Forum: Wirtschaft
VW-Affäre: Staatsanwalt ermittelt gegen Winterkorn

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat aufgrund von Strafanzeigen ein Ermittlungsverfahren gegen Ex-VW-Boss Martin Winterkorn eingeleitet. Der Vorwurf: Betrug.

Seite 10 von 20
Puma 28.09.2015, 14:15
90.

Zitat von j1958
Es ist ganz klar, dass in diesem Fall ein Ermittlungsverfahren anläuft. Rechtlich gesehen wird es aber sicher nicht einfach, da es kein Gesetz dagegen gibt bei einem Test in Amerika zu schummeln. Und was die Verbrauchswerte von Fahrzeugen angeht gibt es in den Unterlagen immer diese Sternchen, dass dieses bei einzelnen Fahrzeugen gemessen wurde und keine allgemeinen Ansprüche daraus abgeleitet werden können und blablabla. Man sollte auch die Kirche im Dorf lassen, Martin Winterkorn ist nicht Darth Vader. Mich ärgert es immer extrem, dass in der Wirtschaft alles gleich geprüft wird, Milliardenversagen von Politikern (Abriss von BER?) völlig straf- und sanktionslos von sich gehen. Hier stellt sich eine Clique selbst einen Freifahrtschein aus, verlangt aber von allen anderen Übernahme der Verantwortung.
Stimme Ihren Schlussfogerungen zu.
Aber bitte nicht von Schummel sprechen.
Es ist vorsätzlicher Betrug.
Es ist massenhafter Betrug und dafür sieht der § 263 Absatz 5 in schweren Fällen bis zu 10 Jahren Haft vor.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
friedrich_eckard 28.09.2015, 14:18
91.

Zitat von nn280
Betrug setzt Vorsatz voraus, und Herr Winterkorn war doch selbst überrascht und erschrocken und tief betroffen, das es so viele Autos sind, die so viel mehr Schmutz in die Umwelt blasen. Er hat sich gleich entschuldigt und uns sein Ehrenwort gegeben, das er das nicht wissen konnte und tief betroffen ist. Da kann der Staatsanwalt nur einstellen, keinerlei Anfangsverdacht irgendwo gegen den Herrn Winterkorn erkennbar! Noch Fragen?
Ja, kennen Sie den Ausdruck "Schutzbehauptung"? Die juristische Luft könnte für Herrn Winterkorn durchaus recht schnell sehr dünn werden, wenn ihm nachgewisen werden kann, dass er von der begangenen *oink*erei schon frühzeitig Kenntnis hatte: dann wäre er nämlich aufgrund seiner Stellung im Unternehmen zum Einschreiten verpflichtet gewesen; es käme durchaus eine Straftat in der Begehungsform des Unterlassens in Frage - das Nähere mögen Interessierte unter "Garantenstellung" nachlesen.

Natürlich sind aber die Anzeigeerstatter linke Stinkstiefel, und die sachbearbeitende Staatsanwältin dürfte eine LinksGrünin sein, die mit Freuden die Gelegenheit wahrnimmt, ihre Abneigung gegen Leistungsträger auszuleben... eine Handlung, die im Interesse des shareholder value vorgenommen wird, kann in der marktkonformen Demokratie keine Straftat sein, zum Donnerwetter! Der Feind steht links, Freiheit statt Sozialismus,. lieber tot als rot... und üüüberhaupt...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
deglaboy 28.09.2015, 14:20
92. Erst Blatter...

jetzt Winterkorn, wer ist der Nächste? Ein Banker?
Was ist denn da los?
Kümmert sich die Justiz nicht mehr um Taschendiebe, Verkehrssünder und flüchtige, unterhaltspflichtige Ehemänner?
Verkehrte Welt!
Lässt man nun die Kleinen laufen und fasst die Großen?
Das wäre ja mal wieder eine echte Revolution. Da könnte es sogar für den Kaiser Franz noch eng werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Rubyconacer 28.09.2015, 14:22
93. Gääähn, schon bekannt

Das war doch schon vergangene Woche der Aufreißer bei Spon.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
miss_moffett 28.09.2015, 14:28
94.

Zitat von zitrone73
Es ist völlig ausgeschlossen, dass er nichts gewusst hat. (Er ist ja nicht Dobrindt, der weiß ja sonst auch nichts.) Aber ein bekanntermaßen detailverliebter Ingenieur als Chef eines stramm von oben nach unten geführten Konzerns, der nicht über das ......
Ich kann das tatsächlich glauben.
War in der Firma für die ich arbeit genauso.
Ein Bereichsleiter bekommt Zahlen vorgegeben, die er einzuhalten hat. Und - große Überraschung - es gelingt ihm jahrelang. Bis uns eines Tages die tatsächlichen Zahlen um die Ohren flogen. Hat unsere Firma an den Rand des Konkurses gebracht, hatte aber für denjenigen, der jahrelang die Zahlen in seinem Bericht an den Vorstand geschönt hatte, keinerlei Konsequenzen. Nur die von ihm betrogenen Vorstände mussten gehen.

Es wird immer von unten nach oben gelogen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kajoter 28.09.2015, 14:38
95.

Man sollte mit allen bisherigen Verfahren aufräumen. Welches Auto erfüllt z.B. die offiziell vom Werk angegebenen Verbrauchswerte? Wie sieht es mit Garantiegebung und den sogenannten Verschleißteilen aus? (Mein VW brauchte jedes Jahr neue Bremsscheiben und -klötze, was laut Auskunft eines TÜV-Ingenieurs eine eindeutige Fehlkonstruktion VWs sei und damit auch die anderen Marken des Mutterkonzerns beträfe. Aber ich musste die entsprechende Reparatur jedes Jahr selbst zahlen.) Man merkt, dass die Automobil-Industrie Deutschland fast beherrscht und dass sich hier Selbstverständlichkeiten entwickelt haben, die beileibe nicht selbstverständlich sind. Falls dieser Fall dazu führen sollte, dass hierzulande eine Großreinigung stattfinden wird, dann kann er doch noch etwas Positives bewirken. Allerdings bei dem aktuellen Verkehrsminister .....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
denis111 28.09.2015, 14:45
96. 18 Monate

auf Bewährung. Wetten? Schnarch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ekkihoppe 28.09.2015, 14:47
97. Geschönte Abgastests

die nicht den Werten im normalen Straßenverkehr entsprechen wurden toleriert. Diesen Umstand haben jetzt die Amis in einen kriminellen gedreht. Und der Michel beugt seinen Kopf, so wie es auch der Chef von Toyota tat. Kranke, Ami-hörige Welt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
clemensbarono 28.09.2015, 14:50
98. Hoch bezahlter Fachmann trägt die Verantwortung

Das Über 14 Milionen hohe Jahresgehalt war die Vergütung für seine tollen Leistungen. Herr Winterkorn hat wissentlich, vorsätzlich schuldhaft betrogen. Er hat die volle Verantwortung zu tragen. Sein Rücktritt kann nicht die alleinige Konsequenz gewesen sein ? Das strafrechtsrelevante Verhalten muß angemessen sanktioniert werden !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
zursachet 28.09.2015, 14:51
99. Was ist mit Herrn Piech?

Man muss sich doch nur die Zeitskala anschauen, um sich zu wundern, warum Herr Piech nicht auch im Fokus steht? Soll ausgerechnet er als Vorsitzender des Aufsichtsrates seit 2003 und davor Vorstand nichts gewusst haben?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 10 von 20