Forum: Wirtschaft
VW soll Porsche übernehmen - eine gute Lösung?

Der Machtkampf scheint entschieden: Volkswagen soll mit knapp 50 Prozent bei Porsche einsteigen. Ein gutes Signal für die deutsche Autoindustrie?

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flus 17.07.2009, 18:18
1.

Zitat von sysop
Der Machtkampf scheint entschieden: Volkswagen soll mit knapp 50 Prozent bei Porsche einsteigen. Ein gutes Signal für die deutsche Autoindustrie?
Wir hatten doch schon mal den VW Porsche und der Service wurde auch von den VW Werkstaetten durchgefuehrt .... 911 hinter dem Polo ... das waere beinahe das Ende von Porsche gewesen.

Dann kam H.Wiedeking - verdiente Milliarden fuer die Inhaber Familien - Millionen fuer sich und machte Porsche wieder zu Porsche .... jetzt beginnt das Spiel von neuem.

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clauswclausen 17.07.2009, 19:28
2. Ich habe früher schon einmal prophezeit...

Zitat von sysop
Der Machtkampf scheint entschieden: Volkswagen soll mit knapp 50 Prozent bei Porsche einsteigen. Ein gutes Signal für die deutsche Autoindustrie?
... dass bei Porsche Tränen fließen werden.
Niemand hat es kommentiert.

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stanis laus 17.07.2009, 19:42
3. Die demontierte Spiegel-Meldung

Der Spiegel hat einen Führungswechsel bei Porsche gemeldet. Der Pressesprecher (mit dem vorher nicht gesprochen wurde, was schon eine fast fahrlässige Ausübung des Handwerks ist) dementierte innerhalb von 10 Minuten. Die dementierte Meldung blieb stehen. Jetzt dementiert sogar Wolfgang Porsche, das Oberhaupt des Porsche-Clans. Die damit falsifizierte Meldung steht immer noch. Na ja, der Stern hatte seine Hitler-Tagebücher. Die Zeit einen Goethe, der hinter dem Bahnhof in Schrebergärtchen lustwandelte. Der Spiegel hat seinen Wendelin. Es ist Sommerzeit und die Presse sucht sich ein Opfer für ihre alljährliche Sommer- Diffamierungskampagne aus und gestaltet die Nachrichten selbst, weil es nichts zu berichten gibt.

Der Spiegel ist demontiert. Warum soll man weiter ein Nachrichtenmagazin lesen, das nur Gerüchte weitertratscht und jede journalistische Sorgfaltspflicht in einer Titelstory (!) vernachlässigt?

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japan10 17.07.2009, 19:44
4.

Zitat von sysop
Der Machtkampf scheint entschieden: Volkswagen soll mit knapp 50 Prozent bei Porsche einsteigen. Ein gutes Signal für die deutsche Autoindustrie?
Sollte es so kommen, wäre dies ein Bärendienst für die deutsche Autoindustrie. Die Macht und das Geld würden gewinnen. Porsche wird auf jeden Fall seine Exclusivität verlieren und nur ein Anhängsel in dem VW Konzern.
VW fährt sowieso einen gefährlichen Kurs. Die Marke VW hat sich über die Jahre im eigenen Haus eine Billigkonkurenz mit Seat und Skoda aufgebaut und wird dies nach dem Porschechaos bezahlen müssen. Die Aktie muß zurückkommen auf max 30 - 40 Euro.
Was beschämend ist, ist der Umgang mit Herrn Wiedeking. Er gehört auf jeden Fall zu den Topmanagern der letzten 20 Jahre in D. Er hat den Eigentümern Milliarden verdient und wird jetzt abgeschossen. Traurig, traurig.
Aber andere Firmen werden sich auf ihn freuen.

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Phoeni 17.07.2009, 19:45
5. Noch schnell einen kaufen...

... wer das nötige Kleingeld hat.
Gerade das Erfolgsmodell 911 GT3, in seiner jüngsten Ausgabe das non plus ultra, wird es wohl so nicht mehr geben, wenn der Potenzprotz Piech und VW im Allgemeinen Porsche in Zukunft leiten. Man sieht es ja bei Audi und Lamborghini. Lamborghini ist mittlerweile zwar rentabel, aber Dank einer Überbenutzung von "Synergien" mit Audi ist der Charme der Marke mittlerweile so groß wie die eines A3 in Grundausstattung.
Porsche als selbstständiger Hersteller verfolgte - zumindest im Kernbereich der Sportwagen - noch eine eigene Linie, jetzt dürfte sich die Spannung wohl darauf beschränken, wann denn ein Porsche Kleinwagen kommt... wirklich schade für die Marke, schade dass sich ein Mann wie Wiedeking, der sich so um die Marke verdient gemacht hat, so verspekulieren konnte, bzw. sich ausgerechnet am weltweit einzigartigsten Unternehmen - dank staatlich reglementierten Bestandsschutz wider sämtlichen sonst so gern propagierten marktwirtschaftlichen Regeln - vergehen wollte.
Porsche wird überleben, keine Frage, aber nur noch als eine Marke unter vielen unterm Dach von VW...

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hagar 17.07.2009, 19:52
6. Ein gutes Signal?

Zitat von sysop
Der Machtkampf scheint entschieden: Volkswagen soll mit knapp 50 Prozent bei Porsche einsteigen. Ein gutes Signal für die deutsche Autoindustrie?
Die Berichterstattung über diesen Kram ist jedenfalls kein gutes Signal für den deutschen Journalismus. Sondern ein grauenhaftes Armutszeugnis, dass man sich von einem Clan derart offensichtlich instrumentalisieren lässt.

Ich bin ja kein Fan von Dudenhöfer, aber in diesem Fall hat er Recht: "... die grösste Schlammschlacht in der Wirtschaftsgeschichte Deutschland" und der Spiegel spielt darin eine elende Rolle.

Das Schicksal von Porsche, Wiedekind usw. ist mir eigentlich ziemlich egal. Aber dass das Unternehmen VW, immerhin einer der größten Automobilhersteller der Welt, in die Hände dieses irren Clans fällt, das finde ich empörend.

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Gast100100 17.07.2009, 19:57
7.

Man sollte fairerweise bei der Berichterstattung zwischen Online und Print beim Spiegel unterscheiden. Oft werden die gleichen Themen zeitnah völlig konträr im jeweiligen Medium dargestellt, wobei die Online-Ausgabe näher am Boulevard als am Spiegel Print steht.

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catalina67 17.07.2009, 20:26
8.

Zitat von sysop
Der Machtkampf scheint entschieden: Volkswagen soll mit knapp 50 Prozent bei Porsche einsteigen. Ein gutes Signal für die deutsche Autoindustrie?
Der sysop redet schon wie Frau Merkel, deren Lieblingswort "ein gutes Signal" (Patentrechtsverletzung?) ist. VW wird von Staat und Land quersubventioniert und kann sich nur deshalb so weit aus dem Fenster lehnen. Ein "gutes Signal" wäre es gewesen, VW wäre bei Opel eingestiegen, um zu zeigen, was sie wirklich in Bezug auf Sanierung drauf haben. Statt dessen greift man sich einen hoch profitablen Autobauer, um seine Sammlung an Herstellern weiter zu vervollständigen. Der Unterschied zwischen Wiedeking und Wulff? Wiedeking hat einen desolaten Autobauer in ein hochprofitables Unternehmen verwandelt und dabei auch die Belegschaft nie vergessen (Gewinnausschüttungen). Er hat Staatshilfen für das Leipziger Werk abgelehnt, weil er es für moralisch nicht gerechtfertigt hielt. Andere waren da weit weniger zimperlich. Herr Wiedeking haftete damals mit seinem persönlichen Vermögen, als er Porsche übernahm. Er hat in meinen Augen jeden einzelnen Euro seiner Vergütung und seiner Abfindung verdient. Der Mann hat was bewegt! Was ihm jetzt das Genick gebrochen hat? Er ist solchen Kulissenschiebern und Strippenziehern wie Wulff und Piech, die für ihre Interessen zur Not über Leichen gehen, an Brutalität nicht gewachsen.

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clauswclausen 17.07.2009, 20:26
9. Wolfgang Porsche dementiert Wiedeking-Ablösung

Zitat von sysop
Der Machtkampf scheint entschieden: Volkswagen soll mit knapp 50 Prozent bei Porsche einsteigen. Ein gutes Signal für die deutsche Autoindustrie?
Wolfgang Porsche dementiert Wiedeking-Ablösung

Kann denn nicht endlich irgendeine Presseagentur, Zeitung oder wer auch immer richtig recherchieren ?
Wiedeking raus, Wiedeking rein - was ist denn nun die Wirklichkeit ?
Bevor niemand nichts richtiges weiß, sollten doch überhaupt keine Meldungen veröffentlicht werden.

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