Forum: Wirtschaft
Vorschläge von Regierungskommission: So soll mehr Bauland frei werden
Julian Stratenschulte / DPA

Die Politik hat eine Wohnraumoffensive versprochen, doch für die braucht es vor allem mehr Bauland. Nun hat eine Kommission Empfehlungen dafür vorgelegt - unter anderem sollen Grundstückseigner zum Bauen gedrängt werden.

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blueshift774 03.07.2019, 18:51
90. Eben nicht...

Zitat von holzghetto
ich denke nicht "starr". Ich erwerbe heutzutage ein Grundstück mit dem ich mehr oder weniger machen kann was ich will. Ob ich es nun bepflanze, n Pferd drauf stelle oder garnix kann fast egal sein. Meine Eltern hatten damals Vorgaben bekommen: in x Jahren bebauen und max. 2 Stockwerke. Das sind die einzigen Beschränkungen die sie bekommen haben. Ihr Beispiel: Ich baue mir ein Haus auf einem Grundstück was mir nicht gehört. Irgendwann nach 30 Jahren ändert sich dieses Gesetz wieder und der Staat verkauft das Grundstück an irgendwen. Der meint dann zu mir: reissen sie ihr Haus ab ich will das Grundstück anders nutzen.
Ein Grundstück ist eine begrenzte Resource, die man nicht einfach mit einem Auto vergleichen kann. Es gibt Menschen, die sich kein Grundstück einfach kaufen können. Die sind dann irgend wann ausgeschlossen, weil es keinen Grund mehr gibt, weil alles privat ist. Sie sollten da mehr soziale Verantwortung haben, wie ich meine. Wenn Sie ein Grundstück pachten, dass Sie auch als privaten Fussballplatz zum Reiten nutzen wollen und dieses Grundstück ist für diesen Zweck vom "Souverän" - also der Gemeinde dafür ausgewiesen, dann können Sie das doch tun. Aber Sie können bei einem Pachtgrundstück eben keine Unterverpachtung und keinen Weiterverkauf mehr machen. Sie können damit nicht spekulieren. Außerdem hat die Gemeinde ein Recht, festzulegen, wo was gebaut und welche Flächen wie genutzt werden und nicht Sie als Privatperson. Das ist ein signifikanter Unterschied. Es kann privat getriebene Zersiedelung verhinden und gibt der Kommune mehr Möglichkeiten, den öffentlichen Verkehr und die Infrastruktur effizienter, damit energieärmer und kundenorientierter zu installieren. Denken Sie doch bitte auch darüber mal nach...

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blueshift774 03.07.2019, 18:55
91. Mit jedem Grundstück...

Zitat von holzghetto
ich denke nicht "starr". Ich erwerbe heutzutage ein Grundstück mit dem ich mehr oder weniger machen kann was ich will. Ob ich es nun bepflanze, n Pferd drauf stelle oder garnix kann fast egal sein. Meine Eltern hatten damals Vorgaben bekommen: in x Jahren bebauen und max. 2 Stockwerke. Das sind die einzigen Beschränkungen die sie bekommen haben. Ihr Beispiel: Ich baue mir ein Haus auf einem Grundstück was mir nicht gehört. Irgendwann nach 30 Jahren ändert sich dieses Gesetz wieder und der Staat verkauft das Grundstück an irgendwen. Der meint dann zu mir: reissen sie ihr Haus ab ich will das Grundstück anders nutzen.
das von einer Kommune an Privat verkauft wird, wird die Allgemeinheit der Bürgerinnen und Bürger, die sich das nicht leisten können in ihren Nutzungsrechten enteigenet und eingeschränkt. Denken Sie darüber einmal nach...! Privates Grundeiegentum ist eine Enteignung!

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blueshift774 03.07.2019, 19:12
92. Das Scrum Team beginnt...

Zitat von dw_63
Abgesehen von ihrem Schrägstrich, der etwas anderes bedeutet, wie das was Sie es jetzt beschrieben haben, ist ihre Kernaussage, dass bei der Produktion die umweltgerechte Rückgewinnung aller Rohstoffe am Produktende berücksichtigt wurde. So einfach ist es. Nebenbei, bei Scrum steht am Anfang die durch den Productowner formulierten Vision, nicht die Testspezifikation, oder verwechseln Sie Sprints mit Methode. Ihre Kausalkette, Grundstückseigentum = Spekulation = Teuer = 80/20 blendet eben aus, dass in der Regel die Kommunen Neubauland ausweisen, eben jene Kommunen, die nach ihrem Model jetzt einen Erbpachtvertrag den Bauherren für das Grundstück geben. Wenn die Kommunen Spekulationsgewinne bei dem Verkauf machen, warum dann auch nicht beim Erbpachtvertrag? Warum ist immer der Erbpachtvertrag bei Ihnen so günstig? Abgesehen davon, Erbpachtverträge gibt es heute schon, warum werden die so wenig angewendet? Schon mal darüber nachgedacht? "Übrigends: Das 80/20-Verhältnis bei den Mietkosten ist ein Faktum, das SPON vor einigen Wochen berichtet hat." Ich glaube nicht, dass SPON es so geschrieben hat, wie Sie es hier vortragen. Das fängt schon mal alleine bei der Tatsache an, dass umbauter Raum je nach Ausstattung von den Kosten differiert, geht weiter dahin, dass Grundstücke abhängig von Lagen unterschiedlich teuer sind (egal ob Spekulation oder nicht), und endet in der einfachen Tatsache, dass auf ein und dem selben Grundstück ein Einfamilienhaus hingestellt werden kann, oder ein zehnstöckiges Wohnhaus. Während der Preis für das Grundstück gleich bleibt, wird das Einfamilienhaus von den Herstellungskosten in der Regel günstiger sein, wie das zehnstöckige Wohnhaus, ergo das Verhältnis ist ein anderes.
im Sprint auch mit Testanforderungen, damit beim Sprint Review Meeting auch ein getestetes Produkt vorzeigbar ist. Der Mietkosten-Anteil von 80% auf Grundstückspekulation gegenüber den Neubaukostenanteil von 20% wurde in SPON in einem Forum des SPON-Redaktionsteam beschrieben. Sie finden es in SPON. Sie können auch die Recherchen zur Spekulation von Grundstücken bei Monitor oder ähnlichen TV-Sendungen nachverfolgen. Der größte Eigner von privaten Grundstücken - weltweit - ist z.B. Black Rock. Die gesamte Bauplanung und Gestaltung der Kommunen ist ja parktisch "ausgehebelt".
Die Stadt Wien z.B. hat Bauland für Investoren ausgewiesen, allerdings mit einer Regel. Auf mindestens 60% der Fläche müssen Neubauwohnungen zu einem Netto-Mietpreis von 5 Euro/qm angeboten werden. Das ergibt dann 70-qm Wohungen mit einer Kaltmiete von 350 Euro monatlich. So sieht soziale Verantwortung aus. So kann man auch gehobene Sozialwohnungen durch private Investoren bauen lassen. Und wenn die nicht wollen, nun ja, dann baut die Stadt Wien diese Wohnungen. Das drückt dann die Mietpreise effektiv. Du bist also "als Privater sozial dabei" oder du bist raus. So einfach ist das!

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holzghetto 03.07.2019, 19:19
93. @ blueshift774

gut sie haben nicht verstanden was ich geschrieben habe. Vielleicht sollten sie nochmal nachlesen was damals meinen Eltern auferlegt worden ist. Auch Autos sind endlich, irgendwann gibt es dafür keine Rohstoffe mehr weil alle verbraucht sind. Ein sehr dummer Vergleich. Und was ich schon schrieb: ich kann nix machen aber der Grundstückseigentümer, also der Staat kann es machen und ich als Hausbesitzer ohne Grundeigentum kann dagegen nix tun. Hören sie bitte auf mit irgendwelchen Parolen hier um sich zu werfen sondern lesen sie sich die Antworten auf ihre Beschwörungen mal richtig durch. Nochmals: so wie sie denken wie es laufen sollte ist DDR2.0

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dw_63 03.07.2019, 19:58
94. Heuschrecken

Zitat von blueshift774
im Sprint auch mit Testanforderungen, damit beim Sprint Review Meeting auch ein getestetes Produkt vorzeigbar ist. Der Mietkosten-Anteil von 80% auf Grundstückspekulation gegenüber den Neubaukostenanteil von 20% wurde in SPON in einem Forum des SPON-Redaktionsteam beschrieben. Sie finden es in SPON. Sie können auch die Recherchen zur Spekulation von Grundstücken bei Monitor oder ähnlichen TV-Sendungen nachverfolgen. Der größte Eigner von privaten Grundstücken - weltweit - ist z.B. Black Rock. Die gesamte Bauplanung und Gestaltung der Kommunen ist ja parktisch "ausgehebelt". Die Stadt Wien z.B. hat Bauland für Investoren ausgewiesen, allerdings mit einer Regel. Auf mindestens 60% der Fläche müssen Neubauwohnungen zu einem Netto-Mietpreis von 5 Euro/qm angeboten werden. Das ergibt dann 70-qm Wohungen mit einer Kaltmiete von 350 Euro monatlich. So sieht soziale Verantwortung aus. So kann man auch gehobene Sozialwohnungen durch private Investoren bauen lassen. Und wenn die nicht wollen, nun ja, dann baut die Stadt Wien diese Wohnungen. Das drückt dann die Mietpreise effektiv. Du bist also "als Privater sozial dabei" oder du bist raus. So einfach ist das!
Ihr Sprint Review ist eine Retrospektive, ihr Testplan nennt sich Story.

Aber egal, von Erbbaupacht, über angeblich leerstehenden Wohnraum in Frankfurt, über eine 80/20 Regel, Millionen von suchenden armen Mietern hin zu Wiener Wohnungsbaugestzen. Scrum und Co.

Es war für mich schwer nachzuvollziehen, was Sie eigentlich wollen, aber bei den Heuschrecken wie eine Vonovia bin ich bei Ihnen.

Nur, wenn Sie dasEigentum an Grund verbieten wollen, werden Sie nicht das Problem lösen, dann bauen die eben auf Erbpachtgrundstücken ihre Häuser.

Wenn, dann muss es an das Geschäftsmodell dieser Heuschrecken, über das muss diskutiert oder durch die Politik gehandelt werden, aber bitte nicht wieder alle Vermieter.

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interessierter Laie 03.07.2019, 20:04
95. alter Hut...

Zitat von blueshift774
im Sprint auch mit Testanforderungen, damit beim Sprint Review Meeting auch ein getestetes Produkt vorzeigbar ist. Der Mietkosten-Anteil von 80% auf Grundstückspekulation gegenüber den Neubaukostenanteil von 20% wurde in SPON in einem Forum des SPON-Redaktionsteam beschrieben. Sie finden es in SPON. Sie können auch die Recherchen zur Spekulation von Grundstücken bei Monitor oder ähnlichen TV-Sendungen nachverfolgen. Der größte Eigner von privaten Grundstücken - weltweit - ist z.B. Black Rock. Die gesamte Bauplanung und Gestaltung der Kommunen ist ja parktisch "ausgehebelt". Die Stadt Wien z.B. hat Bauland für Investoren ausgewiesen, allerdings mit einer Regel. Auf mindestens 60% der Fläche müssen Neubauwohnungen zu einem Netto-Mietpreis von 5 Euro/qm angeboten werden. Das ergibt dann 70-qm Wohungen mit einer Kaltmiete von 350 Euro monatlich. So sieht soziale Verantwortung aus. So kann man auch gehobene Sozialwohnungen durch private Investoren bauen lassen. Und wenn die nicht wollen, nun ja, dann baut die Stadt Wien diese Wohnungen. Das drückt dann die Mietpreise effektiv. Du bist also "als Privater sozial dabei" oder du bist raus. So einfach ist das!
das gibt es in Deutschland auch in vielen Kommunen. Es bewirkt allerdings, dass diejenigen Wohnungen, die NICHT unter die 5 EUR-Regel fallen, sehr viel teurer werden - sie werden nämlich gezwungenermaßen zur Subventionierung herangezogen. Und - jetzt mal ein klein wenig zynisch: Diese Mieter bringen dem ganzen Gemeinwesen Stadt nichts - im Gegenteil. Die ganze tolle Infrastrukturen, die Großstädte so attraktiv machen, kosten auch Geld. Wovon will eine Stadt (wie Berlin und Bremen) das bezahlen, wenn 60 Prozent ihrer Bürger quersubventionierte Mieten und kaum Steuern zahlt. Bevor Thilo Sarrazin völlig abgedreht ist, hat er als Finanzsenator von Berlin genau das benannt - und zwar zu Recht. Berlin hat durch die vielen Transfereinkommensbezieher ein Einnahmen- und ein Ausnahmenproblem. Und dasselbe gilt für viele weitere Großstädte. Klar könnten die Städte theoretisch auch selber Wohnungen bauen und günstig (unter Kosten) anbieten, aber wer bezahlt das? In den Kassen herrscht Ebbe.

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