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VW-Chef: Müllers Überraschungsangriff auf die Diesel-Subvention
DPA

Schluss mit dem Steuerprivileg für Diesel - das fordert ausgerechnet VW-Chef Matthias Müller. Könnte eine Große Koalition auf ihn hören?

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widower+2 11.12.2017, 23:23
40. Und wer deutlich mehr fährt?

Zitat von angelobonn
Die Forderung nach Steuererhöhungen ist angesichts der Rekordsteuereinnahmen schlicht eine Frechheit. Es gibt auch kein Diesel-Privileg, sondern nur eine andere Art der Besteuerung. Wer weniger als ca. 20.000 km im Jahr fährt, zahlt dank niedrigerer KfZ-Steuer insgesamt weniger Steuern, wenn er einen Benziner fährt.
Und wer deutlich mehr fährt als 20.000 Kilometer und das mit einem Diesel, kann nicht rechnen. Denn wer dann nicht unbedingt 250 Spitze fahren muss, fährt kostengünstiger und umweltschonender CNG oder LPG. Ich habe das Gejammer der Diesel-Fahrer wirklich satt. Sie hätten es besser wissen können und bekommen nun die Quittung. Gut so!

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PolitBarometer 11.12.2017, 23:28
41.

Herr Müller versucht sich jetzt ein Problem vom Hals zu schaffen, in dem er seine eigenen Produkte und Zugpferde (dem Verkauf nach) verunglimpft und dem Diesel wegen steuerlicher Bevorteilung den Hahn abdrehen möchte. Der sägt damit am eigenen Ast.

Gestern sah ich auf youtube ein paar Videos zum Thema "coal roller" in den USA. Dabei handelt es sich um eine bedrohlich zunehmende Anzahl geistig Minderbemittelter, die Unmengen an ungefilterten Dieselabgasen aus ihren aufgemotzten Trucks in die Umwelt ausblasen. Gefühlt eintausend manipulierte VWs machen selbst mit der allerübelst getürketen Software nicht einen Bruchteil dieser Umweltsauerei aus wie diese Idioten in ihren Diesel-Trucks binnen weniger Minuten.
Und sind dabei auch noch stolz wie bolle auf diesen kriminellen Akt, da man für solche Umweltverbrechen in den USA wohl straffrei bleibt.
Bei einigen Aussagen dieser Typen fällt einem die Kinnlade runter, mit welcher hirnrissigen Skrupellosigkeit diese Burschen da vorgehen.

Wie bescheuert muss man in den USA eigentlich sein, und wie geblendet hier, um ernsthaft zu glauben, denen ginge es auch nur ein Füncken um die Umwelt. Die ist denen sowas von schei..egal.
Der Kampf gegen VW in den USA war eine verspätete Kriegserklärung an die deutsche Autoindustrie, die nach Meinung einiger einflussreicher Amerikaner nichts auf dortigem Boden zu suchen hat.

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Holledauer 11.12.2017, 23:48
42. Wenn man keine guten Dieselmotore bauen kann, so wie VW,

liegt natürlich die Forderung nach der Förderung anderer Antriebstechnologien nahe.
Auf die Probleme, welche mit der Gewinnung der Rohstoffe für das E-Auto verbunden sind, verweist der VW-Vorstand nicht.
Es kann natürlich sein, dass Herr Müller sich um die Kinder-Arbeitsplätze z.B. im Kongo sorgt.

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acyonyx 12.12.2017, 00:00
43. Elektroprivileg

Dann aber bitte auch weg mit dem Elektroprivileg!
Was soll das heir eigentlich?
Wo schütten wir den Diesel dann hin, wenn den keiner mehr verfährt? der entsteht sowieso beim Raffinieren....

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rem73 12.12.2017, 00:07
44. Einfach mal kurz nachrechnen

Diesel wird in Deutschland 18,41ct minderbesteuert als Benzin. Wenn man die 14,22% höheren CO2-Emissionen von Diesel pro Liter berücksichtigen würde müsste die Energiesteuer für Diesel eigentlich 21,03ct höher liegen. Darauf würde dann natürlich noch 19% Mehrwertsteuer erhoben werden. Macht dann zusammen 25,03ct, die Diesel eigentlich teurer sein müsste.
Angesichts der Schadstoffemissionen finde ich eine solche Gleichbesteuerung längst überfällig. Um Härten zu vermeiden sollte dies gleitend und aufkommensneutral erfolgen. Anschaulich (vereinfacht): 2ct beim Diesel hoch mit der Energiesteuer und beim Benzin runter- jährlich. Nach weniger als 5 Jahren wäre Benzin und Diesel wirklich gleich besteuert!

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trude2004 12.12.2017, 00:11
45.

Das empfiehlt Herr Müller? Der Herr des Diesel Skandals. Es wundert einen schon das die Medien und vor allem die Politik diese Leute noch nicht härter rangenommen haben. Der Diesel ist in seiner Effizienz und Wirtschaftlichkeit unbestritten. Die Autobauer haben ihre Hausaufgaben nicht gemacht, und die verantwortlichen werden nicht verfolgt.

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Nur ein Gast 12.12.2017, 00:25
46. Das wird gar nichts passieren

und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Der Diesel für LKW darf nicht teurer werden, da dies ja der Wirtschaft schaden würde und niemand kann verhindern, dass PKW LKW-Diesel tanken würden. Der eigentliche Grund für dieses vermeintliche Diesel-PKW-Privileg war damals nämlich die Subventionierung der Transportwirtschaft, nicht der PKW-Fahrer. Im Gegenzug musste man für einen Diesel eine sehr viel höhere Kfz-Steuer zahlen, was dazu führte, dass sich ein Diesel nur bei hoher Fahrleistung rechnete.

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ardbeg17 12.12.2017, 00:32
47.

Es ist zu süß. Würde der Spiegel drucken: "Müller sagt, die Erde ist keine Scheibe", würden sehr viele der hier postenden auch daraus Belege für die Verdorbenheit der dt. Industrie und von VW (und seinen raffgierigen, rücksichtslosen Managern) im Besonderen ableiten.
Hauptsache, das Feindbild stimmt und die anderen sind schuld.

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nixblicker00 12.12.2017, 01:55
48. Täter als Opfer?

Zitat von sailor1818
aus dem Mund des CEO von Volkswagen. Hunderttausende von Dieselbesitzern wurden getäuscht und erhielten ausserhalb der USA keinerlei finanziellen Ausgleich für den Wertverlust ihrer Fahrzeuge - stattdessen soll nun auch noch der Steuervorteil gestrichen werden. Im Übrigen tragen moderne und sparsame Dieselfahrzeuge zu einem verminderten CO2 Ausstoss bei, der deutlich unter den Werten bei Benzinern liegt.Wann wird Herr Müller endlich zur Rechenschaft gezogen?
Wer wurde denn hier geschädigt?

Gab es ein Fahrverbot oder irgendeine Einschränkung für Dieselautos? Nein.

Ungeniert setzen sich die Dieselfahrer auch nach Bekanntwerden der Abgasmanipulationen immer wieder gerne ans Steuer, fahren an der Kita vorbei und blasen den Kindern Ihre Rußpartikel in die Lungen. In Konzentrationen, die zig-fach oberhalb der gesetzlichen Grenzwerte liegen. Die Einhaltung eben dieser Grenzwerte ist aber Zulassungsvoraussetzung. Somit erlischt formal die Zulassung. Die fortgesetzte Benutzung der betreffenden Fahrzeuge stellt daher eine mutmaßliche Straftat dar. Millionenfach im Alltag.

Es liegt zudem mutmaßlich eine besondere schwere der Taten vor, da massive Gesundheitsschäden bis hin zum Tod Dritter billigend in Kauf genommen werden.

Jeder Jugendliche, der sein Moped frisiert, bekommt massiven Ärger. Für Millionen Dieselfahrer gilt das Recht offensichtlich nicht.

Und jetzt auch noch Opferrolle spielen ... geht garnicht.

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Flari 12.12.2017, 02:21
49. Hat sich Mueller auch schon etwas für die deut. Spediteure ausgedacht?

Die niedrigen Kosten der osteuropäischen Speditionen belasten schon heute das Transportgewerbe in DE stark.
Was passiert, wenn die Energiesteuer für Diesel dem Satz pro Liter Benzin angepasst wird?
Die unterschiedliche USt/MwSt ist nur ein durchlaufender Kosten, aber bei der Energiesteuer zählt jeder Cent.

Aktueller Vergleich* der Energiesteuer auf den Liter Diesel zu unseren direkten EU-Nachbarn -- prozentualer Vergleich zu DE jetzt -- und nach "Muellers" gewünschter Erhöhung:

LU -- 33,50 --- 71% -- 51%
PL -- 34,36 --- 73% -- 53%
AT -- 39,70 --- 84% -- 61%
CZ -- 40,30 --- 86% -- 62% *
DK -- 41,61 --- 88% -- 64%
DE -- 47,04 -- 100% -- 72%
NL -- 48,45 -- 103% -- 74%
FR -- 49,81 -- 106% -- 76% **

DE -- 65,45 -- 139% -- 100%

*Eurostat Liste von 2016, bei CZ hat sich die Währungsumrechnung um ca. 5% verteuert.
**Sollte der Brutto-Dieselpreis (einschl. MwSt) in FR über 1,35,- Euro/l steigen, wird in FR die Energiesteuer ermässigt.

Schon heute fahren viele LKW/Busse, aber auch PKW rein zum Tanken nach LU, PL, AT und CZ, je nach Entfernung und Tankgrösse, soweit sie nicht eh von dort (durch) kommen oder hin wollen.
Es fahren ggf. auch volle Tankwagen aus deutschen Raffinerien in diese Länder oder pumpen per Pipeline dorthin, damit Fahrzeuge aus DE dort billiger tanken können..
Den Unsinn muss man nicht verstärken, eine weitere einseitige deutsche "Lösung" ist unangebracht.

Hier nur der Vollständigkeit halber auch der Energiesteuervergleich für Benzin in ct/l und prozentual zu DE:

PL -- 39,32 -- 60%
LU -- 46,21 -- 71%
CZ -- 47,25 -- 72%*
AT -- 48,20 -- 74%
DK -- 61,14 -- 93%
FR -- 64,12 -- 98%
DE -- 65,45 -- 100%
NL -- 76,99 -- 118%

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