Forum: Wirtschaft
Vorstoß der Grünen: Ein-Euro-Tickets - populistisch, aber nicht dumm
imago/ Gottfried Czepluch

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter fordert Ein-Euro-Fahrtickets für alle - und damit quasi kostenlosen Nahverkehr. Die Idee ist populistisch, könnte aber positive Auswirkungen haben.

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alpstein 14.10.2018, 20:35
90.

Zitat von *Querdenker*
Als ich den Artikel las, dachte ich an meine Zeit in Paris zurück. METRO war sagenhaft günstig! Ich habe mal die aktuellen Preise für die METRO nachgesehen und einen Vergleich mit dem RMV hier gemacht. Der Preis für einen erwachsenen Fahrgast beträgt 1,90 €. Der 10er-Pack („carnet“ genannt) kostet 14,50 € (Ersparnis 27%). Mit diesem Ticket kann man 1,5 Stunden lang die öffentlichen Verkehrsmittel in Paris benutzen, also Metro, Bus, Bahn und Straßenbahn für quasi 1,45 Euro. Für die Strecke Friedberg(Hessen) - Frankfurt/Main werden hier 8,50 Euro fällig, einmal davon abgesehen, dass das Metro-Netz erheblich besser ausgebaut ist als U- und S-Bahn-Netz im Rhein-Main-Gebiet. Was ist daran populistisch?
Dafür ist die Metro zu den Stossreiten z. B 7- 9 und 11-14, 17- 20:00 Uhr und so voll das man Gefahr läuft erdrückt zu werden.

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frenchie3 14.10.2018, 20:39
91. Wenn ich höre daß ÖPNV zu teuer ist

Verglichen mit dem Auto ist er billiger, mit Inspektionen, Sprit, Versicherung kann ich mir erste Klasse Bus leisten. Bin ich jetzt stinkreich? Dafür dürfte ich mich mit Bus und Bahn mit den Einkäufen rumschleppen, auf verspätete Gefährte im Regen warten, auf zu früh abgefahrene Busse fluchen - falls dahin wo ich will überhaupt was zu akzeptablen Zeiten fährt. Da zähle ich nicht mal die mir ins Gesicht niesenden oder mich besoffen anlallenden, nervtötente ins Telefon Brüller und Radiohörer dazu. Bringt erst mal die infrastrukturellen Nachteile beiseite - und das darf durchaus einen angemessenen Preis kosten

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whitemouse 14.10.2018, 20:39
92. Nicht neu

Der Vorschlag ist nicht neu und nicht grün. Ich halte ihn im Nahverkehr für sinnvoll. Die Kosten wären riesig, dürften aber gut investiert sein. Abgerissene Strecken würden wieder neugebaut, vorhandene saniert, neue geschaffen. Sinnvollerweise wäre zugleich in den Güterverkehr mit der Bahn zu investieren.

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gotthard.augst 14.10.2018, 20:44
93. wieso populistisch?

„Ein-EuroTickets – populistisch, aber nicht dumm“ titelt Spiegel-ONLINE am 14.10.2018.

Schön. Aber weshalb unmittelbar im Titel die absichtliche Bewertung mit „populistisch“ ?
Was hat sich der Autor dabei gedacht?
Wie ist der Begriff „populistisch“ aufgeladen worden und wie soll er wirken?

Laut Wikipedia: „… Populismus ist häufig geprägt von der Ablehnung von Machteliten und Institutionen…, Berufung auf den „gesunden Menschenverstand“ ... und die „Stimme des Volkes …
Populismus betont häufig den Gegensatz zwischen dem „Volk“ und der „Elite“ und nimmt dabei in Anspruch, auf der Seite des „einfachen Volkes“ zu stehen.“

Mit anderen Worten: Ein-Euro-Tickets sind vom einfachen Volk für das einfache Volk erfunden!
Also: Der Vorschlag ist nicht weiter ernst nehmen!?

Manche wissen aber oder haben gelesen oder selbst erlebt:
•Diesel ist ganz schlecht, vor allem wenn Arbeitnehmer damit zur Arbeit fahren müssen
•der öffentliche Nahverkehr ist überfordert oder leidet bzw. wird in Amerika aufgekauft, um die Autoindustrie zu stärken
•Subversionen bevorteilen häufig die Falschen bzw. Unbedürftigen

Der Vorschlag, den öffentlichen Nahverkehr attraktiver und preiswerter zu machen, trifft aber den Kern, der auch mit Klimazielen konform ist:
•der Straßenverkehr (eine Person pro Auto) wird tendenziell reduziert
•wer sich kein eigenes oder neues Auto leisten kann - soll es ja geben - wird unterstützt
•Missbrauch unmöglich: Wer fährt, um der Bahn „zu schaden“, stundenlang mit der Bahn?
•der allgemeine Personen-Berufsverkehr auf der Straße wird tendenziell abgebaut
•die Infrastruktur profitiert

Liebe Politiker aller Richtungen: Sagt einfach gemeinsam JA und unterstützt diese grundlegende Idee!

Vielleicht wäre Deutschland schon weiter, wenn nicht viele Vorschläge augenblicklich mit „Schwarz, Rot, Grün, Gelb usw. oder Links, Rechts, Braun usw.“ von vorn herein Meinungs-Trend-Bestimmend etikettiert bzw. kanalisiert würden.
Verfolgt man öffentliche Diskussionen, sind auch in Zukunft vernünftige, parteiübergreifende Aktionen leider kaum zu erwarten…

Liebe Politiker aller Richtungen: Sagt einfach JA und unterstützt gemeinsam die Idee mit Ein-Euro-Tickets für alle Bundesländer. Vielleicht gibt es anstelle von Ein-Euro-Tickets auch andere oder noch bessere Möglichkeiten, den öffentlichen Nahverkehr zu verbessern.
Feilscht nicht um Zustimmungsquoten für eure Parteien, sondern handelt gemeinsam mit „gesundem Menschenverstand“ im Interesse der Gemeinschaft und der Umwelt. Wer nur bis zum eigenen Tellerrand zu schauen vermag, wird die Idee grundsätzlich verwerfen. Wer aber imstande ist, weiter zu blicken, wird sie unterstützen und gemeinsam Lösungen finden.

Besonders in Ballungsgebieten kann nur ein gut funktionierender, öffentlicher Nahverkehr die Verkehrsprobleme lösen bzw. die Emissionen senken. Das sollte doch unbestritten sein.

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remixbeb 14.10.2018, 20:44
94. Warum populistisch?

Warum genau soll dieser Vorstoß populistisch sein? Es ist eine Idee, die durchaus Sinn machen würde, wenn sie irgendwie finanzierbar ist. Ehrlich gesagt denke ich nur solche "radikalen" Änderungen können wirklich etwas bewirken.

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dagmar1308 14.10.2018, 21:05
95. Es geht um den Nahverkehr

Da steigen eher die Radfahrer um und vor allem die Fußgänger, die keine 2 km mehr laufen wollen.
Kurze Strecken mit dem PKW sind abnehmend, da Parksuche und Gebühren dies zunehmend ungemütlich machen.
Bleibt dann das Problem der Kapazität.
Viel Spaß dann in der Rush Hour in der Sardinenbüchse. Freut die Taschendiebe. Der Duft der großen weiten Welt kommt dazu.
Was nichts oder fast nichts kostet wird exzessiv genutzt aber nicht geachtet. Hat eigentlich keinen Wert.

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matbhmx 14.10.2018, 21:08
96. Die Idee wäre gut, wenn sie ...

... gut wäre! Wer meint, auch nur einen Teil des Straßenverkehrs in den ÖPNV zu bringen, verkennt die Leistungsfähigkeit des ÖPNV, der in den großen Städten jedenfalls zu den maßgeblichen Zeiten bereits völlig überlastet ist. Da bedarf es noch nicht Mal der diversen Störungen, die zunehmend im Nahverkehr auftreten. Und auf dem flachen Land müsste man, wollte man nennenswert Fahrzeugfahrer zum ÖPNV bringen, diesen massiv ausbauen - wird sich aber nie finanzieren lasssen. Richtig ist der Ansatz, Familien zu entlasten, indem man künftig Schüler kostenlos oder für einen Winzbetrag (Jahreskarte 80,- €) fahren lässt. Man wird sich übrigens wundern, wie die Unfallzahlen sich entwickeln, wenn Deutschland plötzlich per Rad unterwegs ist - wie zu tiefsten kommunistischen Zeiten in China.

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Lmeter 14.10.2018, 21:08
97. Unrealistisch

Es gab schon solche Versuche. Resultat war das die Busse ständig überfüllt waren manche viele den Bus nur für eine Haltestelle genutzt haben. Das die Laufendenkosten dann durch Steuern finanziert wird scheint auch egal zu sein. Nein Wettbewerb wird es nicht fördern. Wettbebwerb findet am Ende immer über den Preis statt. Gibt es einen festgelegten leidet nur eines die Qualität darunter. Ich habe allerdings nix dagegen die "Stundentickets" mehr Gruppen zugänglich zu machen, aber eben auch nicht allen. Die Forderung ist also nicht nur poplistisch die Angsprochenen Vorteile im Artikle sind die Falschen und werden so auch nicht in der realität stattfinden.

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trex#1 14.10.2018, 21:11
98.

Die Autorin scheint wenig Ahnung vom Zustand der ÖPNV zu haben. Busse und Bahnen sind in Spitzenzeiten völlig überfüllt, da ist kein Platz mehr für weitere Fahrgäste. Der Bahn fehlen Lokführer, den kommunalen Verkehrsbetrieben Bus- und Straßenbahnfahrer. Die Infrastruktur ist so marode wie viele Bahnen, Schienenverkehr auch mal gesperrt. Vielfach kann jetzt schon der dichte Verkehr nicht mehr ohne Verspätungen organisiert werden.

Mir graut schon vor einem strengen Winter, wenn viele Autofahrer glauben, sie könnten einfach auf Bahn und Bus umsteigen und dort für Chaos sorgen. Wenn jetzt noch die hinzu kommen, für die für 1 Euro die Bahn für 24 Stunden zur Wärmstube machen, um Heizkosten zu sparen, dann Gute Nacht.

Aber solche Vorschläge kommen von Leuten, die mit Autos fahren, vielleicht mit Dienstwagen

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dagmar1308 14.10.2018, 21:14
99. Alles umsonst

Wer hat noch eine Idee. Wohnraum, Betreuung, Internet, Kultur in jeglicher Form, das auch in der Bildung, Lebensmittel, ob in den Tafeln, Kantinen oder verschiedenen Subventionen, warum muß jeder x mal am Tag von A nach B.
Ist einfach nur Konsum, zu 50% überflüssig. Alles mit 70 % konventioneller Energie. Den Wind und Solarausbau brauchen wir für die Grundversorgung der wachsenden Bevölkerung...

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