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VW-Aufsichtsrat und Winterkorn: Piëchs Wort ist immer noch Gesetz
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Ferdinand Piëch betreibt öffentlich die Demontage von Volkswagen-Chef Martin Winterkorn - und düpiert damit auch die übrigen Mitglieder des VW-Aufsichtsrats. Darf er das?

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Greggi 14.04.2015, 20:53
40. Nun ja,

wer über Jahrzehnte nur anlasslose Anstands-Dauergrinser, Ja-Sager, Bücklinge und Speichellecker um sich hat, der muss sich ja von der Realität entfernen. Das ist zwangsläufig.

Und das hier ist das Resultat. An Mensch und Charakter.

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Greggi 14.04.2015, 21:11
41. Sie sind ...

Zitat von typomann
Es ist bestimmt dreissig oder mehr Jahre her, da hatte ich in München Bogenhausen mein kleines bescheidenes Design-Büro. Im Parterre des Hauses gab es ein sehr gutes Restaurant, in dem ich als Stammgast spezielle Konditionen hatte, günstig, da ich und meine Leute das als Kantine benutzten. Es war ein mit Mützen- und Sternen ausgezeichnetes Fressding und der Koch war sehr nett. So bewusst war uns die Eklusivität damals nicht, denn es war ja unsere »Kantine«. - Viele »Berühmte« kamen Mittags und wir registrierten sie halt, schliesslich wollten wir ja was fürs Leben lernen. BMW Obere, VW-Obere, Siemens, Knorr-Bremse, also was immer Rang und Namen in der deutschen (Münchner) Wirtschaft hatte, die waren da zum Lunch. Herr Pïech – seiner »Dierisis« sei Dank – fiel mir damals des öfteren als unangenehmer Mitesser auf. Ich hätte zwar belauschen können, was er seinen Tischgenossen an den Kopf geknallt hat, aber ich fand diesen Menschen – der für mich keine wichtige Nummer war – nur als unangenehmen Charakter. Damals hätte ich ihm bestimmt einen Haufen ans Bein ... können, aber das ist alles lange her. Das einzige, an das ich mich ganz lebhaft erinnere ist, dasss der Herr mit der »Dieriesis« im Namen ein unangenehmer Tischnachbar war. Ich habe mich mehr mals ein bißchen umgesetzt, nur um diesem Menschen nicht zu nahe zu sein. Ich lebe mittlerweile gemütlich in Südfrankreich un hoffe nie mehr einem Menschen wie ihm im selben Raum zu begegnen. Das geht dem natürlich glatt am Arsch vorbei, aber das ist sein Arsch. Aber ich denke, jemand, der auf zwei Punkten über dem »ï« besteht und kein Franzose ist, der verdient keinen besonderen Respekt.
bestimmt kein Bayer. Der hätte den Ferdinand als "Fugen-Ferdl" und "Wadlbeißer" bezeichnet. Und das trifft's. P.S. Zum "Fugen-Ferdl" einfach mal bei Wikipedia vorbeischaun. Und "Wadlbeißer" verstehen selbst die Preiss'n.

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benito22 14.04.2015, 21:33
42. @ Normalo Wutbürger

Tja, immer nur auf die Medien keulen kann auch nach hinten los gehen. Im Gegensatz zu Ihnen haben sich in diesem Fall die Medien und auch die meisten Foristen nämlich sehr wohl mit der Beziehung Winterkorn - Piëch und ihrer Geschichte im VW-Konzern auseinandergesetzt. Und daher kommt dieser Bemerkung Piëchs durchaus eine elementare Bedeutung zu. Herr Piëch streitet nicht mit Managern des VW-Konzerns, weil es nicht seinesgleichen sind. Er entfernt sie. Die einzige Frage ist, ob sich dieses Mal ernsthafter Widerstand in der Eignerfamilie Piëch-Porsche oder bei den anderen Eigentümern gegen das Allmachtsgehabe des alten Mannes regt. Wahrscheinlich nicht. Deshalb hat für Winterkorn die Uhr zu ticken begonnen. Gut für VW? Ich glaube nicht.

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benito22 14.04.2015, 21:40
43. @ greggi

Ich nehme an, Sie meinen das Umfeld Piëchs, oder? Die kennen Sie alle persönlich so gut, dass Sie sich so ein Urteil anmaßen können? Dann sind Sie ja ein Turbo-Insider, plaudern Sie bitte noch ein bisschen aus dem Nähkästchen, ich bin gespannt...

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horsteddy 14.04.2015, 21:42
44. Ist doch egal

Piech ist Teil der Bourgeoisie. Wer da was macht, sagt oder nicht ist egal. Es ändert nichts an den bestehenden Verhältnissen. Sollen sie sich doch gegenseitig zerfleischen. Krupp, Thyssen, Siemens, VW, Quandt und das ganze Pack.

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gerdkonz 14.04.2015, 21:46
45. Ferdinand kann machen was er will ...

... und das ist gut so!
Was soll das Brimborium um Winterkorn?
Der wusste wahrschienlich von Anfang an woran er ist und hatte in der Vergangenheit auch ähnlich gehandelt.
Er würde wahrscheinlich ähnlich handeln wäre er an der entsprechnden Stelle.
Ferdinand hatte in der Vergangenheit allermeist kluge und vorausschauende Entscheidungen getroffen.
Alle Verantwortlichen werden ihm wenn es ernst wird folgen.

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catweezle 14.04.2015, 21:47
46. Darf er das? - ist die falsche Frage.

Kann er das?
Macht definiert sich in erster Linie dadurch, andere Menschen zu motivieren Dinge zu tun, die sie von sich aus nicht getan hätten.

Das kann man auf positive Weise, motivierend, tun - oder wie Herr Piëch. Herr Piëch spielt das Spiel der "Gefälligkeiten". Wenn aber Keiner mehr mitspielt hat er nur noch die Macht des Geldes - und die wird überschätzt. Geld motiviert nur begrenzt - das weiß auch Herr Piëch. Also kommt es darauf an, wie sich seine "Telefonjoker" positionieren.

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christian10 14.04.2015, 21:53
47.

eine sache noch zur frau von herrn piech, die ich kein bißchen kenne: man sollte sie nicht grundsätzlich als ehemaliges kindermädchen abstempeln. wenn menschen permanent mit jemand umgang haben, der von gewissen dingen viel weiß und der einem das zeigt, kann man selbst als ursprünglich einfacher mensch viel lernen, weil die qualität des lehrenden so hoch ist und so fortlaufend. wer den prozess nachvollziehen möchte, sollte das buch von liz mohn lesen: Schlüsselmomente - Erfahrungen eines engagierten Lebens. darin kann man viele ähnlichkeiten sehen. das heißt nicht, dass ich dafür plädiere, dafür kenn ich nur medienwissen, mehr nicht. aber man sollte es nicht grundsätzlich ausschließen, sondern prüfen.

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pressionist reloaded 14.04.2015, 22:12
48. Hagakure

Der führende Samurai hat sich vor seinem Abtreten auf breiter Ebene unbeliebt zu machen. Seinem Nachfolger ist Ehrerbietung und Loyalität so schnellstens sicher ...

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dedoors 14.04.2015, 22:18
49.

Piech ist Audi, und Audi ernährt" den VW Konzern.

Es ist so ähnlich wie mit dem Vater, der rigoros die Familie versorgt und ernährt.

Wenige mögen ihn, viele schätzen ihn, aber allen geht`s gut.

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