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Vorsorgeatlas Deutschland: So steht es um Ihre Rente
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Wie sicher ist der Lebensstandard der Deutschen im Alter? Eine umfassende Studie zur Altersvorsorge zeigt, wie viel Geld die gesetzliche Rente abwirft. Das Ergebnis: Vor allem den Jungen fehlen später mehrere hundert Euro.

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joomee 10.10.2017, 13:26
140. Falsch - typisch deutscher Sparer

Zitat von urbanism
das Problem ist doch, dass die private Zusatzversorgung aktuell keine Rendite erwirtschaftet. Abzgl. der Inflation bis zum Renteneintrittsalter ist die private Zusatzversorgung pure Geldvernichtung die einem im Alter gar keinen Lebensstandard .....
Das ist leider falsch.
Ihr Beitrag zeigt exemplarisch, dass die für die meisten Deutschen "Vorsorgesparen" nur bedeutet, dass man risikolos Zinsen von Kapitallebensversicherungen bekommt.

Es gibt aber auch noch Sachanlagen wie Aktien oder Fonds und Immobilien.
Hätten die Deutschen in den letzten zwei Generationen ein Drittel breit gestreut in Aktien und Fonds anstelle in Lebensversicherungen & Co. investiert, wären die meisten Familien heute im Schnitt mehrere zehntausend bis hunderttausend Euro reicher und hätten zudem noch laufende Erträge.

Meine Aktien und Fonds brachten mir in den letzten 10 Jahren pro Jahr im Schnitt rund 8% Rendite und mein Geld hat sich mehr als verdoppelt, Dividenden mit eingerechnet.
Ich ärgere mich heute noch, dass ich mich zu spät mit Sachwerten beschäftigt hatte. Aber ich war halt auch der brave deutsche Sparer, der lieber an Bausparverträge und Kapitallebensversicherungen geglaubt hat. Diese sollen zwar auch ein Bestandteil im Sinne von Diversifizierung sein, aber eben eher untergewichtet.
Ich kann insbesondere jedem jungen Menschen raten, möglichst früh in Aktien und Fonds zu gehen - breit streuen, nicht spekulieren und lange liegen lassen, am besten 30+ Jahre. Man kann mit 50 - 100 Euro pro Monat anfangen und sollte es dann entsprechend dem Einkommen steigern. Dann klappt's auch mit der Rente etwas besser.

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pittiken 10.10.2017, 13:31
141.

Zitat von th.diebels
und umfassenden Reform fehlt es bei allen politischen Akteuren an Mut , bzw. sind die Politiker doch garnicht interessiert ! Fakt ist, die Rentenkasse weckt Begehrlichkeiten für versicherungsfremde Leistungen, die unsere Politiker großzügig verteilen !
Die versicherungsfremden Leistungen sind ja insoweit in Ordnung, wenn diese Leistungen komplett vom jeweiligen Finanzminister ausgeglichen werden würden. Das wird aber nicht getan, deswegen muss man die Leistungen an die Rentner schmälern.

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janfred 10.10.2017, 13:34
142. unvorhersehbare Änderungen

Als wir ab den 70er Jahren die Geburtenschwachen Jahrgänge hatten wurde sehr schnell erkannt, daß in der Zukunft immer weniger Leute für einen Rentner aufkommen müssen. Zusätzlich wurde die "Rentenkasse" auch zweckentfremdet um andere Löcher zu stopfen. Sich den Luxus zu gönnen immer weiter am Beamtentum festzuhalten ist auch eigentlich sehr kurzsichtig. Und als dann während der 80er klar wurde, dass das ganze Rentensystem seinen Zweck nie mehr Erfüllen kann - einge sagten aber auch dann noch: Die Rene sind sischer.... Also als klar war, dass die Renten alles andere als sicher wären, da kam dann - unkalkulirt - die Wiedervereingung mit schlagartig einer Millionen Rentner mehr, die erstens nie einen Pfennig einbezahlt hatten, und zweitens bei Männern und Frauen Vollbeschäftigung hatten mit dementsrechend hohen Ansprüchen. Wer hier also auf eine Regierungsphase vor 20 Jahren (Schröder) jammert oder noch einfacher, die Schuld wieder mal Frau Doktor Merkel in die Schuhe schieben möchte, der glaubt mit Sicherheit auch an den Weihnachtsmann. Ich seh meiner Rentenzeit so ab 2028 sehr beruhigt entgegen, denn ich habe vorgesorgt. Trotz Hauptschulabschluss und Maurerlehre.

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joomee 10.10.2017, 13:38
143. Wir haben das schon

Zitat von rocknrolf88
Warum nicht alle Altersbezüge (Renten und Pensionen, auch die von Politikern) auf z.B. 3.000,- € monatlich begrenzen. Denn wer Anspruch auf solch hohe Altersbezüge hat, der hat im Arbeitsleben doch genug verdient, um vernünftig vorgesorgt zu haben. Gleichzeitig .....
"Gleichzeitig eine Mindesrente von z.B. 1.000,- € (besser mehr) einführen"
Wir haben das doch schon. Wenn Sie unter dem die Grundsicherung fallen, springt der Staat ein.

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yogi65 10.10.2017, 13:40
144. Korrekt

Zitat von joomee
Das ist leider falsch. Ihr Beitrag zeigt exemplarisch, dass die für die meisten Deutschen "Vorsorgesparen" nur bedeutet, dass man risikolos Zinsen von Kapitallebensversicherungen bekommt. Es gibt aber auch noch Sachanlagen wie Aktien ......
Vorsorgesparen sollte nicht als Aufforderung verstanden werden schwindelige Versicherungsunternehmen oder Finanzvermittler reich zu machen. Das einfachste ist in der Tat regelmäßig über einen langen Zeitraum direkt Beträge in Aktien oder Immobilien zu investieren. So wie in dem zitierten Beitrag beschrieben. Wenn man dann noch einen umlagefinanzierten Rentenbaustein und womöglich eine kleine Betriebsrente hat, dann sollte es auch mit der Altersversorgung klappen...

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mistermister 10.10.2017, 13:43
145. Ich verstehe den Aufschrei nicht

Das derzeitige Rentensystem führt zur Altersarmut. Das ist keine neue Schlagzeile. Ich amüsiere mich eher über jene, die sich jetzt beschweren. Wer war denn 12 Jahre lang in der Regierung und hätte Zeit gehabt, das Gesetz zu ändern? Die Junge Union tritt sowieso für ein Renteneintrittsalter von 70 Jahre ein. Heuchlerisch. Politiker (z. B. über 700!!!! Abgeordnete) und Beamte werden vom Rest durchgefüttert und alimentiert. Ist doch krank. Aber die Wahlen sind geschlagen und wir haben "ein Land, in dem es sich gut und gerne leben lässt". Reingefallen!

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traurigeWahrheit 10.10.2017, 13:43
146. Nichts ist unsolidarischer

als das heutige Rentensystem. Ich kann 45 Jahre einzahlen, wenn ich kurz nach Rentenbeginn sterbe (25% der Bevölkerung erreicht die 65 nicht), dann habe ich jahrzehntelang umsonst eingezahlt. Ohne diese Millionen Pechvögel wäre bereits heute, in Zeiten, in denen es Rentnern relativ gut geht, Land unter. Man nennt das Lebensrisiko, ist im Grunde aber zutiefst unsolidarisch.
Meine Lösung: Das Adenauer Rentensystem für unter 40Jährige abschaffen, jeder zahlt in eine Pflichtrente ein und erhält zu Rentenbeginn den komplett angesparten Betrag überwiesen. Die Höhe der Rente und Rentenbeginn kann sich so jeder selbst aussuchen. Und die Hinterbliebenen wären erstklassig abgesichert. Der Staat hätte kein Zugriff, auch das wäre eminent wichtig.
Die Rente für über 40 Jährige müssten dann die Steuerzahler begleichen. Aber das tun sie ja schon heute so.

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Chrishan Schaf 10.10.2017, 13:48
147. Auch hier: Lüge über Lüge

Als ob sich eine Kaste verschworen hat, über die Rente die Bevölkerung anzulügen. Der Durchschnittsrentner mit 48 % seines Lebensnettoeinkommens muss als arm betrachtet werden, da seine Einkünfte unter der Grenze von 50 % des Durchschnittseinkommens der arbeiten Bevölkerung gesunken ist (was als Definition für Armut gilt). Die SPD als Verursacher der Malaise wollte diese Alterseinkünfte sogar auf 44 % senken, also unterhalb des jetzigen Sozialhilfesatzes. Was nur dazu führte, dass diese Partei von ehemals 46 % Wahlergebnis auf nun armselige 20,5 % abgesackt ist. Mit weiter sackender Tendenz. In Bayern liegen die selbst in Grossstädten teilweise unter 15 %.

Diese in die Armut und zur AfD gejagten Rentner müssen bei den für die Altersgruppe wichtige Krankheitskosten darüber hinaus nun auch noch erhebliche Zuzahlungen leisten. Obwohl das Land der Reichen immer reicher geworden ist. Und von der Rente werden -anders als in früheren Generationen (die die heutigen Rentner finanzierten) der volle Krankenkassenbeitragssatz verlangt, der nur zu 50 % mit der Rente verrechnet wird. Die gesetzliche Krankenversicherung ist so ebenfalls zur Farce verkommen.

Sie haben ein Arbeitsleben lang erhebliche Beiträge gezahlt, die für die verbraten wurden, die als Freunde der Kaste auf Lau bedient wurden. Vernünftiger Zahnersatz ist gestrichen (weil sie sowieso nichts mehr zu beissen haben) und auch andere Leistungen wurden erheblich eingeschränkt. Dabei wurden die Reichen und die Staatskassen immer reicher. Und übrigens auch die Ärzte und die Beteiligten im kranken System (Pharmaunternehmen). Der Verursacher dieses gewaltigen Verrats an den Alten, der Genosse der Bosse, hat sich nun auch offiziell von Russland kaufen lassen.

Nur der Bereich der gesetzlichen Sterbehilfe wurde grosszügig ausgebaut und wird nun für jeden über 80 stark beworben. :-(
Von den Bürgern weitgehend unbemerkt (weil die Medien auch dort versuchten, nur zu vernebeln): die schon im Kaiserreich bekannten Halbierung von Eintrittspreisen für jeden ab 65 -um auch den Alten eine Teilhabe am kulturellen Leben zu ermöglichen- wurde ersatzlos gestrichen. Wohl um die Alten aus dem Museen, den Theatern, den Konzertsälen und denn Schwimmbädern fernzuhalten.
Nochmal: das Land ist immer reicher geworden und die Bevölkerung wurde dabei immer ärmer. Wie im feudalistischen Frankreich im 17. und 18. Jahrh.. Was mich wundert ist, dass man das mit den Deutschen machen kann.

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Haudegen 10.10.2017, 13:52
148. Das Rentendesaster ist doch den Beamten egal, also ...

wird sich da auch nichts ändern. Beamte machen schließlich die Rentenpolitik von der sie selbst nicht betroffen sind. Dass jüngere Arbeitnehmer mehr Steuerlast als Rentner tragen gegenüber den Älteren ist mit dem Gleichheitsprinzip vereinbar lt. BVG. Wenn aber nur Pensionen versteuert werden, dann verstößt das gegen das Gleichheitsprinzip. Wer hat den Rentnern die Doppelsteuer eingebrockt? Beamte, die den Rachen nicht voll genug bekommen haben - auch sie wollten die Pension steuerfrei bekommen. Die Rentenbesteuerung ist und bleibt eine Fehlentscheidung, die sich auf völlig an den Haaren herbeigezogenen Grundlagen für die sogenannte Rechtsprechung bezieht: https://altersarmut-per-gesetz.de/was-konnen-wir-tun/ . Die Pensionslasten sind der reinste Wahnsinn! MfG

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joomee 10.10.2017, 13:52
149. Intelligenter Anlegen!

Zitat von Plasmabruzzler
Rechnen wir mal kühn nach: die 200 Euro werden selbstverständlich vom Nettogehalt (ergo schon versteuert) bezahlt. Bei 30-35 Jahren ergeben sich 72.000-84.000 EUR, die eingezahlt wurden. Bei der Auszahlung fallen wieder Steuern an. Was glauben ......
Sie müssen das Geld auch intelligenter anlegen. Über 30 - 35 Jahre sollten Sie mit breit gestreuten Aktien und Fonds im Schnitt auf 4 - 6% Rendite pro Jahr kommen.
Dann haben Sie in etwa das dreifache von Ihren genannten Beträgen. Und nach Steuern und Inflation ist das schon ganz ordentlich.

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