Forum: Wirtschaft
Vorstoß aus Hamburg: Grüne wollen Vermieter mit Steuerbonus für faire Mieten belohnen
DPA

Hamburgs Justizsenator hat eine neue Idee, um den Anstieg der Mieten in Großstädten zu begrenzen: Der Grünenpolitiker schlägt einen Steuerbonus vor - für Vermieter, sofern sie die "Mieten im Rahmen halten".

Seite 3 von 4
dieter-ploetze 10.05.2019, 19:06
20. gute idee

das sollte generell bei mieten einige prozent unter dem mietspiegel gelten, auch bei moderaten erhoehungen.
denn bisher ist es paradoxer weise genau umgekehrt, da werden guenstige vermieter zur kasse gebeten, mit
dem hinweis, bitte kein gelld zu verschenken. sie werden quasi aufgefordert, eine ortsuebliche vergleichsmiete
zu verlangen, dann wird auch die steuer nicht hoch geschaetzt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mirage122 10.05.2019, 19:12
21. So ist die Praxis - auch in Hamburg!

In unserer Wohnanlage aus den 70ger Jahren haben die alteingesessenen Mieter noch wunderbare Verträge. Es wird aber ganz gezielt daran gearbeitet, diese älteren Herrschaften irgendwie heraus zu bekommen, weil die Neu-hinzu-Gekommenen ganz andere Konditionen bekommen: Eine Staffelmiete, die alle zwei Jahre um 20% erhöht wird. Dumm, wer sich auf sowas einlässt. Es wird auch ohne Umschweif darauf hingewiesen, dass man nur an Neu-Verträgen interessiert ist. Durch eine derartige Fluktuation hat sich die Lebensqualität enorm verschlechtert. Insofern würde eine festgesetzte Miete für 5 Jahre schon als Erfolg zu bezeichnen sein. Und der Anreiz mit der Steuer könnte vielleicht ein Weg sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Mertrager 10.05.2019, 19:31
22. Undank

Du kannst bei der Miete sozial sein, wie du willst. Es wird selten honoriert. Das Verhältnis Mieter zu Vermieter ist durch jahrzehntelangen „Klassenkampf“ und unfaire Gerichtsurteile langfristig zerrüttet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
esboern 10.05.2019, 19:36
23. Ausschlagebend

für die Miete ist der Mietspiegel oder die Vergleichsmieten, wenn die der Vermieter nicht verlangt, bekommt er Ärger mit den Aasgeiern vom Finanzamt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kirschlorber 10.05.2019, 20:00
24. Die Früchte ihrer Politik

Die Grünen dürfen aktuell die Früchte ihrer Politik aus den frühen 2000er ernten. Gemeinsam mit SPD führten sie seinerzeit den bisher umfangreichsten Niedriglohnsektor ein. Keine Beiträge- keine Rente. Meistens liegt es nämlich nicht an den zu hohen Mieten. Sondern an den zu geringen Einkommen und Renten. Umdenken nicht absehbar. Weder bei SPD noch bei Grünen. Es ist ja auch viel bequemer auf den bösen Miethai einzuprügeln.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hyacinth 10.05.2019, 22:29
25. Bitte auch in Hessen einführen!

Mein Vermieter hat seit 2011 nicht erhöht und verlangt im Übrigen eine sehr faire Miete für das Rhein-Main-Gebiet!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Gedanke 10.05.2019, 22:34
26. Zusammenfassung

Zitat von KuGen
Die Anhebung der Miete in Höhe der Inflationsrate ist reiner Werterhalt. Was soll daran unfair sein ? Belohnt werden nach dem Modell also Vermieter, die doof genug sind, laufenden Wertverlust hinzunehmen. Steuerbonus für Doofheit.
Vielleicht kann man verallgemeinern:

Wenn der Staat Ihnen etwas Gutes tun möchte sollten Sie stutzig werden und das Gegenteil unternehmen ;-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
opar 10.05.2019, 23:07
27. Ach, jetzt sollen wieder die anderen Steuerzahler

die Miete von Mietern aufhübschen, die sich den Luxus erlauben, in der teuren hippen Stadt zu wohnen?

Es gibt vielleicht 5 Millionen Mieter die in den ganz teuren Städten wohnen, und den Spaß sollen 75 Millionen nicht dort wohnende subventionieren?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sternum 11.05.2019, 07:29
28.

statt die "Guten" zu belohnen, könnte man auch die "Bösen" bestrafen. Wer also viel Mieterhöhung durchsetzt oder über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt, muss mehr zahlen. So hätte auch der Steuerzahler etwas davon.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
watch15 11.05.2019, 08:06
29. Ein neuer Witz der Grünen

Leider läuft es momentan falsch herum. Wenn der Vermieter eine Miete verlangt, die deutlich unterhalb der Marktmiete liegt, dann wird ihm Liebhaberei unterstellt und er kann (wenn er Pech hat) gar nichts mehr von der Steuer absetzen und muss die Miete voll versteuern. Liebhaberei nennt das Finanzamt dann so etwas und nicht soziales Verhalten. Was für eine Lachnummer

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 4