Forum: Wirtschaft
Wachsendes Paketaufkommen: Lieferdiensten fehlen Tausende Zusteller
DPA

Kurz vor Weihnachten haben die Paketdienste besonders viel zu tun - und mit dem Paketaufkommen wachsen die Personalprobleme. In den kommenden Jahren könnten der Branche Tausende Zusteller fehlen.

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sagittarius12 22.12.2016, 11:57
100. Bundespost

LOL die Bundespost und "schnell" und "zuverlässig" in einem Satz ist schon gewagt. Mal ganz davon abgesehen dass es damals weder amazon noch ebay/ Internet-Versand i.a. gab- jeder weiss wie "toll" die Schneckenpost war. Und ich habe auch schon Pakete (vor 20J) im Zentrum abholen dürfen weil angeblich niemand da war. Und heute sind Packstationen einfach genial, alles von amazon lasse ich mir dahin schicken und zum Glück bieten das nun auch viele andere Versender an.
Wer im übrigen wegen den Einzelhändlern jammert hat offenbar keine Ahnung ... bei amazon bekomme ich zb gebrauchte Bücher teilw für 0,10 cent (ok +3 Euro Vs) und vieles was der normale Handel garnicht hat/extrem teuer anbietet (engl.comics, div china-elektronik usw). Im Leben nicht werde ich amazon boykottieren, wie das nun offenbar political correct ist...

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Demokrator2007 22.12.2016, 12:04
101. Auch wenn ich deswegen vor Wut bald platze...

...denn Lieferantenärger betrifft einen großen Teil meiner momentanen Freizeit so hoffe ich doch das sich durch die Gier der Paketdienste der eCommerce und am besten die ganze Globalisierung in wohlgefälligen Rauch auflöst, weil es nun mal dauerhaft nicht möglich ist, Massenware immer billiger zu produzieren dabei immer teurer zu verkaufen und zu glauben das die Masse die das Zeugs herstellt sich die Ware überhaupt noch leisten kann. Der ganze Markt kannibalisiert sich gerade selber und sehr bald werden wir feststellen das der Billichartikel für 5 Euro kein Schnäppchen ist, wenn ich zusätzlich 20 Euro Versandkosten habe und der Krempel gleich nach Gebrauch kaputt geht.

Ciao
DD

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epiktet2000 22.12.2016, 12:06
102. Und die Folgen?

Zitat von viceman
neue , bilige arbeitskräfte, die die drecksarbeit für kleines geld machen. der arbeitsmarkt in ostdeutschalnd/ osteuropa gibt diese leute nicht mehr her, also versucht man es mit den flüchtlingen!
Da haben Sie recht, aber die Folgen sind schon bei deutschem Personal fehlgeleitete Postsendungen, die mir nicht von den Zulieferern zugestellt werden, sondern von gutmeinenden Menschen aus der Nachbarschaft, bei denen meine Briefe gelandet sind.

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Yeti 22.12.2016, 12:09
103.

Zitat von mr.andersson
Die Privatisierung der Post war unumgänglich, weil die Beamten auf Dauer, spätestens durch die Pensionen, unbezahlbar waren. Ebenso, und da spielt wohl die Erinnerung einige Leute einen Streich, war die Leistung der Post eine Katastrophe. Breife waren locker 2-3 Tage unterwegs, übernachtlieferungen gar nicht denkbar.
Wow! Briefe waren 2-3 Tage unterwegs? Man fragt sich, wie die Wirtschaft/Gesellschaft damals überhaupt funktionieren konnte.
Und die Beamtenpensionen haben wir trotz quasi-Abschaffung des Beamtentums immer noch am Bein.

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KlausMeucht 22.12.2016, 12:09
104. Sinnliches Einkaufen als Erlebnis

Zitat von Athlonpower
Kaufhaus und Laden war 20. Jahrhundert, Internet ist die Zukunft, ganz einfach deshalb, weil Städte allen Autofahrern von auswärts schon mit Ampelschaltungen, fast durchgehenden Anwohnerparkplätzen mit Überwachung damit zeigen, daß sie ihn gar nicht haben wollen und er gefälligst draußen sprich zu Hause bleiben soll
Die Jungen sehen das anders. Die wollen nicht ein rein funktionales Einkaufen mit dem Dash-Button. Die wollen flanieren, ausprobieren, Menschen beobachten, das Einkaufen mit Kino, Theater bzw. Kaffee verbinden.
Die wirklich Reichen fliegen fürs Shopping übers Wochenende nach New York oder Mailand. Dieses rein funktionale Einkaufen ist etwas für Arme. Wer sich Luxusartikel leisten, und Produkte kaufen will die seinen eigenen Stil ausdrücken, will auch mit Stil Einkaufen.
Wer es sich leisten kann für den ist Einkaufen auch ein Kulturerlebnis und kein reiner funktioneller liebloser Akt eines Mausklicks.

Ich weiß nicht was die Zukunft ist. Der Hartz IV Empfänger wird seine Wunschliste übers Internet zusammenclicken - und ein Algorithmus wird den Erdbeerjoghurt streichen und durch einen reinen Naturjoghurt ersetzen. Zum Geburtstag und an Weihnachten wird ihm eine Flasche Wein gegönnt. Die obere Mittelschicht und die Reichen wollen sich aber auch durch das Einkaufen vom Pöbel unterscheiden.

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cabeza_cuadrada 22.12.2016, 12:26
105. Die Jungen

Zitat von KlausMeucht
Die Jungen sehen das anders. Die wollen nicht ein rein funktionales Einkaufen mit dem Dash-Button. Die wollen flanieren, ausprobieren, Menschen beobachten, das Einkaufen mit Kino, Theater bzw. Kaffee verbinden. Die wirklich Reichen fliegen fürs Shopping übers Wochenende nach New York oder Mailand. Dieses rein funktionale Einkaufen ist etwas für Arme. Wer sich Luxusartikel leisten, und Produkte kaufen will die seinen eigenen Stil ausdrücken, will auch mit Stil Einkaufen. Wer es sich leisten kann für den ist Einkaufen auch ein Kulturerlebnis und kein reiner funktioneller liebloser Akt eines Mausklicks. Ich weiß nicht was die Zukunft ist. Der Hartz IV Empfänger wird seine Wunschliste übers Internet zusammenclicken - und ein Algorithmus wird den Erdbeerjoghurt streichen und durch einen reinen Naturjoghurt ersetzen. Zum Geburtstag und an Weihnachten wird ihm eine Flasche Wein gegönnt. Die obere Mittelschicht und die Reichen wollen sich aber auch durch das Einkaufen vom Pöbel unterscheiden.
wollen flanieren, ausprobieren, Menschen beobachten, das Einkaufen mit Kino, Theater bzw. Kaffee verbinden? Deshalb sterben auch die Innenstädte aus was Geschäfte angeht. Die Jungen die sie sehen und wohl meinen flanieren nicht in den Innenstädten, die hängen dort ab. Das Flanieren beschränkt sich auch maximal auf An oder Ausprobieren. Das wars dann auch schon. Sie wissen nicht was die Zukunft ist? Wundert mich nicht, sie wissen ja nicht mal was die Gegenwart ist.

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exil-berliner 22.12.2016, 12:41
106. Bitte etwas relativieren..

Zitat von viceman
unsere neuen gäste gerade recht. das steckt doch hinter dem "willkommen" und wir schaffen das der kanzlerette! neue , bilige arbeitskräfte, die die drecksarbeit für kleines geld machen. der arbeitsmarkt in ostdeutschalnd/ osteuropa gibt diese leute nicht mehr her, also versucht man es mit den flüchtlingen!
Sie sollten die Wahrheit nicht so deutlich aussprechen. Sie haben damit natürlich vollkommend Recht, dass es nur um preiswerte Arbeitskräfte geht. Denn die einst so billigen Ost-EU Arbeiter/innen sind mittlerweile nicht mehr bereit für Dumping-Löhne arbeiten zu gehen. Bedenken Sie immer die "political correctness" solcher Tatsachen ;-)

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KlausMeucht 22.12.2016, 12:57
107. Monopol war billiger

Zitat von mr.andersson
Die Privatisierung der Post war unumgänglich, weil die Beamten auf Dauer, spätestens durch die Pensionen, unbezahlbar waren. Ebenso, und da spielt wohl die Erinnerung einige Leute einen Streich, war die Leistung der Post eine Katastrophe. Breife waren locker 2-3 Tage unterwegs, übernachtlieferungen gar nicht denkbar.
Vor der Privatisierung kam in unserer Straße ein Briefträger der sagen wir 100 Briefe austrug. Jetzt gehen 3 Zusteller verschiedener Firmen denselben Weg mit durchschnittlich 33 bis 34 Briefen.

Vor der Privatisierung verdiente ein Briefträger genug um sich selber und eine kleine Familie zu ernähren. Heute reicht der Gehalt für einen alleinig, die Ernährung einer Familie funktioniert nur mit Aufstockung.

Ein natürliches Monopol ergibt sich wenn die Ersparnisse durch den Wettbewerb geringer sind, als die mehrfachen Investitionskosten. Wettbewerb bei der Zustellung macht keinen Sinn. Das Monopol ist effizienter deshalb konnten die Zusteller auch bezahlt werden.

Ich habe mein Studium durch Zustellung in den Semesterferien finanziert. Damals war ein Nachsendeantrag kostenlos und im Großen und Ganzen funktionierte es auch. Heutzutage müssen sie mehrere Zustelldienste benachrichtigen, wenn sie umziehen. Sie wissen gar nicht wo sie sich beschweren können, wenn ein erwarteter Brief oder ein Paket nicht ankommt. Dass der Service besser geworden ist, halte ich für ein Gerücht.

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exil-berliner 22.12.2016, 13:00
108. Kein Geld zum flanieren

Zitat von cabeza_cuadrada
Die Jungen die sie sehen und wohl meinen flanieren nicht in den Innenstädten, die hängen dort ab. Das Flanieren beschränkt sich auch maximal auf An oder Ausprobieren. Das wars dann auch schon. Sie wissen nicht was die Zukunft ist? Wundert mich nicht, sie wissen ja nicht mal was die Gegenwart ist.
Die Jugend hat wohl kein Geld mehr zum flanieren, einkaufen vor Ort (wo es ca. 20% - 50% teurer ist im Fachgeschäft einzukaufen) als mit Online-Preisvergleichen.
Meine Eltern konnten das noch, wir die Generationen ab 1980 haben dafür einfach kein Geld mehr... nicht mal ordentlich Essen gehen ist noch drin. Also kein Imbiss Snack wie Döner oder Currywurst sondern mit der ganzen Familie in ein Restaurant und man speisen ohne selbst zu kochen und den Abwasch zu machen.
Der angestiegen Onlinehandel ist indirekt ein Zeichen für die angezogene Armut mehr nicht.

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KlausMeucht 22.12.2016, 13:17
109. Trend zum Offline Shop

Zitat von cabeza_cuadrada
wollen flanieren, ausprobieren, Menschen beobachten, das Einkaufen mit Kino, Theater bzw. Kaffee verbinden? Deshalb sterben auch die Innenstädte aus was Geschäfte angeht. Die Jungen die sie sehen und wohl meinen flanieren nicht in den Innenstädten, die hängen dort ab. Das Flanieren beschränkt sich auch maximal auf An oder Ausprobieren. Das wars dann auch schon. Sie wissen nicht was die Zukunft ist? Wundert mich nicht, sie wissen ja nicht mal was die Gegenwart ist.
Ich habe geschätzt was die Jungen wollen. Dass diese auch wirtschaftlichen und zeitlichen Zwängen unterliegen will ich nicht verschweigen.

Die Wirtschaft lebt eben nicht alleine von Studenten und Berufsanfängern.

Es gibt nicht nur eine Gegenwart, sondern viele Aspekte davon. Die Jungen sind auch keine homogene Truppe. Darüber zu streiten lohnt sich nicht.

Es fängt einen Trend zum Offline Shop an. Beispiel: http://www.offline-einkaufen.com/News/wirtschaftsnachrichten/usa-amazon-ueberrascht-mit-drive-in-supermarkt-001320.html. Eigentlich wollte ich nach Buchläden suchen, die Amazon in den Städten eröffnen will in denen sie die Buchhändler erfolgreich vertrieben hat.

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