabinett, das vor allem auf seinen außenpolitischen und umweltpolitischen Irrsinn reagiert?
Oder mit einem Untersuchungsausschuss, der sich mit Trumps mannigfaltigem Amtsmissbrauch beschäftigt?
Oder mit einer öffentlich einsehbaren Kostenliste, die Trumps häufige Flüge nach Florida nebst Nebenkosten aufzeigt?

Ein Präsident, der mehr Fehler und Unfug produziert, ist kaum vorstellbar, aber die Demokraten reagieren darauf derartig konventionell, zurückhaltend und so wenig publikumswirksam, dass man denken könnte, bei Trump handelte es sich um einen normalen Politiker. Falls sie nun noch Joe Biden aufstellen, könnte es tatsächlich zu einer Wiederwahl Trumps kommen.

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