Forum: Wirtschaft
Vorschläge der Euro-Gruppe: Der Katalog der Grausamkeiten
REUTERS

Eine Entscheidung gibt es in Brüssel noch nicht - dafür aber ein Positionspapier der Euro-Finanzminister. Es liest sich wie eine gewollte Demütigung Griechenlands.

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so-oder-so 12.07.2015, 21:07
50.

Nicht zu vergessen: Die armen griechischen Lastwagenfahrer, die in Deutschland gestrandet sind (oder etwa doch nicht siehe SZ).

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avalarion 12.07.2015, 21:07
51.

Kann mir einer Erklären warum die Finanzminister so scharf aufs privatisieren sind?
Außer dass Banken mehr Gewinne machen...
Privatisierung bringt einmalig Geld, bei rentablen Zweigen mehr bei anderen fast nix
Bei Privatisierungen von rentablen Zweigen bekommt man einmalig Geld, wenn man den Zweig behält hat man dauerhafte Einnahmen. Also gräbt man hiermit Einnahmen ab.
Bei Privatisierungen von unrentablen Zweigen, gibts dann 2 Möglichkeiten: Schrumpfkur oder Zerschlagung und weiterverkauf von rentablen Zweigen der Rest wird geschlossen. Bei beiden Varianten entstehen Arbeitslose die höchstwahrscheinlich bei der aktuellen Arbeitsmarktlage in Griechenland keine Stelle finden werden und somit die griechischen Sozialkassen belasten werden... Ob diese Belastung der Sozialkassen kleiner ist wie die verluste der Zweige bezweifel ich

Hab ich hier irgendwo einen Denkfehler?

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spon-1288290858853 12.07.2015, 21:07
52. Gestärkte Verhandlungsposition durch Referendum

Na, das hat ja wohl nicht so toll geklappt, mit der Stärkung der griechischen Verhandlungsposition durch das Nein beim Referendum. Ich bin allerdings immer noch davon überzeugt, dass Tsipras in Wirklichkeit gar nicht im Euro bleiben will. Allerdings wollte er vorher einen kompletten Schuldenschnitt erreichen, bevor er leider durch die bösen Gläubiger dazu gezwungen wäre, gegen den Willen der Mehrheit der griechischen Bevölkerung, den Euro nach heroischem Kampf aufzugeben. Das scheint jetzt allerdings leider nicht zu klappen. Aber noch ist ja nichts verloren. Die Forderungen der Finanzminister werden sicher noch deutlich durch die Chefetagen abgemildert werden.

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Luna-lucia 12.07.2015, 21:08
53. ups, das ist ne ganze Menge!

wir fragen uns, ob zum 15. Juli, vielleicht die Jahreszahl ~ 2016/17 stehen soll? Und man das nur irgendwie nicht erwähnt hat? Denn wie soll in Tagen, vielleicht Wochen etwas per Anordnung umgesetzt werden können, das die ganze griechische "Mentalität", in Jahren nicht geschafft hat? Sind diese "Anordnungen" deshalb extra so gewählt worden, weil man weiß, dass Griechenland das niemals schaffen wird? Und was, wenn dann eine neue Regierung kommt? Die wieder alles auf Anfang stellen würde? Was dann? Es bleibt ein Schrecken ohne Ende für alle Beteiligten - von daher, besser ein Ende mit Schrecken - bis man sich erholt hat ...

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Pless1 12.07.2015, 21:08
54. Nicht demütigend, sondern notwendig

Das liest sich gut, man scheint auf einem konstruktiven Weg zu sein, den Griechen zu helfen ohne das Geld schon vorab sicher zu verbrennen. Das die Griechen Hilfe nicht nur Cash brauchen sondern insbesondere auch bei der Umsetzung ist doch mehr als klar.

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aleman61 12.07.2015, 21:08
55. wo sind

denn hier Grausamkeiten? Hört sich nach Modernisierung und Umsetzung längst fälliger Massnahmen und Richtlinien an. Ein bischen weniger Polemik SPON!!

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WwdW 12.07.2015, 21:08
56. Ein Römerzitat von Asterix und Obelix

Wäre ich griechischer Ministerpräsident würde ich der Troika ein Ei in Nest legen. Griechische Staatspleite und die hunderte Milliarden nicht mehr zurückzahlen und Null und Nichtig erklären. Sowie im Euro bleiben (das geht), den Vorschlag haben Finanzexperten aus London und New York schon beschrieben, auch wie die Banken rekapitalisiert werden können. Und damit wäre der Verlust für die Troika 100%.

Haben sie sich selbst zuzuschreiben, wenn sie so das Vertrauen der Griechen missbrauchen.

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franke2010 12.07.2015, 21:08
57. Wieso Grausamkeiten

Die Griechen haben das restl. Europa seit 5 Jahren und noch länger mit Grausamkeiten gequält.
Ich kenne dieses Papier nicht, aber ich bin mir sicher, dass nur das Notwendige darin steht.
Nochbesser wäre wenn dei Griechen den Exit wählen würden.
Diese Griechen sollen nicht soviel über den Schäuble herziehen, sondern lieber ihre Hausaufgaben machen.
Ausserdem sind die meisten Länder gegen die Vorschläge von diesem Tzipras (diesen Schauspiel-Politiker).
Dieser griechischen Regierung kann man nicht trauen.
Dies ist genauso wie bei Putin , erst hat er versichert die Krim nicht zu überfallen,
dann hat er es anektiert.

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wohlmein 12.07.2015, 21:09
58. Heute ist der 12.7., H. Schäuble. Frage: wann ist der 15.??

ZITAT:
Die ersten Maßnahmen müssten demnach schon bis 15. Juli in Gesetzesform gegossen werden.

Darunter sind die umstrittenen Reformen der Mehrwertsteuer und des Rentensystems. Darüber hinaus muss das Justizwesen reformiert, das griechische Statistikamt Elstat komplett unabhängig und "relevante Vorschriften" des Stabilitäts- und Wachstumspakts der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion umgesetzt werden. Auch die Europäische Bankenrichtlinie BRRD soll das griechische Parlament umgehend verabschieden.

Das sind die Maßnahmen, die das griechische Parlament nach Ansicht der Euro-Gruppe bis zum 15. Juli verabschieden muss - wohlgemerkt: erst einmal nur, um verlorenes Vertrauen wieder herzustellen. ENDE ZITAT

ABER ZUVOR AUF KOSTEN DER GRIECHEN DIE DEUTSCHEN UND FRANZÖSISCHEN BANKEN SANIEREN !

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JDR 12.07.2015, 21:09
59.

Die (derzeitige) griechische Regierung hat Zusagen, welche ihre Vorgänger als Bedingung für Hilfe akzeptiert hatten, zurückgezogen und umgesetzte Maßnahmen rückgängig gemacht. Jetzt bietet der Premierminister Maßnahmen an, für die er objektiv vom Volk mehrfach kein Mandat erhalten hat - im Gegenteil.

Es ist schon eine sehr romantisierte Sicht, nun die griechische Regierung als armen Jungen darzustellen, der gemobbt wird.

Tatsächlich sollte - wenn ein drittes Hilfspaket aufgelegt wird - in diesem der Grexit bereits verhandelt sein. Eine Nichterfüllung hätte dann klare Konsequenzen.

Natürlich sind die Maßnahmen hart. Aus einer neutralen Perspektive zu hart - wenn man, wie gesagt die Vorgeschichte ignoriert.

Tatsächlich wird man um ein 3btes Hilfsprogramm zur Förderung der kritischen Wirtschaften in Europa nicht herumkommen.

Die Vorschläge Schäubles werden in einer stark aufgeheizten Atmosphäre diskutiert. Rational betrachtet stellen sie Kompromisse dar, welche die tiefsten und breitesten Gräben zwischen "genug ist genug" und "aus Solidarität muss alles gehen" überbrücken.

Die Pläne schränken die Souveränität Griechenlands über seine Wirtschaft massiv ein. Das ist ein schwerer Brocken, den Athen da schlucken soll. Andererseits schränken sie eine Souveränität ein, welche das Land durch seine eigene Politik längst verloren hat. Und: Mehr Europa bedeutet weniger Souveränität. Griechenland braucht definitiv mehr Europa in seiner Wirtschaft.

Im übrigen spricht nichts dagegen, dass Athen die Zeit nutzt, eigene Theorien zusätzlich umzusetzen, um anschließend vor seine Partner zu treten und zu sagen: Seht her, das funktioniert. Die andere Maßnahme brauchen wir jetzt nicht mehr.

Nur: Es muss halt mehr sein, als ein Versprechen und eine Utopie.

Gemessen and dem Weg, auf welchem wir zur heutigen Lage gekommen sind, ist der Katalog hart, aber gerechtfertigt. Es wird an Athen liegen, zu beweisen, dass es besser arbeitet, als bisher und dann liefert es seinen Unterstützern auch die Munition, um zu sagen: Seht her, hier hat sich etwas geändert.

Dieses Angebot ist ein griechisches Versailles. Wichtig ist, dass man es nicht dabei belässt.

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