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Vorstoß aus Hamburg: Grüne wollen Vermieter mit Steuerbonus für faire Mieten belohnen
DPA

Hamburgs Justizsenator hat eine neue Idee, um den Anstieg der Mieten in Großstädten zu begrenzen: Der Grünenpolitiker schlägt einen Steuerbonus vor - für Vermieter, sofern sie die "Mieten im Rahmen halten".

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Benjowi 10.05.2019, 18:13
1. Pharisäerhaftes Getue.

Das ist schon eine lustige Volte, die dort zumindest vordergründig vollführt wird. Bisher ist es nämlich so, dass die Finanzämter die Vermieter quasi zu Mieterhöhungen zwingen, wenn die Miete nach Amtsmeinung zu weit unter den sogenannten ortsüblichen Mieten liegt. Ansonsten wird der Werbungskostenabzug gekürzt oder verhindert. Vielleicht sollte man erst einmal solche Mätzchen unterbinden, bevor der Staat so tut, als würde er Mietsteigerungen bekämpfen.

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captain twang 10.05.2019, 18:15
2. na bitte!

gute idee! bin einer von den humanen vermietern und möchte es gerne bleiben.

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Mondlady 10.05.2019, 18:16
3. Verrückt geworden?

Was soll das? Wenn Vermieter sich menschlich verhalten, indem sie die Mieten nicht ins Unermessliche steigern, sollen sie auf Kosten aller Steuerzahler belohnt werden? Sowas kann wirklich nur einem kranken grünen Hirn einfallen! Setzt euch lieber dafür ein, dass es eine gesetzliche Obergrenze (ja, ich weiß, das Wort hört ihr nicht gerne) für Mieten / qm gibt. Das würde den Mietern wirklich helfen, ohne noch zusätzlich die Steuerzahler zu belasten. Auch wenn man das Geld nicht zusätzlich zahlen muss, es fehlt eben dann an anderer Stelle!

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KuGen 10.05.2019, 18:23
4. Die Vorschläge strotzen vor wirtschaftlicher Ahnungslosigkeit

Die Anhebung der Miete in Höhe der Inflationsrate ist reiner Werterhalt. Was soll daran unfair sein ?

Belohnt werden nach dem Modell also Vermieter, die doof genug sind, laufenden Wertverlust hinzunehmen. Steuerbonus für Doofheit.

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1zelner 10.05.2019, 18:26
5. Vielleicht

sollten die Politiker mal darüber nachdenken, ob es nicht viel sinnvoller wäre, die seltsam "mieterfreundlichen" Gerichtsurteile der letzten 15 Jahre mal durch das Justizministerium durchforsten zu lassen.
Wenn ich als Vermieter gezwungen werde, alle 10 Jahre die Fußböden zu erneuern, weil der Mieter es wünscht und gerichtlich durchsetzen kann; wenn ich als Vermieter nicht nach dem Auszug eines Mieters 20.000,- Euro in die Tapezierung und Wiedervermietbarkeit einer Wohnung stecken muss, sondern nur die kalkulierten 0,50 Euro pro Monat und Quadratmeter, dann brauche ich meine Miete auch nicht so stark erhöhen. Mit jedem "mieterfreundlichen" Gerichtsurteil für einen Mieter, wird die Miete für alle Mieter in Deutschland teurer.
Vielleicht wäre es also mal ganz gut, wenn Mietern, die die Wohnung vergammeln lassen, diese auch durch die Gerichte zur Kasse gebeten werden, als dass alle Mieten in Deutschland steigen, weil viele meinen, sich nicht mehr in Acht nehmen zu müssen. Das hätte auch durchaus ökologische Vorteile!
Wir leben leider in einer Zeit von sinnlosem Konsum, in welcher Dinge nicht mehr gepflegt werden (müssen), sozial schwächere sich benehmen können wie sie wollen, und dieser Maßstab dann auch von anderen Teilen der Bevölkerung angewendet wird. Entsetzlich.

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claus7447 10.05.2019, 18:27
6. Ist zumindest kreativ

Von den C Parteien kommt da nichts. Die FDP hat sich schon hinter dem Haus & Grund Verein versammelt. Aber es gibt vermutlich jede Menge faire Vermieter, meine Schwiegermutter, die hat seit 10 Jahren die Miete für ihre Mutter in nicht erhöht, obwohl sie das mindestens schon 4 x gekonnt hätte.

PS: ich bin nicht in Miete.

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Freidenker10 10.05.2019, 18:32
7.

"Sofern sie die Mieten im Rahmen halten". Das kann ja auch wieder alles bedeuten. Die Mietpreisbremse war ja nun auch ein völliger Rohrkrepierer! Warum nur drückt sich die Politik um die einzig wirksame Maßnahme, nähmlich dem massiven Ausbau von sozial gefördertem Wohnraum? Es müssen ja nicht mal Innenstadtwohnungen sein, eine Erweiterung des jeweiligen Speckgürtels reicht ja auch und da gibts noch Platz!!!

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jpphdec 10.05.2019, 18:39
8. Greifen Sie dem nackten Mann in die Tasche?

Zitat von 1zelner
die Wohnung vergammeln lassen, diese auch durch die Gerichte zur Kasse gebeten werden, [...] sich benehmen können wie sie wollen, und dieser Maßstab dann auch von anderen Teilen der Bevölkerung angewendet wird. Entsetzlich.
Es ist wirtschaftlich betrachtet nachteilig (Ex-)Mieter, die ohnehin nichts haben, auch noch zu verklagen. Sie bleiben zusätzlich zu Ihrem schon bestehenden Schaden auch noch auf den Anwalts- und Gerichtskosten sitzen.

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1zelner 10.05.2019, 18:39
9. Tja

Zitat von claus7447
Von den C Parteien kommt da nichts. Die FDP hat sich schon hinter dem Haus & Grund Verein versammelt. Aber es gibt vermutlich jede Menge faire Vermieter, meine Schwiegermutter, die hat seit 10 Jahren die Miete für ihre Mutter in nicht erhöht, obwohl sie das mindestens schon 4 x gekonnt hätte. PS: ich bin nicht in Miete.
Tja, dann sollte Ihre Schwiegermutter mal aufpassen, dass das Finanzamt keine Nachforderungen stellt, da der Wohnraum an Verwandte zu preiswert überlassen wurde.

Ich kann im übrigen nicht erkennen, wieso die Politik es unterstützt, dass alle möglichen Leute meinen, in HH oder MUC wohnen zu müssen. Es gibt in ganzen Bereichen in D einen Leerstand von schönen Wohnungen. Es sind Politiker gefragt, die in diesen Regionen auch Arbeitsplätze schaffen.

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