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Vorsorge: Wenn aus den Problemen Ihrer Versicherung Ihre Probleme werden
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Ob Alter oder Gesundheit: Wer eine lang laufende Versicherung abschließt, braucht einen finanziell stabilen Versicherer. Nun haben die Unternehmen erstmals Zahlen dazu veröffentlicht - doch was nutzen sie? Ein Leitfaden.

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Champagnerschorle 27.05.2017, 11:27
1. man muß ihn einfach mögen

Herr Tenhagen, keiner geizt mehr mit Ahnung als Sie. Wer gestern heute und morgen glaubt, bei einem Versicherer im Bereich "Leben" ist billig gleich gut und sicher, dem ist schlicht nicht zu helfen. Natürlich weiß keiner, was in 60 Jahren ist. Gedankenspiel:
A hat 1 Mio. Cash. B hat nichts und C hat nur Schulden weil er ein Auto fährt, daß er sich offensichtlich nicht leisten kann.
In 60 Jahren bekommen Sie 50% von dem, was A, B oder C dann besitzt, Sie müssen nur heute wählen, wen Sie wählen und A verlangt die höchsten Beiträge, B und C entsprechend weniger - aber das ist, wie jeder der mit Geld umgehen kann bemerkt, an dieser Stelle auch schon egal...

Schon komisch, Herr Tenhagen. Selbst Ihnen sollte "Lage, Lage, Lage" geläufig sein. Bei Versicherungen soll das plötzlich nicht gelten?

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tatsache2011 27.05.2017, 12:48
2. GKV statt PKV

Die gesetzliche Krankenversicherung ist mit der Umlagefinanzierung sicherer als die private,
ist eine Schlussfolgerung aus
"wenn Sie mit 30 Jahren eine private Krankenversicherung abschließen, müssen Sie mit 60 Jahren Laufzeit kalkulieren.
Falls der Versicherer mit seinem Geld nicht mehr klarkommt, wird er die Beiträge erhöhen. ...
Die schlichte Wahrheit lautet:
Wenn Sie die nicht mehr bezahlen können,
wird aus dem Problem des Versicherers Ihr Problem."

Anders bei der GKV, wenn das Einkommen sinkt, sinken die Beiträge.
Also beinhaltet die GKV zusätzlich eine Versicherung gegen niedriges Einkommen. Ein sinnvoller Vorteil.

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dingstabumsta 27.05.2017, 13:07
3. Es gibt nur...

KFZ, Haftpflicht und -Hausratversicherungen! Alles andere ist ein Minusgeschäft.
Wozu eine Lebensversicherung, die schon lange nix mehr bringt? Wozu die Bonis an den Vertretern der Versicherungen zahlen, anstatt dass jeder Euro von anfang an in die Altersvorsorge fließt? Mit 50 eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen ist zu Teuer.....
Nein, die o.G. drei Versicherungen reichen völlig aus...alles andere so scheint mir, ist reiner Betrug an den Versicherungsnehmer.
Zur Vermögensbildung und Absicherung sollte man dann andere möglichkeiten nutzen, aber kein Versicherer wird dazu jemals von mir einen Euro sehen.

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radler2 27.05.2017, 13:58
4. Substanz...

Bin ich blind oder gibt es keinen einzigen Verweis im Artikel zu der besagten Liste? Die wär ja nun mal interessant, oder?
Oder gibt es den Link nicht, weil die Aussage aus der Liste nach bisherigem Kenntnisstand zu schwammig ist? Wozu dann der Artikel?
Bin jetzt weniger schlau als vorher.

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montecristo 27.05.2017, 14:44
5. Merksatz

Altersvorsorge ist keine Versicherung!

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karljosef 27.05.2017, 15:29
6. Altersvorsorge ist die Absicherung des Staates

Zitat von montecristo
Merksatz: Altersvorsorge ist keine Versicherung!
gegenüber Forderungen von Langzeitarbeitslosen and die Arbeitsagentur.

Es gibt dann eben kein HartzIV, bis diese Vorsorge nachgewiesenermaßen bis auf ein absolut lächerliches Minimum aufgebraucht worden ist.

ZYNISMUS OFF

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Pusteblume68 27.05.2017, 16:27
7. Bloß nicht genau hinsehen...

Wenn man zu genau hinsieht, könnte einem nur schwindelig werden. Ohne Übergangsfristen wäre ein großer Teil der Branche nicht mehr solvabel. Man rate mal, wer das bezahlt, dass sich das ändert... die Aktionäre oder die Kunden? Und Solvency schützt vor dem 200-Jahre-Ereignis (Tenhagen erwähnt das als Umschreibung für das 99,5%-Quantil, auch wenn das nicht ganz das gleiche ist)? Umgekhrt geht dann jedes zweihundertste Unternehmen jedes Jahr kaputt? Das ist eine akzeptable Sicherheit? Aber gut, man muss sich da keine Sorgen machen, das überragende Risiko ist ja das Kapitalanlagerisiko. Insofern, wenn da was schlimmes passiert, dann geht vermutlich die halbe Branche zugleich baden. Ich mein, was sagen denn die Modelle, wie viele 200-Jahre-Ereignisse wir auf dem Kapitalmarkt in den letzten 20 Jahren gesehen haben? Drei? Vier? Naja, kommt ja aufs Modell an... Aber solange der Staat die Banken rettet und damit auch den Versicherern hilft, denn die haben viel Geld bei Banken (und Staaten) angelegt, ist ja alles prima. Insofern, da hat Tenhagen Recht, am Ende muss man sich auf den Staat verlassen, und wenn der versagt, verlässt er sich auf den Steuerzahler. Und warum gab es dann eigentlich so viel Deregulierung im Versicherungssektor, wenn ich jetzt wieder lesen muss, dass ich mich auf die Regulierung durch die - dafür übrigens völlig unterbesetzte - BaFin verlassen soll? Wie gesagt, nicht so genau hinschauen. (Nur leider wird man ja durchs Kaputtmachen der gesetzlichen Rente gezwungen. Nächste Etappe...Nahles-Rente. Alle Risiken auf den Versicherten... das ist übrigens einer der Haupteffekte von Solvency II, die Versicherer wälzen Risiken ab, am liebsten auf die Kunden... also kauft Fondsversicherungen! Warum man dann nicht direkt bei der Hausbank Fondsanteile kauft? Ach so, wir müssen ja alte Geschäftsmodelle der Versicherer am Leben erhalten... da hat ein Vorposter schon Recht... außer echten Risikoversicherungen braucht man das alles gar nicht...)

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exilator_ 27.05.2017, 17:17
8.

Die einzigen Zahlen die sicher sind, sind die Zahlen von Bargeld unter dem Kopfkissen und die Goldbarren im Tresor. Wer glaubt, dass irgend jemand der Gewinne machen muss seine Begehrlichkeiten nicht auf das Geld der Zahler richtet ist dumm.


exilator

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karl-felix 27.05.2017, 19:15
9. Die

Zitat von tatsache2011
Die gesetzliche Krankenversicherung ist mit der Umlagefinanzierung sicherer als die private, ist eine Schlussfolgerung aus "wenn Sie mit 30 Jahren eine private Krankenversicherung abschließen, müssen Sie mit 60 Jahren Laufzeit kalkulieren. Falls der Versicherer mit seinem Geld nicht mehr klarkommt, wird er die Beiträge erhöhen. ... Die schlichte Wahrheit lautet: Wenn Sie die nicht mehr bezahlen können, wird aus dem Problem des Versicherers Ihr Problem." Anders bei der GKV, wenn das Einkommen sinkt, sinken die Beiträge. Also beinhaltet die GKV zusätzlich eine Versicherung gegen niedriges Einkommen. Ein sinnvoller Vorteil.
gleiche Sicherheit bietet die gesetzliche Rentenversicherung.
Da sind die Zeiträume ggf. noch länger Ein Wahnsinn von Rot-Grün , da so rum zu stümpern mit Riester, Maschmeyer und .Co.
Optimal war die frühere Lösung: ges.Rentenversicherung mit der Möglichkeit der Höherversicherung. Dann konnte jeder noch privat machen was er wollte. So kamen wir zur reichsten Rentnergeneration aller Zeiten und dem Fremdwort " Altersarmut "..

Aus Sicht der Gerechtigkeit und der sozialen Sicherheit ist es schon gut, dass rot-grün im Herbst keine Chance hat. Das Problem ist nur, dass man schwarz-gelb nicht von einer BürgerKversicherung überzeugen kann .

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