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Vorsorgeatlas Deutschland: So steht es um Ihre Rente
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Wie sicher ist der Lebensstandard der Deutschen im Alter? Eine umfassende Studie zur Altersvorsorge zeigt, wie viel Geld die gesetzliche Rente abwirft. Das Ergebnis: Vor allem den Jungen fehlen später mehrere hundert Euro.

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moistvonlipwik 10.10.2017, 11:20
50.

Zitat von tanriverdi
... wenn ein Volk zuwenig Kinder hat. Eine Zeit lang geht´s gut, doch irgerndwann kommt die Abrechnung. Da können jetzt die Experten reden und analysieren und streiten, es wird unterm Strich alles nichts nutzen. Ohne ausreichende Reproduktionsrate geht´s einem Volk früher oder später an den Kragen.
Es gibt 7,5 Milliarden Menschen auf der Welt, alle gleich geboren. Da droht wohl kaum Mangel.

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B. Hoffrich 10.10.2017, 11:20
51. Armut

Zitat von santoku03
"...das entspricht rund 48 Prozent ihres letzten Bruttoeinkommens (Ersatzquote)." Das mit dem "letzten Bruttoeinkommen" ist ein weit verbreiteter Fehler. Das trifft nur auf den sog. Eckrentner zu (theoretisches Konstrukt), der durchgehend ......
Alles unter 50 % des Durchschnittseinkommens gilt in diesem Land als Armut.

In diesem reichen Land verursacht die Politkaste, dass die Alten durch ein verkorkstes Rentensystem im Alter im Durchschnitt unter diese definierte Grenze fallen, also in Altersarmut verkommen.

Ungerührt sah diese sich selbst stopfende Kaste zu, wie alte Menschen die Mülleimer nach Pfand-Flaschen durchwühlten. Das Einzige was sie machten waren Überlegungen, wie man den Pfandobolus versteuern könnte. Vorschlag aus SPD-Kreisen (dem Spezialisten für Altenausplünderung): ab 6 Flaschen Rückgabe wird automatisch eine Quellensteuer auf dem Pfandbon berechnet. :-)

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luisfigo 10.10.2017, 11:21
52. Alternative Fakten

...vom obersten pseudowissenschaftlichen Versicherungsvertreter Raffelhüschen. Zuerst die gesetzliche Rente mit enormer Propaganda zerstören und dann die Klage, dass es nicht reicht umes mit Nullzins Riester auszugleichen. Schaut ach Österreich und der Schweiz, wo man diesen Irrweg nicht gegangen ist. Demographische Probleme löst man mit Investition und Produktivität, nicht mit Kapitaldeckung. Für Ineressierte: "Mackenroth Theorem" nachschlagen

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herbert.huber 10.10.2017, 11:22
53. da sind ja wieder mal ...

da sind ja wieder mal die Lobbyisten der Versicherungsgesellschaften unterwegs. Und dazu kommen die, die deren "Argumente" nicht wirklich durchschauen und nachplappern. Und wieso sich Spiegel Online dafür hergibt ist auch sehr diskussionswürdig.

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n.wemhoener 10.10.2017, 11:22
54.

Zitat von lupenreinerdemokrat
Der Autor versucht wieder mal Nebelkerzen zu werfen und von der wirklichen Dramatik der Rentenmisere in Deutschland abzulenken. Es ist nämlich falsch, dass nur "die Jungen" von der Problematik betroffen wären. Auch aktuell gilt die Altersarmut als großes gesellschaftliches .....
Richtig !
Die Zahl derer, die heute schon als Rentner Grundsicherung, also Sozialhilfe erhalten , liegt bei ca. eine Millionen (einschl. Erwerbsminderungsrente).
Wenn alle, die einen Anspruch auf Grundsicherung haben, diese auch beantragen würden, läge die Zahl noch sehr viel höher. Viele Menschen gehen aus Scham nicht zum Sozialamt oder aus Stolz, weil sie diesen entwürdigenden Prozess scheuen.

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Ökofred 10.10.2017, 11:23
55. Versteh ich nicht...

Zitat von muunoy
. Leider macht der Staat den Vermögensaufbau immer schwieriger. Aufgrund der von Staatswegen initiierten finanziellen Repression gibt es keine Zinsen mehr. Vom Brutto-Lohn nimmt der Staat immer mehr, so dass viele Leute gar nicht mehr sparen können. Und der Freibetrag auf.....
Sehr richtig, jeder soll sich selber kümmern.Warum oben so eine sinnbefreite Aussage, über den Staat, der vom "Brutto Lohn immer mehr nimmt" Können Sie das bitte begründen? Seit der letzen MwsT Erhöhung ist nicht mehr viel weg genommen worden.
Riester bringt im Moment um 3% (zzgl Steuererstattung) keiner kann mir erzählen, dass es früher mehr gab, wenn man den Realzins betrachtet (aslo die Inflation abzieht). Gibt es nicht zudem einen Sparerfreibetrag, der von den meisten nicht mal ausgeschöpft wird?

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amuseemanc 10.10.2017, 11:23
56.

Schön, wie mal wieder versucht wird die die Jungen gegen die Alten auszuspielen. Es trifft ja nicht nur die Jungen. Von der Babyboomer Generation, die in den nächsten 10-15 Jahren in Rente gehen werden, sind etliche ebenfalls von Altersarmut betroffen.
Grundsätzlich haben die Arbeitnehmer ein Problem, die von ihrem Lohn keine private zusätzlich ausreichende Versorgungslücke schließen "können" - und nicht zu verwechseln mit "nicht wollen!".
Das ist eben die Sauerei der Rentenpolitik der letzten Jahrzehnte und im speziellen der Einführung der Riesterrente. Diejenigen, die ohnehin schon prekäre Aussichten mit der Rente hatten, hat damit noch schlechter gestellt.

Und das Riesterrenten sich ausgerechnet für Besserverdienende am meisten lohnen, hat sich ja mittlerweile auch schon rumgesprochen.
Die, die wirklich von Altersarmut bedroht sind, hat man komplett im Regen stehen lassen. Und das unsere Bundeskanzlerin vor Monaten noch bei deutschen Industrietag rumtönte: "Und was die Rente bis 2030 anbelangt, ist alles auf dem Weg gebracht worden was getan werden musste. Sie sieht keinen Handlungsbedarf". Das ist an Zynismus kaum noch zu überbieten und zeigt die Ignoranz dieser Frau.
Die letzten OECD Berichte wiesen immer wieder aus, wie schlecht es um die Renten in Deutschland für viele Menschen aussieht. Aber das interessiert ja nicht.

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yogi65 10.10.2017, 11:24
57. Eigenverantwortung

Beim Thema Rente sollte sich jeder in erster Linie selbst in die Verantwortung nehmen und nicht darauf warten, dass irgendwann aus dem Nichts die Rentenzahlungen einsetzen. Die Rahmenbedingungen der gesetzlichen Rentenversicherung sind sehr transparent und jeder kann sich seine voraussichtlichen Ansprüche ausrechnen bzw. den Mitteilungen der Versicherungsträger entnehmen. Grundprinzip: Lange gearbeitet und viel verdient bedeutet halbwegs gute Rente - Wenig Beitragsjahre bei geringem Verdienst heißt geringe Rente. Auch die Darstellung der 3 Vorsorgeschichten finde ich sehr gut. Das ist genau die richtige Sichtweise. Vorsorgesparen bedeutet halt im Wesentlichen Konsumverzicht heute um später ausreichend zu haben. Wer das ignoriert wird ein Problem haben. Es nützt auch nichts auf die brillante Versorgung unserer verbeamteten Staatsdiener zu schielen. Das ist bekannt und im Grunde steht es bei Eignung jedem frei selbst die Beamtenlaufbahn einzuschlagen. Nur viele wollen das nicht, weil die Besoldung am Anfang bescheiden und auch nach oben im Gegensatz zur Privatwirtschaft klar begrenzt ist.

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wusselpowa 10.10.2017, 11:28
58.

Zitat von descartes
Ein Volksentscheid auf Bundesebene? Kommt hoffentlich nie! Ganz einfach, auch wenn es wohl jeder Stammtischler anders sieht, weil die meisten Bürger zu bequem oder schlichtweg zu ungebildet sind, bundes- oder länderweit reichende Themen zu überblicken und die.......
An Ihren Ausführungen erkennt man, wie wenig Sie sich bislang mit dem Thema befasst haben. Da die Rente auf Bundesebene geregelt ist, gibt es eben gerade keine Möglichkeit, ein Volksbegehren zu initiieren. Dies gibt es ausschließlich auf Landesebene - und das noch nicht einmal in allen Bundesländern. Durch den Brexit wird sich Großbritannien ein paar Vorteile mehr verschaffen, als sie bislang hatten, das werden Sie noch sehen. Wissen Sie warum? Deutschland hat auch mit Großbritannien einen Exportüberschuss. Wen würde ein harter Brexit dann wohl am meisten treffen?
Auf Ihr Argument, dass die Leute zu dumm sind, um für sich selbst Entscheidungen zu treffen, muss ich wohl nicht gesondert eingehen - der mündige Bürger ist eine Grundannahme der Demokratie.

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lamblies 10.10.2017, 11:30
59.

Zitat von alfredo24
Die Politik und die Medien wollen nicht einsehen, dass der Generationenvertrag bei der Rente absolut unsinnig ist. Wieso soll die arbeitende Bevölkerung alleine für die Rentenauszahlungen aufkommen. Die über Jahrzehnte hinweg permanente Erhöhung der Produktivität durch zunehmende Automatisierung geht in keiner Weise für die Rentenverpflichtungen .....
Danke für den genannten konkreten Fall.
Ein anderer Fall:
Ein Single erhält mit 67 Jahren eine gesetzliche Bruttorente von ca. 1.600 EUR plus eine Betriebsrente von ca. 1.000 EUR.
Berechnung für die Nettorente für das Jahr 2021:
GRV: 1.600 minus ca. 10% für gesetzliche Krankenversicherung=160 EUR
Betriebsrente: 1.000 EUR minus ca. 20% für gesetzl. Krankenversicherung=200 EUR
Summe Krankenvers. 360 EUR.
Macht nach Steuern (ca. 270 EUR) ca. 2.000 EUR Netto pro Monat.
Abzüge gesamt: 600 EUR.
Berechnung nach https://www.finanzrechner.org/sonstige-rechner/rentenbesteuerungsrechner/
Da in der Ansparphase die Beiträge zum größten Teil aus bereits versteuertem Einkommen gezahlt wurden, werden diese bei Auszahlung noch einmal versteuert, also ein Doppelbesteuerung.
Die Beiträge zur Krankenversicherung aus der Betriebsrente wurden um 2004 von der SPD eingeführt.
Dies zusammen entspricht einer Rentenkürzung um ca. 400 EUR pro Monat.

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