Forum: Wirtschaft
Vorsorge für Finanzkrise: Euro-Finanzminister einigen sich auf stärkeren Rettungsschi
STEPHANIE LECOCQ/EPA-EFE/REX

Knapp 16 Stunden haben die Euro-Finanzminister in Brüssel getagt, die Ergebnisse sind dünn. Verständigt hat sich die Runde vor allem auf nächste kleine Schritte, um die Währungsunion der Eurozone gegen Krisen zu wappnen.

goethestrasse 04.12.2018, 12:22
1. Unrealistisch

Solange die umlaufende Geldmenge nicht verkleinert wird, sind die 50 Milliarden bis 2024 ein Witz.

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gldek 04.12.2018, 12:31
2. Nicht-Euro-Staaten außen vor

Die horrende Verschuldung der Euro--Staaten ist doch ein Problem der gesamten EU.
Deshalb ist es unverständlich, dass die Nicht-Euro-Staaten bei den Haftungsrisiken weitgehend aussen vor bleiben. Der letzte Satz des Beitrags "Geldinstitute hierzulande fürchten, im Krisenfall haften zu müssen." ist dann wieder mal eine Komplett-Verdrehung der Tatsachen: Es sind unsere Sparguthaben, Lebensversicherungen, Betriebsrenten, private Altersvorsorge, usw. die im Krisenfall im Feuer stehen.

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euro-paradies 04.12.2018, 12:41
3. Und es geht mit Riesenschritten Richtung Transferunion.

Deutschlands Regierung schröpft seine Steuerzahler und verteilt deren Geld großzügig und gerne an die ClubMed-Staaten mit wesentlich vermögenderen Bürgern als die in Deutschland. Und das ist die Solidarität dieser Euro-Gruppe. No-Bail-out - jeder ist für seine Schulden verantwortlich?

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Herr Bayer 04.12.2018, 12:42
4. Jetzt können die Banken

pleite gehen, da Deutschland endlich die Einzugsermächtigung erteilt hat.

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syracusa 04.12.2018, 13:41
5.

Zitat von gldek
Der letzte Satz des Beitrags "Geldinstitute hierzulande fürchten, im Krisenfall haften zu müssen." ist dann wieder mal eine Komplett-Verdrehung der Tatsachen: Es sind unsere Sparguthaben, Lebensversicherungen, Betriebsrenten, private Altersvorsorge, usw. die im Krisenfall im Feuer stehen.
Das ist Unsinn, wenn Sie nicht zum Kreis der Merz-Millionäre gehören. Das Medianvermögen deutscher Bürger beträgt gerade mal gute 17.000 Euro, liegt also weit unterhalb der auch im Krisenfall gesicherten Einlage. Wenn, dann sind nicht "unsere" Sparguthaben usw gefährdet, sondern nur die der reichsten 5% der Bürger. Die müssten einfach höhere Steuern bezahlen, und schon wären auch sie weniger gefährdet.

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kalim.karemi 04.12.2018, 16:02
6. gute Idee

Zitat von syracusa
Das ist Unsinn, wenn Sie nicht zum Kreis der Merz-Millionäre gehören. Das Medianvermögen deutscher Bürger beträgt gerade mal gute 17.000 Euro, liegt also weit unterhalb der auch im Krisenfall gesicherten Einlage. Wenn, dann sind nicht "unsere" Sparguthaben usw gefährdet, sondern nur die der reichsten 5% der Bürger. Die müssten einfach höhere Steuern bezahlen, und schon wären auch sie weniger gefährdet.
noch besser, jeder gibt sein Vermögen über 17k€ direkt beim Staat ab, dann herrscht endlich in Ihrem Sinne Gerechtigkeit und die großartigsten Regierungen in Berlin und Brüssel, wissen doch eh was für uns am besten ist, mit Geld können sie sicher auch viel besser umgehen als der dumme Bürger.

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matt4866 04.12.2018, 17:14
7. Mal auf die Geldmenge, Targetsalden und Zentralbankbilanz schauen

Die Massnahmen sind ein Treppenwitz.
Bis Oktober hat die EZB für 30 Mrd. Euro je Monat Anleihen gekauft, die das Papier nicht wert sind. Jetzt nur noch 15 Mrd je Monat. Nur noch!
Jede "Gegenmassnahme" muss aufgrund der gewaltigen Schulden, die zur Bekämpfung der Schuldenkrise neu gemacht worden sind, lächerlich erscheinen.

Die Frage ob das nur Reiche, oder alle betrifft ist auch lächerlich: Die Einlagenhaftung/-absicherung ist ein wichtiges, aber ganz sicher nicht das wichtigste Element. Wenn die Einlagensicherung gebraucht wird, werden die Zahlungsfähigkeit Deutschlands, die Banken, und die Wirtschaft insgesamt schwer belastet sein. Das wird jeden betreffen.

Durch langsame Erhöhung der Zinsen, Beendigung der Kaufprogramme (wie in den USA) kann man ggf. das schlimmst verhindern...

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