Forum: Wirtschaft
Wachsende Konjunkturrisiken: Weidmann betont Hilflosigkeit bei Abschwung
DPA

Der Chef der Bundesbank hat die Regierung laut "Handelsblatt" vor einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage gewarnt. Europas Zentralbank könne im nächsten Abschwung kaum reagieren.

Seite 2 von 6
glise 15.07.2018, 16:07
10. Weil das Geldsystem ein Schneeballsystem ist,

ist das Ende vorprogrammiert. Genau deshalb braucht dieses System zwingend notwendig Wachstum, wobei man hier genau definieren muss was damit genau gemeint ist. Genaugenommen ist damit das Wachsen der Geldmenge gemeint, da nur dann die alten Schulden + Zinsen beglichen werden können. Allerdings entstehen durch das Geldmengenwachstum neue zur verzinsende Schulden, wodurch man wieder neues Geld braucht. Es gibt nur dann neues Geld wenn sich genügend Kreditnehmer mit Sicherheiten finden lassen.

Der sog. Wettbewerb entsteht nur deshalb, weil jeder Marktteilnehmer systemisch dazu genötigt ist, einem anderen Marktteilnehmer das Geld wegzunehmen, also nicht in Form von Diebstahl sondern geschickt durch Verkauf und Manipulation (irgendwer muss Schulden + Zinsen schließlich begleichen)

Als erstes beißen die ins Gras die das nicht so können, vielleicht weniger durch weniger Lohndumping oder so (siehe dazu Griechenland, Italien, enteignete Immobilienbesitzer..). Später auch viele andere. Um das System zu retten, steht am Ende ein Regime, welches vielleicht am ehesten mit der Sowjetunion verglichen werden kann: Alle Macht in wenige Hände

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jpecerovic 15.07.2018, 16:12
11.

Wenn Deutschland in eine Rezession gerät kommt alles auf den Prüfstand und wir werden endlich erfahren, wieviel uns die ehemals hochqualifizierten Facharbeiter aus muslimischen Entwicklungsländern tatsächlich kosten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
GSYBE 15.07.2018, 16:16
12. Abschwung?

Von welchem Abschwung redet der Mann?

Ganz Europa - bis auf Deutschland, das sich in den zurückliegenden Jahren prima egoistisch verhalten hat - befindet sich immer noch in der Rezession.

Diese Leute reden immer von Europa, wenn sie eigentlich Deutschland meinen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
merkel123 15.07.2018, 16:40
13. @5: Geld ist nicht da!

Richtig, Buba hat Guthaben bei EZB, allerdings ist die EZB - vereinfacht gesagt hoffnunglos ueberschuldet durch ebendiese Guthaben = Schulden aus EZB-Sicht sowie eigentlich unerlaubte Staatsfinanzierung durch Massen-Ankauf von Schrottanleihen aus GR usw., welche NIE zurueckgezahlt werden koennen, also defacto wertlos sind, aber bilanziell so nicht ausgewiesen sind, sondern zu dem Kurs, der durch die o.a. EZB-Kaeufe kuenstlich hoch gehalten wird. Letztendlich ueberlebt die EZB - noch -, weil die Buba ihre Guthaben nicht einfordert, nicht einfordern kann und zugleich fuer die sonstigen Bilanzrisiken der EZB haftet, auf dem Papier mit 18 Prozent Anteil, im Ereignisfall wohl aber voll, da sich andere Zahlungspflichtige nicht beteiligen wollen oder koennen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
derhey 15.07.2018, 16:56
14. Und

was erzählt er uns da Neues? Weiß doch schon jedes Kind, auch unsere Politiker, mit Sicherheit. Handeln? Nicht deren Sache, es kommt wie es kommt. Konnte doch vorher keiner wissen wird es dann heißen. Dann macht man halt wieder Schulden und Schulden, senkt die Steuern für die Wirtschaft, damit die Konjunktur wieder Fuß faßt und der Malocher macht wieder sein Kreuz wie immer.
Ach so, wir haben die Schuldenbremse im GG - macht nichts, kann man ändern oder auch einfach ignorieren, oder einen auf wirtschaftliche Notlage machen. Für solche Fälle fällt den Damen und Herren immer etwas ein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mit66jahren 15.07.2018, 17:00
15. Die Chinesen als rettender Anker?

Den Chinesen dürfte ein wirtschaftlicher Abschwung in Deutschland nicht ungelegen kommen. Sollten der EZB die Hände gebunden sein, hätten sie noch ausreichend Reserven, um in hiesige Firmen einzusteigen oder sie zu übernehmen. Zahlreiche unserer Schornsteine haben schon aufgehört zu rauchen und unsere Vorzeige-Industrie, die Automobilindustrie, ist in einer Umbruchssituation und verunsichert. Mit zusätzlich geschaffenen Arbeitsplätzen im öffentlichen Bereich, z.B. in der Verwaltung, im Mautwesen oder der Sicherheit werden wir den Kopf kaum aus der Schlinge ziehen können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
willibaldus 15.07.2018, 17:11
16.

Zitat von merkel123
Richtig, Buba hat Guthaben bei EZB, allerdings ist die EZB - vereinfacht gesagt hoffnunglos ueberschuldet durch ebendiese Guthaben = Schulden aus EZB-Sicht sowie eigentlich unerlaubte Staatsfinanzierung durch Massen-Ankauf von Schrottanleihen aus GR usw., welche NIE zurueckgezahlt werden koennen, also defacto wertlos sind, aber bilanziell so nicht ausgewiesen sind, sondern zu dem Kurs, der durch die o.a. EZB-Kaeufe kuenstlich hoch gehalten wird. Letztendlich ueberlebt die EZB - noch -, weil die Buba ihre Guthaben nicht einfordert, nicht einfordern kann und zugleich fuer die sonstigen Bilanzrisiken der EZB haftet, auf dem Papier mit 18 Prozent Anteil, im Ereignisfall wohl aber voll, da sich andere Zahlungspflichtige nicht beteiligen wollen oder koennen.
- Die EZB Bilanz zeigt nicht mehr als ein EU internes Leistungsungleichgewicht. Man könnte es mit dem Ungleichgewicht zwischen Bayern und Berlin vergleichen.
- Es ist nicht die EZB, die die Anleihen kauft und hält. Es sind die nationalen Zentralbanken, die das auf Anweisung der EZB getan haben. Das Risiko bleibt bei den nationalen Zentralbanken.
- Das ist übrigens auch die Hauptursache der Schieflage in den Leistungsbilanzen. zB wenn die italienische Zentralbank italienische Anleihen von einer britischen Bank in Frankfurt kauft, dann geht das voll aufs Target2 Saldo Deutschlands. Neben der Kapitalflucht aus Griechenland zB, wo die Schwellköpfe vor dem griechischen Fiskus ihre Millionen in Sicherheit bringen, indem sie Immobilien in Berlin kaufen. Der Waren und Dienstleistungsverkehr spielt eine Rolle bei Target2 aber mit einigem Abstand.
- Da ist nichts einzufordern. All das Geld ist längst überwiesen. Was bei einem Zerfall des Euro passieren würde, wäre eine Aufwertung der NeoMark, aber nur wenn man das allgemeine Chaos ausblendet, das dann folgen würde.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Athlonpower 15.07.2018, 17:17
17. Einfach die Steuergeschenke von 2003 wieder reinholen und gut ist.

Zitat von adam01
Wir haben genug Reiche. Eine Sondersteuer für diese Bürger und damit die Schulden abbauen. Eigentum verpflichtet.
Wieder mal zum Erinnerrn, als "Gegenfinanzierung" zur Agenda 2010 wurden Reiche, Superreiche und Unternehmen von Rotz/Grün 2003 mit Steuer- und Abgabensenkungen in Höhe von ca. 70 Mrd Euro pro Jahr beschenkt, die Hälfte wurde dann von der Großen Koalition 2005 über die 3%ige Mwst.anhebung von den kleinen Leute wieder reingeholt, Umverteilung von Unten nach Oben in seiner reinsten Form und die Sozn wieder mittendrin, statt nur dabei.

Nach heutigem Stand wären eswenigstens ca. 100 Mrd Euro, die der Staat, also auch die Kommunen mehr einnehmen würde, wenn man nur diese Steuer- und Abgabengeschenke aus 2003 wieder rückgängig machen würde,

übrigens hat man ja auch vor 2003 in den Fußgängerzonen ganz selten Millionäre und Milliardäre mit dem Hut in der Hand stehen sehen:-)

Ist mir nicht bekannt, daß ein Herr Maschmeyer, eine Frau Quandt, eine Frau von Klatten und andere dort mal gesehen wurden, geschweige denn an einer Tafel anstehend, aber die gab es ja damals so gut wie nirgends im Gut-und-Gerne-Land, die gibt es erst, seit dem es den Reichen so gut geht wie noch nie, zu Lasten des gemeinen Volkes und vor allem der Kleinverdiener, für die oft am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig ist, von der beginnenden Katastrophe der Altersarmut trotz jahrzehntelanger Renteneinzahlung gar nicht erst zu reden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
blabla55 15.07.2018, 17:35
18.

Zitat von adam01
Wie haben genug Reiche. Eine Sondersteuer für diese Bürger und damit die Schulden abbauen. Eigentum verpflichtet.
Auf Papier!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
shardan 15.07.2018, 18:04
19. Leider ja

Ich mag den Herrn an sich nicht, aber hier hat er leider völlig recht. Die EZB hat alle Waffen im Einsatz, die sie aufbieten kann. Verschlechtert sich die wirtschaftliche Lage, was sich unter dem Stichwort Handelskrieg deutlich abzeichnet, hat die EZB nichts mehr, was sie noch in die Waagschale werfen könnte. Der Schuldenabbau ist von dieser Warte durchaus gerechtfertigt. Man darf aber nie übersehen, aus welcher Ecke Herr Weidmann kommt. Eine Stärkung des Binnenmarktes wäre allerdings auch eine gute Idee, die Herr Weidmann vorsichtshalber nicht erwähnt - das kommt ja nicht Banken und Konzernen zu Gute.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 6