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Wachsender Online-Handel: Paketdiensten fehlen tausende Fahrer
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Weil der Internethandel boomt, werden immer mehr Päckchen verschickt. Doch neuen Zahlen zufolge sind mehr als 5000 Stellen für Zusteller unbesetzt. Das könnte die Logistikbranche zu Weihnachten vor Probleme stellen.

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mc.meyerman 15.09.2017, 11:37
1. Angebot und Nachfrage

Wenn die Nachfrage nach Paketzustellern größer ist als das Angebot an Arbeitskräften, dann sollten die mehr als dürftigen Arbeitsbedingungen dieser Branche vielleicht entsprechend angepasst werden. Bei besserer Bezahlung und geregelten Arbeitszeiten werden sich auch mehr Menschen für diese Art Arbeit interessieren! Im Gegenzug werden die Versandkosten steigen, aber auch das ist der Markt. Ich bin gerne bereit, 50 Cent oder einen Euro mehr für ein Paket zu zahlen, wenn im Gegensatz dazu die Paketboten auch von ihrer Arbeit leben könnten!

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frankfurtbeat 15.09.2017, 11:37
2. das ...

das ist doch kein Wunder bei den low-paid-jobs mit ohne Ende Arbeitszeit. Gestern um 19:45 fuhr die DHL noch durch die Straßen ... meist sind es selbständige Kurierfahrer mit alten Transportern welche sich abstrampeln müssen um Geld zum "Überleben" mit dem job zu verdienen. Die großen der Branche zahlen für Paketversand bis zu 30 kg unter 4 € ... der Paketdienst gibt den schlechten Preis an die Fahrer weiter.

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smartphone 15.09.2017, 11:40
3. Selbstinduziert

Nun , man erwartet ja nicht selten, daß man als Scheinselbstständiger idealerweise noch den Lieferwagen "mitbringt" ....... Oder anders formuliert , wenn man >5000 Brutto plus Schlechtwetterzulage usw bietet, bei max. 38h Woche udn nix Überstunden im Lohn inkludiert,dürften sich einige finden lassen, die den Job machen . Man kann nicht rumjammern ,aber die Gesetze der Marktwirtschaft nicht kennen wollen.

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Phil41 15.09.2017, 11:44
4. Angebot und Nachfrage

da sieht man eine der größten Lügen des Kapitalismus. Nach dieser Logik müsste jetzt das Gehalt für neue Fahrer massiv steigen. Beim Gehalt hört aber die Logik des Angebots und der Nachfragen dann plötzlich auf. Kapitalismus… oder das Bereichern einiger Weniger auf Kosten von Allen.

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dennis_berber 15.09.2017, 11:44
5. Bei der Bezahlung kein Wunder

Wenn ich mir anschaue unter welchen Bedingungen diese Leute da arbeiten müssen, sollte es niemanden wundern, dass es keiner freiwillige machen will. Dank Hartz IV und ähnliche Zwangsmittel kann man aber zumindest ein Teil der Leute in den Beruf reinpressen, die dann nach einem halben Jahr wieder aufgeben. Die Bezahlung muss besser werden und auch die Behandlung der Menschen, dann findet man auch gute Leute. Nur wird das dann auch teurer für die Logistikdienstleister, deren Gewinnmargen und Kunden wie Amazon.
https://www.finwir.de/wirtschaft/arbeitsvolumen-zu-wenig-arbeit-fuer-zu-viele-menschen/

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el_grande_reader 15.09.2017, 11:46
6. vielleicht sollte man dann mal...

... über bessere Bezahlung, bessere Arbeitsbedingungen und unbefristete Verträge nachdenken? Zumindest nach den Marktgesetzen sollte das ja so funktionieren, und der Markt regelt doch alles von allein...

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air plane 15.09.2017, 11:46
7.

Angeblich sei die Klamottenbestellung per Mausklick/Kurier sogar umweltschonender, als der Kauf im Laden, wenn man alles mit einbezieht (man selber muss ja auch ein Fahrzeig nutzen, um dorthin zu gelangen, die Ware wird auch nicht im Geschäft hergestellt usw.).

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robin-masters 15.09.2017, 11:47
8. 12,35? Stundenlohn

Wenn da soviel Mangel ist, versteh ich die schlechten Arbeitsverhältnisse und die dürftige Entlohnung nicht... vielleicht müssen Pakete dann Mal teurer werden - dann lohnt sich der Gang zum Laden auch wieder.

In vielen Branchen ist es selbstgemachtes Elend (Handwerk, Bäcker etc.)
Jahrelang wurde der Facharbeiter mit Füßen getreten, schlecht bezahlt
und in Zeitarbeit gedrängt und als schlecht ausgebildet tituliert. Jeder muss studieren um vernünftig Leben zu können... so war und ist die Politik in diesem Land und daher wird der Facharbeiter Mangelware.

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Aberlour A ' Bunadh 15.09.2017, 11:47
9. Dagegen gibt es ein einfaches Mittel

Wenn die Nachfrage ausbleibt, muss man eben das Angebot attraktiver machen. Zwar sagte der Gott der neoliberalen Bibel: "Du sollst die Löhne immer drücken und die Arbeit ausquetschen bis zum Gehtnichtmehr und keinen anderen Gott neben mir dulden", aber wenn man's mal pragmatischer sieht: Nirgendwo steht geschrieben, dass Löhne nicht auch mal steigen dürfen. Ich wette, dann klappt's auch mit den Einstiegswilligen.

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