Forum: Wirtschaft
Vorstoß aus der Union: Warum eine Dienstpflicht der Wirtschaft eher schaden als nütze
DPA

Die CDU diskutiert über eine allgemeine Dienstpflicht in der Bundeswehr oder im sozialen Bereich. Rein volkswirtschaftlich wäre das nach Ansicht von Ökonomen alles andere als ein Gewinn.

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ulisses 11.08.2018, 13:55
40. Aber aber

Gute Argumente vom Autor.
Jedoch: es geht nicht um wirtschaftliche Aspekte.
Diese Pflicht sollte man sich leisten, denn man bewirkt vieles.
Z. B. Mehr Zusammenhalt in unserer freien, pluralistischen Gesellschaft.
Integration von Outsidern und Neuankömmlingen. Das wäre doch prima.
Und überspitzt formuliert: die schlimme, böse, faule Jugend bekommt noch mal „Schliff und Disziplin“, lernt, dass die Welt sich nicht nur um Karriere, Spaß und neue Medien dreht.
Wenn man als junger Mensch mal gemeinnützige Arbeit verrichtet hat und/oder im Militär war, identifiziert man sich viel besser im positiven Sinne mit dem Land und seinem Zustand.
Heute sind immer nur die anderen schuld und zuständig, wenn die Welt nicht so schön ist, wie man es gerne hätte.
Beispiel: In Japan müssen die Schüler und Schülerinnen die Klassenräume putzen.
Natürlich wäre ein bezahlter Reiningungsdienst im Endeffekt billiger und besser. Aber darum geht es den Japanern hier nicht.
Ich schreibe das, obwohl ich ansonsten sehr liberal eingestellt bin und oft FDP wähle.

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Fisch2355 11.08.2018, 13:57
41. Ökonomie ist nicht alles

Leider wird die Thematik in diesem Beitrag wieder nur einseitig unter wirtschaftlichen Aspekten betrachtet.
Ich denke, die Frage, der wir uns als Nation stellen müssen ist, ob wir in der Lage sein wollen, einer Aggression/Bedrohunh angemessen entgegentreten zu können.
Wenn nein, kann alles so bleiben wie es ist, und wir können die Bundeswehr weiter kaputt sparen.
Wenn ja, brauchen wir ein Konzept wie wir diese Verteidigungsfähigkeit ( wieder ) herstellen wollen, denn in der üngeren Vergangenheit haben wir uns in der sicherheitspolitischen Hängematte ausgeruht, die uns vornehmlich unsere amerikanischen Bündnispartner zur Verfügung gestellt haben, worauf wir uns aber seit Trump nicht mehr verlassen können/sollten.
Welche Möglichkeiten gibt es? Einmal eine Berufsarmee, die m.E. bei den üblichen Verdächtigungen mit der direkten Bedrohungslage völlig überfordert wäre, zum anderen eine Freiwillgen-Armee, mit der es auch nicht wesentlich besser aussähe. Bliebe dann noch die allgemeine Wehrpflicht...

Die Frage, ob die junge Generation der Gesellschaft etwas "schuldig" ist, sehe ich als eher nachrangig an.

Ich denke jeder Einzelne unser jungen Mitbürger muss für sich entscheiden, was er/sie bereit ist zu investieren, damit mit er/sie auch in Zukunft in den Freiheiten leben kann, die für uns heute so selbstverständlich sind, denn die Konsequenzen einer erfolgreichen Aggression müsste naturbedingt die junge Generation deutlich länger ausbaden als wir Alten.
Polen und die baltischen Staaten sind uns diesbezüglich ein deutliches Stück voraus !

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fördeanwohner 11.08.2018, 13:58
42. -

Zitat von jowitt
Wieso soll ein Pflichtjahr für einen jungen Menschen ein Gewinn sein? Das erschließt sich mir nun wahrlich nicht. Das wäre eher ein verlohrenes Jahr. ...
Schade aber, dass man mit Geld keine Erfahrung, Einfühlungsvermögen und Know How kaufen kann.

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Rubikon_2016 11.08.2018, 13:58
43. Das ausgerechnet

im Spiegel derartiger Blödsinn verbreitet wird und, noch viel schlimmer, jeder Vorschlag zu jedem Thema zunächst einmal unter volkswirtschaftlichen Aspekten betrachtet wird, ist schon ein Skandal für sich. Der gesellschaftliche Aspekt ist wichtig und die Auswirkungen auf die Umwelt und das Klima. Die Wirtschaft interessiert mich überhaupt nicht, die kommen auch so klar.

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oalos 11.08.2018, 14:00
44. Ach ja ?

Zitat von cup01
Es gibt ganz andere Faktoren, die eine Gesellschaft weiterbringen, als nur das wirtschaftliche Wachstum - welches ohnehin endlich ist. Wir wissen, dass unsere Schulen nicht auf das Leben vorbereiten und den jungen Menschen häufig keine Orientierung geben. Eine Dienstpflicht könnte dazu beitragen diese Lücke zu schließen. Selbstbewusste, emphatische und stolze Menschen, die wissen was sie mit ihrem Leben anfangen wollen, werden auch der Wirtschaft helfen.
Dann solllten wir unsere Schulen besser ausstatten und qualifizieren, um jungen Menschen beim Start ins Leben behilflich zu sein.
Viele von denen, die seinerzeit zur BW eingezogen worden sind, haben mir noch jahrelang von den Unsinnigkeiten u. Demütigungen dort erzählt und sich den Frust von der Seele reden müssen. Klar, die Wirtschaft braucht immer auch die Geknickten, Abgerichteten, die beim Cheffo in Hab-Acht-Stellung gehen.
Und was glauben Sie, wo in der Pflege, im soz. Dienst oder im Krankenhaus die Dienstverpflichteten in der Hierarchie stehen, zudem in diesen Bereichen jetzt auch oft Profit erwirtschaftet werden muß?

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Trudi 11.08.2018, 14:01
45. Ablenkungsmanöver

Ich verstehe einfach nicht, warum die Politik nicht zugibt, dass man gar kein "soziales" Pflichtjahr" einführen kann. Ein reines "soziales" Pflichtjahr verstößt gegen EMRK Art.4. Dazu gibt es bereits mehrere rechtliche Gutachten. Auch von Journalisten würde ich dies erwarten.
Wenn man versucht, ein "soziales" Pflichtjahr über den Umweg des Wehrersatzdienst einzuführen, muss man (da man es ja für beide Geschlechter will) erst einmal das GG ändern. Alle die nach einer Wehrpflicht schreien, sollten auch bedenken, dass laut 2+4 Vertrag Deutschland nicht mehr als 370.000 Soldaten (inklusive Berufssoldaten) haben darf. Wie will man dann bitte ca. 700.000 Schulabgänger pro Jahr Wehrdienst leisten lassen? Zum Ersatzdienst kann man keinen zwingen. Ein solcher Dienst ist schlicht rechtlich nicht durchsetzbar. Statt sich wirklich mal Gedanken zu machen, wie man Jugendliche für soziale Berufe gewinnen kann, lenkt die Politik ab und bedient diejenigen, die Jugendlichen gern mal "erziehen" wollen. Gern auch die, die selber keine Lust hatten, selber Kinder groß zu ziehen. Zwingen passt halt besser zur deutschen Seele als überzeugen. Deshalb ist jeder Artikel darüber schlicht nicht sinnvoll und am Thema vorbei.

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r_b 11.08.2018, 14:02
46.

Die Dienstpflicht ist die Wehrpflicht? Oder sind das 2 paar Schuhe?
Wenn es nur um die Wehrpflicht geht, im Zusammenhang das heute ein US Präsiden Trump im Westen regiert und im Osten ein Präsident der Russischen Föderation, namens Putin, sollte die Wehrpflicht, die für alle gilt, und keine Unterschiede macht, reaktiviert werden.
Damit einhergehend ist auch die Erhöhung der Truppenstärke. Damit die BW die Landesverteidigung und seine Bündnisverpflichtungen adäquat erfüllen kann. Dazu, ist auch eine Ausrüstungsoffensive dringend nötig. Amphibische Angriffsschiffe der US Amerikaner, Hubschrauberträger der Mistral Klasse der Franzosen und Großraumtransportflugzeuge mit interkontinentaler Reichweite, wie bei den Typen: Boeing C-5M, C-17 und Antonov 124 und An 225. Aufbau einer 3. Panzerdivision und die BW erhält wieder Marine-infanterie und Luftlandetruppen. Für die Küstenüberwachung werden Schnellboote der norwegischen Skjold Klasse gekauft und V-22 Osprey Flugzeuge.
Frauen, müssen genauso lange Märsche absolvieren wie Männer. Früher, war es anders.
Wenn Frauen Gleichberechtigung wollen, dann bitte auch mit allen konsequenzen, so das jeder den Wehrdienst schaffen kann. Der mindestens 12 Monate dauern muss.

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loom_de 11.08.2018, 14:10
47. Trivial

Das Verteidigungamaßnahmen keinen Wohlstandszuwachs erbringen ist doch jedem klar. Hier sei an das kontroverse 2% Ziel für die Nato erinnert. Wohlhabender werden wir dadurch sicherlich nicht. Aber ohne ausreichende Verteidigungsfähigkeit ist die Grundlage jeder Volkswirtschaft bedroht. Die Wehrpflicht kann ein sehr gutes Rekrutierungsprogramm für eine leistungsfähige Berufsarmee sein. Allerdings muss man den Wehrpflichtigen auch etwas bieten und ihnen sinnvolle Aufgaben und Verantwortung geben.

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oalos 11.08.2018, 14:20
48. Ganzheit.

Zitat von fördeanwohner
Weshalb sollte man in der Altenpflege nur Fachkräfte brauchen? Das ist so nicht richtig, denn das Problem ist doch, dass die Fachkräfte auch alle einfachen Tätigkeiten verrichten müssen. Essensausgabe, Kümmern, Kontrollieren, Wenden, Bettenbeziehen usw. Diese Dinge sind sehr wichtig, können aber auch von Zivildienstleistenden - wie früher ja ohne Probleme üblich - erledigt werden, so dass die Fachkräfte die Dinge erledigen können, zu denen nur eine Ausbildung befähigt. Selbiges gilt für Erziehungs- und andere Betreuungseinrichtungen. Wie das bei der Bundeswehr aussieht, kann ich nicht beurteilen, aber auch dort gibt es sicherlich einfache Tätigkeiten, für die man nicht einen Abschluss in Raketenwissenschaft haben muss.
Das soll anständig bezahlt werden, dann finden sich auch Arbeitskräfte. Mir sind noch Zeiten in Erinnerung, wo eine Fachkraft eingespart wurde und 2 Zivildienstleistende antraten. Zu den sog. einfachen Tätigkeiten gehört Empathie, Zuhören, Aufmerksamkeit, Vertrauen -- das betrifft die psychische Betreuung bei Alten, Kranken, Bedürftigen, ... , das ist nicht zu trennen. Möchten Sie eines Tages von bald wieder wechselnden Zwangsverpflichteten nur so Lapidares hören wie: Opa, mach die Beine breit, ich muss Dich waschen! ?

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kalim.karemi 11.08.2018, 14:25
49. Seltsam

Dienstpflicht schadet der Wirtschaft ein Euro Jobs aber nicht?

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