Forum: Wirtschaft
Vorwurf der Benachteiligung: Bahn-Konkurrenten fürchten den Deutschlandtakt
Christian Charisius / DPA

Mit einer Qualitätsoffensive will Verkehrsminister Andreas Scheuer die Deutsche Bahn attraktiver machen. Doch die Konkurrenten warnen vor Nachteilen - für sich selbst und auch für die Kunden.

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nocheinwort 15.05.2019, 12:12
1. Busse sind besser gestellt

Die Busse zahlen nicht für die Infrastruktur und müssen auch die Fahrgäste bei Verspätungen nicht so entschädigen wie die Bahn. Da von Benachteiligung zu sprechen ist schon dreist. Wenn die Bahn ihr Angebot verbessert wird es für die Konkurrenten schwieriger 'Rosinenpickerei' zu treiben. Das kann langfristig für die Kunden nur besser sein, wenn der Wettbewerb über die Qualität und nicht nur über Lohndumping erfolgt.

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andibaer 15.05.2019, 12:19
2. Die Worte hör ich wohl ...

... allein, mir fehlt der Glaube. Als Bahnfahrer seit fast 40 Jahren habe ich schon einiges mitgemacht und glaube, dass die Bahn das mit dem heutigen Fahrzeugpark und dem vorhandenen Personal nicht schaffen wird. Es ist ein guter und auch notwendiger Ansatz (Klimaziele!), aber die Bahn ist meines Erachtens in zu vielen Zwängen, als dass es sich umsetzen ließe. Ich lasse mich aber gerne positiv überraschen.

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Circular 15.05.2019, 12:30
3. Der MwSt.-Satz unterscheidet nicht nach Verkehrsmittel

sondern nach Entfernung.
So wird im Regionalverkehr mit 7% besteuert und im Fernverkehr mit 19%. Da Flixbus nicht im Regionalverkehr fährt, bezahlen die ebenso wie der ICE 19%. Wer etwas anderes behauptet, weiß es nicht besser oder will bewusst in die Irre führen.

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anton_ansichtsbuch 15.05.2019, 12:48
4. Gibt es Pünktlichkeitsstatistiken für Fernbusse?

Nichts schlimmer, als im Fernbus im Stau zu stecken. Die Bahnverspätungen stören mich da deutlich weniger, zumal es ab 60 Min. Geld zurückgibt. Umweltfreundlicher ist die Bahn auch, und sie ermöglicht ein würdevolles Reisen mit viel Beinfreiheit. Der Bahn-Nahverkehr ist da deutlich schlechter. Wer von IC oder ICE auf eine der Privatbahnen umsteigt, schluckt schon beim Design. Die Züge von "Metronom" sind besonders unschön in blau und gelb gehalten, und überdies oft unpünktlich. Wenn schon die S-Bahnen den Takt nicht halten können, sollte man bei Fernzügen erst recht alle Hoffnung schwinden lassen. Weitgehend separate Netze für Fern-, Güter- und Nahverkehr sowie technisch verlässlicher Züge könnten helfen. Aber unser Staat repariert lieber Straßen und Autobahnen. Lasst uns doch die Schienenwege sechsspurig ausbauen!

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ptb29 15.05.2019, 12:48
5. Flixtrain ist kein Konkurrent zur DB

Wenn nur der Fahrpreis das Kriterium für die Nutzung ist, kann jeder Reisen, wie er will. Aber in alten, langsamen Zügen zu fahren, nur um ein paar Euro zu sparen, nein Danke. Die Passagiere, die mit der DB reisen, werden sich überpünktlichere Züge freuen. Und das Flixbus ausgerechnet die Umweltkeule rausholt, wo sie gleichzeitig mit den Bussen dem Schienenverkehr Konkurrenz machen, war zu erwarten.

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sh.stefan.heitmann 15.05.2019, 12:57
6.

Zitat von Circular
sondern nach Entfernung. So wird im Regionalverkehr mit 7% besteuert und im Fernverkehr mit 19%. Da Flixbus nicht im Regionalverkehr fährt, bezahlen die ebenso wie der ICE 19%. Wer etwas anderes behauptet, weiß es nicht besser oder will bewusst in die Irre führen.
Das ist doch BS, wenn ich mit FB von Paderborn nach Köln fahre ist das Regionalverkehr und ich zahle 19%. Also ist die Argumentation totaler Quatsch!

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Ein Stein! 15.05.2019, 12:58
7. Und schon wieder ein "neuer" Wettbewerber,

dessen Geschäftsmodell darauf beruht, mit Dumpinglöhnen und miesen Arbeitsbedingungen bei gleichzeitiger Rosinenpickerei ihr Geld zuverdienen.

[Zitat aus dem Artikel]
(...)
Flixbus bietet über die Tochter Flixtrain bislang vier Fernstrecken auf der Schiene als Alternative zu DB-Verbindungen an. Dazu zählen die Verbindungen von Köln nach Berlin und Hamburg sowie zwischen Berlin und Stuttgart.
(...)
[/Zitat]

Nein, das ist keine Konkurenz, das ist schlicht Rosinenpickerei.
Ausschließlich lukrative Verbindungen werden angeboten.
Aufgrund der Auslastung dieser Verbindungen kann der Fahrpreis geringer kalkuliert werden.
Die fast leeren Züge in die Breite darf dann wieder die DB und somit der Steuerzahler finanzieren.
Derartige Geschäftsmodelle gehören massiv erschwert, auch bei Brief- und Paketpost, ÖPNV, Müllabfuhr und anderen Ent- und Versorgern.

Was die Besteuerung allerdings betrifft, bin ich der gleichen Meinung.
Vergleichbares gehört auch gleich besteuert.
Also für alle Personenbeförderer den gleichen Steuersatz auf Kostenfaktoren (Energieträger [und somit auch Kerosin]) und Einnahmen!
Alle anderen Steuermodelle sind meines Erachtens unlauter, da sie einen Wettbewerbsvorteil darstellen.

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mopsfidel 15.05.2019, 13:06
8. Argumentationszirkus

Natürlich ist der DB Takt erst einmal ein Takt der Deutschen Bundesbahn. Wieso sollte die DB ihre eigenen Verbindungen (auch noch) auf den Mini-Anbieter abstimmen? Flixtrain hat einen Marktanteil von 0,5 Prozent.
Und wenn man selber die Tickets für stellenweise 5 Euro verschenkt, geht das in Ordnung. Wenn jedoch der große Platzhirsch seine Preise senken will, findet man das ungerecht!?

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wolf1003 15.05.2019, 13:12
9. Würde nichts vermissen

Verbesserungen beim Markführer machens der Konkurrenz immer schwer. Als BahnCard 100 Kunde der Bahn hilft mir ein Flixtrain nicht und ist aus meiner Sicht verzichtbar. Wer darauf angewiesen ist, leidlich zuverlässig und mit akzeptabler Reisezeit von A nach B zu kommen, kann auch nicht auf den Bus ausweichen. Das ist nur eine Alternative für Preissensible mit viel Zeit.

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