Forum: Wirtschaft
VW soll Porsche übernehmen - eine gute Lösung?

Der Machtkampf scheint entschieden: Volkswagen soll mit knapp 50 Prozent bei Porsche einsteigen. Ein gutes Signal für die deutsche Autoindustrie?

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Phantom 20.07.2009, 21:02
410.

So oder so, Porsche wäre alleine sowieso nicht überlebensfähig gewesen, das Unternehmen ist einfach zu klein, um die zukunftigen Milliardenkosten für Investitionen stemmen zu können.
Das hat auch Wiedeking erkannt, deswegen hat er ja versucht VW zu übernehmen.
Nun ist es eben andersrum gekommen, aber für Porsche ist es mit Abstand die beste Variante in den VW-Konzern integriert zu werden, wenn man sich die Alternativen anguckt: Von irgendwelchen halbseidenen russischen, arabischen oder chinesischen Finanzinvestoren aufgekauft und zerstückelt zu werden.

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Mr. Comment 20.07.2009, 21:18
411.

Im VW-Konzern befinden sich Marken wie Lamborghini und Bugatti (+ Audi). VW hat also eine große Expertise im Sportwagengeschäft. Und das wird Porsche sicher guttun und keinesfalls schaden.
Die Porsche-Heinis dachten eben all die Jahre, sie seien etwas besseres und nun müssen sie damit leben, das sie auch nur ein kleiner Fisch sind.

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rabenkrähe 20.07.2009, 21:24
412.

Zitat von R Panning
Kein schlechter Gedanke. Die Übernahmeschlachten und das "verzweifelte" Ringen einiger prominenter Unternehmen in der "größten Wirtschaftskriese ever" als Spiele für das Volk. Ich habe mich ohnehin gefragt, wie bescheuert die Eigner einiger dieser Unternehmen sein müssen. Ganz besonders bei Porsche VW ist mir nicht klar, wie es zu so einem Murks kommen konnte. Was machen die da? 2-3 Leute denen ein großteil des Ladens gehört, welche dann beim Golf gewettet haben, daß sie einander gegenseitig übernehmen können?
.....

Och, der gemeine Narzismus ist gerade in Entscheideretagen ganz präsent.
Mehr noch als die Gestörtheit dieser Leute weist das absurde Spektakel ja auch, wie gleichgültig ihnen Mitarbeiter und Grundsätzliches sind. Hauptsache, sie können ihr Mütchen stillen, und dafür rütteln sie auch mal so eben, auf Kosten von Millionen Anlegern, den Dax ganz kräftig durch, wie letztes Jahr im September/Oktober.
rabenkrähe

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rkinfo 20.07.2009, 21:30
413.

Zitat von Mr. Comment
Die dachten eben all die Jahre, sie seien etwas besseres und nun müssen sie damit leben, das sie auch nur ein kleiner Fisch sind.
Die Heines haben ja selbst viel Geld in die Hand genommen um zu VW zu kommen.
Einziger Unterschied für die vielen Milliarden Schulden war dass eben 2-3 andere Leute im Vorstand sein wollten.

Wenn jetzt die Belegschaft so tut als wäre VW heimlich in Zuffenhausen eingefallen so ist dies konfus.
Das Management wollte VW - jetzt sind beide auch bald zusammen.

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webman 20.07.2009, 21:35
414.

Zitat von Seufzer
Aber selbstverständlich... Herr Poß ist ein inkonsequenter Heuchler. Würde er es ernst meinen, würde er dafür sorgen, dass die gesamte SPD-Bundestagsriege auf ihre Pensionsansprüche verzichtet, es ist nicht einzusehen, wieso diese dafür belohnt werden sollte, dass sie "objektiv versagt und Milliarden in den Sand" gesetzt hat?
.............im geschichtsbuch wird zu lesen sein, dass frau merkel als regierungschefin dafür verantwortlich war...
und das ist richtig so...
gruss aus dem süden
webman

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easystreets 20.07.2009, 21:37
415. Wuff und kläff-kläff

Porsche hat sich verzockt. Nun wurde der Jäger zum Gejagten - wie einst der Käfer zum Gefragten. Porsche, finde ich, hat die "Volksnähe" schon längst verloren und ist in den Giga-Wahn eingestiegen, für Käuferschichten zu produzieren, deren Jahresgehalt über 500 Tsd Euro liegt. Zudem kommt jetzt so langsam die Elektro-Auto-Sache ins Laufen, und der Benziner ist ohnehin im Begriff auszudienen. Gemeinsames Management und gemeinsame Entwicklung dahingehend sind mehr als kostensparend. Oder erkennt man einen Porsche bald am Sound des Elektromotors? Kann man ja Lautsprecher draußen dran montieren, die den Neun-Elf-6-Zylinder nachmachen. Meines Erachtens lief Porsche alten Mustern hinterher, und Piech scheint mir da der Konservativere und damit Modernere zu sein. Ein richtig verstandenes Patriarchenherz weiß um die Unterscheidungen, die zu treffen sind, um Porsche nicht verbilligen zu lassen.

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bluepolynesia 20.07.2009, 21:37
416. Schade

Ich betrachte das mit einem weinenden (weil es einfach zum Jammern ist) und lachenden Auge (weil vielleicht mein 911 dadurch an Wert gewinnt). Aber lieber wäre mir gewesen, wenn alles unverändert gewesen bliebe. Schade, schade, schade...

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austromir 20.07.2009, 21:38
417.

Zitat von Phantom
So oder so, Porsche wäre alleine sowieso nicht überlebensfähig gewesen, das Unternehmen ist einfach zu klein, um die zukunftigen Milliardenkosten für Investitionen stemmen zu können.
Der kleine Porsche hat Cayenne und Panamera erfolgreich in die Welt gesetzt. während der große VW den Phaeton an die Wand gefahren hat. Das deutsche Arbeitslager erfreut sich an Produktivität durch Masse. Der deutsche Denker erfreut sich an Produktivität durch Gehirnschmalz.

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austromir 20.07.2009, 21:41
418.

Zitat von easystreets
, und Piech scheint mir da der Konservativere und damit Modernere zu sein. Ein richtig verstandenes Patriarchenherz weiß um die Unterscheidungen, die zu treffen sind, um Porsche nicht verbilligen zu lassen.
Das Herz bei den kleinen Leuten mit dem Phaeton oder dem Veyron? Und die Belegschaft motiviert mit Reisen nach Brasilien oder Bestechung von Betriebsräten?

Wir hier im Süden würden gerne wissen welche Art von Volksnähe und Konservativität denn in Zukunft bei unsgepflegt wird. Man möchte ja rechtzeitig angemeldet sein wenn es wieder nach Brasilien geht!

Darf dann Porsche auch einen Vorstand an die Regierung ausleihen, der anschliessend vor Gericht landet?

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austromir 20.07.2009, 21:45
419.

Zitat von cwnue
...wenn sie nicht zu VW wollen - lasst sie Konkurs anmelden!
naja. der Konkurs liesse sich eventuell vermeiden indem man die bishergen Anteile an VW an eine russische Bank verkauft. wäre zwar schade um VW aber Porsche wäre gerettet

nein. das ist ironisch gemeint.

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