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Vorstoß des Bundesarbeitsministers: Heil will Selbstständige zu Altersvorsorge verpfl
DPA

Rund drei Millionen Selbstständige haben keine Vorsorge fürs Alter. Arbeitsminister Heil will sie jetzt per Gesetz in den Kreis der Abgesicherten aufnehmen - und in das System einzahlen lassen.

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ulmer_optimist 06.04.2019, 11:28
110. Freue Wahl

Selbstständige sollten die freie Wahl haben, wenn Sie auf jegliche Zahlungen aus dem Sozialsystem im Alter verzichten. Sich aus der Rente ausklinken und dann von H4 leben sollte nicht möglich sein.

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r2t5 06.04.2019, 11:30
111.

Zitat von Zaunsfeld
In der GKV gibt es für Selbständige keine hirnrissigen Beitragshöhen. Da Selbständige ihre eigenen Arbeitgeber sind, müssen sie natürlich sowohl den Arbeitnehmeranteil als auch den Arbeitgeberanteil der GKV selbst finanzieren. Deswegen ist der Beitrag etwa doppelt so hoch. Den Arbeitgeberanteil ihrer eigenen GKV müssen sämtlichen Arbeiter und Angestellten schließlich auch mit ihrer eigenen Arbeitskraft indirekt erwirtschaften. Wieso sollten Selbständige nur den Arbeitnehmeranteil zahlen und somit nur die Hälfte der Rentenbeiträge erwirtschaften und einzahlen müssen im Vergleich zu dem, was ein Angestellter erwirtschaften muss?
offenbar hatten Sie das Thema nicht verstanden - es geht nicht um Arbeitnehmer/Arbeitgeber Anteil.

wohl noch nie von einem Mindestbeitrag gehört? dieser wird von einem fiktiven (mindest)Einkommen gerechnet, den viele erst gar nicht erwirtschatet hatten.

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fatali2 06.04.2019, 11:36
112. was für ein märchen

diese 3 millionen selbstständige, sorgen halt für sich selber vor. wer in kein rentensystem einzahlt, bekommt im zweifel im alter auch so gut wie nichts. das weiß auch jeder selbstständige.

ne, man will diese leute zwingen jetzt doppelt zu zahlen. das werden viele kleinunternehmer aber nicht hinbekommen, wenn sie plötzlich zusätzlich 20% abgaben haben.
dieser vorschlag die unternehmer zu schröpfen, wird viele dazu bringen ihr unternehmertum aufzugeben oder auszuwandern.

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spiegelleser987 06.04.2019, 11:37
113.

Zitat von huelsebus
.. kann dann ja die Scheinselbstständigkeit angegangen werden, mit der Unternehmen die Sozialbeiträge einsparen.
Es gibt immer die Kategorie A und B. Das mit der Scheinselbstständigkeit ist meistens ein Gerücht. Da wird einiges weggelassen. Selbstständigkeit ist eine freiwillige Tätigkeit, unabhängig davon, ob man für eine oder mehrere Firmen arbeitet. Ich habe von einer größeren Firma mal einen größeren Auftrag 1997 erhalten. Der Aufwand war hoch, weshalb es 1 Jahr dauerte. Zwei Jahre später bekamen der Auftraggeber von einer Kontrollbehörde zu Besuch. Die haben meine Tätigkeit als "Scheinselbstständigkeit" festgelegt. Deshalb musste dieser Auftraggeber nachträglich für das ganze Jahr in die Rentenversicherung und in die AOK einzahlen. Und das obwohl ich damals Mitglied in der staatlichen Technikerkrankenkasse war und bereits eingezahlt habe. Von diesem Rentenversicherungsteil bekomme ich niemals etwas. Hätten die auch mich zu dieser Kontrolle besucht, hätten die feststellen müssen, dass ich gleichzeitig Aufträge mehrerer anderer Firmen hatte. Diese Behauptung mit der Scheinselbstständigeit ist deshalb absolut falsch.

Man sollte es auch nicht immer den Unternehmen zuschieben. Ich kenne jemanden der war bis vor 15 Jahren in einem großen Unternehmen Gewerkschaftsmitglied. Damals sollte er Gewerkschaftschef werden. Gleichzeitig hat die Gewerkschaft starke Gehaltserhöhungen gefordert. Das waren nicht die Mitarbeiter, die schon viel verdienten, sondern die "darüber sitzenden" Gewerkschaftsorganisationen. Das hat der damals abgelehnt, weil soviel Geld garnicht da war und das Unternehmen bei Nichtgewerkschaftsmitgliedern die Löhne durch Umwandlung in Leiharbeit senken müsste. Deshalb ist der aus der Gewekschaft damals ausgetreten.

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ds10 06.04.2019, 11:48
114.

Zitat von Zaunsfeld
In der GKV gibt es für Selbständige keine hirnrissigen Beitragshöhen. Da Selbständige ihre eigenen Arbeitgeber sind, müssen sie natürlich sowohl den Arbeitnehmeranteil als auch den Arbeitgeberanteil der GKV selbst finanzieren. Deswegen ist der Beitrag etwa doppelt so hoch. Den Arbeitgeberanteil ihrer eigenen GKV müssen sämtlichen Arbeiter und Angestellten schließlich auch mit ihrer eigenen Arbeitskraft indirekt erwirtschaften. Wieso sollten Selbständige nur den Arbeitnehmeranteil zahlen und somit nur die Hälfte der Rentenbeiträge erwirtschaften und einzahlen müssen im Vergleich zu dem, was ein Angestellter erwirtschaften muss?
Ihr Beitrag zeigt nur, dass Sie vom Thema keine Ahnung haben. Bei Selbstständigen wird beim GKV-Beitrag ein Mindesteinkommen von zur Zeit 1038,33 EUR zu Grunde gelegt (und das auch erst seit diesem Jahr, vorher waren es deutlich über 2000 EUR), es sei denn das Einkommen ist höher. Somit zahlt ein Selbstständiger mindestens ca. 190 EUR in die GKV auch wenn das Einkommen nur 500 EUR beträgt. Zum Vergleich bei einem Angestellten mit 500 EUR Einkommen zahlen dieser und dessen Arbeitgeber ca. 160 EUR in ALLE Zweige der Sozialversicherung ein. Basiert die Berechnung der Rente in Zukunft auch auf der Mindestbemessungsgrenze, dann kommen nochmal 190 EUR im Monat hinzu. Der Selbstständige mit 500 EUR Einkommen müsste dann also 380 EUR in die Sozialversicherungen einzahlen und damit mehr als doppelt so viel, wie ein Angestellter mit 500 EUR Einkommen und dessen Arbeitgeber zusammen, denn bei denen bliebe es natürlich bei 160 EUR. Wäre schön, wenn mir mal jemand erklären würde, wie das als sinnvoll oder fair bezeichnet werden kann?

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tehe 06.04.2019, 11:49
115. Dann wandern viele Selbständige ins H4

Weil es sich einfach nicht mehr lohnt arbeiten zu gehen. Es kann nicht sein, dass wer noch nie gearbeitet hat, durch die soziale Hängematte in diesem Land mehr hat, als jemand der arbeitet. Wenn noch mehr Abgaben dazukommen hauen wir uns auch einfach in die Hängematte.

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Gorgon 06.04.2019, 11:54
116. Die letzte vermeindliche Einnahmequelle für ein marodes totes System

Das ist die vermeindlich letzte Quelle, vor Beitragserhöhungen, die man anzapfen kann, um das marode System etwas länger am Leben zu erhalten. Nur wird das nicht finktionieren. Es gibt ca. 2,3 Millionen Soloselbständige, die zum Gr0ßteil ein elendes Dahsein fristen mit ihren spärlichen Einnahmen, aber dem Staat nicht auf der Tasche liegen. Den Kleinstbetrieben mit 1-3 Angestellten, geht es ebenso.

Diese werden ihren Laden dicht machen und Hartz 4 beantragen, denn die können heute kaum die Krankenversicherung bezahlen. Diese Leute verlieren nichts, im Gegenteil, deren Lebensqualität wird steigen durch H4.

Aus diesem Grund wurde ja der Mindestbeitrag KV für Selbständige halbiert, weil die eben so geringe Einahmen haben und jetzt will man Denen mit Beiträgen für die Rentenversicherung kommen. 2,3 Millonen mehr Hartzer, das wird teuer.

Aber richtig gearscht werden die sein, die so einigermaßen gut klar kommen, diejenigen, die ca. 50-60.000 Euro im Jahr, nach Abzug der Kosten incl. Krankenversicherung und PV versteuern. KV+PV macht in dem Fall, ca. 800 Euro im Monat aus, da der Selbstständige Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil zahlt.

Also die Reichen im Sinne der SPD.

Mit eine Steuerquote von ca. 30 Prozent, je nach Individualfall, bleibt denen jatzt ca. 3000-3500 netto im Monat. So einer bin ich z.B., arbeite aber ca 50-60 Stunden die Wochen. Wenn jetzt der Beitrag für die rente kommt, schlägt der mit ca. 1000,oo im Monat zu Buche. Mir bleiben dann noch 2000-2500 netto, zu viel um das gegen Hartz 4 zu tauschen und zu wenig für die geleistete Arbeit.

Sämtliche Altparteien sind Totengräber der Leistungträger im Land.

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tehe 06.04.2019, 11:55
117. Auswandern, gute Idee

Dann ziehe ich halt in ein anderes Land an die Grenze zu Deutschland um. Meine Umsätze landen dann eben nicht hier. Als digital native bin ich nicht ortsgebunden.

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Baerliner73 06.04.2019, 11:55
118.

Nein danke Herr Heil! Schön wie rührenden sie sich um meine Zukunft sorgen, aber ich lehne es ab in ein System einzuzahlen, bei dem ich kaum die Hälfte von dem Geld wieder bekomme, dass ich zahlen musste. Wirtsxhftlich eher uninteressant ihr Angebot.

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zensurgegner2016 06.04.2019, 12:01
119.

Zitat von r2t5
offenbar hatten Sie das Thema nicht verstanden - es geht nicht um Arbeitnehmer/Arbeitgeber Anteil. wohl noch nie von einem Mindestbeitrag gehört? dieser wird von einem fiktiven (mindest)Einkommen gerechnet, den viele erst gar nicht erwirtschatet hatten.
Sie haben das Thema nicht verstanden, nicht der Forist

Wenn Ein "Selbständiger" zuwenig verdient um sich Rentenbeiträge leisten zu können bedeutet das, dass er ZUWENIG berechnet
Das bedeutet, ein Auftraggeber schmarozt indirekt auf Sozialkassenkosten damit, dass der Selbständige zuwenig berechnet

Mir Ihrer Pauschalaussage könnten Sie sogar begründen, wieso ein Mindestlohn nichts bringen würde

Grundsätzlich: Wenn jede Freelanzerstunde mit 20% Rentenbeitrag belegt wäre, würden sich bei allen die Stundensätze erhöhen, das bisherige Preisgefüge wäre identisch

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