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Vorsorgeatlas Deutschland: So steht es um Ihre Rente
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Wie sicher ist der Lebensstandard der Deutschen im Alter? Eine umfassende Studie zur Altersvorsorge zeigt, wie viel Geld die gesetzliche Rente abwirft. Das Ergebnis: Vor allem den Jungen fehlen später mehrere hundert Euro.

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ulli7 10.10.2017, 10:08
1. Der Generationenvertrag gehört auf den Prüfstand!

Das wird von den regierenden Politikern und den öffentlich rechtlichen Sendeanstalten ARD und ZDF verschwiegen: Deutschland ist extrem hoch verschuldet, wenn man die verdeckte Schuldenlast aus den Sozialsystemen in einer Größenordnung von etwa vier Billionen Euro einrechnet. Die Bundesregierung redet allerdings immer nur von einer gesamten Schuldenlast von rd. 2,1 Billionen Euro und betreibt damit Augenwischerei. In Wirklichkeit ist Deutschland mit rd. 6 Billionen Euro verschuldet. Die abgeführten Rentenbeiträge werden in Deutschland seit dem fatalen Generationenvertrag unter Adenauer sofort verbraucht. Andere Industrienationen wie z.B. Großbritannien, U.S.A. und Japan haben diese Rentenbeiträge dagegen in Mietwohnungen und anderen sicheren Kapitalanlagen angelegt. Ohne den Generationenvertrag würden die gesetzlichen Rentenversicherungen in Deutschland über Millionen von Mietwohnungen verfügen, die zu moderaten Bedingungen vermietet wären. Für die Pensionen der deutschen Beamt(inn)en wurden auch keine ausreichenden Rücklagen gebildet.
https://www.welt.de/wirtschaft/article157171883/Auf-unsere-Kinder-wartet-die-7-7-Billionen-Euro-Luecke.html
Bernd Raffelhüschen ist Professor für Finanzwissenschaften und Direktor des Forschungszentrums Generationenverträge an der Universität Freiburg und durchaus glaubwürdig!

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santoku03 10.10.2017, 10:12
2.

"...das entspricht rund 48 Prozent ihres letzten Bruttoeinkommens (Ersatzquote)." Das mit dem "letzten Bruttoeinkommen" ist ein weit verbreiteter Fehler. Das trifft nur auf den sog. Eckrentner zu (theoretisches Konstrukt), der durchgehend arbeitet und immer genau das Durchschnittseinkommen verdient. In Wirklichkeit hängt die Höhe der Rente nicht vom "letzten Bruttoeinkommen" ab, sondern von der Gesamtsumme des im Arbeitsleben verdienten beitragspflichtigen Einkommens (plus eventuelle Sondereffekte).

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wusselpowa 10.10.2017, 10:18
3. Ganz was neues, ...

... dass die Jungen die Zeche zahlen werden. In Österreich gabs die gleichen Reformansätze wie in Deutschland. Allerdings gibt es in Österreich das Instrument des Volksbegehrens, dass dann sofort genutzt wurde. Ergebnis: Das Rentensystem in Österreich ist heute halbwegs in Schuss. Klar gibt es da natürlich keine Sonderlocken für irgendwelche Berufsstände oder Beamte. Die alles entscheidende Frage für das Rentensystem in Deutschland ist: Wann kommt endlich der Volksentscheid auf Bundesebene?

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Fkdu 10.10.2017, 10:18
4. Super – die Rentenangst geht wieder um..

Es ist schon Komisch, dass Professoren, die mit ca. 71% Ihres letzten Gehaltes in Ruhestand gehen, den Pöbel zur Mäßigung bei der Rentenfrage aufrufen. Unterstützt werden diese von den öffentlich-rechtlichen Medien, die von den Rundfunkgebühren sehr schöne Pensionen erhalten. Verabschiedet wird das Ganze von Abgeordneten, deren Rente auch mehr als sicher ist. Und keinen stört das! Wir zahlen in die Rentenkasse, in private Altersvorsorge, die nur den Versicherungen was bringt. Da wird gesagt, dass man in Österreich viel mehr in die Rentenkasse zahlt. Verschwiegen wird, dass wir weniger in die Rentenkasse zahlen, aber privat drauflegen und am Ende so viel Zahlen wie Österreicher, aber viel weniger raus bekommen. Es wird verschwiegen, dass seit Jahrzehnten die Rentenkasse geplündert wird, um Steuererhöhungen für alle (insbesondere die Beamten) zu vermeiden. Und keinen stört das. Jüngstes Beispiel: Rentenangleichung Ostdeutschland. Die ist Überfällig – keine Frage. Aber die Einheit wird hier zu großen Teilen ein Problem der Rentenzahler. Korrekt müsste der komplette finanzielle Ausgleich für die Mehrkosten aus dem Bundeshaushalt kommen, also von uns ALLEN getragen werden, nicht nur von Beitragszahlern. Aber auch das stört keinen…

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zompel 10.10.2017, 10:21
5. Spielt keine Rolle

90% wird in H4 landen. Kaum einer der 20-30 Jährigen wird genug Erwerbsbiographie haben um die nötigen 35 Jahre zusammen bekommen, dank befristeter Verträge und Leiharbeit und ab 50 ist Schluss dann nimmt einen keiner mehr. Dank Nivellierung auf tiefsten Niveau in den Schulen ist nur prekäre Beschäftigung mit nicht mehr als Mindestlohn drin. Ein Leben in Armut, die Politik hat es möglich gemacht.

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tomwessel85 10.10.2017, 10:22
6.

Wenn ich mir die gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland anschaue, erwarte ich genau gar nichts von meiner Rente. Gut haben es diejenigen die in den letzten zehn Jahren in Rente gegangen sind und neben ausreichend Beitragsjahren noch eine zusätzliche Betriebsrente beziehen dürfen.
Immerhin hat der weise Trittin die Entwicklung des Rentensystems früh erkannt und das Flaschenpfand eingeführt.

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rumsi 10.10.2017, 10:22
7. und jetzt...

bitte mal die gleiche Rechnung und konkrete Pensionen für Beamte von z.B. A5 bis A13.Bitte.

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forumgehts? 10.10.2017, 10:25
8. Da

Zitat von santoku03
"...das entspricht rund 48 Prozent ihres letzten Bruttoeinkommens (Ersatzquote)." Das mit dem "letzten Bruttoeinkommen" ist ein weit verbreiteter Fehler. Das trifft nur auf den sog. Eckrentner zu (theoretisches Konstrukt), der durchgehend arbeitet und immer ......
werden wohl Renten mit Pensionen verwechselt. Einfach mal bei den Prozentsätzen nachschauen, dann kommt das nicht wieder vor! :-((

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bluestar2000 10.10.2017, 10:27
9. den Ökonomen der Universität Freiburg im Auftrag der Fondsgesellschaft

... und an der STelle sollte sich jeder klar sien, durch was für eine Brille man mit diesem Artikel schaut: Werbeveranstaltung der Fondsbranche.
Unabhängiger Journalismus sieht wohl anders aus ...

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