Forum: Wirtschaft
Vorschläge der Euro-Gruppe: Der Katalog der Grausamkeiten
REUTERS

Eine Entscheidung gibt es in Brüssel noch nicht - dafür aber ein Positionspapier der Euro-Finanzminister. Es liest sich wie eine gewollte Demütigung Griechenlands.

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WeißteBescheid 12.07.2015, 21:57
220. Stuss !

Zitat von Markus_____________
Unsere Regierung scheint die Lehren aus II. Weltkriegen immer noch nicht gelernt zu haben. So geht man in Europa nicht miteinander um. Man tritt nicht auf Wehrlose Volkwirtschaften die bereits am Boden liegen ein. Als Deutscher kann ich die Regierungsposition nicht gut heißen...
Häää ? Welche Konkurrenz aus GR meinen Sie ?
Bitte, bitte klären Sie und alle auf!!!

Kann mich nicht erinnern, dass die deutsche Autobilindustrie, der dt. Anlagen- und Maschinenbau, der dt. militärisch-industrielle Komplex, die dt. Chemie- oder Pharma-Industrie, die dt. Medizin-Technologie, die dt. Luft- und Raumfahrt-Industrie, die dt. IT-Branche oder gar der dt. Schiffsbau jemals Konkurrenz aus GR hatte? Merken Sie was? All das hat Griechenland gar NICHT!
Griechenland möchte aber so leben, wie ein Land, dass dies alles hat - und am besten auf Kosten anderer.
GR hat aber nicht Nichts. Nein, denn Griechanland ist ABSOLUTER WELTMARKTFÜHRER, was die Flotte der Erdöl-Tanker anbegeht und nach China und Dänemark hat GR die 3.-grösste Warentransport-Flotte der Welt (Container-Schiffe), Tendenz steigend! Nur wissen Sie, worin das Problem besteht? Diese "Industrie" taucht seit Jahrzehnten in KEINER griechischen Bilanz auf. Auch jetzt legt die Regierung kein "Reformpapier" vor, in welchem die Eigentümer (Reeder) dieser Seeflotte zur Beteiligung an der Staatsfinanzierung herangezogen werden.
Noch was: Falls Sie Arbeitnehmer sind und aus dem II. Weltkrieg Ihre Lehren gezogen haben, können Sie doch mit gutem Bsp. vorangehen und Ihren Chef (Arbeitgeber) davon versuchen zu überzeugen, der Belegschaft in Deutschland komplett zu kündigen (auch Ihnen ;-)), und seinen Betrieb nach GR umzusiedeln, um dort arbeitslose Griechen zu beschäftigen!
Merken Sie was ??

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rstevens 12.07.2015, 21:58
221.

Zitat von avalarion
Privatisierung bringt einmalig Geld, bei rentablen Zweigen mehr bei anderen fast nix Bei Privatisierungen von rentablen Zweigen bekommt man einmalig Geld, wenn man den Zweig behält hat man dauerhafte Einnahmen. Also gräbt man hiermit Einnahmen ab. Bei Privatisierungen von unrentablen Zweigen, gibts dann 2 Möglichkeiten: Schrumpfkur oder Zerschlagung und weiterverkauf von rentablen Zweigen der Rest wird geschlossen. Bei beiden Varianten entstehen Arbeitslose die höchstwahrscheinlich bei der aktuellen Arbeitsmarktlage in Griechenland keine Stelle finden werden und somit die griechischen Sozialkassen belasten werden... Ob diese Belastung der Sozialkassen kleiner ist wie die verluste der Zweige bezweifel ich Hab ich hier irgendwo einen Denkfehler?
Nein, außer halt, dass in verkrusteten Staatsstrukturen keine Veränderungen stattfinden. Das heißt, unrentable Staatsunternehmen bleiben dies auch auf sehr lange Sicht. Ja, die Privatisierungen werden erst mal arbeitslose verursachen. Danach gibt es aber immerhin die Chance auf sich vernünftig entwickelnde Wirtschaft. Wenn mit der Privatisierung auch noch Monopole fallen, um so besser. Dann gibt es auch wieder neue Arbeitsplätze.

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colonium 12.07.2015, 21:58
222. Versailler Vertrag für Griechenland

Ja, es handle sich auch um eine Demütigung, aber vor allem um eine Fortsetzung ,gemäß IWF, der völlig verfehlten Austeritätspolitik. Es scheint nur noch um Demütigung und Sieger und Verlierer und die Stammtische zu gehen, aber absolut nicht mehr um Wirtschaftskonzepte.

In Spanien und Portugal, aber auch in anderen EU Ländern, hat diese Austeritätspolitik zu Massenarbeitlosigkeit und Jugendarbeitslosigkeit geführt und in der Folge auch zum Erstarken radikaler politischer Kräfte. Dieses "Schäuble Diktat" wird diese Tendenz fördern.

Nach dem durch Deutschland verursachten verbrecherischen 2 Welkrieg hat man aus Versailles gelernt und Deutschland trotz der monströsen Verbrechen einen bedingungslosen 50% Schuldenschnitt gewährt. Übrigens mit Zustimmung Griechenlands.

Diese Weisheit hat Schäuble nicht. Er führt Europa erneut in eine Ära der Spaltung und dabei geht es nicht mehr um Geld, sondern um das Wiedererstarken des Nationalismus. Dieser Preis ist teurer als die "Griechenlandrettung"

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Berliner42 12.07.2015, 21:58
223.

Zitat von tyxh
dagegen ist ja der Versailler Vertrag noch eine Freundschaftsanfrage ...
Wieso das? Es wird nichts aus Griechenland abgezogen, sondern weiteres Geld reingepumpt und das mit einem Modernisierungsprogramm verbunden. Das mit Versaille zu vergleichen, ist geschichtsvergessener Blödsinn.

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digibkk 12.07.2015, 22:00
224. was soll daran

eine Demütigung sein? Warum setzen die Griechen ihre Vorschläge nicht von alleine um? Es geht um IHR Land! Warum brauchen sie erst das Geld oder Zusagen? Wie die kleine Kinder die ihr Zimmer nicht aufräumen wollen.
Sollte es zum Grexit und humanitäre Hilfen kommen, muss man in diesem Land EU Beamte in der Verwaltung einsetzen. Aber vielleicht haben mir ja Glück und werden GR und Merkel die Woche los. Bin dafür das wir dann dem Lafontaine und seiner Sarah eine Chance geben.

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jstm 12.07.2015, 22:01
225. Absurd?

Zitat von RalfHenrichs
Offensichtlich merkt nun endlich auch SPON, dass Schäuble u.a. nie eine Einigung mit Griechenland wollten sondern die Beseitigung einer demokratisch gewählten Regierung. Denn entweder nimmt Tsipras dies an und Syriza ist erledigt oder es kommt der Grexit. Es geht auch nicht um verlorenes Vertrauen. Die deutsche Regierung kann mit allen diktatorischen Länder Verträge eingehen, aber nicht mit einer demokratischen Linksregierung. Das ist schlicht absurd.
Die "diktatorischen Länder" wollen aber auch kein Geld von Deutschland geschenkt bekommen, ganz im Gegensatz zu der "demokratischen Linksregierung" in Griechenland. Insofern ist da gar nichts "absurd".

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Hello2 12.07.2015, 22:01
226.

Zitat von epigone
1. Das EK der Banken betrug um 3%. D.h., dass bei einem Zahlungsausfall die Einlagen bei den Banken, die 97 % der Aktiva betrugen, futsch gewesen wären. Und das sind Festgelder, Sparbücher, Pfandbriefe, Sichteinlagen etc. zahlloser Bürger und Unternehmen. 2. Im übrigen ist nur etwa ein Drittel der Hilfszahlungen nach GR zur Ablösung fälliger Schulden an die Banken gegangen. Rd. 220 Mrd. Euro an Gemeinschaftsgeldern dienten der Finanzierung des griechischen Haushaltes und der Auszahlung von Bargeld an die Griechen zwecks Kapitalflucht. Ohne jegliche Sachkenntnis pöbeln ist extrem peinlich -lassen sie's besser (oder wie Mao sagte: "Ohne Kenntnis kein Mitspracherecht")
dem kann ich nur zustimmen, von dieser Sorte gibt es jede Menge hier...keine Ahnung...und rumschwätzen...

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kasam 12.07.2015, 22:01
227. Das hört sich hart an,

aber wenn man bedenkt, das Griechenland kein Katasteramt oder ähnliches hat, kein funktionierendes Steueramt oder Finanzamt, die in der Lage sind Steuern einzuholen. Das ist keine Demütigung, das ist eine Staatsführung in der heutigen Zeit, um überhaupt als Staat zu überleben. Mit Luft und Liebe und griech. Wein allein geht es einfach nicht. Jetzt wird Griechenland aus dem Dornröschenschlaf geweckt und mault verschlafen durch die Gegend----Aber diese wichtigen Dinge hätte Griechenland in den letzten JAHREN einführen müssen. Ich denke die Regierungen in diesem Land haben ihren Staat geführt wie man einen Imbiss-Bude führt. Sorry, aber je mehr gemault wird, desto grösser ist die Verwunderung dafür, das die griech. Regierung überhaupt nicht in der Lage sind ihr Land zu führen, geschweige denn aus einer Krise zu lenken. Eine Firma mit so einem Vorstand oder Vorständen, wäre seit Jahren nicht mehr am Markt. Es hätte noch nicht mal den Sprung ins 21.te Jahrhundert geschafft. Also bitte---für 85 Milliarden Euro, sollte man diese Fritten-Bude zumindest in ein Restaurant mit guter Küche verwandeln können, sonst wird keiner auch nur 1 nen Cent geben, wie gesagt die Regierung sollte mal in die Puschen kommen. Diese haben jahre- lang ihre Bevölkerung gegen die Wand laufen lassen.
Im Prinzip müssten alle Regierungsleute ihr Gehalt zurück geben, da sie nicht für Griechenland gearbeitet haben, sondern nur für sich selbst.

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chris.seidel 12.07.2015, 22:04
228. Die Bild-Meute...

"Und die Bild-Meute jubelt. Die Fähigkeit zu Sympathie, also das Vermögen sich in die andere Seite hineinversetzen zu können dürfte in Deutschland völlig verloren gegangen sein."

... weiß zumindest, daß man das was Sie meinen als Empathie bezeichnet, und nicht als Sympathie.

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tallinn1960 12.07.2015, 22:04
229.

Zitat von einzigerwolpertinger
Tsipras wird doch nicht ernsthaft geglaubt haben, er könne 18 Finanzminister und Regierungschefs nach belieben strammstehen lassen und zusammenpfeifen. Jetzt kommt die Retourkutsche. Da hat er etwas für sein restliches Leben gelernt.
Ja, ganz sicher braucht ein Spitzenpolitiker eines EU-Landes Lehrstunden von Ihnen. Wer hier wen stramm stehen lässt, ist so offensichtlich, da kann man Meinungsbeiträge wie den Ihren nur noch als Satire anerkennen.

Als Schuldner ist man nun von Natur aus eine armselige Figur. Allerdings geht es bei den Griechenland-Schulden um etwas ganz anderes: um den Euro und seine Stabilität. Nur deswegen ist GR überhaupt Geld geliehen worden.

Die haben sich für uns, nicht für sich, verschuldet. IMHO wäre für die der Grexit schon von Beginn der Schuldenkrise die bessere Option gewesen. Aber das hätte ja das Vertrauen, die "wichtigste Währung", in den Euro zerstört.

Das ist nicht einfach, aber die Wahrheit. Sie können jetzt entscheiden, ob Sie es lieber einfach oder wahr haben wollen.

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