Forum: Wirtschaft
Vorsorge: Wenn aus den Problemen Ihrer Versicherung Ihre Probleme werden
Getty Images/ Maskot

Ob Alter oder Gesundheit: Wer eine lang laufende Versicherung abschließt, braucht einen finanziell stabilen Versicherer. Nun haben die Unternehmen erstmals Zahlen dazu veröffentlicht - doch was nutzen sie? Ein Leitfaden.

Seite 2 von 3
exilator_ 27.05.2017, 19:31
10.

Zitat von sogehtdasnicht
Wenn man zu genau hinsieht, könnte einem nur schwindelig werden. Ohne Übergangsfristen wäre ein großer Teil der Branche nicht mehr solvabel. Man rate mal, wer das bezahlt, dass sich das ändert... die Aktionäre oder die Kunden? Und Solvency schützt vor dem 200-Jahre-Ereignis (Tenhagen erwähnt das als Umschreibung für das 99,5%-Quantil, auch wenn das nicht ganz das gleiche ist)? Umgekhrt geht dann jedes zweihundertste Unternehmen jedes Jahr kaputt? Das ist eine akzeptable Sicherheit? Aber gut, man muss sich da keine Sorgen machen, das überragende Risiko ist ja das Kapitalanlagerisiko. Insofern, wenn da was schlimmes passiert, dann geht vermutlich die halbe Branche zugleich baden. Ich mein, was sagen denn die Modelle, wie viele 200-Jahre-Ereignisse wir auf dem Kapitalmarkt in den letzten 20 Jahren gesehen haben? Drei? Vier? Naja, kommt ja aufs Modell an... Aber solange der Staat die Banken rettet und damit auch den Versicherern hilft, denn die haben viel Geld bei Banken (und Staaten) angelegt, ist ja alles prima. Insofern, da hat Tenhagen Recht, am Ende muss man sich auf den Staat verlassen, und wenn der versagt, verlässt er sich auf den Steuerzahler. Und warum gab es dann eigentlich so viel Deregulierung im Versicherungssektor, wenn ich jetzt wieder lesen muss, dass ich mich auf die Regulierung durch die - dafür übrigens völlig unterbesetzte - BaFin verlassen soll? Wie gesagt, nicht so genau hinschauen. (Nur leider wird man ja durchs Kaputtmachen der gesetzlichen Rente gezwungen. Nächste Etappe...Nahles-Rente. Alle Risiken auf den Versicherten... das ist übrigens einer der Haupteffekte von Solvency II, die Versicherer wälzen Risiken ab, am liebsten auf die Kunden... also kauft Fondsversicherungen! Warum man dann nicht direkt bei der Hausbank Fondsanteile kauft? Ach so, wir müssen ja alte Geschäftsmodelle der Versicherer am Leben erhalten... da hat ein Vorposter schon Recht... außer echten Risikoversicherungen braucht man das alles gar nicht...)
2002, als Eichel die Rentner mit 1,5 Mrd zur Kasse bat, erhielten in der gleichen Bundestagssitzung die Lebensversicherer, allen voran die Allianz, eine Steuersubvention von 6 Mrd. Euro. Und die wurden immer verlängert. Ohne diese Subvention wären alle, auch die grössten der Branche bereits pleite.

exilator

Beitrag melden
Nebhrid 27.05.2017, 21:52
11. Altersarmut

wird ein drängendes Problem werden,
Besser Situierte wird es eher streifen.
"Geringverdiener", Menschen die auf H4 angewiesen sind, werden ohne Ausweg sein.
Wird interessant sein zu sehen wie der "Rechtsstaat" reagieren wird.
Die Medien schweigen sowieso alles tot.
Auch der Beitrag wird nicht Sehbar sein.

Beitrag melden
Filsbachlerche 28.05.2017, 00:09
12. Ja, wo ist

Zitat von radler2
Bin ich blind oder gibt es keinen einzigen Verweis im Artikel zu der besagten Liste? Die wär ja nun mal interessant, oder? Oder gibt es den Link nicht, weil die Aussage aus der Liste nach bisherigem Kenntnisstand zu schwammig ist? Wozu dann der Artikel? Bin jetzt weniger schlau als vorher.
der Link auf die Liste?
Ohne einen solchen Verweis ist das Ganze nur Geschwafel.

Beitrag melden
Filsbachlerche 28.05.2017, 00:13
13. Interessant!

Zitat von exilator_
2002, als Eichel die Rentner mit 1,5 Mrd zur Kasse bat, erhielten in der gleichen Bundestagssitzung die Lebensversicherer, allen voran die Allianz, eine Steuersubvention von 6 Mrd. Euro. Und die wurden immer verlängert. Ohne diese Subvention wären alle, auch die grössten der Branche bereits pleite. exilator
Diese Information ist interessant. Und sehr aufschlußreich!
Die Kleinen wurden geschröpft, die Großen subventioniert. Ach, wie schön!

Beitrag melden
Champagnerschorle 28.05.2017, 09:16
14. interessant

Zitat von exilator_
2002, als Eichel die Rentner mit 1,5 Mrd zur Kasse bat, erhielten in der gleichen Bundestagssitzung die Lebensversicherer, allen voran die Allianz, eine Steuersubvention von 6 Mrd. Euro. Und die wurden immer verlängert. Ohne diese Subvention wären alle, auch die grössten der Branche bereits pleite. exilator
Die Versicherungen haben direkt Geld vom Bund bekommen?
Diese Geld bekommen Sie heute noch?
Wenn man diese jährliche Überweisung aus der GuV heraurausrechnet, dann sind die Versicherungen Ihrer Meinung nach "Pleite" - echt jetzt?

Beitrag melden
w.moritz 28.05.2017, 09:53
15. Zu GKV statt PKV

die Senkung von Beiträgen in der GKV ist ein weit verbreiteter Irrtum der nicht für die freiwillig selbstversicherten
Mitglieder der GKV gilt. Wenn sie nicht unter die 9/10-Regelung fallen, dann zahlen sie z.B. mit 500.-Euro
Rente, einen Beitrag der sich aus über 900.-Eur Rente berechnet als Mindestbeitragsbemessungsgrenze berechnet. Sie zahlen also für 900.-Euro einen Beitrag obwohl sie lediglich 500.- Euro bekommen.
Gesetzlich verankert ist dies in der Agenda 2010. Deshalb ist es in der BRD egal von wem ich beschissen
werde und es gibt keine eklatanten Unterschiede. Lebensversicherer sind Bankster und wenn ich lese was so alles mit den Versicherungskunden veranstaltet wird wenn es zur Auszahlung kommt der die Gebühren berechnet werden kann ich nur für das gute alte Matratzengeld werben, denn da weis ich was ich habe.
Versprochen wird viel in dieser Branche gehalten wird sehr wenig und wenn die Versicherung Pleite geht,
wie vor Jahren beim Gerling dann geht der Versicherte leer aus.
W.Moritz, Worms

Beitrag melden
tatsache2011 28.05.2017, 11:42
16. Zu GKV statt PKV

Zitat von w.moritz
die Senkung von Beiträgen in der GKV ist ein weit verbreiteter Irrtum der nicht für die freiwillig selbstversicherten Mitglieder der GKV gilt. Wenn sie nicht unter die 9/10-Regelung fallen, dann zahlen sie z.B. mit 500.-Euro Rente, einen Beitrag der sich aus über 900.-Eur Rente berechnet als Mindestbeitragsbemessungsgrenze berechnet. Sie zahlen also für 900.-Euro einen Beitrag obwohl sie lediglich 500.- Euro bekommen. ....
Sie betrachten Sonderfälle.
Es ist kein Irrtum, denn für über 90% der Versicherten der GKV trifft zu, dass der Beitrag einkommensabhängig ist.

Leider nennen Sie nicht den Beitrag, der bei Ihrem Beispiel in der PKV bezahlt werden muss.

Beitrag melden
exilator_ 28.05.2017, 11:53
17.

Zitat von Champagnerschorle
Die Versicherungen haben direkt Geld vom Bund bekommen? Diese Geld bekommen Sie heute noch? Wenn man diese jährliche Überweisung aus der GuV heraurausrechnet, dann sind die Versicherungen Ihrer Meinung nach "Pleite" - echt jetzt?
Achnee....lesen können Sie nicht? Verstehen können Sie nicht? Wie soll ich dann auf Ihre Äusserung Stellung nehmen? Eine Steuersubvention ist, wenn die Versicherer von Steuern entlastet werden, die sie eigentlich zahlen müssten. Ist Geld wert, aber keine Überweisung. Verstanden?


exilator

Beitrag melden
Champagnerschorle 28.05.2017, 13:19
18. Gruß Gott

Zitat von exilator_
Achnee....lesen können Sie nicht? Verstehen können Sie nicht? Wie soll ich dann auf Ihre Äusserung Stellung nehmen? Eine Steuersubvention ist, wenn die Versicherer von Steuern entlastet werden, die sie eigentlich zahlen müssten. Ist Geld wert, aber keine Überweisung. Verstanden? exilator
Ich habe versucht es Ihnen leicht zum Machgen, aber an Ihrem text sieht man, daß Sie von Wirtschaft und Steuern keine Ahnung haben.
Am leichtesten habe ich es Ihnen mit dem Begriff "Pleite" gemacht, aber selbst hierzu sind Sie nicht im Stande etwas vernünftiges beizutragen.
Für Sie gern ganz einfach und ohne Abstraktion:
Erläutern Sie bitte, weswegen die Allianz (konkretes Beispiel, von Ihnen vorgeschlagen) ohne die von Ihnen genannten staatlichen Hilfe heute "Pleite" (Fachbegriff: Konkurs, oder wäre Ihnen "in Liquidation" lieber) wäre

Beitrag melden
Claus Hansen, Kiel 28.05.2017, 14:57
19. Ist doch einfach

die solventesten Versicherer sind die, die ihre Kunden am Besten betrügen, Leistunggen verweigern und über den Tisch ziehen. Dazu leisten sie sich eine Kloppertruppe aus Drückern und macht Typen wie Maschmeyer reich. Die am wenigsten solventen Versicherer leisten am meisten für die Kunden. Die allerbeste Altersvorsorge ist die umlagefinanzierte Rente, die von den letzten Regierungen geplündert wurde und nur noch eine Minimalversorgung leistet, trotz steigender Beiträge.
Ich empfehle jedem sich aus dem Berufsleben zurückzuziehen, Hartzz4 zu beantragen und später nahtlos die Grundsicherung zu beantragen. Eigenheim muß man im Alter sowieso auffressen. Eigentum bilden bringt also nix. Herr Tenhagen ist doch auch einer von denen, die Leuten mit einer monatlichen Sparrate von 50€ den Kauf von Aktien empfehlen. Das ganze System ist doch krank und was die Versicherer für Zahlen veröffentlichen interessiert höchstens institutionelle Anleger aber mit Sicherheit keinen Sparer. Höchstens einen Pullunder Rentner der sich jahrelang mit den Zahlen beschäftigt, weil er mit 55 Jahren schon in Pension gegangen ist, nach 35 anstrengenden Beamtenjahren

Beitrag melden
Seite 2 von 3
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!