Forum: Wirtschaft
Vorschläge der Euro-Gruppe: Der Katalog der Grausamkeiten
REUTERS

Eine Entscheidung gibt es in Brüssel noch nicht - dafür aber ein Positionspapier der Euro-Finanzminister. Es liest sich wie eine gewollte Demütigung Griechenlands.

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carlitom 12.07.2015, 21:29
130.

Zitat von foerster.chriss
Einige der Maßnahmen würden die Gläubiger in ihren eigenen Ländern wohl nicht umsetzen
Sehen Sie mal an, das ist überhaupt kein Maßstab: die Gläubigerländer sind nicht in der Situation Griechenlands. Sie sind nicht die Schuldner, sie sind nicht für die Misere der Griechen verantwortlich, sie sind nicht die Bittsteller, sie sind nicht bankrott. Was soll also der Vergleich?

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falco1001 12.07.2015, 21:30
131. Seltsame Bewertung

Der Autor hat wohl während der zahllosen Verhandlungen den roten Faden verloren. Griechenland hat die Bedingungen für die letzte Trance nicht erfüllt, es hat gegen alle Vereinbarungen verstoßen, keine Beleidigung gescheut, keinen Termin eingehalten, keine Idee vorgelegt, wie man nur so viel ausgeben will, wie man einnimmt. Und vor allem: es hat in 6 Monaten Null Komma nichts umgesetzt!
Und nun legen die Finanzminister mal einen Vorschlag auf den Tisch, der Hand und Fuß hat und gar nicht mal SO viel aus "Sparen" sondern zu einem großen Teil aus unvermeidbaren Reformen besteht.

Und nun stellt sich der Autor hin und sagt:
"das Papier liest sich, als wollten sie eine Einigung um jeden Preis verhindern".

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melladin 12.07.2015, 21:30
132. Demütigung?

Es wäre nie soweit gekommen, wenn Griechenland schon vor einem halben Jahr angefangen hätte, Reformen einzuleiten- souverän und im eigenen Tempo. Stattdessen hat man bis zum letzten Moment gepokert. Und jetzt wundert man sich, warum alles schnell gehen soll. Ja klar, weil man bereits ein halbes Jahr vertrödelt hat. Wie kann man denn hier jetzt von Demütigung sprechen??! Das ist pure Logik.

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udar_md 12.07.2015, 21:31
133. Sonntagsöffnung!?

Ich wohne zum Teil in London und zum Teil in Hannover. Ich habe es immer gehasst, dass die Geschäfte und Deutschland zu haben.
Seitdem ich auch in London wohne, genieße ich die schönen, ruhigen Sonntage in Hannover und hoffe, dass es in Deutschland weiterhin (ausgenommen touristische Ortschaften/Ziele) so bleiben wird.

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zvonimir 12.07.2015, 21:31
134. jetzt wird uns

gezeigt,wie man unter deutscher "Führung" die EU am besten an die Wand fährt, und die reden von Vertrauen.
Schäuble und Merkel verbreiten einen aus DDR-Zeiten bekannten Mief und bekommen dafür breite Zustimmung, denn wer zahlt schon gern.

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minimatz 12.07.2015, 21:32
135. wärs nur...

...die Pleite der Griechen, würde ich ja noch denken, dass man das in einem gemeinschaftlichen Kraftakt durch Hilfslieferungen erträglich abfedern kann.
Dieser Katalog kann unmöglich von den Griechen akzeptiert werden, selbst wenn das Parlament zustimmt. Die makroökonomischen und politischen Folgen eines solchen Vorgehens werden aber leider alle treffen.
Für den Zusammenhalt der Eurozone ist es 1 Minute vor 12, nicht 5 vor 12. Wenn sie auseinanderbricht, gewinnt keiner, denn das verursacht dann nicht nur gewaltige Kosten (weiter möchte ich gar nicht denken).

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Emderfriese 12.07.2015, 21:32
136. Bumm

Zitat von jupiter12
Wer das als Demütigung bezeichnet lebt in einer falschen Welt. Dies Vorschläge sind eine realistische Forderung für die nächsten Milliarden. Alles Andere wäre eine Erbsünde an unsere Nachkommen.
Offensichtlich sind hier doch sehr vielen Beitragsschreibern die Konsequenzen nicht klar, die das Papier der Euro-Group haben wird: Es wird knallen, und zwar überall. Morgen schon an den Börsen, dann in Griechenland. Weiter in den Verhältnissen der EU-Länder untereinander. Es wird dann zu Explosionen auch in Spanien und Portugal kommen... wer weiß, was alles in einem Feuerwerk von gegensätzlichen Interessen untergeht. Habt schon mal Angst!

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epigone 12.07.2015, 21:32
137. Ja, haben Sie!

Zitat von avalarion
Kann mir einer Erklären warum die Finanzminister so scharf aufs privatisieren sind? Außer dass Banken mehr Gewinne machen... Privatisierung bringt einmalig Geld, bei rentablen Zweigen mehr bei anderen fast nix Bei Privatisierungen von rentablen Zweigen bekommt man einmalig Geld, wenn man den Zweig behält hat man dauerhafte Einnahmen. Also gräbt man hiermit Einnahmen ab. Bei Privatisierungen von unrentablen Zweigen, gibts dann 2 Möglichkeiten: Schrumpfkur oder Zerschlagung und weiterverkauf von rentablen Zweigen der Rest wird geschlossen. Bei beiden Varianten entstehen Arbeitslose die höchstwahrscheinlich bei der aktuellen Arbeitsmarktlage in Griechenland keine Stelle finden werden und somit die griechischen Sozialkassen belasten werden... Ob diese Belastung der Sozialkassen kleiner ist wie die verluste der Zweige bezweifel ich Hab ich hier irgendwo einen Denkfehler?
Selbst in Deutschland mit seiner vielgerügten Effizienzdenke zeigt die öffentliche Hand immer wieder, wie verantwortungslos sie mit Steuergeldern umgeht. Darum haben z.B. Stadtwerke in öffentlicher Hand oft überhöhte Energiepreise und überbordende Personalapparate.

Nun übertragen sie mal unsere noch vergleichsweise weltmeisterlichen öfentlichen Strukturen auf GR und stellen sie sich mal vor, wie dort gearbeitet wird.

Und dazu ein Beispiel: Fraport (an der Börse in D aber ein deutsches Staatsunternehmen) wollte in GR die Regionalflughäfen kaufen, Mrd. investieren und um 2.000 Arbeitsplätze schaffen.

Jetzt raten sie mal, ob diese Investition unter Syriza abgesagt wurde oder nicht :-)))

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thinking_about 12.07.2015, 21:32
138. +++ 20:26 Regierungsvertreter:

Das Gespräch von Premier Alexis Tsipras mit Kanzlerin Angela Merkel und Staatspräsident Francois Hollande erinnere an "mentales Waterboarding", zitiert der britische "Guardian" einen "hohen Regierungsvertreter." Wer das sei, sagte der Brüsseler Korrespondent der Zeitung, Ian Traynor, allerdings nicht.
Entweder setze Griechenland noch in der kommenden Woche Reformen um, sei Tsipras gesagt worden. Andernfalls werde das Land die Eurozone verlassen und erleben müssen, wie seine Banken zusammenbrechen.

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minimatz 12.07.2015, 21:32
139. wärs nur...

...die Pleite der Griechen, würde ich ja noch denken, dass man das in einem gemeinschaftlichen Kraftakt durch Hilfslieferungen erträglich abfedern kann.
Dieser Katalog kann unmöglich von den Griechen akzeptiert werden, selbst wenn das Parlament zustimmt. Die makroökonomischen und politischen Folgen eines solchen Vorgehens werden aber leider alle treffen.
Für den Zusammenhalt der Eurozone ist es 1 Minute vor 12, nicht 5 vor 12. Wenn sie auseinanderbricht, gewinnt keiner, denn das verursacht dann nicht nur gewaltige Kosten (weiter möchte ich gar nicht denken).

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