Forum: Wirtschaft
VW-Dieselaffäre: Anwälte gehen von tausend Mitwissern aus
DPA

Volkswagen behauptet, nur einige Mitarbeiter wussten von Manipulationen an Dieselmodellen, die Konzernspitze sogar erst sehr spät. Anwälte gehen dagegen von mehr als tausend Insidern aus - und suchen nach Whistleblowern.

Seite 1 von 4
rainer_daeschler 10.07.2017, 17:01
1. Tausende von Mitwissern?

Die Tausenden von Mitwissern waren mit Sicherheit Leiharbeiter. Die werden einfach nicht wieder engagiert, bzw. ihre Verleihfirma wird nicht mehr beauftragt. Damit wäre der Fall für Volkswagen dann erledigt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
j.vantast 10.07.2017, 17:08
2. Ach was

Glaubt denn wirklich jemand das in einem Konzern dieser Grösse eine Hand voll Leute so eine Nummer abziehen können?
Vor allem: Warum sollten sich sowas Mitarbeiter unterhalb der Konzernspitze ausdenken? Was hätten die davon?
Die erste Frage lautet doch: Cui bono?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
susuki 10.07.2017, 17:32
3.

10 Tester
4-5 Programm-Analytiker
5-10 Programmierer
In den 5 Hirarchie Stufen bis zum obersten Management vielleicht 20.

Dazu das Umfeld. 2-3 Personen pro Mitarbeiten.

Total 200-300 Personen bei Audi welche bei der nächsten Zwischenlandung in den USA verhaftet werden. Niemals Tausende.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
steinbock8 10.07.2017, 17:47
4. genau das ist das Problem

zu viele Leute wissen davon in Deutschland ist es schwieriger einen wistleblower zu finden als in den USA es besteht wenig Interesse die Firma implodieren zu lassen man hat die Firma über Jahrzehnte gewähren lassen natürlich auch durch die Politik dadurch hat man das Unrechtsbewusstsein reduziert und einen rechtsfreien Raum geschaffen an deren Ende Ihnen die ganze Firma um die Ohren fliegt

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hans Blafoo 10.07.2017, 17:57
5. @1.

Selbst wenn es 1000 tausend wären und das alles Leiharbeiter (was in der Entwicklung wohl nicht die Regel ist), würde ich einen Whistleblower auch nicht mehr beauftragen. Warum auch bzw. welcher Mensch würde so etwas tun? Unabhängig davon dass das riesiger Mist ist, würde ich doch niemanden beauftragen, der vertragsbrüchig geworden ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
genugistgenug 10.07.2017, 18:22
6. Tausende Mitwisser - das sind Fakenews - bei VV weiß doch niemand was!

Außerdem gibt es doch keinen Betrug - oder lügen unsere Politiker, Behörden etwa? Maximal eine Schummelei des Aushilfspförtners, Doch Winterkorn wurde dafür in Rente geschickt und muss als Strafe mit 3.100,- €/Tag auskommen.
Aber wieder im Ernst. Der Betrug war und ist systemrelevant, wie auch das hinhalten der Betrogenen über die Verjährungsfrist hinaus. So konnte Piech in Ruhe seine Anteile vertickern und absahnen. Schon komisch, dass er als 'Ingenieur' nie mitbekommen haben will, was da gedreht wird.
Doch der Fisch stinkt immer vom Kopf her, wie man bereits bei den Hartz Bumstouren gesehen hat.
Vermutlich erwarten die Verantwortlichen Steuermilliarden für die Umstellung auf EKisten und erzählen den Betrogenen 'Diesel? Wir haben schon lange keine Diesel mehr'. Abwickeln und das sofort.
VW war gestern, nun VV für Voll Versemmelt

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tailspin 10.07.2017, 18:48
7. Deutscher Perfektionismus

Sie koennen mit Sicherheit davon ausgehen, dass alle Beteiligten und Unbeteiligten bei VW ein poenalisiertes Vertraulichkeitsdokument unterschrieben haben, das jedem verbietet, Firmeninterna herauszulassen."Ich kann Ihnen die Schweinereien zwar erzaehlen, aber danach muesste ich Sie toeten."

Darauf werden sich die Betroffenen berufen, wenn der Staatsanwalt klingelt und ihre Haende in Unschuld waschen. Im uebrigen ist ja jeder nur ein kleines Raedchen. Wer hat schon den Ueberblick, was mit Betrugssoftware alles so angestellt wird? Das kann man nie wissen. Da steckt man ja ueberhaupt nicht drin. BOSCH hatte diese Software rechtsanwaltlich abgesichert nur fuer Test- und Forschungszwecke entwickelt. Ex-VW Chef Winterkorn hatte von all dem nur aus der Zeitung erfahren, nachdem zuvor Piech geaeussert hatte dass er so seine Probleme mit Winterkorn habe. Man wird ja auch sonst nicht richtig informiert. Tja, da kann man leider nichts machen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
teesatz 10.07.2017, 19:06
8. Wichtig wäre zu wissen ..

Was diese Schummelsoftware eigentlich für einen Sinn hatte. Nach meinem Dafürhalten kaschiert diese Software ein völlig unterdimensioniertes AGR-System, das gar nicht in der Lage ist langfristig zu funktionieren - braucht ja nur auf dem Prüfstand zu laufen. Somit hat VW ein billigeres und unterdimensioniertes Bauteil verwendet, das jetzt durch das Update auf Dauerbetrieb geschaltet wird - und das dabei natürlich kaputt geht (das rußt einfach völlig zu). Bislang bestreitet das VW. Da braucht es jemanden, der das glaubhaft bestätigt. Damit wäre dann endlich der Weg frei, VW dazu zu zwingen nicht nur die Software zu ändern sondern auch das AGR-System gegen ein funktionierendes zu tauschen. So wie das beim Golf7 von Anfang an gemacht wurde. Keine Schummelsoftware, also AGR-System im Dauerbetrieb - kein Versotten -> es geht also.
Kein Kunde will eine Entschädigung - wir wollen alle nur ein Auto das funktioniert und nicht kaputt geht. Wir wollen einfach, wofür wir bezahlt haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
oldman2016 10.07.2017, 19:11
9. Spekulation

Ich habe meine Zweifel daran, dass es bei Volkswagen so viele Mitwisser in dem Dieselskandal gibt. Und wenn ja, wird es für Volkswagen allemal billiger werden, jedem Mitwisser ein oder mehr Milliönchen Euro zukommen zu lassen. Man sollte sich fragen, warum der Volkswagen-Konzern allen Unkenrufen zum Trotz nach wie vor eine Trutzburg dasteht. Jeder Wissensträger, der sich mit Wissen und Wollen der Konzernleitung an dem Betrug beteiligt hat, wird sich sein Schweigen versilbern lassen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 4