Forum: Wirtschaft
Vorschläge der Euro-Gruppe: Der Katalog der Grausamkeiten
REUTERS

Eine Entscheidung gibt es in Brüssel noch nicht - dafür aber ein Positionspapier der Euro-Finanzminister. Es liest sich wie eine gewollte Demütigung Griechenlands.

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the lucky one 12.07.2015, 20:53
10. Wer demütigt wen?

Die Gläubiger "demütigen" nun Griechenland?

Hat nicht Griechenland schon die EU gedemütigt, als es über Lügen überhaupt erst seinen Euro-Einstieg möglich machte?

Griechenland hat bisher nichts verloren, nur profitiert - die EU hingegen schleppt ein Milliardengrab vor sich her.

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mimas101 12.07.2015, 20:54
11. Hmm, tja

Das sind keine Grausamkeiten sondern bitter notwendige und bisher durch die Griechen eher ähem verschlafene Sachen.

Jetzt muß im Eiltempo das erledigt werden was seit 5 Jahren immer wieder mal hätte durchgeführt werden müssen.
Teilweise sind es nur technische Sachen die zur Umsetzung eine gewisse Zeit brauchen, teilweise im Privatisierungen und anderen Strukturanpassungen wo den Griechen die Entscheidungsfreiheit pp sehr wohl gelassen wird.
Auch wird den Griechen aufgezeigt in welcher Richtung zu arbeiten ist.
Dabei darf man auch nicht vergessen das es seine Zeit dauert bis solche Gesetzesänderungen auch real greifen. Insofern gäbe es sowie wieder mal neues frisches Kredit-Geld im Vertrauen auf....

Insgesamt kann Griechenland noch gut bedient sein, die andere Altenative wäre eine Art Zwangsverwaltung durch Brüssel oder der komplette Rauswurf aus dem EWG-Geld.

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martha_rosentreter 12.07.2015, 20:54
12.

Jeder Hartz-IV-Empfänger, der Leistungen der Allgemeinheit beansprucht, muss "seine Hosen herunterlassen." Ob es sich dabei um eine Art der Demütigung handelt, vermag ich nicht abschließend zu beurteilen. Aber: Keiner wird gezwungen, die Leistungen in unter den gegebenen Bedingungen in Anspruch zu nehmen. Ähnlich dürfte es bei den Griechen sein, die offensichtlich mehr aber wollen als nur humanitäre Hilfe. Zu dringenden Strukturreformen ist man nicht bereit, das Geld der Gemeinschaft nimmt man jedoch gerne - so kann und wird Europa nicht funktionieren.

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tyxh 12.07.2015, 20:55
13. unfassbar

dagegen ist ja der Versailler Vertrag noch eine Freundschaftsanfrage ...
Offensichtlich wollen die Herrn (und Damen) in Brüssel lieber Europa und den Euro zerstören, als auch nur einen Millimeter ihrer seit 5 Jahren gescheiterten Rettungspolitik abzuwandeln ...
Ich hoffe auf das Mutterland der Demokratie; möge es standhaft bleiben, damit dieser Irrsinn ein Ende hat ...

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Stechrochen 12.07.2015, 20:55
14.

Die neoliberale Finanzmafia will die Tzipras-Regierung weg haben. Man möchte in GR wieder eine Nea Demokratia oder Pasok geführte Regierung sehen, die immer schön Männchen macht, und wenn Schäuble sagt "Spring!" nur noch fragt "Wie hoch?". Es kann und darf ja nicht sein, dass eine linke Regierung sich den Zwängen derjenigen widersetzt, die ein Interesse am griechischen Niedergang haben. Kein anderes Land hat von der GR-Krise so profitiert wie Deutschland. Auch und gerade finanziell. Das ist allerdings etwas, was man dem deutschen Wahlbürger natürlich verschweigt. Ohne die GR-Krise hätte Schäuble niemals eine "schwarze Null" im Haushalt hinbekommen. Er hat durch die in der Folge der Krise gesunkenen Zinsen auf deutsche Staatanleihen bisher nach Berechnungen mehrerer Wirtschaftsinstitute in der Größenordnung 80 Mrd. € an Zinszahlungen eingespart. Zudem ist bisher noch nicht ein einziger € von Deutschland tatsächlich nach GR geflossen. Alle Zahlen, die kursieren, sind lediglich KREDITABSICHERUNGEN im Fall eines Zahlungsausfalls, jedoch keine tatsächlich geflossenen Gelder. Aber auch das wird gerne verschwiegen. €-Politik ist eine Politik für die Banken und Eliten - nicht für die Bürger der Eurozone!

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hawe 12.07.2015, 20:56
15. jetzt

fängt SPON auch schon mit Demütigungen an.

Es ist für die Steuerzahler der anderen Länder mindestens genauso demütigend, daß sie sich für GR krumm machen müssen. Nachdem GR sehr unzuverlässig ist, muß die Umsetzung der Vorgaben nun einmal kontrolliert werden. Oder jeder Hartz4-Empfänger sieht erst dann Unterstützung, wenn alle relevanten Vermögenswerte aufgebraucht sind. Warum soll man das von GR nicht verlangen können?
Wer hat denn Finanzprobleme.
Man sollte es nicht demütigend nennen, sondern GR sollte mal die nötige Demut an den Tag legen und erkennen, daß andere nicht ständig für deren Schulden aufkommen können. So man einer würde sich schäbig vorkommen, wenn er 100.000 EUR auf dem Konto hat und auf Kosten anderer leben würde.

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kayakclc 12.07.2015, 20:57
16. Politische Träume?

Da ist einer nach Brüssel gereist, der mit eine Liste von viel weniger Grausamkeiten vor zwei Wochen angereist war, und zu Hause ein Referendum mit "Oxi" organisiert hat. Und jetzt soll er noch ein viel grausameres Paket zu Hause implementieren. Die Griechen füllen sich doch nicht ernst genommen. Was ist dann überhaupt eine Referendum wert? Das ist doch ein Politiktheater ohne sinn und verstand. Es geht wie immer mehr um persönliche Egos der Akteure, wer verliert und wer gewinnt. Am Ende steht ein Kompromiss, der das Land in ein größeres Desaster schickt als ein Grexit, weil er wieder auf politischen Illusionen und Luftschlösser gebaut ist. Die Realisten werden immer von den Visonären, an die Wand gedängt, die genau wissen: wenn das Desaster offenkundung ist, bin ich nicht mehr im Amt. Nur dieses mal werden wieder weiter 100Mrd verbrannt, weil die Grundvorraussetzungen, die Mentalität und die Verfassung des Staates in Griechenland völlig ignoriert werden. Wenn in Deuschland ein Koalition der Mutlosen regiert, vielleicht zeigen die Osteuropäer den anderen mal die rote Karte. Aber die werden wahrscheinlich von der Achse Paris-Rom-Berlin mit Geld ruhiggestellt.

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SK3112 12.07.2015, 20:57
17. Was bitte ...

Was bitte ist daran "demütigend"? Konkrete Umsetzungsschritte sind die Minimal*Voraussetzung* dafür, der griechischen Regierung überhaupt irgendetwas von dem abzukaufen, was sie wohlfeil zu Papier bringt. Wer glaubt denn allen Ernstes daran, griechische Versprechungen seien plötzlich etwas Wert? Zumal nach dem "Oxi" von vorf einer Woche!

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tobiash 12.07.2015, 20:57
18. Was für ein schwacher Artikel!

Immerhin war es Herr Tsipras, der die Troika aus dem Land geworfen hat, und zwar bei der Überwachung der Umsetzung ganz ähnlicher "Reformen" wie der jetzt von Tsipras angebotenen. Warum glaubt irgendjemand, dass die jetzt angebotenen Reformen umgesetzt werden? Spätestens wenn die Umsetzung ansteht kommt die Nazikeule und die Überwachungsinstitution fliegt raus. Unter dieser Prämisse liegt es an Griechenland, das Vertrauen wieder herzustellen.

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d-tr 12.07.2015, 20:57
19. Die Genugtuung des Wolfgang S.

Ein merkwürdiger Zufall ,dass das Positionspapier bzgl. "Grexit auf Zeit" genau heute aus der Schublade herausgezogen wurde. Ich bin auch kein Tsipras Fan, aber Die persönliche Rache des Wolgang S. Mit seinen 72 Jahren Ist schädlich für Europa und Deutschland

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