Forum: Wirtschaft
VW, BMW und Daimler und die Elektromobilität: Viel Spannung, wenig Strom
Uli Deck / DPA

Offiziell haben die deutschen Autohersteller ihren Streit über die Mobilität der Zukunft beigelegt. Doch das ist nur vorübergehend. Denn welche Technologie und welcher Konzern siegen werden, ist unklar.

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cwa.silvestrin 23.03.2019, 16:34
1. Diess hat völlig recht!

Herzlichen Glückwunsch an den Autor. Zum hundertsten male die altbackenen deutschen Vorurteile gegenüber der Elektromobilität ausgepackt. "Das Problem ist nur, dass im Grunde noch niemand seriös voraussagen kann, welche Antriebstechnologie in der Zukunft die Mobilitätsansprüche der Gesellschaft erfüllen kann, ohne der Umwelt allzu sehr zu schaden." Diese Diskussion ist doch schon lange entschieden! Wenn man die Umwelt schützen will kommen eben nur Elektroautos in Frage. Und dann im Artikel zu argumentieren, dass auf langen Strecken und in großen Autos der Diesel besser sei.... Peinlich sowas noch zu schreiben. Tesla und inzwischen auch Audi e-Tron zeigen doch, dass auch elektrische SUVs wunderbar funktionieren. Für Langstrecke braucht man schlicht und einfach Schnellladeinfrastruktur, etwas das Tesla schon lange hat und ständig ausbaut. Wenn man das Auto in einer halben Stunde aufladen kann, braucht man keinen Diesel mehr! Diess hat das verstanden, deswegen ist seine Forderung völlig gerechtfertigt.

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halfbrain 23.03.2019, 16:46
2. Das war von VW doch etwas zu ...

... offensichtlich 'pro domo', und es war daher zumindest nicht klug.
Denn ob die sog. Elektromobilität tatsächlich der Weisheit letzter Schluß ist, ist noch lange nicht ausgemacht:
>Aus Sicht von BMW-Chef Krüger kann es sich ein Konzern, der überall in der Welt Autos verkaufen will, deshalb gar nicht leisten, eine Antriebsvariante zu vernachlässigen. <
Als Übergangsvariante ist zumindest die Hybridtechnik (von der Reichweite) nicht von der Hand zu weisen .
Längerfristig ist aus ökologischer Sicht sicher das Thema 'Wasserstoff' außerordentlich aktuell, weill bei anstelle der Speicherung von elektr. Energie aus Wind und Sonne unmittelbar eine Erzeugung von Wasserstoff erfolgen könnte, ohne die überschüssige 'Öko-Energie' in teueren und verlustreichen (Groß-)Batteriespeichern 'zwischenlagern' zu müssen.
Unabhänig bzw. ergänzend bin ich allerdings (als Diesel-Fahrer!) der Ansicht, daß die steuerliche Bevorzugung des Dieselkraftstoffes mit sofortiger Wirkung entfallen sollte. Dabei unterstreicht das angeführte Argument, Diesel würde überwiegend als Antrieb von Großfahrzeugen' verwendet, zusätzlich meine Überzeugung: > ... die Statistiken zeigen, dass die höheren Laufleistungen in den größeren Wagenklassen absolviert werden. BMW und Mercedes würden also empfindlich getroffen, wenn Steuervergünstigungen für Diesel wegfielen, was ihre Gewinnbringer im Unterhalt spürbar verteuern würde. Vor allem die großen Geländewagen und Limousinen werden noch auf Jahre hinaus auf den Diesel angewiesen sein - schon weil sie die von der EU festgelegten Flottengrenzwerte für Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) erreichen müssen.

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flyte 23.03.2019, 16:49
3. Ohne hohe Subventionen wird es nicht gehen

Offensichtlich glaubt Herr Diess ja selbst nicht an den Erfolg seiner Strategie, sonst müsste er nicht jetzt schon bei der Politik um Subventionen betteln. Am Ende entscheiden die Kunden. Aktuell ist deren Interesse an E-Autos (unter 2% der Zulassungen) äußerst begrenzt. Ob sich das ändert, ist bei den vielen Nachteilen der batteriegetriebenen E-Autos ziemlich fraglich.
Bemerkenswert sind in diesem Zusammenhang übrigens die Äußerungen aus dem gleichen Konzern: Audis Entwicklungschef Hans-Joachim Rothenpieler stellte kürzlich fest, dass erst die Brennstoffzelle die Ablösung vom Verbrennungsmotor ist. Die batteriegetriebenen Autos sieht er offenbar als Übergangslösung.

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Haarfoen 23.03.2019, 16:50
4. ID-Buggy

Man kann nur inständig hoffen, dass die Herren Manager nicht so dümmlich denken, wie dieser Buggy dämlich aussieht. Man muss sich doch schämen, in so einem so sinn- befreiten Mobil abgelichtet zu werden. Daher fürchte ich Schlimmeres. Weitere Nonsens- Produkte und Protzschleudern, diesmal halt nur mit einem Elektromotor. Wenn BMW Milliarden braucht, um 2 Autos zu entwickeln, dann fragt man sich, wie die Post ihren Lieferwagen mit wesentlich kleinerem Aufwand zusammennageln konnte. Ich glaube nicht, dass die aktuelle Management- Besetzung in der Automobilindustrie in irgendeiner Form zukunftsfähig ist: Der Gesellschaft maximal sparsame, innovative und nachhaltig fahrbare Untersätze zu liefern. Insoweit "Crowd-Funding", die Bürger müssen sich in Zukunft ihre Fahrzeuge selber bauen (lassen), denn diesen Quatsch kann man einfach nicht mehr unterstützen (kaufen),

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guru_meditation 23.03.2019, 16:52
5.

Teslas Autos werden das Klima nicht retten. Sie sind viel zu schwer, um resourceeffzient zu sein. Ich kann mir trotzdem vorstellen, dass sie Spass machen. Die eigentliche Alternative wären super leichte Autos mit Hybridantrieb. An einem elektrischen Motor kommt man dabei nicht vorbei, weil sich nur so die Bremsenergie sinnvoll speichern kann. Akkus sind allerdings viel zu schwer. Daher benötigt man einen weiteren (kleinen Motor, der die Batterie aufläd. So bekommt man aus beiden Welten das Beste. Es ist dann allerdings kein Tonnenschweres Spassmobil, wie Tesla sie baut.

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purple 23.03.2019, 16:52
6. Batterietechnologie ungeeignet

Mit BEV's ist eine Mobilität wie wir sie heute kennen unmöglich und unbezahlbar.
Die Teslas haben 100kwh große Akkus die mehr als 700kg wiegen und ein X mit Wohnanhänger hat trotzdem eine Reichweite von max 250km also völlig unbrauchbar, aber über 100000.- € teuer. Noch größere Akkus sind gewichtsmäßig nicht möglich. Die Rekuperation von der immer geredet wird findet auf der Autobahn nicht statt.

Ich möchte als Familie einen Ford Galaxy (kostet netto so 35000.- -40000 je nach Ausstattung) mit dem ich mit Anhänger in Urlaub fahren kann. Bin gespannt wie VW den Sharan elektrifizieren will - ich kenne da keine technische Möglichkeit. Die müssten ein 250kwh Batterie einbauen. Damit ist das Ding unbezahlbar und zu schwer.

Die einzige Möglichkeit die ich sehe sind Brennstoffzellen.

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halfbrain 23.03.2019, 16:56
7. Und der ...

Zitat von cwa.silvestrin
Herzlichen Glückwunsch an den Autor. Zum hundertsten male die altbackenen deutschen Vorurteile gegenüber der Elektromobilität ausgepackt. "Das Problem ist nur, dass im Grunde noch niemand seriös voraussagen kann, welche Antriebstechnologie in der Zukunft die Mobilitätsansprüche der Gesellschaft erfüllen kann, ohne der Umwelt allzu sehr zu schaden." Diese Diskussion ist doch schon lange entschieden! Wenn man die Umwelt schützen will kommen eben nur Elektroautos in Frage. Und dann im Artikel zu argumentieren, dass auf langen Strecken und in großen Autos der Diesel besser sei.... Peinlich sowas noch zu schreiben. Tesla und inzwischen auch Audi e-Tron zeigen doch, dass auch elektrische SUVs wunderbar funktionieren. Für Langstrecke braucht man schlicht und einfach Schnellladeinfrastruktur, etwas das Tesla schon lange hat und ständig ausbaut. Wenn man das Auto in einer halben Stunde aufladen kann, braucht man keinen Diesel mehr! Diess hat das verstanden, deswegen ist seine Forderung völlig gerechtfertigt.
... 'Schnellladestrom' stammt dann (noch zu 60%) aus Braunkohlekraftwerken und/oder sauteuren und nicht eben umweltgünstigen Power-Batterie-Zwischenspeicher!

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jim.panse 23.03.2019, 16:58
8.

„BMW und Mercedes würden also empfindlich getroffen, wenn Steuervergünstigungen für Diesel wegfielen, was ihre Gewinnbringer im Unterhalt spürbar verteuern würde. Vor allem die großen Geländewagen und Limousinen werden noch auf Jahre hinaus auf den Diesel angewiesen sein - schon weil sie die von der EU festgelegten Flottengrenzwerte für Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) erreichen müssen.“
Vollkommen unerheblich. Zum einen kann man mit dem BEV den CO2 Ausstoß deutlich stärker reduzieren und zum anderen sollen die, die solche unnötigen Dickschiffe fahren gerne richtig zur Kasse gebeten werden. Dieser SUFF Wahn gehört über das Portemonnaie endgültig eingedämmt. Schon beim Thema Parkraum sind diese Monster ein ständiges Ärgernis.

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Kostenexplosion 23.03.2019, 17:03
9. Am Ende wird alles mögliche stehen nur keine Elektromobilität.

Das Problem ist so alt, wie der Elektromotor, nämlich seine Versorgung mit Energie. Was gerade passiert, ist insoweit Politik bzw. Planwirtschaft, der die Grundlage fehlt. Das ist lange bekannt und wird durch die scheiternde Energiewende und die Schwierigkeiten von Tesla lange beschrieben. Aber es sind ja schon ganze Weltreiche aufgrund von Fehleinschätzungen respektive Überschätzungen untergegangen. In diesem Sinne werft das Geld, die Subventionen, weiter zum Fenster raus, denn sie sind das Fanal, wie schon bei der sog. Energiewende. Am Ende wird alles mögliche stehen, nur keine Elektromobilität.

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