Forum: Wirtschaft
VW-Chef: Müllers Überraschungsangriff auf die Diesel-Subvention
DPA

Schluss mit dem Steuerprivileg für Diesel - das fordert ausgerechnet VW-Chef Matthias Müller. Könnte eine Große Koalition auf ihn hören?

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unittype 11.12.2017, 19:28
1. Beste Chancen, dass sich etwas bewegt...

...gäbe es wahrscheinlich auch in diesem Bereich wohl eher mit einer SPD-tolerierten schwarz-grünen Minderheitsregierung. Frische Ideen aufzugreifen und vielleicht so zu gestalten, dass sowohl Ökologie, Industrie und auch die Gesellschaft was davon haben, sehe ich mit kaum einem anderen Bündnis derzeit.

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tinnytim 11.12.2017, 19:34
2.

Der Mitforist Zuversicht beschrieb noch einen anderen interessanten Aspekt in diesem Zusammenhang. Nämlich die EU-weite Besteuerung nach Energiegehalt des Kraftstoffs ab 2023:
http://www.spiegel.de/forum/wirtschaft/steuervorteile-vw-chef-mueller-fuer-abschaffung-von-diesel-privilegien-thread-688283-11.html#postbit_60958759

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sandiro 11.12.2017, 19:36
3. Sinnvoll

Das kann man nur ausdrücklich begrüßen. Ps starke Motoren fressen den geringeren Verbrauch vollständig auf. Und Vielfahrer würden auch entsprechend zur Kasse gebeten werden. Bin gespannt ob sich dann auch wieder mehr Stückgut auf die Schiene bringen lässt. Wäre sicherlich sinnvoll.

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ullr 11.12.2017, 19:41
4. angeblicher Verbrauchsvorteil des Diesels

Der Diesel hatte im Teillastbereich einen besseren Wirkungsgrad als der Benziner. Das ist schon lange vorbei. Der angeblich geringere Verbrauch des Diesels beruht auf der höheren Dichte des Kraftstoffes gegenüber dem Benzin. Legt man den Verbrauch auf die Masse des Kraftstoffes um, was technisch/physikalisch richtig ist, verflüchtigt sich der angebliche Vorteil in kaufmännische Taschenspielertricks.
ullr

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Ekatus Atimoss 11.12.2017, 19:42
5. ich kann das Wort "Privileg" im Zusammenhang mit Diesel nicht mehr ..

..hören. Dann gibt es auch ein Erdgas-Privileg, ein LPG Privileg usw. Ist ja nicht neu, dass unterschiedliche Energieträger unterschiedlich besteuert werden. Dass die Kfz Steuer für Diesel um einiges höher ist als für Benziner wird von den Dieselhassern und Privileg-Faslern gerne unter den Tisch gekehrt. Apropos Energieträger: die kWh Strom ist im Vergleich zu Erdgas viel zu teuer. Wann kippt endlich das Erdgas-Privileg? (Vorsicht, Ironie!).

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sailor1818 11.12.2017, 19:43
6. Dieser Vorschlag klingt wie nackter Hohn

aus dem Mund des CEO von Volkswagen. Hunderttausende von Dieselbesitzern wurden getäuscht und erhielten ausserhalb der USA keinerlei finanziellen Ausgleich für den Wertverlust ihrer Fahrzeuge - stattdessen soll nun auch noch der Steuervorteil gestrichen werden. Im Übrigen tragen moderne und sparsame Dieselfahrzeuge zu einem verminderten CO2 Ausstoss bei, der deutlich unter den Werten bei Benzinern liegt.Wann wird Herr Müller endlich zur Rechenschaft gezogen?

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olmen 11.12.2017, 19:49
7. Was denn nun VW?

Die Zweifel an VW und seinem unberechenbaren V-Vositzenden werden immer größer. Anstatt sich um deutsche Kunden mit Diesel-Fahrzeugen zu kümmern, d. h. vernünftige und parallele Lösungen wie in den USA zu schaffen, meldet er den Diesel praktisch ab. Eine Unverfrorenheit (nicht zum ersten Mal). VW wäre doch gar nicht in der Lage, das E-Auto in der Breite zu bauen bzw. fehlt für E-Autos auch die Versorgungs-Infra-Struktur. Auch dazu liefert VW wenig.

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Neapolitaner 11.12.2017, 19:49
8. cui bono?

Die dt. Kfz-Industrie hängt am Diesel. Ohne Diesel gibt es keine nennenswerten Gründe mehr, ein dt. Auto zu kaufen. Das könnte zu großen strukturellen Veränderungen führen : "Müssen den Standort Wolfsburg leider schließen"... "gehen eine Kooperation mit ausländischen Firmen ein , behalten die Entwicklung in Deutschland, fertigen aber nicht mehr" .... All das geht natürlich am besten, wenn "gesetzliche Vorgaben zu großen Anpassungen Anlaß geben" . Nachtigall ick hör dir trapsen.

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Alias_aka_InCognito 11.12.2017, 19:49
9. Diesel im PKW

In der Massenmobilität ist der Diesel-PKW, der einen Anteil von über der Hälfte der Autos auf der Straße hat, nicht besonders förderlich für die Umwelt wegen den NOx- und den CO2-Werten.
Abgesehen davon stellt es auch für die Menschen eine Feinstaub-, Ruß- und Geruchsbelästigung dar.

Das ist doch sehr löblich, dass sich die Herren des TDI-Motors endlich erbarmen, diesen Motor endlich aus dem Verkehr zu ziehen, nachdem sie mit der Schummelsoftware die technologische Entwicklung des Diesel-Motors als große Ingenieursleistung auf die Spitze trieben. Besonders die Amerikaner waren begeistert davon.

Die Diesel verkaufen sich nicht mehr so gut, sogar Vertreter steigen immer mehr auf Benzin-Motoren oder sogar Tesla um, was vor der Schummelsoftware wohl nie passiert wäre.
Somit gibt es auch mit dem Dieselmotor auch keine großen Gewinne mehr, da dieser Motor sehr aufwendig produziert werden muss.
Und wenn die nicht schummeln, müssen sogar eine echte Anlage zur Abgas-Nachbearbeitung einbauen, was diesen Motor nochmals unrentabel macht.

Ob VW aber wirklich an den E-Motor glaubt als Zukunftsvision oder eine taktische Finte ist, um sich als modernes Unternehmen darzustellen, lässt sich von außen schwer beurteilen.

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