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VW-Abgasskandal: Neue Vorwürfe gegen Audi-Chef Stadler
DPA

Die Kritik an Audi-Chef Rupert Stadler in der Abgasaffäre reißt nicht ab: Die Anwälte der US-Kanzlei Jones Day werfen ihm nach SPIEGEL-Informationen vor, Unterlagen zurückgehalten zu haben.

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Business Ethics 23.09.2016, 14:24
10.

Zitat von johannesraabe
Eigentlich wäre TTIP ja gar nicht mal so schlecht, dann hätten deutsche Bürger endlich gleiche Rechte in diesem Wirtschaftsskandal und könnten gegen die Konzerne wirklich vorgehen.
Klagen des Verbrauchers gegen einen Konzern sind in TTIP ausdrücklich (!) nicht (!) vorgesehen. Dreimal dürfen Sie raten, warum das so ist...

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schlauchschelle 23.09.2016, 14:26
11. @hbblum

Zwei sehr gute Freunde von mir, beide jeweils in einer KFZ-Markenwerkstatt beschäftigt, haben übereinstimmend berichtet, dass damals, als VW damit geworben hat, mit als Erster EURO5 zu schaffen, zahlreiche, bereits unterzeichnete Vor- und Kaufverträge, storniert wurden mit dem Hinweis, bei VW spare man Steuer und habe das bessere Auto. Dies dürfte sich in einigen anderen Werkstätten ähnlich zugetragen haben. Soviel zum Thema, VW in Ruhe lassen. Dennoch muss ich sagen, dass es mich ermüdet. Jeden Tag wird eine andere Sau durch die VAG-Hallen getrieben, ohne dass auch nur ansatzweise etwas passiert. SPON sollte sich hier wichtigeren Themen widmen. Damit bei VAG (oder KdF) etwas passiert und man dort echt umdenkt, müssen wir Verbraucher reagieren: Keinen Wagen aus dieser Gruppe kaufen, weder neu, noch gebrauchte. Erst wenn die Umsatzzahlen in den Boden fallen, denken Großkonzerne um, egal ob VW, Audi, Ford, Opel etc. Aber solange VW ohne über Alternativen nachzudenken blind gekauft wird.......

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hbblum 23.09.2016, 14:30
12. Fest steht....

Zitat von bernhard29
Ich will ihm das mal kurz erklären. VW hat eine Betrugssoftware eingesetzt und die nachträglich noch mehrmals betrügerisch nachkorregiert. Man hat diese besagten Dieselautos als besonders sauber beworben um überhaupt auf den amerikanischen Markt zu kommen. Man hat .....
... das die anderen Hersteller diese oder änlich Software auch benutzen und keinen kümmert das. Es geht nicht darum, das VW nicht am Pranger steht, es geht darum die anderen auch an den Pranger zu stellen.

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hman2 23.09.2016, 14:30
13.

Zitat von joG
....unvorstellbar, dass ein Betrug dieser Größenordnung von einem der Leitenden des Konzerns nicht wahrgenommen wurde.
Laut Aktiengesetz muss ein geschäftliches Risiko wie "Rückkauf aller US-Autos" zwingend (!) im Geschäftsbericht ausgewiesen werden. Bie uns und auch in USA. Zumal wenn das Risiko mit x Milliarden zu beziffern ist. Die Aktionärsinformation hat Stadler auch nicht gemacht. Damit kommt der nächste Ärger auf dem Fuße, nämlich mit der SEC. Die versteht da gar keinen Spaß.

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jws1 23.09.2016, 14:33
14. An #9

Nun wissen inzwischen alle, dass eben gerade bei der ASU auf dem Rollenprüfstand die Abgaswerte OK sind. Das ist ja der Betrug. Die ASU prüft nicht auf der Straße.

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Sixpack, Joe 23.09.2016, 14:55
15. 85.000 3-Liter Audis und Porsches!

Das wird teuer, denn die Kunden lassen sich das Auto zurückkaufen. Wer will anno 2016 noch in einem Auto gesehen werden das aus diesem Konzern stammt? Das Geld stecken die Leute sicherlich nicht in ein neues Auto Made in Germany. Herr Musk wird sich freuen....

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üpoiu 23.09.2016, 14:56
16.

Zitat von hbblum
Fest steht... das die anderen Hersteller diese oder änlich Software auch benutzen und keinen kümmert das. Es geht nicht darum, das VW nicht am Pranger steht, es geht darum die anderen auch an den Pranger zu stellen.
Nein, fest steht, dass VW eine Software eingesetzt hat, die die Abgasreinigung komplett deaktiviert hat und nur auf dem Prüfstand aktiviert hat. Fest steht, dass die in den USA damit gegen die Wand gefahren sind und ihren Betrug zugeben mussten, als sie es nicht mehr leugnen konnten.
Fest steht, dass die anderen Hersteller ihre Diesel nicht unbedingt in den amerikanischen Markt drücken müssen, dies auch nicht gemacht haben und deswegen gar nicht vergleichbar sind mit dem Betrug von VW.
Fest steht, dass die anderen Herstellen die schwammig formulierten Vorgaben in der EU kreativ interpretiert haben und für die Zulassung die Prüfstandsmessung ausschlaggebend war, und die Konditionen der Prüfstandsmessung beachtet wurden.
Fest steht, dass jedem klar war, dass die Ergebnisse der Prüfstandsmessung nichts mit den Ergebnissen im normalen Straßenverkehr zu tun haben, das wurde toleriert.

Das alles ist aber eine andere Kategorie als der vorsätzliche Betrug in USA und die komplette Deaktiviereung der Schadstoffreinigung, wie es VW aus Raffgier getan hat.

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moledehaar 23.09.2016, 14:59
17. Angst

müssen die Vorstandleute ja nun nicht haben. Verantwortung übernehmen wird letztlich keiner, nur die Boni werden erhöht. Das ist deutsche Realpolitik; auch wenn manche den Zusammenhang vielleicht nicht erkennen.

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steingärtner 23.09.2016, 15:17
18.

Zitat von hbblum
... das die anderen Hersteller diese oder änlich Software auch benutzen und keinen kümmert das. Es geht nicht darum, das VW nicht am Pranger steht, es geht darum die anderen auch an den Pranger zu stellen.
Irgendwelche Beweise für ihre steile These ?

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hman2 23.09.2016, 15:18
19.

Zitat von johannesraabe
Eigentlich wäre TTIP ja gar nicht mal so schlecht, dann hätten deutsche Bürger endlich gleiche Rechte in diesem Wirtschaftsskandal und könnten gegen die Konzerne wirklich vorgehen.
Nein! TTIP gewährt nur Konzernen (!), sprich "Investoren" ein Klagerecht vor Schiedsgerichten. Bei durchschnittlichen Kosten schon der Klageeinreichung bei bisherigen Schiedsgerichten so um die acht Millionen Dollar wäre es auch illusorisch. Da kann nicht mal eine mittelständische Firma klagen, das ist nur für Großkonzerne gedacht.

Keine Verbraucher!

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