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Wachsendes Paketaufkommen: Lieferdiensten fehlen Tausende Zusteller
DPA

Kurz vor Weihnachten haben die Paketdienste besonders viel zu tun - und mit dem Paketaufkommen wachsen die Personalprobleme. In den kommenden Jahren könnten der Branche Tausende Zusteller fehlen.

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ackergold 22.12.2016, 08:41
1. Gejammer geht mir auf den Keks!

Erstens: es gab in diesem Land mal einen absolut zuverlässigen und superschnellen Lieferservice und der hieß "Deutsche Bundespost", arbeitete vollkommen subventionsfrei und hatte zufriedene und ordentlich bezahlte Angestellte und Kunden bei moderatem Porto.
Zweitens: Wer nicht mehr bezahlen will, um gutes Personal zu finden, der muss eben vom Markt, oder seine Preise kostendeckend erhöhen. So schwer kann das doch nicht sein. Das ist genau der Kapitalismus, den all diejenigen wollten, welche gemeint haben, sie könnten ihre Lobby bedienen und fett abkassieren, indem sie die Deutsche Bundespost privatisiert haben. Dumm gelaufen.

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black-mamba 22.12.2016, 08:48
2. Endlich faire

Bezahlung. Arbeitsbedingungen, Arbeitszeiten... und das Problem wäre gelöst ;-)

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Zaunsfeld 22.12.2016, 08:49
3.

Wenn die Gehälter nicht erhöht werden können, dann gibt es auch keinen Mangel an Arbeitskräften. Denn Verweis darauf, dass die Preise in der Branche für höhere Löhne zu niedrig sind, ist Quatsch.
Wer nicht mehr genug Leute hat, um seine Pakete überhaupt noch auszuliefern, der muss neue einstellen, und das geht nur mit höheren Gehältern. Der erste Lieferdienst, der seine Löhne erhöht, wird ab da kein Problem mehr mit fehlenden Kräften haben, kann sie sogar von der direkten Konkurrenz abwerben, die dann mit ihren niedrigeren Löhnen noch prekärer dasteht. Und wenn das Porto um 50 Cent erhöht werden muss, dann soll es eben so sein.

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alexander10 22.12.2016, 08:51
4. Lieferdiensten fehlen ...

... menschenwürdige Löhne.

DAS wäre die richtige Überschrift.
Ab dieses Problem lässt sich durch eine flotte App halt nicht lösen.

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joe_ 22.12.2016, 08:54
5.

Wenn jeder meint, er muss im Internet einkaufen, wird sich das nicht änden.
Immer mehr Läden in den Städten machen dicht.
Immer mehr Zustellfahrzeuge verstopfen die Städte.
Immer mehr LKW machen die Autobahnen dicht. (Die meiste Were muss ja zurück transportiert werden, da sie dem Besteller nicht gefällt.)
Schöne neue Welt...

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allessuper 22.12.2016, 08:54
6. Ja, und nicht nur das.

Zitat von ackergold
Erstens: es gab in diesem Land mal einen absolut zuverlässigen und superschnellen Lieferservice und der hieß "Deutsche Bundespost", arbeitete vollkommen subventionsfrei und hatte zufriedene und ordentlich bezahlte Angestellte und Kunden bei moderatem Porto. Zweitens: Wer nicht mehr bezahlen will, um gutes Personal zu finden, der muss eben vom Markt, oder seine Preise kostendeckend erhöhen. So schwer kann das doch nicht sein. Das ist genau der Kapitalismus, den all diejenigen wollten, welche gemeint haben, sie könnten ihre Lobby bedienen und fett abkassieren, indem sie die Deutsche Bundespost privatisiert haben. Dumm gelaufen.
Dieses Volk, zumindest der eine Teil, dem es "gut geht" bestellt als gäbe es keinen Morgen mehr, konsumiert ohne Ende und erwartet eine schnelle Leistung wie ein Säugling das nicht auf die nächste Fütterung nicht warten kann. Es ist ekelhaft. Von dieser Infantilität profitieren Firmen, die sich mit Steuerzahlen schwer tun, ebenso wie mit guten Arbeitsbedingungen. Solange man die Kinderarbeit in Südostasien nicht zu Gesicht bekommt, und gern bei KIK & Co einkauft, ist das noch "fast" nachvollziehbar. Aber jetzt vollzieht sich das Elend direkt unter unseren Augen. Was für ein Haufen von gedankenlosen Unsympathen so etwas mitmacht und auch gern in den Innenstädten auf Müllhalden wohnt (siehe Umfeld von Müllcontainern!). Widerlich. Hohle Weihnachten wünsche ich!

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cm1 22.12.2016, 09:00
7. Marktwirtschaft

Völlig absurd und unverständlich. Die Manager der Logistikbranche haben anscheinend die Basics im BWL Studium nicht verstanden. Wenn ein Gut oder Arbeitskräfte knapp sind, steigt der Preis/ Lohn. Warum kosten Trüffel mehr als Champignons?

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allessuper 22.12.2016, 09:08
8. Ja, und nicht nur das.

Der Teil dieses Landes, dem es "gut geht" bestellt im Internet als gäbe es keinen Morgen mehr, konsumiert ohne Ende und erwartet eine schnelle Leistung wie ein Säugling das nicht auf die nächste Fütterung nicht warten kann. Es ist ekelhaft. Von dieser Infantilität profitieren Firmen, die sich mit Steuerzahlen ebenso wie mit guten Arbeitsbedingungen schwer tun. Solange man die Kinderarbeit in Südostasien nicht zu Gesicht bekommt ist das mit der Verdrängung von Mißständen noch "fast" nachvollziehbar. Aber jetzt vollzieht sich das Elend direkt unter unseren Augen. Was für einen Haufen von gedankenlosen Unsympathen so etwas mitmacht und auch gern in den Innenstädten auf Müllhalden wohnt (siehe Umfeld von Müllcontainern!). Widerlich. Hohle Weihnachten wünsche ich!

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friedel99 22.12.2016, 09:09
9. Privatisierung

Auskömmliches Gehalt (>2000,€ brutto), Festanstellung bei 40h/Woche, Urlaubsanspruch >24d/a, bezahlte Krankheitstag, eben alles was einem normalen Arbeitnehmer zusteht, dann klappts auch mit der Zustellung. Nur das kriegen die renditegeilen Raubtierkapitalisten nicht auf die Reihe. Ich habe meine Weihnachtsgeschenke beim örtlichen Einzelhandel erworben und viel Spaß dabei gehabt. Schöne Weihnachten noch.

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