Forum: Wirtschaft
VW-Chef in der Krise: Herr Müller zur Kopfwäsche, bitte!
AFP

In der VW-Affäre berät das Präsidium des Aufsichtsrats über die desaströse USA-Mission von Matthias Müller. Der Vorstandschef wird unangenehme Fragen beantworten müssen - denn seine Fehler dürften den Konzern viel Geld kosten.

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peterbond0815 19.01.2016, 03:10
10. Unverständlich

Leider ist der Artikel an der entscheidenden Stelle unverständlich bzw. u.U. sogar verwirrend: Der Auftritt im Radio, dessen "Schaden sich nicht mehr beheben lies", wird mit der "kühlen Abfuhr" bei der Behörde in Verbindung gebracht. Dies wäre zu belegen.

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northanc 19.01.2016, 03:28
11. Jemand, der sich so dumm um Kopf und Kragen redet

...wird als Topmanager bezeichnet?

Schwer verständlich. Die Aktionäre sollten sich gut überlegen, ob sie diesen offensichtlich unfähigen Mann weiterhin stützen.

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t.mahony 19.01.2016, 03:33
12. Laienspielschar

Wie man das Thema auch betrachtet, es drängt sich der Eindruck auf, dass das Top-Management bei VW eine Laienspielschar ist. Es ist Standard, dass ein Vorstandschef von den PR-Fachleuten seiner Firma ausführlich darauf vorbereitet wird, wie er sich zu einem solchen heiklen Thema äußern soll. Es wird üblicherweise genau definiert, was gesagt werden soll und was auf keinen Fall gesagt werden darf. Oft werden Gesprächssituationen auch simuliert, damit sichergestellt wird, dass der Vorstandschef nicht nur weiss, was er sagen soll, sondern damit er es auch in der angemessenen Form sagen kann. Es ist vergleichbar mit dem Einstudieren eines Rollentextes für eine Theateraufführung.

Nun gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Es gab kein Briefing durch die PR-Fachleute.
Das wäre eine grobe Pflichtvernachlässigung oder eklatante Fehleinschätzung der Situation von allen Beteiligten.
2. Es gab ein Briefing durch die PR-Fachleute
Wurde Herr Müller entsprechend gebrieft und er hat es dennoch nicht geschafft seine ihm zugedachte Rolle zu spielen, dann müßte festgestellt werden, weshalb er es nicht geschafft hat. Stress oder -wie von VW kolportiert- die laute Umgebung während des Interviews können keine Entschuldigung sein; nicht bei diesem Thema und nicht wenn dieses Thema durch den Vorstandsvorsitzenden vertreten wird. Als akzeptable Erklärung bleibt nur noch eine schwerwiegende psychische Unpässlichkeit des Herrn Müller in der Interviewsituation.

Ein weiteres Anzeichen dafür, dass VW absolut unprofessionell mit dem Interview umgegangen ist, ist die Tatsache, dass die PR-Abteilung anscheinend erst am Tag nach dem Interview von der Fehlleistung des Herrn Müller erfahren hat. Üblicherweise ist bei wichtigen Medien-Terminen immer auch die PR-Abteilung zugegen. Wäre dies der Fall gewesen, dann hätten die PR-Experten gleich in das Interview-Geschehen eingreifen können und hätten das Schlimmste verhindern können, ja müssen.
Sollte es tatsächlich stimmen, dass Herr Müller das Interview ohne Präsenz seiner PR-Experten durchgeführt hat, dann zeugt das von einer nicht zu überbietenden Naivität oder Arroganz.

Jeder kann Fehler machen, aber es ist kaum nachvollziehbar dass der Vorstandsvorsitzenden einen solchen Fehler in einer solchen Situation gemacht hat.

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h.hass 19.01.2016, 04:15
13.

Der Mann gehört seit Jahrzehnten zum Führungspersonal bei Audi/VW. Aber von den Tricksereien hat er natürlich nix mitbekommen... wer's glaubt.

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erik93_de 19.01.2016, 04:41
14. Hat einfach gedacht...

...Er könnte das Abbügeln, wie er's mit Dobrindt oder dem Kraftfahrtbundesamt gemacht hätte. Diese Kreise haben verinnerlicht, daß ihnen zwar dieses Land gehört, aber nicht ganz verstanden, daß die USA der Konkurrenz gehört.

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Hank Hill 19.01.2016, 05:02
15. Ich verstehe nicht

wie ein Mann seines Kalibers sich so amateurhaft verhalten kann. Wenn er keine Ahnung von fremden Mentalitäten hat dann kann er sich doch schlau machen. Entweder hat er bei dem Interview aus purer Arroganz gehandelt, oder er hat seinen Gesprächspartner tatsächlich für blöd gehalten.

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wakaba 19.01.2016, 05:07
16.

Piech und Winterkorn haben den Konzern ruiniert. Müller ist Teil der verkrusteten Strukturen. Er filetiert im Moment nur im Auftrag der Familien Piech und Porsche.

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rexsayer 19.01.2016, 05:54
17. Herr Müller ist halt nicht Herr Toyoda.

Einer lässt sich halt abwatschen der andere nicht.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/pannenserie-toyota-chef-in-amerika-zu-kotau-gezwungen-1594597.html

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Eppelein von Gailingen 19.01.2016, 06:20
18. Ein Armutszeugnis für VW

Wenn man eingestehen muss, trotz des peinlichen und ungemein teuren verkorksten USA-Auftritt am Herrn Müller festhalten zu müssen, weil er im Moment für alternativlos gilt. Ein Technokrat, der so vernetzt ist, dass man keinem anderen die Umgestaltung zutrauen kann, obwohl er vielleicht gerade in den USA einige Milliarden mehr für die Schadenwiedergutmachung weg geworfen hat, durch sein, oder das selbstherrliche Verhalten und kleinreden der Abgasbetrügerei, wie man es ohnehin von diesen Angestellten als Fürsten nicht anders gewöhnt war. Warum holt man nicht gleich den Winterkorn zurück?
Es genügen die gestrigen Kommentare über diese Kanzlerin, die anschließend in einem "kleinen" Parteitag ihre Gegner mundtot machte. Kanzlerersatz gibt es in der CDU auch nicht. Schließlich will man auch die Wahlen in RLPZ, BW und Sachsen-Anhalt. Die demolierte CDU will zurückerobern mit Pappmaché und nicht eingehaltenen Versprechen!!

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RobertK 19.01.2016, 06:23
19. So viel Panik in D

Ich arbeite derzeit in den USA und verfolge mit Erstaunen die Pressemeldungen auf SPON. Man überschlägt sich ja gradezu mit Meldungen zum VW Skandal.

Hier im Bereich Pacific Northwest interessiert sich keine Sau für VW. Top Thema sind die Präsidentschaftskandidaten, US interne Dinge. Euer Skandal kommt irgendwo auf Seite 17...

Mir fiel neulich erst ne ziemlich coole Werbung von VW beim Football auf. Ja - so denken die Leute hier. Was ihr euch da drüben grad für'n Stress macht - man kann sich auch selber in Krisen berichten, liebe Presse.

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