Forum: Wirtschaft
VW-Abgasaffäre: Tricksen erlaubt
DPA

VW räumt ein, in Hunderttausenden Fällen auch bei klimaschädlichen CO2-Werten getrickst zu haben. Warum haben die zuständigen Behörden nichts davon gemerkt?

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bill_dauterive 04.11.2015, 19:59
70.

Zitat von tulius-rex
Sehr richtig und die einzig logische Schlussfolgerung heisst: sofortiges Tempolimit (und dessen flächendeckende Kontrolle wie in Schweden) in Ortschaften: 30 kmh, auf Landstraßen 80 kmh, auf Autobahnen 120 kmh. Die CO2-Einsparung beträgt sofort ca. 40%.
Wie soll das gehen in Anbetracht der Tatsachen dass
a)
Der Autoverkehr sowieso nur zu 12-15% am gesamten CO2-Ausstoss beteiligt ist und
b)
Sowieso nur runde 10% des deutschen Strassennetzes noch ohne Geschwindigkeitsbeschränkungen sind???

Selbst wenn man den kompletten Individualverkehr komplett abschafft wäre in Sachen Klimaschutz NICHTS gewonnen!

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v.papschke 04.11.2015, 20:10
71. Diejenigen,

die die Tragweite derartigen Handels nicht erkennen sind keine TOP- sondern Flopmanager. TOP war nur das Gehalt und man kann wohl davon ausgehen, daß gerade die überbordenden Gehälter in diesen Kreisen es sind, die geradezu blind machen für ein verantwortungsbewußtes Handeln. Im übrigen sollte auch Vater Staat irgendwann begreifen, dass Selbstkontrolle der Firmen immer wieder zu einem solchen Ergebnis führen wird. Es wäre nicht das erste Mal.

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Proggy 04.11.2015, 20:13
72. Verharmlosung

Es ist schon auffällig, wie in fast allen Medien verniedlicht wird, wenn es ihre großen "Werbepartner" betrifft. "Schummelsoftware" und "Tricksereien" sind keine Synonyme für den handfesten Betrug, den sich VW geleistet hat.
Auf Kosten von Käufern und Steuerzahlern - der Schaden für den Staat durch zu niedrige Besteuerung im neuesten Fall ist um ein Vielfaches höher, als von Hoeneß und Konsorten.
Wo bleibt jetzt der entrüstete Aufschrei?

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hermi16 04.11.2015, 20:13
73. kommentar freiemeinungbo

Lesen, und dann schreiben. Ich rede nicht von Spritverbrauch, sondern von der Effizienzklasse.

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bill_dauterive 04.11.2015, 20:18
74.

Zitat von neurobi
Jeder Laborzyklus läd zum Manipulieren ein, jeder, absolut jeder! Daher ist nur ein praxisorientierter Test auf der Straße tauglich.
Zu was soll der denn tauglich sein?
Zum vernünftigen Vergleich mehrerer Autos auf jeden Fall nicht.
Da muss einfach zwingend ein standardisierter Test sein. Alles andere ist einfach Blödsinn.

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patrick6 04.11.2015, 20:19
75. Man müsste mal herausfinden...

...unter welchen Umständen Grenzwerte einzuhalten sind. So wie ich die EU einschätze, gab es nur die Vorgabe, auf dem Prüfstand gewisse Werte zu erzielen - ohne die Möglichkeit anzusprechen, dass das Fahrzeug auch auf der Strasse unter anderen Bedingungen fahren könnte. Anders ist das Verhalten von VW (und womöglich all der anderen Hersteller, wer weiß...) kaum erklärlich.

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ionele 04.11.2015, 20:19
76. Vw

Die Chefs der Autokonzerne gehen im Bundeskanzleramt ein und aus; warum wundert sich da noch jemand, dass die Politik bislang nicht gehandelt hat.
Ich prophezeie: kein einziger aus der Führungsspitze von VW wird für diese Betrügereien zur Verantwortung gezogen. Dabei wäre die einzig richtige Konsequenz für die gesamte Führungsspitze: fristlose Kündigung, Entzug der Aktienpakete, Entzug des Gehalts, Einfrieren der Pensionszusagen, Schadensersatzforderung, Strafanzeige. Das wäre ein erster Schritt, um ein Minimum an Glaubwürdigkeit wieder aufzubauen. Doch diese Konsequenzen wird es nicht geben.

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Stefan_G 04.11.2015, 20:24
77. zu #69

Zitat von bill_dauterive
Es ist ja auch so. Da gibt es nichts zu glauben. Ein Benziner-Polo hat vor 30Jahren trotz seines Gewichts von 700kg und einer Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h fast zehn Liter Sprit gesoffen. Heute bewege ich mit diesem Spritverbrauch eine zweieinhalb Tonnen schwere S-Klasse oder einen monströsen siebenerBMW ûber die Autobahn.
Mein erstes Auto war ein Fiesta Bj.77 mit 53 PS, 730 kg, vmax 145 km/h. Über 150.000 km hat der im Schnitt 6 L Super/100 km gebraucht, wobei ich sogar relativ viel Stadtverkehr hatte.
Einen Polo, der technisch i.O. ist, vor 30 Jahren auf 10 L/100 km zu treten, erforderte m.E. schon ein digitale Gaspedal (= entweder Vollgas oder gar kein Gas).

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sullo 04.11.2015, 20:32
78. Bärendienst

Die Politik leistete unserer Wirtschaft einen Bärendienst als sie Jahrelang wegguckte und sich von den Lobbyisten den Regeln diktieren liess.
Das diente nur der kurzfristigen Rendite. Langfristig entsteht durch strengere Regeln beim Umweltschutz ein Wettbewerbsvorteil.

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gtunstall 04.11.2015, 20:34
79.

"dass der Staat an dieser Stelle versagt hat, reift jedoch allmählich auch in den Regierungsparteien. "
ja und von 'uns' wird jede noch so unwichtige Information, INternet etc gespeichert - weil, das muss man natruerlich kontrollieren und pruefen koennen.. Wer jetzt nicht aufwacht, dem kann echt nicht mehr helfen.

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