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Vorsorgeatlas Deutschland: So steht es um Ihre Rente
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Wie sicher ist der Lebensstandard der Deutschen im Alter? Eine umfassende Studie zur Altersvorsorge zeigt, wie viel Geld die gesetzliche Rente abwirft. Das Ergebnis: Vor allem den Jungen fehlen später mehrere hundert Euro.

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trader_07 10.10.2017, 12:11
80.

Zitat von gandalf446
Wenn ich (u30!) so vorsorgen wollte, dass ich von der staatlichen Rente unabhängig wäre, müsste ich von meinem durchaus sehr ordentlichen Gehalt gut und gerne 30% vom Netto in eine private Altersvorsorge investieren.
Da sind Sie nicht umfassend informiert. Schon mit einem geringen Betrag von rund 200 Euro monatlich können Sie über einen Zeitraum von 30-35 Jahren eine satte Altersvorsorge aufbauen und ihre Rentenlücke schließen.

200 Euro können die meisten Menschen in Deutschland aufbringen, wenn sie wollen. Diejenigen, die am lautesten jammern, sie hätten das Geld nicht, sind oftmals diejenigen, die ziemlich genau diesen Betrag monatlich für Zigaretten ausgeben - clever ist anders....

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JohnC. 10.10.2017, 12:11
81. Fakenews: Rente mit 63

Zitat von undercover.agent
... die Rente mit 63 wider jeglicher ökonomischer und demografischer Realität verabschiedet. Merkel ist 63 Jahre alt, sie könnte, nein sie sollte unverzüglich in Rente gehen, abschlagsfrei.
Die abschlagsfreie (!) "Rente mit 63" gab es nur für Menschen des Jahrgangs 53 oder älter, wenn diese 45 Beitragsjahre vorweisen konnten!

Staffelung nach Geburtsjahren:
vor 1953: 63 Jahre
1953: 63 + 2 Monate
1954: 63 + 4 Monate
1955: 63 + 6 Monate
1956: 63 + 8 Monate
1957: 63 + 10 Monate
1958: 64 Jahre
1959: 64 + 2 Monate
1960: 64 + 4 Monate
1961: 64 + 6 Monate
1962: 64 + 8 Monate
1963: 64 + 10 Monate
ab 1964: 65 Jahre

Der 2 Jahre vorzeitige, abschlagsfreie (!) Renteneintritt ist nur für Menschen mit 45 Beitragjahren möglich! Wer mit 63 Rente gehen will, hat 0,3 Prozentpunkte Abschlag pro Monat vorgezogener Rentenbeginn. Ein 1964 geborener Mensch z.B. der 45 Beitragsjahre voll hat und mit 63 in Rente gehen will, bekommt also 7,2 Prozent von seiner Rente abgezogen. Jemand der diese 45 Beitragsjahre nicht voll hat 14,4 Prozent. Das ist die "Rente mit 63"!

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latrodectus67 10.10.2017, 12:12
82. Mal wieder Werbung für Finanzdienstleister

Zum Einen wird wie immer geflissentlich ausgeblendet, dass diese Lücke daher kommt, dass die Rentensysteme von der Politik systematisch geschleift wurden, um damit den Privaten einen Markt zu schaffen, vgl Österreich als Gegenbeispiel.
Zum anderen wird wie immer Unterschlagen dass diese Finanzdienstleister das nicht auch Menschenfreundlichkeit tun, sondern weil sie eine Rendite haben wollen. Es wird also in die Privatwirtschaft verlagert um den Superreichen, den Investoren, eine Rendite zu garantieren. Wer hat dem wird gegeben .... Schland 2017 ... darum geht es bei dieser "alternativlosen" Diskussion.

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realist4 10.10.2017, 12:12
83. Was soll da neu sein?

Ich kenne keine Rentner, welche nicht deutlich weniger Rente als das letzte Gehalt erhalten. Das war schon immer so, außer bei den Beamten, welche inzwischen auch etwas zurückstecken mussten. Wer also seinen Lebensstandard nicht einschränken will muss etwas dafür tun, was ist da falsch daran? Vergessen wird auch oft, dass nach dem Arbeitsleben die Kosten oft spürbar sinken, keine im Haus lebenden Kinder, weniger Transportkosten, legere Kleidung. Ich habe meine Eigentumswohnung und zahle keine Miete, also komme ich gut zurecht, aber dafür musste ich etwas tun.

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wusselpowa 10.10.2017, 12:13
84.

In Österreich zahlen alle in die gleiche Rentenkasse ein und alle erhalten aus der gleichen Kasse die gleiche Rente. Kein gesondertes System für Beamtenpensionen, keine berufsständischen Versorgungseinrichtungen. Und ja, die Österreicher bekommen unter Berücksichtung ihrer 14 Rentenzahlungen pro Jahr (Deutschland: 12) ca. 50% mehr Rente als die Deutschen - also so etwas wie eine auskömmliche Rente.

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interessierter Laie 10.10.2017, 12:13
85. Österreicher...

Zitat von Fkdu
Es ist schon Komisch, dass Professoren, die mit ca. 71% Ihres letzten Gehaltes in Ruhestand gehen, den Pöbel zur Mäßigung bei der Rentenfrage aufrufen. Unterstützt werden diese von den öffentlich-rechtlichen Medien, die von den Rundfunkgebühren sehr ....…
zahlen nicht nur höhere Beiträge, sondern auch der öffentliche Zuschuss in die Rentenkasse ist beträchtlich höher. Ohne sie bekäme der Österreicher kein "13. Monatsgehalt". Problem: In einer schrumpfenden Gesellschaft sinken auch die Steuereinnahmen.
Wenn Sie den Betrag, den Sie in Österreich mehr zahlen: 3,3 % des Bruttogehalts - bei einem Durchschnittsverdiener 90 € im Monat, haben Sie genauso viel Rente. Aber die ist von der demographischen Rechnung entkoppelt. Der österreichische Staat versucht gerade, Bürger zu einer privaten Zusatzvorsorge zu motivieren. Das tut er, weil er vor der gleichen Problematik steht. Allerdings mit geringem Erfolg, weil er dem Bürger ja nicht erzählen will, die gesetzliche Rente sei unsicher. Die Diskussion in DE ist sehr viel ehrlicher...

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Mister Stone 10.10.2017, 12:16
86.

Zitat von alfredo24
Die Politik und die Medien wollen nicht einsehen, dass der Generationenvertrag bei der Rente absolut unsinnig ist.
Sie sind echt witzig. Selbstverständlich wissen das die Politiker, noch mehr die Versicherungsriesen, und selbstverständlich auch die Fachleute in den Medien. Jeder weiß das! Alle erkennen den Unsinn. Aber ihn zu leugnen ist für den Staat billiger und für die Versicherungsriesen viel lukrativer, als ihn abzustellen. So einfach ist das. So einfach funktionieren Wirtschaft, Politik und die Medien.

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yvowald@freenet.de 10.10.2017, 12:17
87. Altersvorsorge a´la Carsten Maschmeyer

Das Thema Altersvorsorge wurde nicht zuletzt durch die Regierung Schröder-Fischer (rot-grüne Koalition in Berlin) in falsche Bahnen gelenkt.
Verursacher war der selbsternannte "Finanzoptimierer" Carsten Maschmeyer (früher AWD).
Die Deutschen sollten dazu gebracht werden, neben ihren gesetzlichen Rentenansprüchen noch private Rentenverträge abzuschließen.
Nutznießer dabei war: der AWD, also Maschmeyer und seine Klinenputzer.
Einzig die gesetzliche Rente ist eine sichere Rente. Dies wissen wir spätestens seit der Finanzkrise.
Schlimm war bzw. ist nur, das die Herren Professoren Rürup und Raffelhüschen das Spiel des Carsten Maschmeyer mitspielten.
Noch schlimmer war, daß Maschmeyer durch Gerhard Schröder und Christian Wulfff geradezu "hofiert" wurde, nach dem Motto: eine Hand wäscht die andere.

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zompel 10.10.2017, 12:17
88. Woher nehmen Sie die Zuversicht

Zitat von capote
junge Leute, die unter diesen Umständen noch arbeiten gehen sind doch nicht ganz richtig im Kopf! Sozialrentner können Sie immer noch werden und bis dahin sollten die sich die Welt als Backpacker ansehen, im Alter geht das nicht mehr.
das sie im Alter Grundsicherung bekommen? Wenn in den Kassen nichts mehr da ist, werden sie Blumen an der Strassenecke verkaufen. Sich nur auf andere zu verlassen kann blöde enden

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lachina 10.10.2017, 12:18
89. Wie wärs?

Funktioniert in Dänemark und in der Schweiz: Jeder Rentner bekommt eine Basisrente von 1000 - 1500 Euro, die natürlich angepasst wird, man spart sich Rentenbehörden, die Rechnerei , Grundsicherung im Alter, die ganzen Streitereien vor Gericht und Angst vor Altersarmut. Damit sind dann Zeiten der Arbeitslosigkeit, Leiharbeit, Praktikum etc. mitabgedeckt. Bedingungsloses Grundeinkommen für Rentner, sozusagen, wenn die Rentenkasse nicht ausreicht, steuerfinanziert. Wer mit dem Geld nicht auskommt, muss privat vorsorgen.
Auch das neoliberale Großbritannien hat Ideen im Angebot: Die KK-Beiträge sind für Rentner umsonst, man darf gratis Bus-und Bahnfahren. Eventuell ist der Generationenvertrag wirklich hinfällig, der Spruch Adenauers " Kinder bekommen die Leute immer", obsolet.

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