Forum: Wirtschaft
Vorstoß aus der Union: Warum eine Dienstpflicht der Wirtschaft eher schaden als nütze
DPA

Die CDU diskutiert über eine allgemeine Dienstpflicht in der Bundeswehr oder im sozialen Bereich. Rein volkswirtschaftlich wäre das nach Ansicht von Ökonomen alles andere als ein Gewinn.

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cfp1 11.08.2018, 12:14
1. Antiquirte Argumente

ich würde jedem Wirtschaftredakteur das Buch "Doughnut Economics" empfehlen damit wir und endlich von solch antiquirten Ansichten und Argumenten wie in diesem Artikel verabschieden können.

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cup01 11.08.2018, 12:22
2. Ökonomische Sichtweise

Es gibt ganz andere Faktoren, die eine Gesellschaft weiterbringen, als nur das wirtschaftliche Wachstum - welches ohnehin endlich ist. Wir wissen, dass unsere Schulen nicht auf das Leben vorbereiten und den jungen Menschen häufig keine Orientierung geben. Eine Dienstpflicht könnte dazu beitragen diese Lücke zu schließen. Selbstbewusste, emphatische und stolze Menschen, die wissen was sie mit ihrem Leben anfangen wollen, werden auch der Wirtschaft helfen.

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yvowald@freenet.de 11.08.2018, 12:27
3. Es werden ausschließlich Fachleute gebraucht

Der Vorstoß der CDU-Generalsekretärin ist und bleibt eine Schnapsidee.
Sowohl in den Streitkräften als auch in der Altenpflege werden ausschließlich Fachkräfte benötigt, die entweder über einen Studienabschluss oder über eine berufliche Fachausbildung verfügen müssen (bei der Bundeswehr ist ein internes Studium für Offizierinnen und Offiziere obligatorisch. Dafür stehen die Bundeswehr-Hochschulen in Hamburg und in München zur Verfügung).
Diese Dienstpflicht-Diskussion ist eine reine Sommerloch-Thematik und scheitert letztlich an den verfassungsrechtlichen Grenzen.

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mirkoklaus 11.08.2018, 12:31
4. Warum ein Pflichtjahr der Gesellschaft hilft

Wäre ein besserer Artikel gewesen.
Es ist traurig, dass wir alles nur aus der wirtschaftlichen Perspektive betrachten. Das wird uns vielleicht noch mehr Wohlstand bringen, aber uns als Gesamtgesellschaft nur noch mehr auseinandergerissen.

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ralle0507 11.08.2018, 12:37
5. Das ist nicht alles

Ob eine Wehr- oder Dienstpflicht der deutschen Wirtschaft schaden würde, wäre nur der kurzfristigste Aspekt.
Ich habe damals schon nicht verstanden, warum man dieses abgeschafft hat. Allein in der Pflegewirtschaft würde man doch nun wieder etliche kostengünstige Kräfte bekommen. Und auch wenn man darüber nicht gern spricht, aber unsere Bundeswehr benötigt auch Nachwuchs. Am wichtigsten aber finde ich es für die jungen Menschen selbst. Es macht erwachsener, sich für den Staat, bzw. für andere einzusetzen. Es formt den Charakter. Alte Wörter, so manch einer wird mich hier belächeln, aber meiner Meinung nach immer noch richtig.

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s-bahnfahrer 11.08.2018, 12:41
6. Wir sind die Ferengi auf diesen Planeten.

Es geht nur um Wirtschaft, Profi, Profit und nochmal Profit.
Es ist einfach nur ekelerregend!

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adrianizer1707 11.08.2018, 12:41
7. Wo leben wir eigentlich?

Der Staat meldet jedes Jahr neue Steuerrekorde, Deutschland ist reich. Trotzdem sollen die jungen Leute wie zu Kaiser Wilhelms Zeiten für den Staat kostbare Lebenszeit verschwenden?
Statt endlich Mobilfunknetze und Internet endlich angemessen auszubauen, was uns ja jetzt schon seit 15 Jahren versprochen wurde, lieber drei Schritte zurück zu Zeiten als die Jugend Kanonenfutter war?
Vorsprung durch Rückschritt?
Sind wir wieder im feudalen System der Monarchie angekommen mit einer CDU Generalsekretärin als Nachfolgerin der Kanzlerin? Wo leben wir eigentlich? I

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fördeanwohner 11.08.2018, 12:43
8. -

Zitat von yvowald@freenet.de
Der Vorstoß der CDU-Generalsekretärin ist und bleibt eine Schnapsidee. Sowohl in den Streitkräften als auch in der Altenpflege werden ausschließlich Fachkräfte benötigt, die entweder über einen Studienabschluss oder über eine berufliche Fachausbildung verfügen müssen (bei der Bundeswehr ist ein internes Studium für Offizierinnen und Offiziere obligatorisch. Dafür stehen die Bundeswehr-Hochschulen in Hamburg und in München zur Verfügung). Diese Dienstpflicht-Diskussion ist eine reine Sommerloch-Thematik und scheitert letztlich an den verfassungsrechtlichen Grenzen.
Weshalb sollte man in der Altenpflege nur Fachkräfte brauchen? Das ist so nicht richtig, denn das Problem ist doch, dass die Fachkräfte auch alle einfachen Tätigkeiten verrichten müssen. Essensausgabe, Kümmern, Kontrollieren, Wenden, Bettenbeziehen usw. Diese Dinge sind sehr wichtig, können aber auch von Zivildienstleistenden - wie früher ja ohne Probleme üblich - erledigt werden, so dass die Fachkräfte die Dinge erledigen können, zu denen nur eine Ausbildung befähigt. Selbiges gilt für Erziehungs- und andere Betreuungseinrichtungen.
Wie das bei der Bundeswehr aussieht, kann ich nicht beurteilen, aber auch dort gibt es sicherlich einfache Tätigkeiten, für die man nicht einen Abschluss in Raketenwissenschaft haben muss.

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Strangelove 11.08.2018, 12:45
9. Nein

Zitat von cup01
Es gibt ganz andere Faktoren, die eine Gesellschaft weiterbringen, als nur das wirtschaftliche Wachstum - welches ohnehin endlich ist. Wir wissen, dass unsere Schulen nicht auf das Leben vorbereiten und den jungen Menschen häufig keine Orientierung geben. Eine Dienstpflicht könnte dazu beitragen diese Lücke zu schließen. Selbstbewusste, emphatische und stolze Menschen, die wissen was sie mit ihrem Leben anfangen wollen, werden auch der Wirtschaft helfen.
häufig, könnte... das sagt ja schon alles aber von seinem Umfeld auf andere schließen und alles verallgemeinern hilft hier nicht weiter.

Nein eine Dienstpflicht hätte mich ganz sicher nicht zu einem besseren Menschen gemacht denn viele Menschen wie ich wissen sogar schon während der Schulzeit was sie wollen und dienen dem Staat und der Gesellschaft besser durch Freiwilligkeit als durch einen Zwangsdienst. Zum Glück konnte ich mich vor dem zu meiner Zeit noch obligatorischen Dienst geschickt drücken, er hätte mir eher geschadet als genützt und damit letzten Endes auch der Gesellschaft.

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