Forum: Wirtschaft
Vorstoß des Bundesarbeitsministers: Heil will Selbstständige zu Altersvorsorge verpfl
DPA

Rund drei Millionen Selbstständige haben keine Vorsorge fürs Alter. Arbeitsminister Heil will sie jetzt per Gesetz in den Kreis der Abgesicherten aufnehmen - und in das System einzahlen lassen.

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dbeck90 06.04.2019, 11:02
100. Ich würde gründen einfach komplett verbieten

Einfach per Gesetz das Gründen einer Firma verbieten. So hat dann auch keiner das Risiko, dass dieses Unterfangen wegen zu hoher staatlicher Abgaben scheitert und der Unternehmer auf der Straße landet „ironie off“. Man muss heutzutage als Selbstständiger schon Unsatzsteuer zahlen, Verpackungsrecycling, muss dafür zahlen, dass andere Stellen Elektrogeräte recyclen (die sie eh nicht recyclen) und man verbietet private Elektroannahmestellen. Natürlich kommen zur Märchensteuer auch die Krankenversicherung, und die Kommunalabgaben, die nicht mehr wirklich auf Gewinn basieren. Man braucht schon einen Monatsgewinn von min. 3-4.000€, um heute als Selbstständiger menschenwürdig zu leben.

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bartnelke 06.04.2019, 11:03
101. Das ist bei Bauern schon lange Pflicht

durch Heirat war ich plötzlich in der landw. Alterskasse pflichtversichert, jahrelang musste ich den Nachweis der eigenen Absicherung erbringen um davon befreit zu werden. Das ist zwar lästig, aber sinnvoll.

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madlock 06.04.2019, 11:03
102. Ein paar Fakten

Es ist wirklich erstaunlich, was hier von einigen Foristen so an Halbwahrheiten verbreitet wird. Und der Artikel ist nicht viel besser: von den drei Millionen Selbständigen sorgen die meisten für das Alter vor, allerdings nicht durch Beiträge in die Deutsche Rentenversicherung oder ein Versorgungswerk, sondern durch Aktien, Fonds, Immobilien und Versicherungen. Darüber hinaus finanzieren viele Selbständige durch ihre hohen Steuerzahlungen den Steuerzuschuss für die Deutsche Rentenversicherung, obwohl sie in der Regel keine Leistungen daraus erhalten. die Einbeziehung der Selbständigen in die Rentenversicherung führt außerdem nur kurzfristig zu mehr Geld im System, denn Selbstständige werden laut Studien etwas älter als Angestellte. Damit belasten sie später als Empfänger die Rentenversicherung in einem höheren Umfang. Herr Heil geht also unwissend oder aus populistischen Gründen von falschen Voraussetzungen aus und verschweigt darüber hinaus die langfristigen Konsequenzen seiner Pläne.

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toledo 06.04.2019, 11:06
103. Woher kommt eigentlich

dieser fixe wahnhafte Zwang, immer auf die Versorgungen anderer (Beamte, Selbstständige) zu schielen und nebulös irgendwas Gerechtes und Alle müssen zu fördern?
Möchtet ihr Beamtenhasser etwas von meiner Pension anhaben? Soll ich für euch verzichten, die ihr weniger habt?
Soll ich jetzt verzichten für Leute, die es einfach nicht gerafft haben, vernünftige Beiträge in die RV einzuzahlen?
Woher kommt bloss diese Idee, im Alter alle über einen Kamm scheren zu wollen?
Ich habe auch 44 Jahre dem Staat gedient und werde nicht auf den letzten lausigen Cent verzichten.
Jede dieser Diskussionen in den Medien endet immer wieder in einer dieser unsachlichen Neid- und Gerechtigkeitsdebatten, vorgetragen meistens von Menschen mit Tunnelblick (ich kriege zu wenig... ungerecht.. immer die anderen...etc) und wenig Sachverstand.

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heiko1977 06.04.2019, 11:07
104.

Zitat von odapiel
Wenn dabei wieder derart hirnrissige Beitragshöhen rauskommen, wie bei der GKV, dann werden sich jede Menge Kleinselbstständige ins ALGII abmelden. Dort wird übrigens auch nicht vorgesorgt, liebe Regierung. Und wer hats gemacht?
Und wer hat rumgeheult wir bräuchten eine Reform des Sozialstaates? Genau dier BDI (damals Hundt und Olaf Henkel) IHK und andere Arbeitgeber Verbände. Die haben sogar der Politik gedroht abzuwandern und sorgten für Massenentlassungen für die entsprechenden Druck.

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wibo2 06.04.2019, 11:11
105. Dickes Auto und teure Wochenendurlaube statt Rente im Alter ???

Zitat von qoderrat
Die die jetzt ein dickes Auto fahren haben genug Wissen und Einkommen um sich über die klassischen Wege Aktien und Immoblilien abzusichern. Um diesen Personenkreis geht es bei diesem Vorschlag nicht so sehr, ...
Auch die besser gestellten Selbstständigen brauchen eine sichere Grundrente.
Altersvorsorge mit Aktien: Mit Aktien können Sie für die Rente sparen und diese aufstocken. Gute Aktien werfen langfristig gute Renditen ab und können für die private Altersvorsorge genutzt werden.
Es gibt aber auch schlechte Aktien. Bei Aktien muss man immer mit Kursschwankungen rechnen. Sie sind daher nur bedingt zur Altersvorsorge geeignet. Eine Grundsicherung über ein Umlagesystem
ist deshalb zu bevorzugen. Auch um das Risiko, in die Sozialhilfe gehen zu müssen, zu vermeiden. Leider sind auch Immobilien nur bedingt zur Altersvorsorge geeignet, weil es hier auch hier ziemlich große Risiken gibt.

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friese77 06.04.2019, 11:12
106.

Zitat von DerDoof
Bereits heute wird die Rentenkasse um 100 Mrd € jährlich aufgestockt, in Zukunft vermutlich noch mit wesentlich mehr Geld. Durch die Zahlung von Gewerbe- und Einkommensteuer von mehreren Hunderttausend € pro Jahr trage ich als Selbständiger also bereits jetzt dazu bei, dass die Rentenkasse nicht kollabiert, ohne irgendeine Gegenleistung zu bekommen.
Das stimmt nicht! Diese Lüge wird seit Jahrzehnten verbreitet, entbehrt aber jeder Grundlage. Es gibt keine Zuschüsse des Bundes zur Rentenversicherung! Die sogenannten Bundeszuschüsse gleichen nicht einmal die Ausgaben für versicherungsfremde Leistungen aus der Rentenkasse aus.
Der frühere Dachverband der Rentenversicherungs-Träger VDR - 2002 umorganisiert und umbenannt in DRV Bund - wies bereits 1994 öffentlich auf die versicherungsfremden Leistungen hin.

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Krawumm 06.04.2019, 11:16
107. Unseliger *Heil*sbringer

Ich finde den Vorschlag des Herrn Heil unsinnig und überflüssig wie einen Kropf. Anstatt sich um eine grundlegende Reform der Geldvernichtungsmaschine *Rentensystem* zu kümmen, soll hier geflickschustert werden. Ich bin seit bald 40 Jahren selbständig, habe mittels Immobilienerwerb und Aktien mich um Vorsorge für das Alter gekümmert, ächze unter den Riesenbelastungen der Privaten Krankenversicherung mit deren jetzt inwzwischen absurd hohen Beiträgen ( ohne das ich kaum mal was an medizinischen Leistungen überhaupt in Anspruch nehme ) und nun soll ich zwangsweise noch in die Rentenversicherung? Nein - nein und nochmals Nein.
Die SPD hat bei mir verspielt, die Union leider auch eher weil die diesem Unsinn offenbar tatenlos zusieht. Auf die FDP ist bei Wahlversprechen leider kein Verlaß, die AFD ist unwählbar dank mangelnder Abgrenzung zum rechten Rand und etwaigen Verstrickungen bei russischer Einflußnahme. Bleiben noch die Grünen? Möglicherweise - die Linken wohl eher nicht, auch wenn Frau Wagenknecht als Aushängeschild wählbar wäre wenn sie noch Parteifunktionen wahrnehmen würde.

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Luritz 06.04.2019, 11:20
108.

Bedingungsloses Grundeinkommen - basta!

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ziehenimbein 06.04.2019, 11:24
109. Viele Selbstständige und auch Angestellte investieren in Immobilien,

deren Kauf der Staat dann mit der exorbitant hohen Grunderwerbsteuer belegt und so die Preise noch mehr anziehen lässt. Andererseits stärkt er die Rechte der Mieter soweit, dass diese Anlageform zunehmend riskant wird. Ein kleiner Zahlendreher und schon bleibt man auf den Nebenkosten sitzen, Mietnomanden kosten bis zur Räumung mehrere Jahresmieten, das kann es doch auch nicht sein. Scheinselbstständige gibt es in allen Bereichen bis zum abwinken, gerade auch in der sogenannten Erwachsenenbildung. Wer als Dozent in einer Maßnahme für das Jobcenter arbeitet, schaut im Schulungsraum nur in die andere Richtung, finanziell geht es ihm nicht viel besser.

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