Forum: Wirtschaft
Vorstoß des Entwicklungsministers: Warum der EU-Handel mit Afrika so schlecht läuft
AP

Entwicklungsminister Müller will die EU-Märkte für afrikanische Produkte öffnen und Handelsbarrieren abbauen. Meist sind Zölle dabei gar nicht das große Problem. Ein Überblick über die Handelsbeziehungen.

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thinking_about 09.08.2018, 13:10
50. Ein Staat dort

Zitat von MattKirby
Oder die afrikanischen Staaten könnten diese Importe beschränken wenn sie dies nicht wollen. Das machen alle anderen Staaten der Welt ebenso um die heimische Wirtschaft zu schützen.
läßt bereits schon den Hühner Abfall nicht mehr ins Land und schon sind dort wieder Hühnerfarmen entstanden und man verdient ehrliches Geld aus eigener Produktion

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ocelot99 09.08.2018, 17:04
51. Land-Grabbing

Zitat von Haarfoen
Am widerlichsten ist das "Land-Grabbing" europäischer Investoren. Hier wird eine neue Form der "Leibeigenschaft" vorbereitet. Der Bauer muss für das Feld zahlen und verpflichtet sich, Saatgut von Monsanto anzubauen. Wird zu einer ähnlichen Suizid- Quote wie in Indien führen. Weil es nicht zum leben reicht und unwürdig ist.
Diese Länder können ja Ausländern verbieten Land zu kaufen. Aber ob das so toll ist für die Wirtschaft möchte ich bezweifeln.

Merkwürdigerweise sind die, die ausländische Konzerne verurteilen die in Afrika investieren, dann dieselben, die sagen Afrikaner sollen ohne Grenzen zu uns kommen.

Es ist ja nicht so dass es Afrika an Land mangelt. Die zentralafrikanische Republik etwa ist dünnbesiedelt und wasserreich.

Was in Afrika fehlt ist politische Stabilität, weil Multikulti auch in Afrika nicht funktioniert und ständig ethnische und religiöse Konflikte ausbrechen bwz mit viel Gewalt erstickt werden müssen.

https://www.zdf.de/nachrichten/heute/fast-eine-millionen-menschen-im-juni-aus-aethiopien-geflohen-100.html

Und den Monsanto Mais finden wahrscheinlich viele Bauern gut.

"Felix Kangwa nutzt seit mehr als zehn Jahren Hybridsaaten. Nicht ohne Nachteile: Jetzt muss er auch das Saatgut jedes Jahr kaufen."

http://www.faz.net/aktuell/race-to-feed-the-world/der-kleinbauer-oder-der-farmer-wer-ernaehrt-die-welt-15405075.html

Aber genau diese freie Entscheidung Saatgut zu kaufen, Land zu verkaufen, akzeptieren viele nicht. Sie möchten die bessere Welt, von oben verordnet. Genau was in China noch vor wenigen Jahrzehnten Millionen verhungern liess, auch aktuell in Venezuela zu Hunger führt.

Mich stört eher was China macht, als die ach so bösen Europäer. Denn in China können Ausländer kein Land und Immobilien kaufen. Nur Nutzungsrechte auf Zeit. Im Gegenzug kauft China im grossen Stil Land auf, nicht nur in Afrika. Dasselbe Spiel bei Unternehmen.

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