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Vorzeitiger Ruhestand: Schon 50.000 beantragen Rente mit 63
DPA

Die Generation 60 plus begeistert sich für die Rente mit 63. Bereits mehr als 50.000 Arbeitnehmer haben einen Antrag auf vorgezogenen Ruhestand gestellt.

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Berg 09.07.2014, 14:06
100.

Zitat von coolstuff
Die Ungerechtigkeit ist nicht, daß man nach 45 Beitragsjahren abschlagfrei mit 63 Jahren in Rente gehen kann. Die Ungerechtigkeit ist, daß diejenigen, die diese Wohltat über Ihre Beiträge finanzieren müssen, selber nicht in den Genuss dieser Wohltat kommen ......
Woher wollen Sie denn jetzt schon wissen, wieviel Rente Sie dann wie lange beziehen? Ihre Generation wird 100 Jahre alt! Da werden Sie ganz schön abkassieren wollen - auf Kosten Ihrer Kinder und Enkel, die Sie hoffentlich in großer Zahl der Arbeitswelt geschenkt haben.

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Herr Hold 09.07.2014, 18:15
101. Tja

Zitat von pittiken
Berufsabschluss bedeutet ja, eine Ausbildung mit bestandener Prüfung = Zeugnis und damit die Berechtigung, sich als Geselle im Beruf ........ zu bezeichnen. Über die gemachten Berufserfahrungen sagt dieses Stück Papier gar nichts aus. Also nicht so überheblich daherkommen. WEr arbeitswillige Leute haben will und die nicht gerade auf den Kopf gefallen sind und zwei gesunde Hände haben, die auch mal zupacken können, klappt das auch schon. Aber unsere Unternehmen sind ja so vollgepackt mit Personalers, die von Tuten und Blasen oftmals keine Ahnung haben, Huch, da steht ja keine eins auf dem zeug, der ist unqualifiziert.
Offensichtlich braucht diese Menschen aber niemand. Sonst wären sie nicht arbeitslos. Es gibt immer weniger Stellen, bei denen nur "zugepackt" werden muss. Arbeitswillig allein reicht eben oft nicht. Und Berufserfahrung kriegen Sie erst, wenn man Sie in dem Beruf arbeiten lässt. Und dafür, genau, benötigen Sie gewisse Voraussetzungen. Und nicht nur Hände.

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bremen-pit 09.07.2014, 19:18
102. Verehrter "aviateur"

Zitat von aviateur
Auch wenn einer 45 Jahre lang "in die Hände gespuckt hat": Das ändert nichts daran, dass er im Schnitt nur 10 bis 12 Prozent seiner Lebenszeit mit Arbeiten verbracht hat. Das reicht noch nicht, um die hier so häufig beanspruchte Heldenverehrung zuerkannt zu bekommen.
wie Sie bei einem 45-jährigen Arbeitsleben es auf 10-12 % Arbeitszeit im Leben eines wohl jetzt diskutierten in Rente gehenden Arbeitnehmer mit 63 Jahren kommen, bleibt sicher Ihrer Rechenkunst vorbehalten.... aber sicher können Sie Ihre geniale Arithmetik der Welt erklären - oder zumindest denen, die aktuell als Berufseinsteiger nicht den Hauch von deutschen und qualvollen Dreisatzaufgaben beherrschen.
.....
Merke : Die Menschen, die 45 Jahre gearbeitet haben, mögen Helden sein oder auch nicht - liege ich falsch, wenn ich Sie in die Gruppe der Neider und "Alles-Haben-Wollen-Gesellschaft" vermute?
Anyway, freundliche Grüße, pb

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bremen-pit 09.07.2014, 19:26
103. Hi, Phil2302

Zitat von Phil2302
45 Jahre eingezahlt, das ist aber nicht mehr ausreichend bei dem stattfindenden demografischen Wandel! Das muss man doch sehen, davor kann man doch nicht die Augen verschließen. Wenn Leute 45 Jahre arbeiten, demnächst aber eine noch längere Zeit nicht arbeiten (wenn der Altersschnitt - zwangsläufig - über 90 steigt), dann kann das System nicht funktionieren. Na, wer weiß wie alt die Menschen im Schnitt wurden, als die Rente mit 65 eingeführt wurde? Vorhang auf, es waren 39 Jahre. Rechnen wir den Krieg einmal großzügig heraus, so waren es 19 Jahre später 62 Jahre. Heute sind es 81. Und da macht sich keiner Sorgen, wenn das Eintrittsalter gesenkt wird? Was ist wenn wir 100 Jahre alt werden, sollen wir dann mit 59 in Rente gehen? Das Leben ist kein Wunschkonzert. Und die Rente mit 63 keine Option.
ich denke, es wäre eine gute Idee, wenn Sie Ihre (aus meiner persönlichen Sicht der Dinge) peinlichen Beiträge aufsparen, bis SIE selbst 45 Jahre gearbeitet haben.
Das scheint mir bei ihrer kruden "Mathematik" eher zur Zeit nicht der Fall zu sein.
Ein Sprichwort sagt : Erst die Arbeit, dann das Vergnügen".
Mir scheint, bei Ihnen stehen noch sehr viele Jahre Arbeit an, bevor Sie hier in den Genuß der Ruhestandvergütungkommen.
Und mögen Sie 100 Jahre alt werden !
Grüße, pb

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sitiwati 10.07.2014, 09:10
104. komisch bei

der ArbeiterInnen macht man sich Gedanken, dass sie zu alt werden könnten, unser EX BP kassiert seit 35 jahren Ehrensold zB, da macht sich keiner Gedanken, auch nicht über VIP Pensionen, wenn nun die junge Frau ehe Familienministerin mit c 36 Jahren abtritt un djährlich 46.000€uro kassiert, macht sich auch niemand Gedanken, nur bei den ArbeiternInnen, die dei echten Steuerzahler sind, macht man sich Gedanken!

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usuk 10.07.2014, 10:17
105.

Zitat von pittiken
Berufsabschluss bedeutet ja, eine Ausbildung mit bestandener Prüfung = Zeugnis und damit die Berechtigung, sich als Geselle im Beruf ........ zu bezeichnen. Über die gemachten Berufserfahrungen sagt dieses Stück Papier gar nichts aus.
Richtig, aber es ist die Basis, um überhaupt die Möglichkeit zu bekommen Berufserfahrung zu erlangen.
Warum sollte ein Unternehmen jemandem die Chance einräumen auf eine Stelle, wenn die Person keinen Abschluss hat? Die Zeiten von Tagelöhnern und Handlangern ist vorbei. Auf diese romantischen Tagträume sollte der Schulabbrecher nicht bauen.

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Berg 11.07.2014, 17:49
106.

Zitat von sitiwati
der ArbeiterInnen macht man sich Gedanken, dass sie zu alt werden könnten, unser EX BP kassiert seit 35 jahren Ehrensold zB, da macht sich keiner Gedanken, auch nicht über VIP Pensionen, wenn nun die junge Frau ehe Familienministerin mit c 36 Jahren abtritt un djährlich 46.000€uro kassiert, macht sich auch niemand Gedanken, nur bei den ArbeiternInnen, die dei echten Steuerzahler sind, macht man sich Gedanken!
Sehr witzig. Zunächst: auch der BP a.D. und die Bundesminister a.D. zahlen "echte Steuern", und zwar nicht zu wenig. - Außerdem gibt es nicht mal eine Handvoll ehem BP, aber 20 000 000 Rentner/innen. - Und im Gegensatz zu Ihnen finde ich für eine ehem Staatsministerin diese knapp 4000 €/Monat weiß Gott nicht zu viel. Mit welchen Maßstäben messen Sie eigentlich?

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hermannheester 13.07.2014, 12:20
107. Ein Scheinerfolg

Zitat von sysop
Die Generation 60 plus begeistert sich für die Rente mit 63. Bereits mehr als 50.000 Arbeitnehmer haben einen Antrag auf vorgezogenen Ruhestand gestellt.
Die Rente schon mit 63 ist sowas von daneben, wenn der Betreffende zwar seine 45 Beitragsjahre aber noch immer keine lebenswerte Rente erwirtschaftet hat. Hier sollten die Antragsteller erst mal bremsen und ausrechnen, wie weit sie mit dem hier zu erwartenden Rentensegen wirklich kommen werden. Es ist UNSINN mit 63 in Rente gehen zu wollen, wenn man mit ein oder drei oder vier Beitragsjahren mehr, dem Sozialamt doch noch entkommen könnte.

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Berg 14.07.2014, 09:32
108.

Zitat von hermannheester
Die Rente schon mit 63 ist sowas von daneben, wenn der Betreffende zwar seine 45 Beitragsjahre aber noch immer keine lebenswerte Rente erwirtschaftet hat. Hier sollten die Antragsteller erst mal bremsen und ausrechnen, wie weit sie mit dem hier zu erwartenden Rentensegen wirklich kommen werden. Es ist UNSINN mit 63 in Rente gehen zu wollen, wenn man mit ein oder drei oder vier Beitragsjahren mehr, dem Sozialamt doch noch entkommen könnte.
Und deswegen ist ja die Rente mit 63 auch kein MUSS! Das kann eben jede/r selber entscheiden.

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Terrorist2 14.07.2014, 21:18
109.

Zitat von usuk
Richtig, aber es ist die Basis, um überhaupt die Möglichkeit zu bekommen Berufserfahrung zu erlangen. Warum sollte ein Unternehmen jemandem die Chance einräumen auf eine Stelle, wenn die Person keinen Abschluss hat? Die Zeiten von Tagelöhnern und Handlangern ist vorbei. Auf diese romantischen Tagträume sollte der Schulabbrecher nicht bauen.
Sie haben auch keinerlei Geschichtsbewußtsein, oder? Die Titel Geselle und Meister wurden von den Zünften genutzt, um ihr Monopol aufrecht zu erhalten. Um Konkurrenz zu verhindern unter dem Vorwand der Qualitätssicherung. In anderen Ländern gab es das nie. In Großbritannien zum Beispiel arbeitet man einfach einige Wochen zur Probe (und hat eventuell Zeugnisse von vorherigen Arbeitgebern). Wer was kann bekommt den Job, wer nicht der nicht.

Da funktioniert das nicht nach dem "Hauptmann von Köpenick" Prinzip wie in Deutschland. Haste keine Papiere, bekommste keinen Job...

Ganz besonders die akademischen Abschlüsse sind überwiegend nichts anderes als Zutrittsberechtigungen zu einem erlauchten Kreis von Privilegierten. Es ging und geht dabei nicht um Wissens- und Fähigkeitsvermittlung, sondern um Aussortierung nach möglichst systemkonformen Kandidaten und wie bei den Zünften Begrenzung der "Elite"-Mitglieder. Die Masse an Studenten muß ausgedünnt werden, damit die Pfründe für die eigene Klasse nicht schrumpfen.

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